Presse & Kommunikation

Ausgabe 1 - Januar 2022

Das Jahr hat mit einer sehr guten Nachricht begonnen: Das neue Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung wird auch zukünftig durch das Land Baden-Württemberg finanziert. Damit können die wissenschaftlichen Strukturen ausgebaut werden und die Teilhabe der als kognitiv beeinträchtigt geltenden Bildungsfachkräfte wird verstetigt. Lesen Sie dazu den ersten Beitrag. Sehr gut ist auch, was sich in letzter Zeit in der Mensa im Altbau getan hat: Das Essen wird täglich mit regionalen Zutaten frisch zubereitet – und das schmeckt man! Dahinter steckt ein neues Konzept, über das Chefkoch Sebastian Kurtz mit der Newsletter-Redaktion gesprochen hat.

Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung wird verstetigt

Strukturelle Finanzierung im Dezember 2021 vom Landtag beschlossen

[velo] Der baden-württembergische Landtag hat am 22. Dezember 2021 den Staatshaushalt 2022 verabschiedet. Dabei wurde auch entschieden, dass das Land das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung mit gut 600.000 Euro pro Jahr strukturell finanziert. An dem Zentrum arbeiten Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und vorab eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zu Bildungsfachkräften erfolgreich durchlaufen haben. Als Teil eines inklusiven Teams lehren und forschen sie seit November 2020 zu Querschnittsaufgaben der Inklusion und sensibilisieren die Öffentlichkeit landesweit für das Thema.

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Zu der Verstetigung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung äußert sich Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, wie folgt: "Die langfristige Förderung durch das Land Baden-Württemberg bestätigt die Vorreiterrolle des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: Es ist das erste Zentrum seiner Art, das als wissenschaftliche Einrichtung und Inklusionsabteilung an einer Hochschule verortet wurde. In der Bildungsarbeit hat das inklusive Team allein im vergangenen Jahr mit rund 2.000 Menschen in ganz Baden-Württemberg über die Inklusions- und Exklusionserfahrungen von Menschen mit Behinderung gesprochen. Es leistet aber nicht nur in der Lehre einen wichtigen Beitrag: Auch in der Bildungsforschung bzw. der partizipativen Forschung setzt es wertvolle Impulse, die weit über die Landesgrenzen hinaus wirken. Diese Arbeit werden wir auch dank der Landesförderung ausbauen: Geplant sind etwa Workshops in Kommunen sowie die Nachqualifizierung von zwei weiteren Bildungsfachkräften."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib.

Die Wahrheit liegt auf dem Teller!

Saisonal, regional, frisch: In der Mensaküche in der Keplerstraße wird täglich frisch gekocht – und das schmeckt man. Birgitta Hohenester hat mit Chefkoch Sebastian Kurtz über das neue Konzept gesprochen

Hirschgulasch mit Kürbis und Kohl oder doch lieber ein pikanter vegetarischer Wok? Gedämpftes Licht, verführerische Düfte, einladende Salate, schön arrangierte Nachspeisen – staunend frage ich mich, ob ich hier tatsächlich noch in der "alten Mensa" bin. Chefkoch Sebastian Kurtz lächelt mich freundlich hinter der Theke an, als ich mir die Leckereien selbst in feine weiße Porzellanschalen löffele. Mit ihm bin ich zum Gespräch verabredet, um herauszufinden, wie diese wundersame Wandlung zum Gourmettempel möglich geworden ist und was er sich für 2022 in Sachen "Keplerküche" wünscht.

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Herr Kurtz, von allen Seiten höre ich größtes Lob für die "neue Küche", die Studierende, Lehrende und Hochschulmitarbeitende gleichermaßen begeistert. Wie haben Sie es geschafft, diese Mensa völlig umzukrempeln?
Eine Umfrage hier vor Ort vor etwa drei Jahren hatte ergeben, dass sich viele ein Essen auf ihrem Teller wünschten, das mehr aus regionalen und saisonalen Produkten besteht und vor allem frisch zubereitet wird. Nach einigen Jahren im Marstallhof und anschließend in der Triplex-Mensa in Heidelberg war ich bereit für eine neue Aufgabe – und in diesem schönen Gewölbekeller hat sie sich mir gestellt. Vor rund zwei Jahren habe ich mir mit meinem tollen Team hier neue Strukturen entwickelt und sie schrittweise in die Tat umgesetzt. Wir haben mit dem so genannten "Keplerteller" angefangen, den im Grunde schon ausmacht, was uns auch jetzt anleitet: Mehr auf Qualität und Nachhaltigkeit bei der Produktauswahl zu achten und eben das Essen frisch herzustellen.

Was kam denn früher so aufs Tablett – im Gegensatz zu heute?
In der "Convenience-Küche" ist viel mehr fertig zubereitet und gewürzt: Das Essen wird in einer zentralen Großküche gekocht und häufig fertig portioniert an unterschiedliche Standorte geliefert. Bis es gegessen wird, hat es oft lange Fahrtwege und stundenlanges Warmhalten hinter sich. Und das schmeckt man leider auch. Heute koche ich hier in der Küche selbst mit meinem Team das jeweilige Hauptgericht aus frischen Zutaten. Das erlaubt mir auch, vielfältige Gewürze und Kräuter zu verwenden, was beim Geschmack einen erheblichen Unterschied macht. Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Teller! Auch das Angebot hat sich verändert und geht mit dem Trend hin zu vegetarischer bzw. veganer Küche: Wir bieten täglich beim Mittagsbüffet ein veganes Hauptgericht an, das durch eine Sättigungsbeilage wie Reis, Nudeln oder Kartoffeln, eine Fleischzutat sowie Gemüse und eine Suppe ergänzt wird. Der Gast hat also viel Auswahl! Außerdem gibt es ein gesundes Frühstücksbüffet und eine Salatbar mit frischen Salaten.

Das klingt aber auch sehr aufwändig und eher kostspielig – und wie schaffen Sie es, für so viele Menschen immerzu frisch zu kochen und dabei die richtigen Mengen im Auge zu behalten?
Wir bereiten auf Erfahrungsbasis eine bestimmte Anzahl Menüs zu, im Moment sind es drei Bleche. Bei Bedarf können wir noch einmal nachlegen; es kann aber durchaus sein, dass die Nachfrage größer oder geringer ausfällt als erwartet. Weggeworfen wird trotzdem nichts, denn die meisten Produkte lassen sich für neue Mahlzeiten weiterverarbeiten, etwa als Suppen oder Beilagen. Diese Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Durch das neue System, dass sich die Mensagäste ihr Essen selbst in Schalen schöpfen, können außerdem individuelle Bedarfe besser abgedeckt werden. Und kostspieliger ist es auch nicht als früher: Etwa 200 Gramm in einer Schale kosten für Studierende 1.50 Euro bis 2 Euro, eine Portion, die zum Sattwerden reicht.

Die Pandemie ist aber sicherlich nicht spurlos an Ihnen vorüber gezogen …
Nein, im Gegenteil, die hat uns wirklich sehr zu schaffen gemacht. Erst durften keine Gäste kommen und dann nur unter strengen Hygieneauflagen. Auch jetzt ist es nur Besitzer:innen der Campuscard erlaubt, bei uns zu speisen, es gilt 2G und das Essen schöpft man sich selbst.

Und was wünschen Sie sich für das neue Jahr?
Schon der Trend zum Jahresende 2021 hat gezeigt, dass gottseidank zunehmend mehr Studierende und Hochschulmitglieder wieder den Weg zu uns finden; ich bin guter Dinge, dass 2022 in Sachen Pandemie endlich besser wird und wir viele Menschen hier vor Ort bekochen können. Das wünsche ich mir von Herzen, denn es macht wirklich Spaß, dieses neue Konzept zusammen mit einem tollen Team jeden Tag in die Tat umzusetzen.

Herr Kurtz, ich danke Ihnen für das freundliche Gespräch.

Neu: UNESCO-Netzwerk zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Pädagogische Hochschule eins von sechs Gründungsmitgliedern des global agierenden Verbunds

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gehört zu den Gründungsmitgliedern eines neuen globalen Netzwerkes, das die Bildung für nachhaltige Entwicklung und den sozialen Wandel fokussiert. An dem UNESCO Netzwerk UNiESD&ST beteiligt sind sechs Lehrstühlen aus Kanada, Costa Rica, Deutschland, Griechenland und Südafrika. Ziel ist es, Lehrkräfte auf der ganzen Welt dazu zu befähigen, nachhaltige Entwicklung und Frieden durch Bildung zu fördern. Offiziell vorgestellt wurde die neue Kooperation bei dem UNESCO-Forum "Transformative Education for Sustainable Development, Global Citizenship, Health and Well-being".

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Die Federführung des Netzwerkes obliegt der Leuphana Universität Lüneburg. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist mit dem UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten vertreten, dessen Lehrstuhl Professor Dr. Alexander Siegmund (Geographie) inne hat. UNiESD&ST ist eines von weltweit rund 40 thematisch fokussierten UNESCO UniTwin-Netzwerken, die die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung von Universitäten fördern.

"Die ehrgeizigen Ziele der Agenda 2030 können nur erreicht werden, wenn wir die Lern- und Bildungssysteme weltweit neu ausrichten und die Lehrkräfte in die Lage versetzen, Veränderungen für eine nachhaltige Entwicklung zu bewirken", sagt Vibeke Jensen von der Abteilung für Frieden und nachhaltige Entwicklung der UNESCO. "Wir begrüßen UNiESD&ST als neue Kraft für die globale Zusammenarbeit in der Forschung, der Politikentwicklung und der Umsetzung von BNE für 2030, um sicherzustellen, dass alle Lernenden für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gerüstet sind."

Professor Siegmund ergänzt: "Durch die aktive Mitwirkung am UNESCO UniTwin-Netzwerk UNiESD&ST können wir die erfolgreichen Aktivitäten des Heidelberger UNESCO Lehrstuhls und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung zusätzlich auf einer globalen Ebene vernetzen - und das zusammen mit sehr renommierten Partnern der beteiligten Hochschulen."

Weitere Informationen ein englischer Sprache finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung: "UNESCO announces new global cooperation network on Education for Sustainable Development and Social Transformation with teacher education at the core" (PDF; ca. 0,6 MB).

Weitere Informationen zum Heidelberger UNESCO-Chair finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/unesco-chair.

Migration hat schon immer stattgefunden

Folge 16 vom Forschungspodcast Bildungsplausch mit Prof. Dr. Havva Engin

[red] Es gibt Forschungszweige, in denen sich Wissenschaftler:innen mit der Frage auseinandersetzen, welche Rolle sie mit ihrem Wissen in einer politischen Diskussion einnehmen. Prof. Dr. Havva Engin, Leiterin von Hei-MaT, dem Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Trans- kulturelle Pädagogik an der Hochschule, hat mit Max Wetterauer über migrationsbedingte Diversität, über ihr Verständnis von Wissenschaft in politischen Debatten und über ihre eigenen Erfahrungen als Zuwanderer- kind gesprochen. Hier geht es zum Download der überaus spannenden Folge 16: "Migration hat schon immer stattgefunden" (.mp3, ca. 40 MB).

Transfer 2021

Rückblick auf das vierte Projektjahr von TRANSFER TOGETHER. Text: Max Wetterauer

[red] Mit dem Jahr 2021 endet auch das vierte Projektjahr von TRANSFER TOGETHER. Bevor das Team in das fünfte (und letzte) Jahr startet, wirft es einen Blick zurück. Natürlich war auch dieses Jahr durch die Pandemie geprägt, jedoch liefert der Jahresrückblick auch andere (positivere) Blicke auf das 2021: etwa die neue Transferstrategie, eine App, australische Konkurrenz, ein Großevent, viele Workshops und schließlich noch ein reimender Lobgesang auf MINT. Hier geht es zum Jahresrückblick: https://transfertogether.de/das-jahr-2021/

Das neue Studierendenparlament kennenlernen!

21 Mitglieder seit Oktober 2021 im Amt

[red] Dem neu gewählten Studierendenparlament (Stupa) gehören 21 neue und alte Mitglieder an. Sie engagieren sich in Referaten wie etwa Kultur, Politik oder Beratung/Soziales. Das Gremium verfügt über die selbständig verwalteten Finanzmittel und ist Ansprechpartner für Finanzanträge Studierender, Lernraumanträge u.a. Auf der Homepage https://stupa.ph-heidelberg.net/ sowie auf dem Instagram-Account @ stupa_phheidelberg finden sich aktuelle Informationen zu Sitzungen, Stellenausschreibungen, Beantragung von Finanzmitteln u.v.m. Das Stupa freut sich über Wünsche, Kritik oder Anregungen!

Zusammenleben in religiös heterogenen Gesellschaften

Start des Erasmus+ Projekts "Sharing Worldviews: Learning in Encounter for common Values in Diversity" in Heidelberg. Text: Prof. Dr. Katja Boehme

Projektpartner:innen aus der Türkei, aus Griechenland, Österreich und Deutschland trafen sich vom 15. bis 19. November 2021 an der PH Heidelberg zum Start des Erasmus+ Projekts "Sharing Worldviews: Learning in Encounter for common Values in Diversity". Projektziel ist, in der Lehrkräfteausbildung und in der Schule wertschätzende Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Weltsichten anzuleiten – Kompetenzen, die für das friedliche Zusammenleben in religiös wie weltanschaulich heterogenen Gesellschaften grundlegend sind. Die Projektleitung obliegt Prof. Dr. Katja Boehme vom Fach Katholische Theologie.

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Das Konsortium traf sich für eine intensive Arbeitswoche in Heidelberg, um sich persönlich kennen zu lernen und die nächsten Schritte gemeinsam zu planen. Projektinitiatorin und -leiterin Prof. Dr. Katja Boehme präsentierte das Interreligiöse Begegnungslernen, wie es an der PH Heidelberg schon seit 2011 realisiert wird. Im Anschluss daran stellte sich jede der Partnerhochschulen mit ihrem Beitrag zum Projekt vor.

Neben Vertreter:innen der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg nahmen die Projektpartner:innen der türkischen Universität Ankara und der Eskişehir Osmangazi Üniversitesi teil. Aus Griechenland war die Aristotle University Thessaloniki vertreten, aus Österreich die Kirchlich Pädagogische Hochschule Wien/Krems. Die Hochschule für Jüdische Studien sowie die Heidelberg School of Education ergänzten den Teilnehmerkreis aus Heidelberg. Unterstützt wird das Konsortium außerdem von Prof. Dr. John Valk von der University of New Brunswick in Kanada.

Thema der Tagung war neben der Projektkoordination die Planung der mehrsprachigen digitalen Lehr-, Lern-, Interaktions- und Kooperationsplattform WEL:digital. Das Studienprogramm WEL:study soll in die Didaktik eines fächerkooperierenden Begegnungslernens einführen, das Lehrkräfte bei Schüler:innen verschiedener Weltsichten anleiten können. Diese Fortbildung für Lehrkräfte und pädagogisches Personal wird durch das geplante Zertifikat WEL:cred ergänzt, das an den Partnerhochschulen und weiteren Hochschulen verbreitet werden soll. Auch Evaluation und Qualitätsmonitoring der Programme wurde besprochen.

Am Dienstagabend bereicherte Prof. Dr. John Valk von der University of New Brunswick das Auftakttreffen um einen öffentlichen Vortrag an der PH Heidelberg zu „Sharing Worldviews: Learning in Encounter for common Values in Diversity“. Jochen Ehrenreich, Senior Researcher in der Bildungsforschung der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn, informierte über seine Projekterfahrungen zum Thema Micro-Credentials im europäischen Bildungsraum mit dem Konsortium. Ulrike Steiger, EU-Referentin der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs, führte die Projektmitglieder in die Abläufe des Erasmus+ Programms ein. Sie unterstützt das Projekt mit administrativer Beratung.

Im Rückblick auf die Tagung bedankte sich Projektleiterin Prof. Dr. Katja Boehme für das hohe Engagement aller Partner:innen: "The meeting indeed was very effective and I am very happy that we could meet in person and give our future collaboration a good foundation. Thanks to the intensive participation of all participants and all the professional effort and personal kindness and ambitions. I am very positive for the success of our project."

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Projektmanagerin Ute Rössle per roessle☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de.

Neue Mitglieder im AW-ZIB!

Namhafte Persönlichkeiten aus der Metropolregion unterstützen das inklusive Zentrum. Text: AW-ZIB

Die Mitgliederversammlung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung (AW-ZIB) hat seine ersten assoziierten Mitglieder bestätigt: neben dem Ehrenmitglied Dr. Jobst Wellensiek sind dies Stephan Friebe, ehemaliger Leiter des Projekts Inklusive Bildung Baden-Württemberg, Stefanie Jansen, Sozialbürgermeisterin der Stadt Heidelberg, sowie Winfried Monz, Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg e.V.

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In der ersten Mitgliederversammlung am 29. November 2021 wurde auch über die Mitgliedsanträge von drei wichtigen Wegbegleiter:innen des AW-ZIB entschieden: Stephan Friebe, Stefanie Jansen und Winfried Monz wurden einstimmig – satzungsgemäß zunächst für die Dauer von fünf Jahren – zu assoziierten Mitgliedern des Zentrums gewählt. Stephan Friebe war Leiter des Projekts „Inklusive Bildung Baden-Württemberg“, in dem die Bildungsfachkräfte des AW-ZIB ihre dreijährige Vollzeitqualifizierung absolviert haben. Er hat die Projektidee aus Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg geholt. Räumlich war die Qualifizierung in der Graf von Galen-Schule Heidelberg beheimatet. Der damalige Schulleiter und heutige Vorstand der Lebenshilfe, Winfried Monz, steht dem AW-ZIB stets mit Rat und Tat zur Seite, aktuell vor allem bei der Planung der Nachqualifizierung von zwei Bildungsfachkräften, die im Frühjahr 2022 beginnen soll.

Bevor sie Sozialbürgermeisterin der Stadt Heidelberg wurde, war Stefanie Jansen Sozialdezernentin im Rhein-Neckar-Kreis. Sie kennt die Arbeit der Bildungsfachkräfte von Anfang an. Bei ihrem Antrittsbesuch im AW-ZIB im Sommer 2021 hat sie deutlich gemacht, wie wichtig ihr die hier geleistete Arbeit und das Thema Inklusion generell sind. So wurde in einem ersten Schritt von der Hochschule gemeinsam mit der Stadt ein Fortbildungsangebot entwickelt, das Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung für das Thema Inklusion sensibilisieren soll und von den Bildungsfachkräften im März 2022 ausgebracht wird.

Die drei assoziierten Mitglieder wurden auf Antrag ins AW-ZIB aufgenommen. Grundsätzlich können Angehörige der Hochschule eine Mitgliedschaft und externe Personen eine assoziierte Mitgliedschaft beantragen, wenn sie die Ziele des Zentrums unterstützen möchten. Anträge sind zusammen mit einem kurzen Motivationsschreiben per aw-zib☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de zu senden. Die professorale Leitung entscheidet dann kommissarisch über die Aufnahme. Die finale Entscheidung obliegt der Mitgliederversammlung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib sowie auf www.instagram.com/aw_zib bzw. www.twitter.com/zib_aw.

Studium und Praktikum im Ausland

Ein Onlineangebot am 19. Januar über die zahlreichen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen

[red] Am Mittwoch, 19. Januar 2022 stellt das Akademische Auslandsamt im Rahmen eines Online-Seminars die Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, vor. Im Anschluss werden individuelle Fragen zum Thema beantwortet. Die Veranstaltung findet zwischen 12.00 und 13.00 Uhr online statt. Weitere Informationen zu den Login-Daten sowie weiteren Terminen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

Auszüge aus dem Senatsprotokoll

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Neue Mitarbeitende und ehemalige Mitglieder

Personalia der Hochschule im Überblick

[hop] Wer ist neu an der Hochschule? Wer arbeitet in welchem Projekt? Welche Professur und welche Sekretariatsstelle sind wieder besetzt worden? Schauen Sie doch einfach mal im Forum Mitarbeitende im internen Bereich vorbei: Hier finden Sie die aktuellen Neuzugänge der Hochschule – und auch die Personen, die nicht mehr an der PH sind. Vielleicht entdecken Sie hier neue Kolleg:innen – oder Menschen, die in Ihrem engeren Arbeitsbereich tätig waren. Und wenn Sie ein berufliches Jubiläum feiern, lassen Sie uns das wissen. Wir berichten gerne darüber!

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Vorlesen - ein interaktiver Vortrag

Digitaler Workshop mit Sprecherzieherin Franziska Trischler. Text: Lucas Lambert

Am 9. Dezember 2021 lud das Fach Sprecherziehung zum siebten digitalen Workshop während der Corona-Pandemie ein, dieses Mal mit Franziska Trischler zum Thema „Vorlesen - Ein interaktiver Vortrag“. Die Referentin ist Sprech-, Stimm- und Rhetoriktrainerin sowie Dozentin der Sprecherziehung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. An der Veranstaltung nahmen rund 30 Interessierte teil – Fachpublikum sowie Studierende der Pädagogischen Hochschule und anderer Hochschulen.

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Trischler betonte zu Beginn die Wichtigkeit des Vorlesens und dass Vorlesen Menschen verbindet; es sei daher wichtig, durch Blickkontakt und Gesten in Kontakt zu treten. Beim Vorlesen sind Trischler zufolge insbesondere drei Faktoren wichtig. Zum einen ist gutes Vorlesen verständlich, schließlich soll die Botschaft hinter dem Text auch beim Gegenüber ankommen. Außerdem ist es dialogisch, denn wir treten in Kommunikation mit einem schriftlichen Werk. Schließlich sei gutes Vorlesen auch wirkungsvoll, indem innere Bilder entstehen, wir emotional mitfiebern und wir bestenfalls unser Wissen über die Welt neu strukturieren. Diese Faktoren sollen sich auf die Schüler:innen übertragen. Doch wie kann das gelingen?

Zunächst sprach Trischler mögliche Stolpersteine für Leseanfänger:innen an. Hierbei berichtete sie unter anderem von einem schwach ausgeprägten Mitteilungswillen seitens der Schüler:innen, die Vorlesen eher als eine Pflicht wahrnehmen und sich dazu gezwungen fühlen, Inhalte durch Texte und Bücher mitzuteilen. Auch die Schnappatmung, durch die sich der Inhalt nicht mehr fassen lässt, da keine bewussten Pausen beim Lesen gemacht werden, stellt ein großes Hindernis für Leseanfänger:innen da. An der Betonung und Melodie muss ebenfalls gearbeitet werden, wenn das Lesen zu monoton und damit langweilig wirkt. Doch wie kann es mir als vorlesende Person nun gelingen, mein Gegenüber zu erreichen?

Die Referentin sprach zunächst von der Varianz in der Stimme. Wir können mit dieser beim Vorlesen spielen, indem wir mal langsamer und mal schneller sprechen, indem wir die Stimmung aus dem Inhalt des Buches aufgreifen und Spannung bewusst hervorheben. Wie wichtig die Pausensetzung ist, zeigte Trischler eindrucksvoll mit dem Satz: „Wir essen jetzt Opa“, der je nach Pausensetzung in seiner Bedeutung variiert. Pausen trennen für sich stehende Informationseinheiten voneinander und müssen von der vorlesenden Person versprachlicht werden. Weitere Ausführungen der Referentin erläuterten die Bedeutung von Aussagesätzen, Ergänzungsfragen (W-Fragen), Suggestivfragen (rhetorische Fragen) und Imperativen sowie die Wichtigkeit von Sprechmelodie und Pausen.

Franziska Trischer gab den Zuhörenden schließlich einige Tipps zum Vorlesen:
1. Während des Vorlesens Vor- und Nachsätze sprechen, um Zuhörer:innen-Kontakt herzustellen: „Achtung, jetzt kommts!“, „Hör mal!“, „Verstehst du?“, „Lustig oder?“.
2. Die innere Haltung: „Vorlesen ist erlernbar!“ den Schüler:innen transparent machen. Sie müssen das Kommunikationsangebot ernst nehmen, sie müssen sich von dem Scham lösen und es muss ihnen aufgezeigt werden, dass stetiges Üben Erfolge zeigt.
3. Passende Hilfsmittel und Methoden einsetzen: Klatschen mit Betonungen, Schüler:innen aufnehmen beim Lesen, sodass sie sich selbst hören etc.
4. Die Kadenz und Sinnschritte den Schüler:innen näher bringen, indem man diese an der Tafel aufmalt oder sie die Bewegung am Kehlkopf bei hohen und dann tiefen Tönen spüren lassen.
5. Schließlich ist für die Vorlesesituation ein Vorlesekreis ungünstig, da nicht alle Schüler:innen die Lehrkraft unmittelbar anschauen können; stattdessen lieber „kinoartig“ oder in der „U-Form“ sitzen.

Nachhaltiger Genuss

"Heidelberger Partnerschaftskaffee": Kolloquium des Instituts für Naturwissenschaften, Geografie und Technik zu einem beispielhaften Projekt der Nachhaltigkeit. Text: Lissy Jäkel

Heinz Reinke ist Sonderschullehrer im Ruhestand, oder eigentlich besser im "Unruhestand". Denn er ist seit über 20 Jahren aktiv in einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die über Diskursintensität weit hinaus geht. Heinz Reinke stellte in einem Kolloquium des Instituts für Naturwissenschaften, Geografie und Technik (fNGT) der Hochschule am 26. November in einem bewegenden Vortrag dar, wie das Projekt "Heidelberger Partnerschaftskaffee" seit 20 Jahren die wirtschaftliche Entwicklung von Kaffeekooperativen in Nikaragua oder Honduras fördert.

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Die Heidelberger Bürger:innen profitieren unmittelbar von diesem hochwertigen und fair gehandelten Biokaffee. Wie die Fruchtreste zu neuem Dünger aufbereitet werden, wie das Oberflächenwasser geschützt wird, wie die Landwirt:innen die Fermentierung genau kontrollieren, um hervorragende Produktqualität zu sichern, all dies dokumentierte Heinz Reinke durch Fotos seiner zahlreichen Aufenthalte vor Ort. Dabei wurden einzelne Landwirt:innen sowie deren Entwicklung in den letzten Jahren anhand mehrerer persönlicher Abbildungen aufgezeigt.

Dabei wurde auch sichtbar, wie wirtschaftliche Entwicklungen mit Bildungsangeboten interagieren – wie etwa Geschlechtergerechtigkeit unmittelbar gefördert werden kann, zum Beispiel durch Stipendien für begabte Schülerinnen. Eindrucksvoll demonstrierte der pensionierte Sonderschullehrer, wie sich der Preis von fair gehandeltem Kaffee mit sozialer Förderung der Produzierenden vor Ort von anderen handelsüblichen Kaffees unterscheidet und wie sich die ökologische Wirtschaftsweise positiv und kostensparend auswirkt. Es wurde aber auch deutlich, welche Herausforderungen klimatische Verschiebungen für die Landwirt:innen beim Anbau von Kaffee mit sich bringen.

Sicher werden die Teilnehmenden, Studierenden sowie Mitarbeitenden des IfNGT die Angebote diese wunderbaren Kaffees im Handel nun mit noch offeneren Augen wahrnehmen. Der Heidelberger Partnerschaftskaffee ist ein erfolgreiches globales Beispiel gelebter Nachhaltigkeit und ein Zukunftsprojekt.

Himmlische Klänge

4x4 Frauenchor beim Berliner Choralspace-Winterfestival – gemeinsame Konzerte mit dem Vokalconsort Berliner Mädchenchor. Text: Franziska Weigl

Mit einem vielseitigen, anspruchsvollen Repertoire überzeugte der 4x4 Frauenchor der Hochschule unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko beim Choralspace-Winterfestival in Berlin. An der Seite des Vokalconsorts Berliner Mädchenchor gestaltete der 4x4 Frauenchor zwei weihnachtliche Konzerte: das „Christmas Songbook“. Eine durch die Pandemie bedingte begrenzte Zuschauerzahl und die üblichen Hygieneregeln sowie tagesaktuelle Testpflicht konnten dem Erfolg der Konzerte keinen Abbruch tun, die in der St. Matthäus-Kirche in Berlin-Mitte und der Lindenkirche im Stadtteil Wilmersdorf aufgeführt wurden.

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Die Vorbereitungen für das Choralspace-Winterfestival in Berlin begannen bereits Anfang 2021. In mehreren Zoom-Sitzungen wurde der Kontakt zwischen Chorleitung, Veranstalter:innen und Chören aufgebaut. Der 4x4 Frauenchor trat am 16. Dezember die Reise mit großer Vorfreude an. Das Choralspace-Festival erwartete eine 2G+-Regelung für die Sänger:innen, sodass während des Aufenthaltes in Berlin das tagesaktuelle Testen verpflichtend war, ebenso wie Maskenpflicht bis zum Platz auf der Bühne. Die 4x4 Sängerinnen entschieden sich zudem für Kontaktbeschränkungen und eine mehrtägige überprüfte Testpflicht bis zum Antritt der Reise, um zusätzliche Sicherheit für sich und andere Festivalteilnehmende zu gewährleisten.

Am Morgen nach der Ankunft bekamen die 4x4-Sängerinnen die Möglichkeit, den international erfolgreichen Vocalcoach Michael Hayden in einer zweistündigen Probe kennenzulernen. Sehr schnell entwickelte sich ein positiver Austausch zwischen den Sängerinnen, Chorleiterin Heike Kiefner-Jesatko und dem englischsprachigen Coach, dessen wirkungsvolle Übungen und Hinweise auch zukünftig in der Probenroutine integriert werden sollen.

Das erste Konzert in der St. Matthäus-Kirche in Berlin-Mitte am 17. Dezember wurde zusammen mit dem Vokalconsort mit dem norwegischen Weihnachtslied „Vidder“ eröffnet, das von Elisabeth Anvik, Jostein Hasselgård und Anne Hilde Grøv arrangiert wurde. Die wie aus dem Nichts erklingende Melodie des Stückes fand ihren mystischen Ursprung in einzelnen Stimmen, die sich improvisatorisch im eigenen Tempo Gehör verschafften. Das anschwellende Stimmengewirr führte hin zu einem gemeinsamen Ton, um dann ohne Dirigat das Stück in seiner reinen Form zu präsentieren. Dabei schufen die beiden Chöre eine schöne „nordische Atmosphäre“, die die Zuschauer:innen in ihren Bann zog. Nach dem bekannten Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ standen Stücke wie „Feeling Good“ von Leslie Bricusse und Anthony Newley in einem Arrangement von Dorothy Horn auf dem Programm. Mit den ersten vier der „7 Zaubersprüche“ von Wolfram Buchenberg schloss der erste Abend. Auch beim zweiten Konzert in der Lindenkirche im Bezirk Wilmersdorf am folgenden Abend gelang es den Sängerinnen, wieder gemeinsam mit dem Vokalconsort eine glanzvolle Weihnachtsatmosphäre zu schaffen – trotz der Kälte in der Kirche. Nach der Eröffnung durch mehr als 50 Stimmen folgten die bewegende Komposition von „Ave Generosa“ Ola Gjeilo zum Text von Hildegard von Bingen und das beschwingte „Sussex Carol“ von Bob Chillot.

Unvergesslich bleibt neben diesen großartigen Konzerten und neuen wertvollen Kontakten zu anderen Chören die Unterstützung des Choralspace-Festivalteams, das neben der Festivalorganisation auch eine Stadttour durch Berlin ermöglichte und mit vielen Informationen die gesamte Konzertreise unterstützte.

Religionspädagogische Gespräche

Zukunftsfähiger Religionsunterricht zwischen tradierter Lernkultur, jugendlicher Lebenswelt und religiöser Positionalität herausgegeben von Harry Harun Behr, Katja Boehme, Bruno E. Landthaler und Bernd Schröder

[red] Wie kann zukunftsfähiger Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in Deutschland aussehen? Antworten auf diese Frage aus jüdischer, christlicher und muslimischer Perspektive geben die Autor:innen dieses Bandes. Sie verbinden Aspekte der religiösen Traditionen mit theologischen und pädagogischen Gegenwartsfragen. Das allen Beiträgen zugrunde liegende Verständnis orientiert sich dabei an der Bekenntnisbindung gemäß Artikel 7 des Grundgesetzes.

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Die Texte eröffnen vielfältige Bezüge zu den akademischen Disziplinen, in denen die Autor:innen beheimatet sind, zum Beispiel zur Religionspädagogik, Bildungs- und Erziehungswissenschaft, Religionsphilosophie und Theologie.

Verlag Frank & Timme, Berlin 2021, ISBN 978-3-7329-0473-0, 252 Seiten, 29,80 Euro.

Kreatives Klassenmusizieren

Innovative Musizierkonzepte für Unterricht und Projekt. Von Mathias Schillmöller

[red] Im Gegensatz zum herkömmlichen Klassenmusizieren, bei dem es viel um das Erlernen instrumentaler Grundkenntnisse geht, wählt das Kreative Klassenmusizieren einen anderen Weg: Als Team of creators entwickeln die Schüler:innen aus Musikstücken eine Performance mit unterschiedlichsten Elementen. Sie werden kreativ und verbinden Elemen- te aus Tanz, Pantomime, Schauspiel, Text, Mediengestaltung und Film mit Musik. Ausgangspunkt ist immer ein Spielsatz mit Grundbausteinen von Originalkompositionen aus allen Musikgenres und -epochen, der nach einem bestimmten Strukturmodell geübt, erforscht und erweitert wird.

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Der erste Teil des Buches stellt dieses Strukturmodell vor und erklärt die Grundlagen kreativer Handlungsspielräume der Lehrpersonen. Dabei geht es um den Aufbau einer kollektiven Arbeitshaltung sowie um Organisations- und Rahmenbedingungen im Unterricht.

Der zweite Teil lädt mit 335 konkreten Ideen zu fantasievollen Kreationen ein, die beispielhaft zeigen, wie kreatives Klassenmusizieren ganz praktisch im Unterricht umgesetzt werden kann. Diese Unterrichtseinheiten sind in vielfältige Themenbereiche aus der ganzen Welt des menschlichen Seins gegliedert: Im Kapitel „Stimmige Spiele“ werden Metal-Sounds mit der Stimme imitiert; „Körper in Aktion“ beschäftigt sich mit der Musik von Beyoncé zu aktuellen und überkommenen Körperbildern; das Kapitel „Fire!“ stellt AC/DC und Mozarts Requiem zu einer Feuerperformance zusammen; das Kapitel „Flussrituale“ nimmt Billie Eilishs Song „Ocean Eyes“ zur Grundlage spannender Variationen, während sich in „Arabesquen: Musikalische Gewächse“ alles um sich windende, nach oben strebende Formen in Musik und Kunst dreht; um nur ein paar wenige Beispiele zu geben.

Unterstützt werden diese Unterrichtseinheiten durch 62 Kopiervorlagen, darunter 29 ausgewählte Arrangements aus dem Buch, mit denen die Klassen musizieren können. Die separat erhältliche Audio-CD inkl. App-Zugang ermöglicht eine optimal auditive Gestaltung der Einheiten.

Mathias Schillmöller: Kreatives Klassenmusizieren. Innovative Musizierkonzepte für Unterricht und Projekt. Helbling Verlag Esslingen, 2021, ISBN 9783862275021, 232 Seiten, € 34,50

Schule und Normativität

Siebte Ausgabe des heiEDUCATION Journals erschienen

[red] In der siebten Ausgabe widmet sich das heiEDUCATION Journal der Heidelberg School of Education, einer Gemeinschaftseinrichtung von Pädagogischer Hochschule und Universität, dem Konnex von Schule und Normativität. Aus disziplinär heterogener Perspektive werden normative Erwartungen in den Blick genommen, mit denen sich Schulen im Kontext eines weiter gefassten Bildungsauftrags und der fortschreitenden Transformation zu Lern- und Lebensorten konfrontiert sehen. Hier geht es zur Webseite der neuen Ausgabe des heiEDUCATION Journal: https://hse-heidelberg.de/news/siebte-ausgabe-des-heieducation-journals-erschienen.

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Das erkenntnisleitende Interesse der an der Schnittstelle von Fachwissenschaft und Fachdidaktik situierten Überlegungen gilt der Eignung solcher Erwartungen für die Entwicklung von Kompetenzen für eine gelingende Lebensführung, der Einbettung in bildungspolitische Diskurse und der Frage, inwiefern normativen Bildungsansprüchen eine problematische Qualität zuzuschreiben ist. Gemäß den von den Autor:innen jeweils adressierten Ausprägungen von Normativität im Bildungssektor untergliedern sich die Beiträge in drei Themenfelder:

- eigenverantwortliches Verhalten (Gesundheitserziehung)
- bewusste Konsumentscheidungen (Bildung für nachhaltige Entwicklung)
- soziale Verantwortung und gesellschaftliches Engagement auf Schüler:innen-Seite in Verbindung mit Rollenanforderungen an das Lehrpersonal (politische Bildung im Spannungsfeld zwischen Selbstpositionierung und Neutralitätsgebot).

In der Gesamtschau legen die Texte die Einsicht nahe, dass die konfliktträchtige Verhandlung der Trias von politischer Aktivierung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsvorsorge Schulen vor beträchtliche Herausforderungen stellt, denen auch die Lehrkräftebildung Rechnung zu tragen hat.

Das Journal richtet sich an Wissenschaftler:innen, Studierende mit Berufsziel Lehrer:in, berufstätige Lehrpersonen, in der Fort- und Weiterbildung Tätige sowie an Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitiker. Es bietet eine Plattform für den interdisziplinären Austausch und fördert den Dialog über die Grenzen der Fächer und Institutionen hinweg.

PH Heidelberg erhält Corporate Health Award 2021

Betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist mit dem Corporate Health Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie "Gesunde Hochschule" überzeugte die PH Heidelberg mit ihrem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), das fester Bestandteil ihrer Struktur- und Entwicklungsplanung ist. Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Kanzlerin Stephanie Wiese-Heß und BGM-Koordinator Sebastian Stumpf nahmen die Auszeichnung von Steffen Klink (EUPD Research) sowie Petra Dann (Techniker Krankenkasse) entgegen. Corona-bedingt war auf eine zentrale Feier in Berlin verzichtet worden.

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"Gerade in den Hochschulen sehen wir immer wieder Kreativität und Diversität im Gesundheitsmanagement, sowohl für die Beschäftigten als auch für die Studierenden", sagte Klink, Director Corporate Health Department bei EUPD Research. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gehe dabei mit tollem Beispiel voran. So ist Gesundheit in den letzten Jahren zu einem der zentralen Konzepte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg geworden: Sie findet sowohl in Forschung und Lehre als auch in Verwaltung und Bau Berücksichtigung. Das nun prämierte Betriebliche Gesundheitsmanagement übernimmt dabei die Aufgabe, die tägliche Arbeitswelt der Lehrenden und Beschäftigten möglichst gesundheitsförderlich zu gestalten.

"Gerade in den Hochschulen sehen wir immer wieder Kreativität und Diversität im Gesundheitsmanagement, sowohl für die Beschäftigten als auch für die Studierenden", sagte Klink, Director Corporate Health Department bei EUPD Research. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gehe dabei mit tollem Beispiel voran. So ist Gesundheit in den letzten Jahren zu einem der zentralen Konzepte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg geworden: Sie findet sowohl in Forschung und Lehre als auch in Verwaltung und Bau Berücksichtigung. Das nun prämierte Betriebliche Gesundheitsmanagement übernimmt dabei die Aufgabe, die tägliche Arbeitswelt der Lehrenden und Beschäftigten möglichst gesundheitsförderlich zu gestalten.

In enger Abstimmung mit den Lehrenden und Beschäftigten der Hochschule wurden in den letzten Jahren zahlreiche gesundheitsförderliche Ideen entwickelt und konkrete Maßnahmen umgesetzt, berichtet BGM-Koordinator Stumpf: "Aktuell stehen diese natürlich unter dem Einfluss der Corona-Pandemie: Angebote etwa zur mentalen Stärke oder ein gemeinsamer Kochabend finden online statt. Wir sind aber weiterhin vor Ort und haben zum Beispiel die Kooperation mit VRNnextbike ausgebaut. Wir legen außerdem Wert auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und zwar sowohl im Büro als auch im Home Office."

Aktuell arbeitet das Gesundheitsmanagement gemeinsam mit dem Gebäudemanagement und dem Personalrat an einem zukunftsfähigen Mobilitätsmanagement. So soll nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden; die Hochschule reagiert damit auch auf die Bedarfe ihrer Mitglieder. "Das BGM der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zeichnet sich durch passgenaue Konzepte aus. Empfinden Mitglieder etwa lange Pendelzeiten als besonders belastend, überlegen wir uns gemeinsam mit unserem Netzwerk Lösungen und setzen diese nach Möglichkeit um", so Stumpf abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bgm.

Hintergrund
Der Corporate Health Award gilt als eine der renommiertesten Auszeichnung für exzellentes betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland: Vergeben wird er jährlich an Organisationen, die sich nachweislich überdurchschnittlich für die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter:innen engagieren. Initiiert wird der Award von EuPD Research Substainable Management GmbH und der Handelsblatt Media Group; im Bereich Gesunde Hochschule tritt die Techniker Krankenkasse als Partner auf.

 

Künstlerischer Förderpreis für Anna Morawietz

Studentin erhält den von Prof. Dr. Rainer Wild gestifteten Preis für ihr Werk "Reisewege eines Fremden"

[velo] Anna Morawietz wurde mit dem Förderpreis für eine herausragende künstlerische Leistung gewürdigt. Die Studentin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erhielt den von Professor Dr. Rainer Wild gestifteten Preis für ihr Werk "Reisewege eines Fremden". Ausgewählt wurde Morawitz von einer namhafte Jury, besetzt mit Dr. Kristina Hoge (Galerie p13 für zeitgenössische Kunst), Professor Dr. Henry Keazor (Universität Heidelberg), Stefan Hohenadl (Kulturamt Heidelberg) und Professor Mario Urlaß (Pädagogische Hochschule Heidelberg).

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Die Studentin überzeugte mit ihrer qualitätsvollen grafischen Vielfalt, der imaginativen Kraft und eigenwilligen, poetischen Verrätselung. Überreicht wurde die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der Vernissage "BEST OF 21".
Die Jahresausstellung, die vielfältige Werke von Studierenden des Faches Kunst präsentiert, ist noch bis zum 21. Januar 2022 im Kunstfoyer der Hochschule zu sehen (Im Neuenheimer Feld 561, D-69120 Heidelberg). Die aktuellen Hygiene- und Nutzungsregelungen zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen sind einzuhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/kunst.

Prorektorin Heyl und Prorektor Spannagel im Amt bestätigt

Senat spricht sich für Fortsetzung der Arbeit im Rektorat aus

[velo] Professorin Dr. Vera Heyl (Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung) und Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Transfer und Digitalisierung) sind in ihren Ämtern bestätigt worden. Der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat sich am 15. Dezember 2021 ohne Gegenstimmen für die Fortsetzung ihrer Arbeit im Rektorat ausgesprochen. Die Wahl war erforderlich geworden, da das laufende Verfahren zur Neuwahl einer Rektorin oder eines Rektors noch nicht abgeschlossen ist.

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Die jeweiligen Amtszeiten beginnen am 1. Februar 2022; sie sind grundsätzlich dreijährig, enden für Heyl und Spannagel jedoch mit der Amtszeit des derzeitigen Rektors.

"Ich freue mich, dass Professorin Heyl und Professor Spannagel in ihren Ämtern bestätigt wurden. Beide sind in herausgehobener Weise kompetent und auch weit über den Bereich unserer Hochschule hinaus exzellent vernetzt. Gerade während der aktuellen Corona-Pandemie sind beide im Sinne der gesamten Hochschule außerordentlich engagiert", sagte Professor Dr. Hans-Werner Huneke anlässlich des Senatsentscheids. Der derzeitige Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg dankte sowohl Heyl als auch Spannagel, dass sie sich bereiterklärt hatten, ihre Ämter bis zur Wahl seine:r Nachfolger:in weiterzuführen.

In ihrer zweiten Amtszeit zeichnete Heyl insbesondere für die erfolgreiche Programmakkreditierung der Lehramtsstudiengänge verantwortlich; die Systemakkreditierung der Hochschule steht kurz vor dem Abschluss. Darüber hinaus wurde das Studien- und Weiterbildungsangebot unter der Federführung der Prorektorin stetig weiterentwickelt. Heyl war zudem maßgeblich an der Gründung des national einmaligen Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung beteiligt, das sie seit 2020 gemeinsam mit Professorin Dr. Karin Terfloth leitet.

Professor Spannagel war in seiner zweiten Amtszeit insbesondere im Bereich Forschung erfolgreich: So konnte die Hochschule im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Beispiel sechs Juniorprofessur mit Tenure Track einwerben. Die Hochschule war ferner bei einer Ausschreibung der Carl-Zeiss-Stiftung erfolgreich, die eine Stiftungsprofessur für Informatik und ihre Didaktik fördert. Darüber hinaus wurde die Digitalisierungsstrategie verabschiedet und die Transferstrategie erfolgreich fortgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/rektorat.

Zur Person
Vera Heyl studierte Psychologie an den Universitäten Gießen und Heidelberg. Sie war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Alternsforschung an der Universität Heidelberg tätig und promovierte dort 2005. Zwei Jahre später erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo sie 2011 zur Professorin für Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern mit dem Schwerpunkt Blinden- und Sehbehindertenpädagogik berufen wurde. Seit Oktober 2010 und bis zu ihrem Amtsantritt als Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung im Februar 2016 war Heyl Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule.

Christian Spannagel studierte an der Technischen Universität Darmstadt Informatik und war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg tätig. Er wurde 2006 ebenda promoviert und war dann am Institut für Mathematik und Informatik beschäftigt. 2009 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo er 2010 zum Professor für Mathematik mit den Schwerpunkten Informatik und Implementierung neuer Medien ernannt wurde. Seit Februar 2016 ist Spannagel in Heidelberg Prorektor für Forschung, Transfer und Digitalisierung.

Regional- und Fachvernetzerin für die Weiterbildung

Meike Habicht engagiert sich an der Professional School im Projekt „Hochschulweiterbildung@BW“

[red] Seit Mitte November arbeitet Meike Habicht im Projekt „Hochschulweiterbildung@BW“ als Regional- und Fachvernetzerin für die Pädagogischen Hochschulen Heidelberg und Karlsruhe. Angesiedelt ist sie im Team der Heidelberger Professional School. Damit ist sie eine von landesweit 25 Vernetzer:innen, die in der Offensive des Landes gezielt die wissenschaftliche Weiterbildung stärken. Als Vertreterin der PH Heidelberg hält sie den Kontakt zu ihren Kolleg:innen an den anderen baden-württembergischen Hochschulen ebenso wie zur zentralen Leitung des Projekts „Hochschulweiterbildung@BW“ in Freiburg.

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Das Leitungsteam in Freiburg kümmert sich insbesondere um die Entwicklung der zentralen Informations- und Buchungsplattform zur wissenschaftlichen Weiterbildung, die aus dem jetzigen Portal www.suedwissen.de hervorgehen wird. Eine der wichtigsten Aufgaben von Meike Habicht ist es, ins Gespräch zu kommen mit Arbeitgebern, Organisationen und Verbänden der Bildungs- und Sozialbranche, um deren Weiterbildungsbedarf besser kennenzulernen und umgekehrt das Weiterbildungsangebot der PH Heidelberg dort bekannt zu machen. Dafür braucht sie gute Kontakte in Heidelberg ebenso wie in Karlsruhe und freut sich daher auf zahlreiche interessante Gespräche, vielseitige Anregungen und hilfreiche Ideen rund um die Weiterbildungsmöglichkeiten an der Hochschule.

Meike Habicht kommt aus dem Museums- und Verlagsbereich und hat in den vergangenen Jahren als Redakteurin des Magazins „Momente – Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg“ unterschiedlichste Themen aus der südwestdeutschen Kulturgeschichte präsentiert und deren Akteur:innen vernetzt.

Kultureinrichtungen zukunftsfest machen

Jetzt für EU-gefördertes Weiterbildungsangebot KuLO anmelden

[red] Im Februar startet das kostenfreie Weiterbildungsangebot „Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen“ (KuLO). Zielgruppe sind Akteur:innen der Kulturszene Baden-Württembergs. Anmeldungen für das Qualifizierungsprogramm von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe, Pädagogischer Hochschule Heidelberg und der dort ansässigen Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung sind bis 23. Januar möglich.

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Berufsintegrierend, praxisnah und transferorientiert ist das kostenfreie Weiterbildungsangebot KuLO, das die Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg sowie die bei letzterer ansässige Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung entwickelt haben. KuLO steht für „Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen“ und richtet sich an Akteur:innen der Kulturszene Baden-Württembergs, die daran mitarbeiten wollen, das eigene Haus zukunftsfest zu machen. Beginn der neunmonatigen Weiterbildung ist im Februar 2022, Bewerbungen sind bis 23. Januar 2022 möglich.

Im Mittelpunkt des Qualifizierungsprogramms, das in der Pilotphase aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert wird, steht Agiles Arbeiten – eine neue Form nichthierarchischer Zusammenarbeit, die sich durch hohe Flexibilität und schnelle Handlungsfähigkeit auszeichnet. Hinzu kommen Wahlbausteine aus den Bereichen Audience Development, Barrierefreiheit, Digitalität und Nachhaltigkeit. Onlineseminare und persönliche Treffen wechseln sich ab und werden durch eine digitale Lernplattform ergänzt. Dabei konzipieren und realisieren die Teilnehmer:innen in Tandems individuelle Praxisprojekte. Möglich ist dies auch institutions- und spartenübergreifend. Weitere Informationen zum Angebot und zu den Bewerbungsmodalitäten sind zu finden auf www.kulo.info.

„KuLO soll einen intensiven Erfahrungsaustausch anregen. Durch verschiedene Formen der kollegialen Reflexion und Beratung mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis möchten wir die Teilnehmende miteinander vernetzen sowie Kooperationen initiieren und stärken“, sagt KuLO-Projektleiter Prof. Dr. Lutz Schäfer. Der Wissenschaftler und Bildende Künstler hat an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe die Leitung des Instituts für Kunst inne. „Die Pädagogischen Hochschulen in Karlsruhe sowie Heidelberg und die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung verfügen über umfassende Erfahrung in der Konzeption praxisnaher Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau“, erklären Prof. Dr. Karin Vogt und Prof. Dr. Johannes Hennies von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Alle drei Einrichtungen seien an den aktuellen, kulturrelevanten Diskursen mit Forschungs- und Entwicklungszentren beteiligt und hätten einschlägige Masterstudiengänge im Angebot, beispielsweise im Bereich Kulturvermittlung.

Medienkontakt
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Regina Schneider
Pressesprecherin
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EduScrum in der Schule

Online "BildungsBits" der Professional School am 18. Januar von 16:00 bis 17:30 Uhr

[red] Fähigkeiten wie Selbstorganisation, konstruktive Teamarbeit und eine strukturierte Arbeitsweise werden in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt immer mehr gefordert. EduScrum® zählt zu den agilen Formen des Unterrichts, in der genau diese Kompetenzen gefördert werden. Lehrende nehmen die Rolle einer Lernbegleitung ein und Schüler:innen wird die Möglichkeit geboten, sich Inhalte in selbstorganisierter Teamarbeit zu erschließen. Als Ergänzung zum Frontalunterricht bietet eduScrum® Raum für individuelle Förderung und Coaching durch die Lehrkraft.

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Im Rahmen der Veranstaltung erhalten Sie Einblicke in den theoretischen Hintergrund sowie einen Überblick über die Rollen, Prozesse und Arbeitswerkzeuge der Methodik.

Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Schulleiter:innen. Referierende Personen sind Chloe Günther und Laura Ricke vom Unternehmen Mindshift.One.

Die Veranstaltung findet online am 18. Januar von 16:00 bis 17:30 Uhr und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis Montag, 17. Januar 2022 möglich: Hier geht es zur Anmeldung: https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot

Crashkurs Podcast

Onlineveranstaltung vom Transferzentrum der Hochschule am 20. Januar von 14 bis 16 Uhr

[red] Aktuell lauschen rund 33 Prozent der Deutschen Podcasts. Egal ob Nachrichten, Wissenssendungen, Meditationskurse, Comedy-Shows oder Vorlesungen – das Angebot ist ebenso riesig wie das Potenzial des Formats. In diesem 90-Minuten-Workshop gewinnen Sie zuerst einen Überblick über das Format. Daneben lernen Sie die Grundlagen, um einen eigenen Podcast zu verwirklichen. Der Crashkurs Podcast ist offen für alle: Studierende, erfahrene Wissenschaftler:innen, Interessierte aus Wirtschaft und Gesellschaft.

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Während des Workshops besteht zudem die Möglichkeit, in Kleingruppen und Praxisphasen sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und zu vernetzen.

Der Crashkurs Podcast findet am Donnerstag, 20. Januar, um 14 Uhr online via Zoom statt. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Gerne stellen wir Ihnen eine Teilnahmebestätigung aus. Der Crashkurs Podcast wird durchgeführt von Max Wetterauer vom Transferzentrum der Hochschule. Eine Anmeldung ist möglich bis einschließlich Mittwoch, 19. Januar.

Für Interessierte: Am 3. Februar 2022 findet für diesen Workshop ein weiterführender Termin statt.

Workshop: "KlimaWandelWissen statt Fake News"

Ein Training am 21. Januar für (künftige) Lehrkräfte. Eine Anmeldung für die Präsenzveranstaltung ist notwendig.

[red] Unsere Welt ist voll von analogen und digitalen Daten. Das ist gut so. Denn damit sind wir in der Lage, unsere Entscheidungen faktenbasiert zu treffen. Ganz so einfach ist die Orientierung im Dickicht der Informationen aber häufig nicht. Welche Quellen liefern uns seriöse Daten? Wie lesen und interpretieren wir Diagramme und andere Darstellungsarten richtig? Diese "Data Literacy" ist nicht nur in Wissenschaft und Alltag von großer Relevanz, sondern bildet idealerweise auch eine tragende Säule im Schulunterricht.

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Im Workshop "KlimaWandelWissen statt Fake News"erhalten die Teilnehmer:innen einen Input zur Bedeutung der Daten- und Informationskompetenz am Beispiel der im Bildungsplan verankerten fächerübergreifenden Leitperspektive Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Anhand ausgewählter Daten und Visualisierungen zum Themenfeld Klimawandel erkunden die Teilnehmer:innen unter Leitung von Dr. Nicole Aeschbach (Universität Heidelberg) Informationsquellen und trainieren schrittweise die Analyse und Bewertung von Diagrammen. So eignen sich die Mitwirkenden eine Fitness in der "Climate Data Literacy" an und üben, Fake News von echtem "KlimaWandelWissen" zu unterscheiden.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und Lehrkräfte aller Fächer und Schularten im Sekundarbereich, unabhängig von den Vorkenntnissen zum Themenfeld Klimawandel und Nachhaltigkeit.

Der Workshop bietet damit auch Raum für den schularten- und fächerübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen künftigen und bereits aktiven Lehrkräften. Der Workshop findet am Freitag, 21. Januar 2022 in Präsenz statt. Veranstaltungsbeginn ist 15.00 Uhr im HSE Digital Teaching and Learning Lab (Seminarraum P18, Universitätsplatz / Grabengasse 14, D-69117 Heidelberg).

Aufgrund der pandemiebedingten Abstandsregelungen ist die Veranstaltung auf 15 Teilnehmer:innen begrenzt; es gelten die 2G-Regeln (Zutritt nur für nachweislich Geimpfte/ Genesene). Interessierte werden gebeten, sich bis zum 18. Januar 2022 bei Dr. Nicole Aeschbach (aeschbach☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜heiedu.uni-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de) für die Veranstaltung anzumelden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/events.

Crashkurs Podcast: Audiobearbeitung

Onlineveranstaltung vom Transferzentrum der Hochschule am 3. Februar 2022 von 14 bis 16 Uhr

[red] Wie bekomme ich das Rauschen aus meiner Aufnahme? Warum klingt meine Tonspur so blechern? Und wie füge ich mein Intro ein? Die Fortsetzung des "Crashkurs Podcast" beschäftigt sich gezielt mit den technischen Hürden der Audiobearbeitung und liefert pragmatische Lösungen. In 90 Minuten werden Sie kein:e Meister:in der Tontechnik – aber Sie erfahren, wie Sie Ihre Tonspur mithilfe der kostenlosen Software Audacity grundsätzlich bearbeiten und verbessern, damit Ihr Podcast angenehm zu hören ist. In Praxisphasen erproben Sie direkt Ihr frisch erworbenes Wissen.

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Der "Crashkurs Podcast: Audiobearbeitung" findet am 3. Februar um 14 Uhr online via Zoom statt. Um an diesem Workshop teilzunehmen, müssen Sie nicht zwingend den Crashkurs Podcast besucht haben. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Gerne stellen wir Ihnen eine Teilnahmebestätigung aus. Der Crashkurs wird durchgeführt von Max Wetterauer vom Transferzentrum der Hochschule.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Dezember-Newsletter:

 

Das Bild zeigt den Lesessal im Neubau der Pädagogischen Hochschule.

Digitaler Vortrag: "Data Science"

Dr. Matthias Stahl (DER SPIEGEL) spricht am 18. Januar über Datenvisualisierung. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Dr. Matthias Stahl ist am Dienstag, 18. Januar 2022 virtuell zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Datenvisualisierungs-Designer und stellvertretender Ressortleiter Grafik & Interactive bei DER SPIEGEL spricht über Datenvisualisierung. Veranstaltunsbeginn ist 16.00 Uhr. Eine Anmeldung ist notwendig. Stahl folgt einer Einladung des Projekts "Journalistische und crossmediale Kompetenzentwicklung für Studierende" (JOKER). Weitere Informationen folgen rechtzeitig unter www.ph-heidelberg.de/joker.

Potentiale von BNE in der Schule

Ein Online-Vortrag am 18. Januar in der BNE-Colloquiumsreihe von Dr. Mandy Singer-Brodowski, Freie Universität Berlin

[red] Der Vortrag "Stand, Stolpersteine und Potentiale einer guten BNE in der Schule" von Dr. Mandy Singer-Brodowski (Freie Universität Berlin) ist für Dienstag, 18. Januar 2022 um 18.15 Uhr geplant. Die öffentliche Veranstaltung im Rahmen der BNE-Colloquiumsreihe findet aufgrund der Corona-Pandemie online statt. Die Zugangsdaten finden Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn auf der Homepage des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung. Weitere Informationen finden Sie bereits jetzt unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Lesung und Gespräch mit Ayşe Bosse

Die Autorin liest aus ihrem Kinderbuch "Pembo. Halb und halb macht doppelt glücklich" am 20. Januar

[red] Ayşe Bosse hat 2021 für ihr Debüt "Pembo. Halb und halb macht doppelt glücklich" mehrere Auszeichnungen erhalten. Sie war nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 und den Korbinian-Paul-Maar-Preis-2021, hat das KIMI-Siegel für Vielfalt und Diversität in Kinder und Jugendbücher und das Kranichsteiner Kinderliteraturstipendium erhalten.

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Die Autorin berichtet in der Online-Veranstaltung am 20. Januar 2022 über die Entstehung ihres Buch, die eigenen türkischen Wurzeln und über die Zerrissenheit zwischen den Kulturen und Ländern. Sie liest zudem aus ihrem Buch. Neben guter Unterhaltung verspricht der Abend sehr gute Einblicke in eine Migrationsgeschichte.

Die Lesung beginnt um 18.00 Uhr. Die Veranstaltung ist für Mitglieder der Hochschule und Interessierte aus Heidelberg und Umgebung geöffnet. Bosse ist auf Einladung des Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur virtuell zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Weitere Informationen auch zum Zoom-Login finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/zentrum-fuer-kinder-und-jugendliteratur.

Zu dem Buch
In ihrem temporeichen Kinderroman muss die Fünftklässlerin Pembo gegen ihren Willen mit ihren Eltern Mustafa und Mona von der wunderschönen Mittelmeerküste ins regnerische, graue Hamburg ziehen. Hier hat der Vater einen Frisörsalon geerbt. Doch Vaters Traum wird zum Albtraum für die ganze Familie, als sich der vermeintliche Frisörsalon als Hundesalon entpuppt. Spannung und Komik sind hier gleichermaßen vorprogrammiert. Zudem spielt Bosse ironisch mit kulturellen Klischees, skurillen Figuren und überraschenden Wendungen. Die türkische Sprache ist hervorragend integriert. Mit Wortlisten, Einsprengseln im Text und einem Glossar findet sie besondere Beachtung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

BNE-Ringvorlesung mit einem Vortrag am 25. Januar über "Glück" und einer Abschlusspräsentation am 1. Februar. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung im Wintersemester 2021/2022 eine hochschulweite Ringvorlesung "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.15 Corona-bedingt online statt. Bitte tragen Sie sich zur Teilnahme in die Stud.IP-Veranstaltung ein; Sie erhalten jeweils kurz vor Veranstaltungsbeginn einen Einladungslink.

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Folgende Vorträge sind vorgesehen:

25. Januar 2022 "Erhöht Nachhaltigkeit die Lebenszufriedenheit? Nachdenken über das Glück" Prof. Dr. Ulrike Graf (Erziehungswissenschaft)
1. Februar 2022 Abschlusspräsentation: Posterausstellung Hinweis zur geänderten Uhrzeit: Die Veranstaltung beginnt bereits um 16.00 Uhr.

Die Vorlesung unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Siegmund und Prof. Dr. Thomas Vogel richtet sich insbesondere an die Lehramtsstudierenden (PO11 und BaPO15) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Weiteren Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Digitaler Vortrag: "Bildethik im Journalismus"

Dr. Felix Koltermann (Hannover) spricht am 26. Januar zum Thema. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Dr. Felix Koltermann (Hochschule Hannover) ist am Mittwoch, 26. Januar 2022 virtuell zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er wird zum Thema "Bildethik im Journalismus" sprechen. Veranstaltunsbeginn ist 10.00 Uhr. Eine Anmeldung ist notwendig. Koltermann folgt einer Einladung des Projekts "Journalistische und crossmediale Kompetenzentwicklung für Studierende" (JOKER). Weitere Informationen folgen rechtzeitig unter www.ph-heidelberg.de/joker.

"Körper·Stimme·Haltung – Wirkungsstrategien für Lehrer:innen"

Digitaler Gastvortrag am 27. Januar über die Selbstlernplattform zur Auseinandersetzung mit Stimme, Sprechweise und Wirkung

[red] Am Donnerstag, 27. Januar 2022 lädt die Sprecherziehung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu einem digitalen Gastvortrag ein: Maxi Mercedes Grehl, Maria Luise Gebauer und Dr. Friderike Lange werden ab 18.00 Uhr über die Selbstlernplattform "Körper·Stimme·Haltung" sprechen. Der Gastvortrag ist hochschulöffentlich und findet via zoom statt. Ihre Ansprechpartnerinnen an der Hochschule sind Andrea Brunner und Heike Heinemann (Institut für deutsche Sprache und Literatur).

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Das Projekt "Körper·Stimme·Haltung - Wirkungsstrategien für Lehrer:innen" ist ein multimediales Lernangebot basierend auf Videosequenzen und ergänzendem Text- und Audiomaterial sowie Testbausteinen. Es unterstützt (angehende) Lehrkräfte, sich mit ihrer Stimme, Sprechweise und Wirkung auseinanderzusetzen. Mithilfe von Erklär- und Übungsvideos werden die angehenden Lehrkräfte aktiviert, ihren Körperausdruck, ihre (innere) Haltung, ihre Stimme und Aussprache zu beobachten, zu reflektieren und zu trainieren. Im Vortrag wird die Lernplattform vorgestellt, ausprobiert und diskutiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/sprecherziehung.

Förderung der Gesundheits- und Lebenswissenschaften

Neuer Innovationscampus „Health and Life Science Alliance“ Rhein-Neckar

[red] Der neue Innovationscampus „Health and Life Science Alliance“ für die Themen Gesundheit und Lebenswissenschaften in der Rhein-Neckar-Region nimmt Fahrt auf: Mit der Förderzusage für einen weiteren Forschungsschwerpunkt zu Lebenswissenschaftlichen Leuchttürmen und interdisziplinären Forschungsplattformen steht jetzt fest, auf welche Forschungsthemen das Schwerpunktprojekt der Landesregierung seinen Fokus richtet. Das Wissenschaftsministerium unterstützt den Aufbau des Forschungsschwerpunkts mit internationaler Strahlkraft für die Jahre 2021 bis 2024 mit 40 Millionen Euro. Eine langfristige Absicherung ist in Arbeit.

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„Die Gesundheits- und Lebenswissenschaften sind eine zentrale Säule der Zukunft des Landes“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 9. Dezember in Stuttgart. Der Innovationscampus erfahre nicht nur in der Region, sondern im ganzen Land viel Zuspruch. „Wir haben mit der Maßnahme ins Schwarze getroffen. Aktuell prüfen wir, wie wir den Innovationscampus als Land auch längerfristig über die Projektlaufzeit hinaus absichern können, damit er stabil wachsen und einen nachhaltigen Mehrwert für die Region und das Land schaffen kann.“

Drei Innovationscampus-Projekte
Derzeit werden drei Innovationscampus-Projekte als Leuchttürme der Spitzenforschung in strategisch relevanten Bereichen in Baden-Württemberg vom Land aufgebaut und gefördert. Die Innovationscampus werden dort etabliert, wo die zielgerichtete Förderung exzellenter Forschung mit den Stärken der jeweiligen Region ein Innovationsökosystem bildet, in dem Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden können. Hier vernetzen sich Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und schaffen einen Mehrwert für das ganze Land.

Lebens- und Gesundheitswissenschaften
Der Innovationscampus Heidelberg Mannheim Health and Life Science Alliance bündelt im Bereich Lebens- und Gesundheitswissenschaften das Potenzial und die Expertise von Universität Heidelberg, Deutschem Krebsforschungszentrum DKFZ, Europäischem Laboratorium für Molekularbiologie, Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit sowie der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim in Form eines Innovationsökosystems.

Damit setzt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf einen Ansatz, den es erstmals vor fünf Jahren mit dem Cyber Valley im Bereich Künstliche Intelligenz verfolgt hat. Der Innovationscampus Cyber Valley ist bereits zu seinem fünften Geburtstag ein international vielbeachtetes und erfolgreiches Vorhaben. Neben dem Innovationscampus Health and Life Science Alliance wird ein weiterer Innovationscampus zur Zukunft der Mobilität aufgebaut.

Die nun abgesicherten und geförderten Forschungsschwerpunkte am Innovationscampus Health and Life Science Alliance werden sein:
- Lebenswissenschaftliche Leuchtturmprojekte, interdisziplinäre Forschungsplattformen und Nachwuchsförderung: Molekularbiologische Untersuchungen eröffnen neue Wege zum Verständnis vieler Krankheiten. Veränderungen auf der Ebene der Gene, Proteine und Stoffwechselprodukte erlauben eine genaue Diagnose und neue Möglichkeiten der Therapie. Wie diese Puzzlestücke unterschiedlichster Daten sinnvoll zusammenpassen, wird in diesem Schwerpunkt mit Beteiligung aller Institutionen erforscht. Darüber hinaus werden auch völlig neuartige Therapieformen entwickelt, wie der Einsatz künstlich erzeugter und maßgeschneiderter Immunzellen. Gefördert werden sollen auch frühe klinische Studien, um die Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung zu bringen. Weiterhin wird ein Programm für Nachwuchswissenschaftler/innen etabliert, um international die besten Köpfe zu rekrutieren.
- Herz- und Gefäßkrankheiten: Im kardiovaskulären Schwerpunkt wird exzellenten jungen Forschenden die Möglichkeit gegeben, in der Rhein-Neckar-Region eine eigene Arbeitsgruppe in der Herz- und Gefäßforschung aufzubauen.
-  Künstliche Intelligenz: Hier werden biomedizinische Daten, wie sie in Forschungsinstituten und Krankenhäusern gewonnen werden, mit KI-Forschung vernetzt und nutzbar gemacht. Eine Strategie für den Einsatz von KI in der Gesundheitsforschung wird das Potential der Einrichtungen zusammenführen und ausbauen. Zugleich sollen Projekte gefördert werden, in denen diese Strategie zum Einsatz kommt.

Weitere Informationen unter: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungsfoerderung/innovationscampus-health-life-science-alliance/ und https://www.heidelberg-mannheim-alliance.org/.

Zu wenige Absolvent:innen pro Jahr

Berliner Unis drohen an der Lehrkräftebildung zu scheitern – PH Heidelberg als Vorbild im Gespräch

[red] Wie kann Berlin das anhaltende Lehrkräftedefizit in der Stadt angehen? Ein Blick in den Koalitionsvertrag gibt erste Antworten. Angesprochen werden „Verbesserungen im Studium“, präzisere Bedarfsprognostik und verbindliche Kapazitätsplanung sowie ein bundesweiter Staatsvertrag. Die Maßnahme mit dem höchsten Konkretisierungsgrad ist die Verbeamtung der Berliner Lehrkräfte, womit zwar ein unbestreitbarer Wettbewerbsnachteil ausgeglichen, jedoch keine strukturelle Antwort auf das drängende Lehrkräftedefizit gegeben wird. Die PH Heidelberg wird als Vorbild für weitere Maßnahmen genannt.

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Berlin kann 2021/22 nur jede dritte Lehrkräftestelle durch eigene Ausbildung decken. An den besonders notleidenden Grundschulen liegt die Quote der in Berlin ausgebildeten Grundschullehrkräfte nur bei einem Viertel. Bei den Lehrkräften für die Berufsschulen werden sogar weniger als ein Fünftel des realen Bedarfs in Berlin ausgebildet. Inzwischen hat nun auch die Kultusministerkonferenz die neuen Prognosen der Schüler:innen-Entwicklung bis 2035 veröffentlicht. Alleine bis 2030 steigen die Zahlen für Berlin um über 15 Prozent, das sind 71 640 Schüler:innen mehr, was sich relativ einfach in einen zusätzlichen Lehrkräftebedarf von über 6000 Lehrkräften über acht Jahre umrechnen lässt.

Unis scheuen strukturelle Veränderungen
Allein für den Grundschulbereich übersteigt der zusätzliche Bedarf an Grundschullehrkräften (170 pro Jahr) die Zahl aller Absolvent:innen im Referendariat mit Grundschullehramt (161 in 2021).

Damit hat Berlin ein strukturelles Problem, dem nur mit strukturellen Antworten beizukommen ist. In den ersten Runden der Koalitionsgespräche wurden zwar konkretere Strukturänderungen diskutiert. Dazu zählt die Einführung eines Bachelor of Education statt des Bachelor of Art mit Lehramtsoption. Insbesondere die Wissenschaftsseite intervenierte jedoch erfolgreich mit dem Argument, dass den Hochschulen weitere Strukturveränderungen nicht zuzumuten seien. Hier werden die Grenzen der universitären Lehrkräfteausbildung deutlich, die an den heutigen Exzellenz-Universitäten unter dem Diktat der Drittmittel zwar für die Grundfinanzierung und die kleineren Fächer eine wichtige Rolle spielt, hochschulintern und wissenschaftspolitisch jedoch ein randständiges Dasein fristet.

Nur 850 von geforderten 2000 im Master of Education
Wenn die vier Berliner Universitäten die in den Hochschulverträgen fixierte Zielzahl von 2000 Abschlüssen im Master of Education in 2020 nach all dem Vorlauf mit unter 850 Abschlüssen so deutlich verfehlen, bedarf es eines kurzfristigen Aktionsplans als Auftakt einer Ausbildungsoffensive zur Lehrkräftegewinnung. Dieser Aktionsplan sollte vier Schwerpunkte haben. Erstens muss der polyvalente Bachelor mit Lehramtsoption auf einen Bachelor of Education mindestens für das Grundschullehramt umgestellt werden. Hier genügt ein Blick in die Praxis diverser anderer Bundesländer.

Zweitens muss die Zulassung zum Grundschullehramt für „sonstige Leistungen“ jenseits der Abiturnote geöffnet werden. Ein Ehrenamt als Fußballtrainerin oder ein Job als Nachhilfelehrer sollten zu 25 Prozent zählen und der Abischnitt nur noch zu 75 Prozent. Für bestimmte Mangelfächer wie Mathematik und Musik sollten zudem „fächerorientierte Sonderzugänge“ verbreitert werden – mit nachgewiesenen Kompetenzen. Beides ist in Baden-Württemberg gelebte Praxis.

Drittens müssten auch sich auch Studierende an Berliner Fachhochschulen an ihrer FH Bachelor- und Masterprogramme im Berufsschullehramt belegen können – in enger Kooperation mit den Universitäten. Eine Praxis, die sich in NRW bewährt hat.

Viertens muss das Berliner StEPs (Studienzentrum für Erziehung, Pädagogik und Schule) als außeruniversitäre Einrichtung erhalten bleiben und ausgebaut werden. So könnte das StEPs die für das nächste Jahrzehnt notwendige Nachqualifizierung im Quereinstieg und Weiterbildung flexibler als die Hochschulen gewährleisten.

Die Lösung könnte eine eigenständige Berliner PH sein
Sofern die Universitäten sich zu diesen Strukturanpassungen nicht in der Lage sehen, muss Berlin ernsthaft die Option einer eigenständigen Berliner Hochschule für Pädagogik und Didaktik erwägen. Womöglich kann nur so der Eigenbedarf effektiv ohne Schnittstellen direkt vom Land gesteuert werden.

Vor diesem Hintergrund könnten die Fachsenatorinnen Busse und Gote bereits heute die Freie Universität Berlin mit einem neuen Benchmark konfrontieren: Bei gleicher Größe in Bezug auf die Lehramtsstudierenden (rund 5000) weist die Pädagogische Hochschule Heidelberg mit 1019 Lehramtsprüfungen gegenüber 736 Lehramtsprüfungen an der FU ein um 38 Prozent höheres Output aus – bei niedrigeren Kosten.

23.12.2021, der Tagesspiegel, MARK RACKLES

Bildung für nachhaltige Entwicklung: 29 Initiativen geehrt

Kooperationspartner:innen der Pädagogischen Hochschule unter den Ausgezeichneten

[red] Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission haben heute gemeinsam 29 Organisationen und Initiativen in einer digitalen Festveranstaltung ausgezeichnet, die sich vorbildlich für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einsetzen. Die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ würdigt innovative Lehr- und Lernangebote, die zeigen, wie Nachhaltigkeit in der deutschen Bildungslandschaft verankert werden kann. Unter den Ausgezeichneten sind auch Kooperationspartner der Hochschule, die Klimastiftung für Bürger in Sinsheim und der Heidelberger Zoo.

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Die Auszeichnung wird dreimal jährlich verliehen. Unter den Geehrten sind zudem auch zwei weitere Projekte aus der Metropolregion, nämlich das "Globale Klassenzimmer im WeltHaus Heidelberg" sowie das Projekt " SIEGMUND Space & Education", das Prof. Dr. Alexander Siegmund vom Fach Geografie der Hochschule mitverantwortet. Hier geht es in alphabetischer Reihenfolge zu den Links der ausgezeichneten Initiativen, wo weitere Informationen bereitgestellt sind:

Globales Klassenzimmer im WeltHaus Heidelberg (Heidelberg, Baden-Württemberg): https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/globales-klassenzimmer-im-welthaus-heidelberg-workshops-und-bildungsangebote

Klimastiftung für Bürger in Sinsheim (Sinsheim, Baden-Württemberg): https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/klimastiftung-fuer-buerger-sinsheim

SIEGMUND Space & Education (Gaiberg, Baden-Württemberg): https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/siegmund-space-education-ggmbh

Zoo Heidelberg (Heidelberg, Baden-Württemberg): https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure/zoo-heidelberg

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Pressemitteilung Nr. 240 vom 10.12.2021

 

Eigenverantwortung

Sprachkritiker haben dem Wort den Negativpreis „Floskel des Jahres“ verliehen

[red] Das Wort „Eigenverantwortung“ hat den Negativpreis „Floskel des Jahres“ erhalten. In der Begründung des verantwortlichen Internetprojekts „Floskelwolke“ heißt es unter anderem, dass ein legitimer Begriff von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ausgehöhlt wird und als Schlagwort von politisch Verantwortlichen verwendet wird, die der Pandemie inkonsequent entgegenwirken. Das Wort wird fehlgedeutet als Synonym für soziale Verantwortung und gekapert von Impfgegnerinnen und Impfgegnern als Rechtfertigung für Egoismus, so die Betreiber des Netzprojekts Floskelwolke, Udo Stiehl und Sebastian Pertsch.

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Auf den Plätzen 2 bis 5 rangieren der Begriff „klimaneutral“ („Ein wohlklingendes Etikett, das bei näherer Betrachtung nicht immer hält, was es verspricht“), die Formulierung „links-gelb“ („Die Kombination ist ein gezielter Misskredit gegen politische Konkurrenz in neuer Dimension“), das Attribut „unvorhersehbar“ („Im zweiten Jahr der Pandemie hätten gefühlte Wahrheiten oft die Oberhand gegenüber rationalen Fakten, wenn es vorhersehbar um die Wählergunst geht“) und schließlich „Instrumentenkasten“ („Die Komposition suggeriert ein bundesweit gemeinschaftliches und einheitliches Vorgehen, das praktisch jedoch in länderspezifische Eigenwilligkeiten zerfällt“).

Basis für die Vergabe des Negativpreises waren Vorschläge der Leserinnen und Leser der „Floskelwolke“, die größtenteils aus Journalismus und Medien kommen. Insgesamt seien 72 Begriffe und Formulierungen vorgeschlagen worden. Dabei lag der Anteil an Formulierungen, die sich auf die Coronavirus-Pandemie bezogen, bei 43 Prozent.

Seit 2014 macht das sprach- und medienkritische Projekt Floskelwolke auf „Floskeln, Phrasen und weitere fragwürdige Formulierungen in deutschsprachigen Nachrichtentexten“ aufmerksam. Man wolle dabei nicht anprangern, sondern sensibilisieren, so Mitbetreiber Pertsch.

Quellen: dpa, Frankfurter Allgemeine-net, Deutschlandfunk, 1.1.2022