Presse & Kommunikation

Ausgabe 6 - Juli 2018

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Vorstand und Direktorium des neuen BNE-Zentrums gewählt

Dauerhaft Expertise "Bildung für nachhaltige Entwicklung" strukturell verankert

Anfang Juni 2018 fand an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die konstituierende Gründungsversammlung des "Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung" statt. Damit setzt die Hochschule einen der zentralen Punkte ihres aktuellen Struktur- und Entwicklungsplans um, der die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als einen ihrer zentralen Schwerpunkte definiert. Bei der konstituierenden Sitzung wählten die Gründungsmitglieder den Vorstand des BNE-Zentrums, der wiederum das Direktorium bestimmte. Dieses besteht aus den Professoren Dr. Marco Kalz, Dr. Thomas Vogel und Dr. Alexander Siegmund als Geschäftsführendem Direktor. Über die Einrichtung des Zentrums hatte der Senat der Hochschule bereits im Februar 2018 entschieden; die feierliche Eröffnung findet am 10. Juli 2018 statt, verbunden mit einem BNE-Symposium als Teil der bundesweiten BNE-Tour des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

"Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt als Schlüsselfaktor, um weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und in den Grenzen der ökologischen Belastbarkeit des Systems Erde zu gestalten", erklärte Professor Dr. Hans-Werner Huneke. "Als bildungswissenschaftliche Hochschule bekennen wir uns zu dieser Verantwortung und haben die BNE in Lehre, Forschung und Transfer als Leitgedanken etabliert, der querschnitthaft in verschiedenen Fächern und Institutionen erfolgreich umgesetzt wird."
Um diese besondere Expertise dauerhaft strukturell zu verankern, hat die Hochschule das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung eingerichtet, dessen Vorstand und Direktorium nun gewählt wurde. "Es freut mich, dass wir mit dem Vorstand allgemein und mit den Professoren Siegmund, Vogel und Kalz im Direktorium so erfahrene Persönlichkeiten für diese wichtige Aufgabe gewinnen konnten", so Huneke. Der Rektor dankte sämtlichen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement und wünschte ihnen allen viel Erfolg bei der Ausführung ihrer Ämter.

Das neu gewählte Direktorium bedankte sich für das in das Gremium gesetzte Vertrauen: "Unser primäres Ziel ist die Forcierung und Förderung des notwendigen Wandels von Denk- und Handlungsweisen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung. Wir werden uns zudem dafür einsetzen, dass die Lernziele und -inhalte der BNE, die in verschiedenen Fächern bereits heute integriert und Gegenstand von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind, hochschulweit weiter vertieft und erfolgreich weiterentwickelt werden."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

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Zu den Personen
Alexander Siegmund studierte an der Universität Mannheim von 1989 bis 1994 Betriebswirtschaftslehre, Geographie und Pädagogik mit Abschluss als Diplom-Handelslehrer und war dort im Anschluss als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Hochschulassistent am Lehrstuhl für Physische Geographie und Länderkunde tätig. 1997 wurde er - ebenfalls in Mannheim - an der Fakultät für Mathematik und Informatik promoviert und absolvierte anschließend sein Zweites Staatsexamen und eine Lehrertätigkeit im beruflichen Schulwesen. 2001 vertrat Siegmund an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe eine Professur im Fach Geographie, in den Jahren 2002 bis 2004 hatte er dort eine C3-Professur für Geographie und ihre Didaktik inne. 2004 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf die Professur für Physische Geographie und ihre Didaktik, 2006 seine Berufung als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Seit 2016 hat Siegmund mit dem "UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation an Welterbestätten und Biosphärenreservate " zudem den einzigen UNESCO-Lehrstuhl in Baden-Württemberg inne. Er ist Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der Landesregierung und Sprecher des BNE-Hochschulnetzwerks Baden-Württemberg.

Thomas Vogel hat an der Universität Hannover Erziehungswissenschaft, Politik und Farbtechnik für das Höhere Lehramt an berufsbildenden Schulen studiert und das Studium mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Nach dem Referendariat und dem 2. Staatsexamen war er mehrere Jahre als Lehrer an berufsbildenden Schulen und später als Studiendirektor am Studienseminar in der zweiten Phase der Lehrersausbildung tätig. Seine wissenschaftliche Ausbildung durchlief er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, wo er im Jahre 2000 promovierte. 2010 wurde ihm die Venia Legendi für Berufspädagogik verliehen. Nach einer kurzen Zeit als Privatdozent wurde er 2011 an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf die Professur für Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Schul-/Berufspädagogik berufen. Er beschäftigt sich seit Jahren aus philosophischer und bildungstheoretischer Sicht mit den Folgen der gesellschaftlichen Naturkrise. Hierzu hat er zahlreiche Bücher, didaktische Materialien und Aufsätze publiziert und eine Theorie einer naturgemäßen Bildung entwickelt.

Marco Kalz studierte Erziehungswissenschaften, Sonderpädagogik und Medienpädagogik an der Universität zu Köln und erwarb zudem an der FAU Erlangen-Nürnberg den Master-Abschluss Multimedia-Didaktik. Es folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen sowie an der Fernuniversität Hagen. Anfang 2006 ging Kalz an die Fernuniversität der Niederlande, wo er 2009 mit einer Arbeit über alternative Bewertungsverfahren bei E-Portfolios promoviert wurde. Nach einer Tätigkeit als Post-Doktorand und als assoziierter Professor wurde Kalz 2015 an der Fernuniversität der Niederlande zum Professor für Open Education ernannt, wo er zudem Lehrstuhlinhaber des "UNESCO Chairs of Open Education" war. Er forscht u.a. zur Nutzung von neuen Lerntechnologien für Bildung für nachhaltige Entwicklung und war verantwortlich für das technische und mediendidaktische Design des Massive Open Online Kurses zum Thema "Marine Litter" das in Zusammenarbeit mit der Fernuniversität der Niederlande und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen entwickelt wurde und am dem bis heute über 10.000 Teilnehmer teilgenommen haben.

velo

Familienfreundliche Hochschule

Selbstlernbereich für Studierende mit Kind(ern) eröffnet

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde Anfang Juni 2018 der Selbstlernbereich für Studierende mit Kind(ern) eröffnet. In den Räumen des ehemaligen Wullewatsch e.V. in der Mozartstraße 29 haben das Rektorat und das Gleichstellungsbüro einen Rückzugsort für Studierende geschaffen, die in Ruhe lernen und gleichzeitig ihr Kind betreuen wollen. Hierzu stehen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zahlreiche Spielzeuge und Bücher für die Kinder sowie Schreibtische für die Studierenden zur Verfügung.

"Als Pädagogische Hochschule verfolgen wir das Ziel, erfolgreiche Bildungswege für alle zu ermöglichen. Die Vereinbarkeit von Studium und Familie ist hierbei ein wichtiger Faktor und es freut mich daher sehr, dass wir heute als einen weiteren Schritt den Selbstlernbereich für Studierende mit Kind bzw. Kindern eröffnen können", sagt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Kanzlerin Stephanie Wiese-Heß ergänzt: "Auch wenn wir zurzeit leider keine Kinderbetreuung im klassischen Sinne anbieten können, finden unsere Studierenden nun in unmittelbarer Nähe zum Altbau einen Ort der Ruhe für sich und ihre Familie." Dieser steht exklusiv Studierenden mit Kind(ern) zur Verfügung und bietet für die Kleinen zahlreiche Möglichkeiten der Beschäftigung und für die Eltern Arbeitsplätze, von denen aus sie die Kinder stets im Blick haben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gleichstellung-und-diversitaet.

velo

Inklusive Bildung Baden-Württemberg

Menschen, die als geistig behindert gelten, lehren an der Hochschule

Inklusion konsequent umsetzen, das ist das Ziel des innovativen Projekts "Inklusive Bildung Baden-Württemberg". Männer und Frauen, die als geistig behindert gelten, werden dazu qualifiziert, an Fach- und Hochschulen zu lehren und den Studierenden die Lebenswelt und Bedarfe von Menschen mit Behinderung direkt und persönlich zu vermitteln. Im Sommersemester 2018 halten die angehenden Bildungsfachkräfte ihre ersten Seminare an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

"Mit dem Projekt 'Inklusive Bildung Baden-Württemberg' werden - und das ist in Süddeutschland einmalig - Menschen, die als geistig behindert gelten, dazu befähigt, als Experten in eigener Sache an Hochschulen zu unterrichten", erklärt Projektleiter Stephan Friebe. Hierzu durchlaufen sie eine dreijährige Qualifizierung, die es ihnen bereits ab dem 2. Semester ermöglicht, selbst Seminare und Workshops anzubieten. Diese Lehrveranstaltungen halten die angehenden Bildungsfachkräfte unter anderem an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Diese erhofft sich durch die Kooperation und das gemeinsamen Lernen von Studierenden und Menschen mit geistiger Behinderung eine wechselseitige Bereicherung und eine Erweiterung der Perspektiven in der Lehre.

Dass das Konzept funktioniert, zeigt die Stiftung Drachensee, die das Projekt in Kiel/Schleswig-Holstein ins Leben gerufen hat. Seit 2013 klären dort Bildungsfachkräfte zukünftige Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen über ihre persönliche und gesellschaftliche Situation sowie die Potenziale der Inklusionsarbeit auf. Im Mai 2016 wurde das Modellprojekt mit dem Paul-und-Käthe-Kraemer Inklusionspreis ausgezeichnet; das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld wird unter anderem genutzt, das Projekt deutschlandweit zu etablieren.

Der erste Kooperationspartner außerhalb von Schleswig-Holstein ist die Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und mit finanzieller Unterstützung durch die Dieter Schwarz Stiftung findet die Qualifizierung von sechs Frauen und Männer, die bislang in Werkstätten für behinderte Menschen beschäftigt waren, statt. Die Teilnehmenden beschäftigen sich anhand eines Modulhandbuchs unter anderem mit den Bereichen "Arbeit und Bildung", "Teilhabe" und "Methoden der Bildungsarbeit". Sie lernen zudem vor Gruppen zu sprechen bzw. auf Fachfragen zu antworten oder ein Lehrangebot zu konzipieren.
"Die Bildungsfachkräfte sind beeindruckende Persönlichkeiten, die schon in den ersten sechs Monaten der Qualifizierung eine tolle Entwicklung aufzeigen", berichtet Sarah Maier (Leiterin der Qualifizierung). Die Vorbereitung der Seminare erfordert laut Maier viel Durchhaltevermögen und Ausdauer: "Immer wieder werden die Abläufe geprobt. Trotzdem ist keiner dabei, der seinen Unmut darüber äußert, der keine Lust mehr hat. Sie sind jeden Tag motiviert und engagiert bei der Sache. Ich merke, dass sie immer besser werden (wollen)."

Wie gut die angehenden Bildungsfachkräfte bereits heute sind, zeigen sie seit dem Sommersemester 2018 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. "Unsere Studierenden erfahren zwar in den Lehrveranstaltungen viel über inklusive Teilhabe, in den direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderungen kommen sie aber meist erst durch die obligatorischen Praktika oder sogar erst in der Arbeitswelt", so Professorin Dr. Karin Terfloth (Institut für Sonderpädagogik). "Die Studierenden sind dann häufig verunsichert und wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Dass Menschen mit Behinderungserfahrung unseren Studierenden nun selbst aufzeigen, was Inklusion in der Praxis heißt, ist ein folgerichtiger Schritt hin zu einer Hochschule, deren Lehrangebot unterschiedliche Erfahrungen und Lernvoraussetzungen berücksichtigt." Die Behinderungserfahrung als wertvolle Expertise zu nutzen, darin liegt auch für Projektleiter Friebe die Stärke des Vorhabens: "Die Studierenden erleben im direkten Kontakt: Menschen mit Behinderungen leisten als Lehrende einen sehr wertvollen Beitrag. Und solche Erfahrungen braucht es, um zu einer überzeugten positiven Haltung zu Inklusion zu kommen."

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Für die angehenden Bildungsexperten bietet sich durch das Projekt wiederum die Chance auf mehr Teilhabe und die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins. "Ich mache die Qualifizierung, weil ich mehr kann als Schrauben verpacken. Ich wollte schon immer Lehrer werden; mit der Qualifizierung komme ich diesem Traum ein großes Stückchen näher. Ich lerne zudem, welche Rechte ich als Mensch mit Behinderung habe und wie ich diese einfordern kann", erklärt zum Beispiel Thilo Krahnke. Und Anna Neff ergänzt: "Ich habe mich für die Qualifizierung beworben, weil ich etwas Neues machen wollte. Mir hat die Arbeit in der Werkstatt nicht mehr gereicht. Außerdem möchte ich meiner Tochter ein Vorbild sein und selbständig für uns beide sorgen können".Um dies zu ermöglichen, soll sich für die Absolventinnen und Absolventen der Qualifikation auch neue berufliche Perspektiven eröffnen: "Unser Ziel ist es, den Bildungsfachkräften nach Abschluss der Qualifizierung sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze anzubieten", erklärt Friebe. Hierzu braucht es ein starkes Netzwerk mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Bildung, Sozialhilfeträgern und Selbstvertretung. Erste Kontakte zum Beispiel ins Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg wurden bereits geknüpft und auch die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat ihr Interesse signalisiert, die Bildungsfachkräfte langfristig und dauerhaft in ihre Lehre einzubinden.Weitere Informationen finden Sie unter www.fachschule-neckarbischofsheim.de/inklusive-bildung.

velo

Freie Plätze im Erasmus+-Programm 2018/19

Studienorte in Frankreich, Schweden, Spanien oder Ungarn

Für das Sommersemester 2019 gibt es an unseren europäischen Partnerhochschulen noch freie Plätze. Wählen Sie aus interessanten Studienorten in Frankreich, Schweden, Spanien oder Ungarn. Sie zahlen keine Studiengebühren, werden sprachlich gut vorbereitet und erhalten einen finanziellen Zuschuss aus dem Erasmus+- Programm.

Bewerbungsvoraussetzungen sind: Abschluss des ersten Studienjahres an der PH, ausreichende Sprachkenntnisse, die in den zu besuchenden Lehrveranstaltungen erwartet werden, Anerkennung der ausländischen Studienleistungen.
Die Erasmus-Förderung kann für 12 (BA/MA-Studiengänge), bzw. 24 Monate (Staatsexamen, Diplom) erfolgen. In der Promotionsphase können weitere 12 Monate gefördert werden. Beratung und weitere Informationen erhalten Sie im AAA/IF.

Sabine Franke

Infoveranstaltung: Studiengang Master of Education am 5. Juli 2018 [entfällt]

Die Veranstaltung entfällt krankheitsbedingt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Infoveranstaltung: Studiengang Master of Education Aufbau Lehramt Sonderpädagogik am 5. Juli 2018 [entfällt]

Die Veranstaltung entfällt krankheitsbedingt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Infoveranstaltung: Anmeldung der Bachelorarbeit am 9. Juli

Ein Angebot für alle Studierende der lehramtsbezogenen Studiengänge

Am Montag, 9. Juli 2018 informieren das Akademische Prüfungsamt und die Zentrale Studienberatung über die Organisation der Bachelor-Arbeit in den lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengängen. Es werden unter anderem Fragen zu Anmeldefristen, den Unterlagen sowie zu Umfang und Bearbeitungszeit geklärt. Alle interessierten Studierenden sind herzlich zu der Veranstaltung, die ab 16.00 in der Aula stattfindet, eingeladen.

Ansprechpartnerinnen:
Andrea Schneider, Geschäftsführerin Zentrales Prüfungsamt, 06221/477-641, andrea.schneider@remove-this.vw.ph-heidelberg.de
Katja Melzer, Studienberatung, 06221/477-436, melzer@remove-this.vw.ph-heidelberg.de

Katja Melzer

Masterstudiengang Bildungswissenschaften

Infoveranstaltung für Studieninteressierte am 10.7. um 16.00 Uhr

Der M.A.-Studiengang Bildungswissenschaften startet zum WS 2018/19 in neuer Ausrichtung mit den drei Schwerpunktprofilen:
Außerschulische Erziehung und Bildung im Kontext gesellschaftlicher Heterogenität
Bildungsprozesse in früher Kindheit und im Elementarbereich
Inklusion in sonderpädagogischen Handlungsfeldern: Wohnen, Arbeit, Freizeit
Die Studiengangleitung lädt zu einer Infoveranstaltung für Studieninteressierte ein: Di, 10.07. um 16:00 Uhr in Raum 120 (Altbau der PH Heidelberg, Keplerstr. 87)
Informiert wird über Struktur und Inhalte des Studienganges, über die drei Schwerpunktprofile sowie über Berufsperspektiven der Absolventinnen und Absolventen.

Katja Melzer

Arbeiten bis zum Einschlafen

Bei der "Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten" am 20. Juli können Studierende der PH Heidelberg aufgeschobene Hausarbeitsprojekte abschließen.

Mit Blick auf die Prüfungswoche zum Semesterende wird die Zentralbibliothek in der Keplerstraße am 20.7.18 auch nachts für intensive geistige Arbeit offen stehen. Bis in die frühen Morgenstunden können lang ver- und aufgeschobene Hausarbeitsprojekte begonnen / wieder aufgenommen / endlich abgeschlossen werden - oder einfach nur konzentriert gelernt werden. Und das nicht allein, sondern in Gemeinschaft mit anderen Betroffenen.

Alle Studierenden sind herzlich eingeladen! Die "Lange Nacht" beginnt nach der regulären Öffnungszeit der Zentralbibliothek - um 18.30 Uhr. Bis 23 Uhr können Interessierte kommen. Arbeiten ist bis in den neuen Tag möglich; um 2 Uhr schließt die Bibliothek aber dann doch. Am nächsten Morgen um 10.15 Uhr beginnt die reguläre Samstagsöffnung in der ZB.

Das nächtliche Arbeiten wird noch effektiver durch zwei "Bewegte Pausen", die das Projekt Kopf-Stehen anbietet – zur Auflockerung und Entspannung. Außerdem steht die komplette Haustechnik zur Verfügung, also OPAC-Rechner, WLAN, Scanner, Kopierer, Rechner und Drucker im PC-Raum. Alles Weitere müssen sich die Nachtarbeiter mitbringen: das eigene Notebook, erforderliche Literatur, die nicht in der Bibliothek vorhanden ist, Getränke usw. Für Kaffee ist gesorgt!

cp

HSE-Kamingespräche

Studierende stellen Fragen zum Schulalltag – Lehrkräfte geben Antwort

Sie studieren mit dem Berufsziel Lehrerin/Lehrer, haben aber noch keine konkrete Vorstellung davon, wohin Sie Ihr Studium führen wird? Sie haben bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt und würden sich hierüber gerne austauschen? Wenn Sie herausfinden möchten, wie das Lehrerleben aus der Sicht von Berufspraktikern aussieht und warum es sich lohnt, diesen herausfordernden Beruf anzustreben, laden wir Sie herzlich zu unseren in Kooperation mit dem Career Service der Universität Heidelberg organisierten HSE-Kamingesprächen ein.
Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und II berichten in kleiner Runde über ihren Berufsalltag und damit verbundenen Fragen: Welche Anforderungen bringt der Beruf mit sich und wie geht man damit um? Wie gelingt der Einstieg in das Referendariat? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es an der Schule und darüber hinaus? Warum ist der Lehrerberuf reizvoll? Gerne können Sie selbst noch weitere Fragen einbringen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich Anregungen, Entscheidungshilfen und praktische Tipps für den eigenen Berufsweg zu holen. Im Anschluss an die Gesprächsrunde haben Sie die Möglichkeit, sich persönlich mit den Lehrkräften auszutauschen.
Das Angebot richtet sich an Studierende mit dem Berufsziel Lehrerin/Lehrer der Sekundarstufe I und II. Bachelorstudierende können die Veranstaltung für ihr Portfolio nutzen. Mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung wird eine entsprechende Anleitung verschickt.
Termin: Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:30 bis 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Heidelberg School of Education, Voßstraße 2, Gebäude 4330, 69115 Heidelberg, Konferenzraum

Anmeldung: Die Veranstaltung ist ein kostenfreies Angebot der HSE, finanziert aus Mitteln des Projekts heiEDUCATION. Bitte melden Sie sich hier aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl (max. 20 Personen) an. https://www.uni-heidelberg.de/studium/imstudium/careerservice/veranstaltungen/anmeldung.html

Katja Melzer

Ich hab‘ mein Thema – und jetzt?!

Zum richtigen Umgang mit Forschungsmethoden - Qualitative Forschungswerkstatt mit Workshops für Studierende

Nachdem wir Studierende endlich das Thema unserer wissenschaftlichen Hausarbeit, auch bekannt als Zula, gefunden und ausformuliert haben, geht das Stirnrunzeln oft gleich weiter: Wie komme ich an passendes Datenmaterial, schlimmer noch, was fange ich dann genau damit an? Wer praktisch forschen will, braucht besonderes Know-how. Am 4. und 5. Mai dieses Jahres fand die 2. Heidelberger Qualitative Forschungswerkstatt für Studierende an der Hochschule statt - und so viel vorweg: Die Veranstaltung lohnte sich wirklich!

Bei den Impulsvorträgen von Dr. Maja S. Maier und Dr. Thomas Strehle wurden von Anfang an Fragen zugelassen und Diskussionen eröffnet – viele Unklarheiten rund um Begrifflichkeiten konnten so zügig besprochen werden. Zum Beispiel: Was zeichnet eine rekonstruktive Forschungsmethode eigentlich aus und wie unterschiedet sie sich von einer inhaltsbezogenen Herangehensweise? So konnte man schon früh erste Weichen in Bezug auf eigene Entscheidungen stellen – nicht nur mit Blick auf persönliche Vorzüge, manches Vorhaben gibt ganz von selbst klarere Hinweise auf geeignete, gegenstandsangemessene Verfahren, als man zuvor annahm.
Im Mittelpunkt des Events standen die Workshop-Angebote. Am Freitag konnten die Teilnehmenden zusammen mit den Lehrenden Gruppen bilden und jeweils Materialien mit den Verfahren der Objektiven Hermeneutik oder Grounded Theory bearbeiten. Prof. Dr. Melanie Kuhn bot ergänzend den Umgang mit ethnografischen Daten an. Der Samstag stand im Zeichen der qualitativen Inhaltsanalyse, die den Zuhörerenden von Dr. Eva-Maria Franz von der PH Freiburg nähergebracht wurde. Die Workshops am Nachmittag erprobten die Forschungsmethode anhand verschiedener Fallbeispiele. Zur Anwendung kam dabei die Software MAXQDA, die ein Beispiel für Computerprogramme ist, die das aufwändige Codieren von großen Datenmengen erleichtern und übersichtlicher machen.

Der Input aus den Vorträgen und die praktischen Erfahrungen in den Workshops haben sich dynamisch und trotzdem zielorientiert in einen lebhaften Austausch eingebettet, von dem die Anwesenden profitiert haben. Vom Klären einzelner Begriffe bis hin zum Ausprobieren von komplexen Vorgehensweisen boten sich viele Gelegenheiten, einen Eindruck von Forschungsmethoden zu erhalten, die sich für die eigene Arbeit anbieten.

Christoph Litzinger

Auszüge aus dem Protokoll der 428. Senatssitzung

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Forum Mitarbeitende und Jubiläen

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red

Terminplanung für das Wintersemester 2018/2019

Vorlesungszeit: 08.10.2018 bis 01.02.2019
Beratungstage für alle Studierenden: 08.10.2018 bis 12.10.2018
Vorlesungsbeginn: 15. Oktober 2018 um 8.00 Uhr
Informationsveranstaltung des Rektorats: 17. Oktober 2018, 15.00 Uhr Neubau
Akademische Soiree: 07. November 2018, 18 Uhr, Mehrzweckhalle
Weihnachtsfeier: 05. Dezember 2018, 16.00 Uhr, Mehrzweckhalle
In der Zeit vom 22.12.2018 bis einschl. 06.01.2019 finden keine Lehrveranstaltungen statt.
Akademische Abschlussfeier: voraussichtlich 11. Januar 2019, 18.00 Uhr Mehrzweckhalle
Prüfungszeitraum: 02.02.2019 bis 12.02.2019

Monika Werle

Die PH und das Neuenheimer Feld

Der Heidelberger Gemeinderat besuchte die Pädagogische Hochschule

(c) Tobias Dittmer

Am 8. Juni 2018 besuchte Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner gemeinsam mit Mitgliedern des Heidelberger Gemeinderats die Pädagogische Hochschule und informierte sich vor Ort insbesondere über die zahlreichen Angebote und die Transferaktivitäten der Hochschule. Auch über die räumliche Situation fand ein angeregter Austausch statt.

Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Hochschule, begrüßte die Gäste zunächst im Ökogarten am Klausenpfad: „Dieser außerschulische Lernort ist etwas ganz Besonderes, dient er doch seit etwa 25 Jahren zum einen als Rückzugsort und motiviert gleichzeitig Menschen, selbst in Sachen Nachhaltigkeit und Biodiversität aktiv zu werden und die eigene Lebensumwelt kompetent und möglichst nachhaltig zu gestalten. Hierfür wurde er übrigens unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutschen UNESCO-Kommission sowie der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.“ Wie vielfältig der Garten ist, konnten die Vertreter der Stadt im Anschluss bei einer Führung durch das Gelände selbst erleben. Die zahlreichen Pflanzen und Tiere zeigten sich dabei von ihrer besten Seite; lediglich der Ameisenlöwe versteckte sich hartnäckig.

Im Anschluss an den Ökogarten ging es weiter zum Standort Im Neuenheimer Feld 561/562, wo Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT) die Transferaktivitäten der Hochschule vorstellte. So hat es sich die Hochschule zum Ziel gesetzt, den Transfer von forschungsbasierten Bildungsinnovationen aus der Hochschule in außerschulische Bereiche der Region auszubauen und den bidirektionalen Wissenstransfer zwischen Hochschule, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur weiter zu fördern. Wie dies praktisch aussehen kann, erfuhren die Gemeinderätinnen und -räte bei ihrem anschließenden Besuch im Medienzentrum. Dessen Team führte nicht nur in das Fernsehstudio ein, sondern präsentierte auch die unterschiedlichen digitalen Lehr- und Lernangebote der Hochschule, die auch von Unternehmen und (Nichtregierungs-)Organisation genutzt werden können.

Es folgte ein kurzer Fußweg an den Standort in der Keplerstraße, wo das Rektorat dann die zahlreichen Fragen des Gemeinderates beantwortete. Themen waren dabei insbesondere die grundsätzliche Raumsituation der Hochschule, die zurzeit auf 14 Gebäude an sieben Standorten verteilt ist, sowie speziell die geplanten Baumaßnahmen am Standort Im Neuenheimer Feld. Rektor Huneke wies dabei auf die gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung von Bildung und Bildungswissenschaften hin: „Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden hier sehr gute Bedingungen für ihre Forschung und sowie für Transferaktivitäten. Es freut mich daher, dass wir mit dem Gemeinderat heute auch über den Erhalt und die Aufwertung des Standortes sprechen konnten und ich danke den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten für ihr Interesse.“

velo

Der Ökogarten vernetzt sich im IBA-Landwirtschaftspark

Pilotprojekt "Bohnengarten der Welt"

Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs radelten am 8. Juni 2018 über Kirchheimer und Rohrbacher Feldwege und Ackerrandstreifen, über das ehemalige Airfield sowie die Terrassen der Bahnstadt, um sich an Ort und Stelle über den IBA-Projektkandidaten Landwirtschaftspark zu informieren. Seit etwa vier Jahren engagieren sich Landschaftsarchitekten, Landwirte, Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Vertreterinnen von Stadtteilvereinen und Heidelberger Bürger gemeinsam mit einem IBA-Team für die Anerkennung des IBA-Projektkandidaten Landwirtschaftspark als städtisches Entwicklungskonzept.
Es geht dabei nicht nur um Lebensqualität und Bedeutung von Grünräumen für das Stadtklima, sondern um Wertschätzung für die Produktion von Lebensmitteln vor Ort. Dies vermeidet Transportkosten, schont das Klima und bedeutet ein wirtschaftliches Auskommen für Heidelberger Landwirte sowie ein reichhaltiges Bildungsangebot für Kinder wie Erwachsene. Wie kann man sich an den Feldern entspannen und erholen, ohne die Feldfrucht zu beeinträchtigen? Wie können klassische Bildungsplanvorgaben („vom Korn zum Brot“, Vielfalt der Gemüse und gesunde Ernährung, …) handgreiflich werden und in vernünftiges Verbraucherverhalten umschlagen? Wie kann man gar den Stadtraum selbst zur Produktion von Lebensmitteln nutzen, Menschen unterschiedlicher Herkunft einbeziehen und soziale Interaktion fördern?

In Kooperation mit der LVG (Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau des Landes Baden-Württemberg) mit Sitz in Heidelberg trägt das Team Ökogarten das Pilotprojekt „Bohnengarten der Welt“. Dies wurde bei der Fahrradtour an den Terrassen der Bahnstadt eingepflegt in einen Pfad des Wissens – er führte über die „Wandelgärten“, das Airfield oder eben die lebendige Landwirtschaft auf Heidelberger Gemarkung – direkt neben Bahnstadt, Kirchheim und Pfaffengrund.  Das Projekt „Bohnengarten der Welt“ startet offiziell im September 2018 und ist ein Teil des Transfers des Teams „BNE und Outdoor“ des Ökogartens im Prozess „Transfer together“. Am 8. Juni 2018 konnte man jedoch schon unterschiedliche Bohnenarten (Augenbohnen, Feuerbohnen, Ackerbohnen, Gartenbohnen u.v.a.) in Augenschein nehmen, angezogen in Hochbeeten der LVG.
In der IBA-Zwischenpräsentation auf der Konversionsfläche in der Südstadt, genauer in der ehemaligen Kommandantenvilla in Rohrbach, kann man sich noch wenige Wochen über diesen IBA-Projektkandidaten und auch alle anderen IBA- Projekte und Akteure informieren. Die Pädagogische Hochschule ist dort als Teil des Campus „Im Neuenheimer Feld“ mit einer Präsentation sowie mit Bohnengarten und Landwirtschaftspark vertreten, gestaltet vom Team Ökogarten.

Machen Sie sich selbst ein Bild und besuchen die IBA-Zwischenpräsentation, noch bis 8. Juli 2018, und jederzeit den Ökogarten.

Lissy Jäkel

Neckar·wiese: Ein Freizeit·ort mit Problemen?

Die Neckar·wiese ist ein schöner Ort
in Heidelberg.
Sie liegt am Neckar zwischen den Brücken
im Stadt·teil Neuenheim.
Von der Neckar·wiese hat man einen
tollen Blick auf das Schloss.

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Einfach-Heidelberg.de

Assessment im Englischunterricht

Kompetenzorientiert beurteilen und bewerten (Tool Box Englisch)
Jürgen Quetz & Karin Vogt

Dieser Band richtet sich an Englischlehrkräfte der Sekundarstufe I und II und bietet wichtiges Hintergrundwissen zum Thema Assessment sowie konkrete Unterstützung beim Überprüfen, Beurteilen und Bewerten im Englischunterricht. Als eines der ersten Fachbücher für Lehrkräfte zu diesem Thema beleuchtet dieser Band die entscheidenden Entwicklungsschritte sowie die aktuellen Aspekte im Bereich Beurteilen und dient mit zahlreichen anschaulichen Beispielen als nützlicher Ratgeber in der täglichen Unterrichtspraxis.

Assessment im Englischunterricht möchte einen Beitrag zur Professionalisierung beim standard- und kompetenzorientierten Umgang mit Diagnose, Lernzieldefinition und Assessment leisten. Dabei geht es unter anderem darum,
• welche Aufgaben- und Prüfungsformate sich für kompetenzorientierte Tests eignen,
• wie man kompetenzorientiert prüfen kann und
• warum es im Unterricht sinnvoll ist, einzelne Kompetenzen integriert zu entwickeln und zu üben, sie beim Assessment aber besser zu trennen.
Darüber hinaus werden die Grenzen dessen, was sich prüfen lässt, ebenso wie die Verlässlichkeit und Objektivität hinterfragt und Vorschläge für alternative Formen des Assessments gemacht.

Zu den Autoren
Dr. Jürgen Quetz, Anglist und Didaktiker, ist emeritierter Professor der Universität Frankfurt.
Dr. Karin Vogt ist Professorin für Englisch und Leiterin der Professional School an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
 
Helbling Verlag GmbH, 2018, ISBN 3862272761, 9783862272761, 166 Seiten, 24,90 Euro.

Blauer Kompass für "klimAZUBI"

Umweltbundesamt zeichnet das Geco-Lab der Abteilung Geographie aus

Umweltministerin Svenja Schulze, Daniel Volz, Svenja Brockmüller, Professor Alexander Siegmund und Dr. Harry Lehmann (Fachbereichsleiter UBA)

Das Projekt "Geco-Lab: Dem Klimawandel begegnen - das Beispiel Auszubildende (klimAZUBI)" der Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde Ende Juni 2018 mit dem Preis "Blauer Kompass - Anpassungspioniere gesucht" des Umweltbundesamtes ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs ist es, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu fördern, gesellschaftliche Akteure für die Notwendigkeit der Anpassung an den Klimawandel zu sensibilisieren, die besten Projektideen auszuzeichnen und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

In der Kategorie "Bildungs- und Forschungseinrichtungen" wählte eine Fachjury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Geco-Lab, Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung der Abteilung Geographie, für sein Bildungsprojekt im Bereich Klimaanpassung aus insgesamt 111 eingereichten Bewerbungen aus. Professor Dr. Alexander Siegmund, Svenja Brockmüller und Daniel Volz nahmen die Auszeichnung aus den Händen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze entgegen; die Laudatio hielt Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung.

"Wir sind bereits mitten im Klimawandel und unser Wissen über die Folgen nimmt stetig zu. Besonders die Städte müssen sich jetzt mehr und mehr auf Starkregen und Hitzeperioden einstellen. Das verlangt bauliche und planerische Veränderungen, aber auch mehr Kenntnisse in der Bevölkerung", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die insgesamt vier Innovationen, die mit dem "Blauen Kompass 2018" ausgezeichnet wurden, greifen laut Schulze genau diese Aspekte auf und zeigen in kreativer Weise, "wie die Anpassung an den Klimawandel sowohl unsere Infrastruktur schützen als auch die Lebensqualität der Städte verbessern kann".

In den Vorhaben des Geco-Lab im Bereich Climate Change Education geht es insgesamt darum, dem Klimawandel nachhaltig zu begegnen. In dem Teilprojekt "klimAZUBI" entwickeln die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lernmodule, die bei Auszubildenden in Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar Bewusstsein und Handlungskompetenz in Sachen Klimawandel und -anpassung fördern. "Für Baustoffkonzerne ist etwa der Rohstofftransport über Flüsse ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Was aber passiert, wenn Flüsse in Zukunft durch Klimawandel-bedingten, vermehrten Wassermangel oder häufigere Hochwasser schlechter befahrbar sind? Gemeinsam mit den Auszubildenden als zukünftige Entscheidungsträger sprechen wir daher zunächst allgemein über die Folgen des Klimawandels und entwickeln dann gemeinsam entsprechende maßgeschneiderte Anpassungsstrategien", erklärt Professor Siegmund, Leiter der Abteilung Geographie und des Geco-Labs. Um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden pro Unternehmen jährlich mehrere Gruppen von 15 bis 20 Auszubildenden aus allen Handlungsebenen - Verarbeitung, Verwaltung, Verkauft etc. - in das Programm einbezogen, das sich insgesamt über zwei Jahre erstreckt und über die Industrie und Handelskammer Rhein-Neckar als Kooperationspartner in der Region verbreitet sowie verstetigt werden soll.

Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Umweltstiftung, zeigte sich von dem Vorhaben begeistert: "Die junge Generation wird auf alle Fälle sehr viel mit den Folgen des Klimawandels zu tun haben, und deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass sie sich sehr früh für dieses Thema sensibilisieren. Dass sich dieses Projekt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nicht nur dezidiert an die junge Generation, sondern insbesondere auch an Auszubildende wendet und ihnen die Chance gibt, ihre Branchen, ihre Unternehmen und auch ihre Arbeitsplätze klimaresilient zu machen, finde ich spannend. Ich hoffe sehr, dass die Auszeichnung mit dem Blauen Kompass Ihnen diesen Rückenwind verleiht, dass noch viele andere Menschen die Idee bekommen: 'Azubis können mehr als in der Berufsschule ihre Mathestunden abzusitzen'."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/geographie.

velo

Prof. Dr. Vach zur Beauftragten für die Schulpraxis ernannt

Hohe Qualität der Praktika in Zukunft weiter sicherstellen

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat Professorin Dr. Karin Vach (Institut für deutsche Sprache und Literatur) aufgrund ihrer ausgewiesenen Expertise im Bereich Schule und Unterricht zur neuen Beauftragten für die schulpraktische Ausbildung ernannt. Sie folgt auf Professorin Dr. Anne Berkemeier, die einen Ruf an die Universität Münster angenommen hat. Neben Vach gehören Dr. Isolde Rehm und Dr. Robert Vrban dem Leitungsteam des Zentralen Praktikumsamtes an.

An der Heidelberger Hochschule werden über 4.600 Studierende in pädagogischem Grundwissen, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken ausgebildet - mit Praxisbezug vom ersten Tag an. Für die Lehrerbildung wird dieser Praxisbezug durch das Zentrale Praktikumsamt koordiniert, dessen professorale Leitung Dr. Vach ab sofort inne hat. "Die Schule sollte mit ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag wesentlich zum Funktionieren unserer Gesellschaft und zum gesellschaftlichen Miteinander beitragen. Die Arbeit einer Lehrkraft ist facettenreich sowie herausfordernd und muss hohen Ansprüchen genügen. Das muss den zukünftigen Lehrkräften klar sein", erklärt Vach.
Damit die Studierenden frühzeitig theoretische Schwerpunkte ihres Hochschulstudiums mit ihren eigenen praktischen Erfahrungen verknüpfen können, legt die Pädagogische Hochschule Heidelberg großen Wert auf ein wissenschaftlich fundiertes Studium mit einem engen Bezug zur Schulpraxis. "Die Studierenden absolvieren während ihres gesamten Studiums gleich mehrere Praktika. Die schulpraktischen Studien fördern somit eine frühzeitige Reflektion der eigenen Rolle als Lehrkraft und tragen entscheidend dazu bei, die eigene Professionalisierung bewusst(er) zu gestalten", so die Professorin für deutsche Sprache und Literatur.

Um die hohe Qualität der Praktika auch in Zukunft sicherzustellen, soll laut Vach die bereits begonnene Evaluation weitergeführt und der enge Kontakt zu den Schulen im In- und Ausland sowie den Betreuungslehrkräften ausgebaut werden. "Die Entscheidung, nicht länger als Gleichstellungsbeauftragte tätig zu sein, ist mir nicht leicht gefallen, hat mir die Arbeit doch sehr gut gefallen. Gleichwohl freue ich mich nun auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team des Praktikumsamtes. Gemeinsam werden wir auch künftig daran arbeiten, die Studierenden bestmöglich auf die Herausforderungen ihres Berufes vorzubereiten und sie zu motivieren, zur Innovation von Schule und Unterricht beizutragen", sagt Vach abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studium/praktikumsamt.

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Zur Person
Karin Vach studierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Lehramt an Grundschulen; nach dem zweiten Staatsexamen war sie als Grundschullehrerin sowie zeitweise als Konrektorin tätig. Neben dem Beruf absolvierte Vach ein Promotionsstudium an der Universität zu Köln, das sie 2005 erfolgreich abschloss. 2011 ernannte die Pädagogische Hochschule Heidelberg sie zur Professorin für deutsche Sprache und Literatur. Ebenda leitet sie das Zentrum für Kinder-und Jugendliteratur und war von 2016 bis 2018 zudem als Gleichstellungsbeauftragte tätig.

velo

Prof. Dr. Böhmer zur Präsidentin der UNESCO-Kommission gewählt

Die außerplanmäßige Professorin der Hochschule setzt sich für die Vorreiterfunktion der Kommission bei den Themen Bildung, Wissenschaft und Kultur ein.

Die Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission hat am 8. Juni 2018 Dr. Maria Böhmer, außerplanmäßige Professorin für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und von 2013 bis 2018 Staatsministerin im Auswärtigen Amt, zur Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission gewählt. Die Heidelberger Hochschule gratuliert ihrer Professorin herzlich zu der Wahl und wünscht Maria Böhmer viel Erfolg bei der Ausführung ihres Amtes.

"Ich danke den Mitgliedern der Deutschen UNESCO-Kommission für die Wahl zur Präsidentin. Die Verfasstheit und Unabhängigkeit der Deutschen UNESCO-Kommission hat Modellcharakter. Diese Vorreiterfunktion gilt es auszubauen", so Böhmer. " Ich will mich dafür einsetzen, dass sich die Deutsche UNESCO-Kommission gestaltend in die zentralen Themen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation einbringt und als kraftvolle Stimme der Zivilgesellschaft Wirkung entfaltet. Die Rahmenbedingungen müssen jedoch stimmen. Deshalb muss die im Koalitionsvertrag vereinbarte adäquate Ausstattung der Deutschen UNESCO-Kommission schnellstmöglich umgesetzt werden."

Weitere Informationen finden Sie unter www.unesco.de.

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Zur Person
Maria Böhmer studierte Mathematik, Physik, Pädagogik und Politikwissenschaften und wurde im Fach Pädagogik promoviert. Nach Forschungsaufenthalten in Cambridge und Augsburg habilitierte sie sich 1982 in Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde sie 2001 zur außerplanmäßigen Professorin berufen. Böhmer war von 2005 bis 2013 Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Von 1990 bis 2017 war sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Von 1992 bis 2016 gehörte Böhmer dem ZDF-Fernsehrat an, von 2002 bis 2016 als dessen stellvertretende Vorsitzende. Zwischen 2014 und 2018 war sie Vorsitzende des Beirates der Kulturakademie Tarabya und Senatorin der Leibniz Gemeinschaft. Seit 2017 ist Böhmer Mitglied des Programmbeirats von ARTE Deutschland. Außerdem wirkt sie mit in den Kuratorien der Stiftung Lesen, Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer, der Deutschlandstiftung Integration, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und ist Vorsitzende des Kuratoriums der START-Stiftung.

velo

Hilfskräfte zur Aufsicht und Ausleihe im Lesesaal/Zentralbibliothek gesucht!

Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule sucht ab September studentische Hilfskräfte zur Aufsicht und Ausleihe im Lesesaal/Zentralbibliothek. Die Vergütung beträgt € 8,90/ Std.

Ihre Aufgaben:

• Aufsicht
• Ausleihe und Rückgabe der Medien
• Unterstützung bei Rechercheanfragen

Voraussetzungen:
• Studium an der PH oder Universität Heidelberg
• Interesse an Arbeiten, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit erfordern
• Arbeiten auch in der vorlesungsfreien Zeit
• gerne Studienanfänger! (Mindestens noch 3 Semester an der PH)

Bei Eignung könnten wir uns eine Tätigkeit bis zum Ende Ihres Studiums vorstellen.

Was wir von Ihnen gerne wissen würden:
Aktuelles Studiensemester, bisherige Abschlüsse

Sollte Ihr Interesse geweckt worden sein, schreiben sie bitte eine Mail an folgende Adresse:
Yvonne.Mandel@remove-this.vw.ph-heidelberg.de

Nach Ende der Bewerbungsfrist, 13.07.18, werden wir uns bei Ihnen melden.

Ihre Bibliothek

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

9. Neuausschreibung des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramms für Frauen

Anmeldefrist: 31. Juli 2018

Als eine Investition in die Zukunft fördern das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) und der Europäische Sozialfonds (ESF) mit dem Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen, die eine Hochschullehrerinnenlaufbahn anstreben. Vorrangiges Ziel dieses Programms ist es, qualifizierte Wissenschaftlerinnen zur Habilitation zu ermutigen und sie dazu materiell in die Lage zu versetzen. Das Projekt dient der Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den Hochschulen des Landes. Im Bereich besetzter Professuren findet sich nach wie vor eine deutliche Unterrepräsentanz von Frauen. Dem soll unmittelbar durch die Erhöhung der Anzahl der für solche Positionen qualifizierten Frauen und mittelbar durch den besonderen Vorbildcharakter, den diese für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Studierende haben, entgegengewirkt werden. Förderanträge sind über die Fakultät und die Zentrale Verwaltung der jeweiligen Hochschule an das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg einzureichen.
Abgabetermin beim Wissenschaftsministerium: 31. Juli 2018 (Ausschlussfrist)
Einzelheiten sind den Richtlinien zur Antragstellung zu entnehmen. Interessentinnen können sich bei der jeweiligen Hochschulverwaltung oder bei der Gleichstellungsbeauftragten informieren. Dort werden Sie auch über hochschulinterne Abgabetermine informiert.
Ausschreibung, Richtlinien und Fragebogen können unter www.mwk.baden-wuerttemberg.de (Forschung > Forschungsförderung > Chancengleichheit) abgerufen werden.

red

„Bock auf Forschung!“

Bio-Lebensmittelwirtschaft würdigt Studenten mit eigenem Forschungspreis

Junge Menschen mit innovativen Ideen für die Themen der Bio-Lebensmittelwirtschaft begeistern und Nachwuchskräfte gewinnen – das sind die Ziele der Träger und Unterstützer des Forschungspreises Bio-Lebensmittelwirtschaft. „Erst durch die Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen können wir zwischen Forschung und Praxis eine Brücke bauen und damit beiden Seiten einen echten Mehrwert bieten“, so die Forschungspreis-Koordinatorin Annette Weber. „In den letzten Jahren haben wir hervorragende Arbeiten ausgezeichnet, die ganz nah an den Themen der Bio-Branche dran waren. Da ging es beispielsweise darum, was die konventionelle Düngung die Gesellschaft kostet oder wie Bio-Sonnenblumenpresskuchen zu einem Sonnenblumentofu weiterverarbeitet werden kann.“ Nun wird der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft zum sechsten Mal ausgeschrieben. Eine Bewerbung lohnt sich, denn die besten Arbeiten erhalten 2.000 und 3.000 Euro.

Die Ausschreibung
Du hast dich im Rahmen deiner Abschlussarbeit (Bachelor oder Master) mit Bio-Lebensmitteln auseinandergesetzt und ein Thema rund um die Herstellung, Verarbeitung, Vermarktung bearbeitet oder zu Aspekten der Nachhaltigkeit wie Umwelt- und Sozialverträglichkeit geforscht? Dann bewirb dich jetzt für den Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft 2019. Die Preisverleihung wird im Rahmen der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel - BIOFACH 2019 - in Nürnberg sein.

Einsendeschluss ist der 15.10.2018

Der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft wird von der Lebensbaum-Stiftung, der BIOFACH, der Schweisfurth-Stiftung getragen und von zahlreichen Mitgliedsfirmen der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) unterstützt.
Nähere Informationen finden Sie unter:
www.forschungspreis-bio-lebensmittel.de
www.facebook.com/forschungspreis
www.twitter.com/FoBiLe
https://www.instagram.com/forschungspreis_fobile/

Campus Heidelberg

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Juni-Newsletter:

Pflanzenranken am Neubau der Hochschule

Werkstattgespräch mit Klaus Ensikat

Der Grafiker und Illustrator kommt am 3. Juli nach Heidelberg.

Klaus Ensikat, geboren 1937 in Berlin, ist einer der brillantesten freischaffenden Buchkünstler der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche Preise, wobei insbesondere die Auszeichnung für sein Gesamtwerk mit der Hans-Christian-Andersen-Medaille, der höchsten internationalen Ehrung für die Illustration von Kinder- und Jugendbüchern, zu nennen ist. Am Dienstag, 3. Juli ist er auf Einladung des Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Veranstaltung ist (hochschul-)öffentlich und beginnt um 18.00 Uhr. Detaillierte Informationen folgen rechtzeitig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/zentrum-fuer-kinder-und-jugendliteratur.

Filmvorführung: "Der Club der toten Dichter"

Die Kinoreihe ABCinema zeigt Filme zum Themenfeld "Schule".

Der schüchterne Todd Anderson wechselt 1959 für sein letztes Highschool-Jahr auf eine hoch angesehene Eliteschule. Neu an dem traditionsreichen Internat ist auch der Englischlehrer John Keating, der seine Schüler schon in der ersten Stunde mit ungewöhnlichen Lehrmethoden überrascht. Anstatt dem strikten Lehrplan zu folgen, fordert er die Schüler dazu auf, selbst tätig zu werden und nach ihrer eigenen Inspiration zu suchen...

Der Film "Der Club der toten Dichter" von Peter Weir wird am Dienstag, 3. Juli 2018 ab 19.00 Uhr im Rahmen der Kooperationsreihe "ABCinema" der Heidelberg School of Education (HSE) und dem Karlstorkino Heidelberg gezeigt. Veranstaltungsort ist das Karlstorkino (Am Karlstor 1, D-69117 Heidelberg); es gelten die regulären Eintrittspreise.

Weitere Informationen auch zur Kartenreservierung finden Sie rechtzeitig unter www.karlstorkino.de.

Festakt: Eröffnung des Center for International Teacher Education (CITE)

Die Veranstaltung für geladene Gäste findet am 4. Juli statt.

Das deutsche Bildungssystem steht vor sich verändernden Anforderungen. So müssen heute beispielsweise Bildungsangebote für eine zunehmend heterogene und sich global öffnende Bevölkerung geboten werden. Lehrkräfte brauchen hierfür insbesondere interkulturelle Kompetenzen, die sie bereits während ihres Studiums strukturiert und forschungsbasiert erwerben können. Als bildungswissenschaftliche Hochschule hat die PH Heidelberg entsprechend reagiert und das Center for International Teacher Education (CITE) gegründet, dessen Eröffnung am Mittwoch 4. Juli 2018 gefeiert wird.

Eine zentrale Aufgabe von CITE ist die Konzeption und Umsetzung der Internationalisierung der Lehramtsausbildung unserer Hochschule in Forschung, Lehre und Transfer. Ziel ist ein qualitätsvolles Studienangebot, das den Herausforderungen der globalisierten Welt Rechnung trägt und angehende Lehrkräfte auf eine zunehmend von Diversität geprägte Schulwirklichkeit vorbereitet.

Den Festvortrag zum Thema "Cultivating Global Thinking in Teacher Education" wird Professorin Patricia Neufeld, Ph.D. (Thompson Rivers University Kamloops/Kanada und International Fellow der Pädagogischen Hochschule Heidelberg) halten. Die Grußworte sprechen die Professor Dr. Georg Zenkert und Dr. Carsten Rohlfs (Heidelberg) sowie Professor Dr. Peter Gautschi (Luzern/Schweiz.)

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine Veranstaltung für geladene Gäste handelt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/cite.

HSE-Werkstatt

Die Reihe führt in theoretische und empirische Zugänge zu fachdidaktischer Forschung ein.

Die fachdidaktische Werkstatt ist ein extracurriculares Angebot der Heidelberg School of Education (HSE), das sich an alle Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität
Heidelberg sowie bereits im Beruf stehende Lehrerinnen und Lehrer mit einem Interesse an Fachdidaktik richtet.

Ziel der Werkstatt ist es, eine Einführung in theoretische und empirische Zugänge zu fachdidaktischer Forschung zu geben. Die unterschiedlichen Konzepte werden von Expertinnen und Experten vorgestellt, die selbst fachdidaktisch forschen und sowohl einen Einblick in den jeweiligen theoretischen/empirischen Ansatz als auch in ihre eigene Forschung bieten. Studierende, die z.B. im Rahmen einer Seminar-, Bachelor oder Master-Arbeit fachdidaktisch forschen, sind eingeladen, das Angebot der Werkstatt zu nutzen und ihre Arbeiten im Plenum zu diskutieren. Zudem werden die Referentinnen und Referenten jeweils Möglichkeiten fachdidaktischen Forschens darlegen, anhand derer Studierende Ideen für eigene Arbeiten entwickeln können.

Die Werkstatt ist inter- und transdisziplinär angelegt und berücksichtigt didaktische Forschungsansätze und -methoden unterschiedlicher Fachkulturen, die jedoch den Anspruch haben, auf andere Fachkulturen anwendbar und übertragbar zu sein. Diese Übertragbarkeit wird in jeder Sitzung berücksichtigt.

Diese Veranstaltung ist ein kostenfreies Angebot der HSE, finanziert aus Mitteln des Projekts heiEDUCATION. Sie findet im Sommersemester 2018 jeden Mittwoch von 16.00 bis 17.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Heidelberg School of Education (Voßstraße 2, Gebäude 4330, D-69115 Heidelberg).

Folgende Termine sind im Juli geplant:

  • 4. Juli
    Ethnographische Ansätze in der erziehungswissenschaftlichen Forschung
    Susanne Heil
  • 11. Juli
    (Politische) Lernprozessforschung
    Alexander Wohnig
  • 18. Juli
    Fachdidaktische Schulbuchforschung
    Katarina Batarilo-Henschen, Stefan Müller-Mathis
  • 25. Juli
    Interventionsstudien
    Robert Zimmermann

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer.

Gesundheitstag am 5. Juli

Ein Angebot für sämtliche Hochschulmitglieder.

Für den 5. Juli 2018 ist an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ein Gesundheitstag geplant. Dieser richtet sich an sämtliche Hochschulmitglieder und findet voraussichtlich am Standort Im Neuenheimer Feld 561/562 statt. Die Organisation des Tages wird von Studierenden im Rahmen des Studiengangs "Prävention und Gesundheitsförderung" unter Leitung von Professor Dr. Bucksch übernommen; das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Hochschule sowie die Techniker Krankenkasse unterstützen die Veranstaltung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelber.de/bgm.

Fachkolloquium Sachunterricht: "Digitale Medien - Gefahr oder Chance für Kinder und Jugendliche?"

Zu Gast ist Professorin em. Teuchert-Noodt (Universität Bielefeld).

Digitale Medien sind für die Menschheit eine riesengroße Chance. Sie führen zu enormer Erleichterung und Beschleunigung der Lebens- und Arbeitswelt und bereichern das Privatleben. Das ist Realität und birgt gleichzeitig die riesengroße Gefahr in sich, das menschliche Gehirn unmerklich zu überfordern und fehl zu steuern. Das betrifft insbesondere die Hirnentwicklung im Kindes- und Jugendalter. Deswegen wird eine Kindheit ohne und eine Jugend mit gemäßigtem Medienkonsum zur Chance für das Erwachsenenalter.
Hirnplastizität und Hirnrhythmen sind die zwei aktuellen Forschungsdisziplinen, die dazu neueste Erkenntnisse liefern. Sie sind die beiden hirneigenen Akteure, die auf digitale Medien besonders sensitiv ansprechen und die mentale Entwicklung eines jungen Menschen essentiell beeinflussen. Kinder können in ihrer geistigen Entwicklung irreparabel beeinträchtigt werden und junge Medienuser laufen Gefahr, Konzentrations-, Lernschwächen, eine Sucht, einen Burnout oder eine Depression zu entwickeln.
Die Erkenntnisse aus der Hirnforschung vermitteln konkrete Gebrauchsanweisungen zum kritisch-positiven Umgang mit digitalen Medien im Bildungs- und Berufsleben.

Das Angebot richtet sich an alle Lehramtsstudierenden sowie alle interessierten Hochschulangehörigen. Der Vortrag findet am Donnerstag, 5. Juli um 18.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Raum A.109 (Im Neuenheimer Feld 561/562, D-69120 Heidelberg). Ihre Ansprechpartner sind Professor Dr. Gervé und Dr. Friedrich (Institut für Sachunterricht).

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/institut-fuer-sachunterricht.

Informationsveranstaltung: "Studium und Praktikum im Ausland"

Am 9. Juli informiert das Akademische Auslandsamt über die zahlreichen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine international ausgerichtete Hochschule: Sie leistet bildungswissenschaftliche, fachdidaktische sowie sonderpädagogische Forschung und Lehre im internationalen Kontext und qualifiziert Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen - nicht länger nur für den regionalen, sondern auch für den überregionalen und internationalen Arbeitsmarkt.

Am Montag, 9. Juli beantwortet das Akademische Auslandsamt nach einer kurzen Vorstellung der Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, Ihre Fragen zum Thema. Die Veranstaltung findet um 11.45 in in Raum A.006 statt (Im Neuenheimer Feld 561/562, D-69120 Heidelberg).

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

Festakt: Eröffnung des BNE-Zentrums inklusive BNE-Symposium

Die Veranstaltung für geladene Gäste findet am 10. Juli statt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gilt als Schlüsselfaktor, um weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und in den Grenzen der ökologischen Belastbarkeit des Systems Erde zu gestalten.

Als bildungswissenschaftliche Hochschule bekennen wir uns zu dieser Verantwortung. Unser Struktur- und Entwicklungsplan benennt BNE als eines der Profilmerkmale der Hochschule, mit unseren Commitments zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung verpflichten wir uns auch nach außen zu diesem Ziel. Wir gehen die Umsetzung entschlossen und aktiv an und haben die BNE in Lehre, Forschung und Transfer als Leitgedanken etabliert, der querschnitthaft in verschiedenen Fächern und Institutionen erfolgreich umgesetzt wird. Wir tragen damit bereits heute maßgeblich zu der im UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE geforderten Förderung von Multiplikatoren bei.

Um diese besondere Expertise dauerhaft strukturell zu verankern, gründet die Pädagogische Hochschule Heidelberg am 10. Juli 2018 das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung am Dienstag, 10. Juli 2018, ist zudem die BNE-Tour zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Das damit verknüpfte BNE-Symposium wird zusammen mit der Stadt Heidelberg und dem Heidelberg Center for the Environment der Universität Heidelberg organisiert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Heidelberger Vorträge zur Kulinaristik: "Geschmackssprechen"

Professorin Lobenstein-Reichmann über Ausdrucks- und Textwelten des Geschmacks.

Professorin Dr. Anja Lobenstein-Reichmann (Universität Göttingen, Akademie der Wissenschaften) stellt am Dienstag, 10. Juli Ausdrucks- und Textwelten des Geschmacks vom Frühneuhochdeutschen bis zur Gegenwartssprache vor. Es geht darum, wie Geschmecktes je zeitspezifisch ausgedrückt wird. Nicht nur Speisen werden auch sprachlich einverleibt, in der Zeit der Mystik gehört das Schmecken Gottes als Form religiöser Einheitserfahrung (unio mystica) dazu. Geschmack erhält eine religiöse und erotische Dimension, die jeweils sprachlich vermittelt wird. Veranstaltungsbeginn ist 18.15 Uhr im Hörssaalgebäude der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Im Neuenheimer Feld 561, 69120 Heidelberg). Der Vortrag ist Teil der "Heidelberger Vorträge zur Kulinaristik".

Im Sommersemester 2018 werden unter der Leitung von Professor Dr. Burckhard Dücker (Universität Heidelberg) und Professorin Dr. Angela Häußler (Pädagogische Hochschule Heidelberg) folgender Vortrag zum Thema angeboten:

Dienstag, 10. Juli 2018
"Geschmackssprechen - Ausdrucks- und Textwelten des Geschmacks"
Professorin Dr. Anja Lobenstein-Reichmann (Universität Göttingen, Akademie der Wissenschaften)

Hochschulkonzert: Messa da Requiem

Das Stück von Verdi wird am 17. Juli aufgeführt.

Unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko (Fachbereich Musik) wird am Dienstag, 17. Juli 2018 die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi aufgeführt. Auf der Bühne steht der Chor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sowie das Kepler-Ensemble. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger von Eva-Maria Hofheinz (Sopran), Alexandra Paulmichl (Mezzosopran), Xavier Moreno (Tenor) und Hans-Josef Overmann (Bass).

Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr in der Festhalle der Hochschule (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg). Die Karten kosten 8,- bzw. 10,- Euro und können per E-Mail an mariusmue92@remove-this.web.de bestellt werden.

Akademische Abschlussfeier

Die Examensfeier findet im Sommersemester 2018 am 20. Juli statt.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg verabschiedet auch im Sommersemester 2018 ihre Studierenden mit einer Examensfeier: Diese findet am 20. Juli in der Festhalle im Altbau statt. Einlass ist ab 18.00 Uhr; die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

Nach einer Begrüßungsrede des Rektors, Professor Dr. Hans-Werner Huneke, werden Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung, der Freundeskreis der Hochschule und die Studierendenvertretung Grußworte sprechen. Es folgt die Würdigung der Preisträger des Michael-Raubal bzw. des Carl-Heinrich Esser-Preises sowie die feierliche Zeugnisübergabe an die Absolventinnen und Absolventen. Die Veranstaltung wird durch den 4x4 Frauenchor unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko musikalisch begleitet.

Ab 20.45 Uhr lädt die Hochschule die Absolventinnen und Absolventen sowie deren Angehörige zu einem Sektempfang ein, ab 21.30 Uhr spielt die Band yesterday's gone.

Alle Absolventinnen und Absolventen erhalten Ende Juni eine persönliche Einladung; sollte dies nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte an Frau Carocci (giuliana.carocci@remove-this.vw.ph-heidelberg.de).

Buchvorstellung: Bildung gewinnt!

Das Buch gedenkt der ehemaligen Rektorin Professorin Wellensiek. Um Anmeldung wird gebeten.

Bildung gewinnt! Unter diesem programmatischen Titel erinnert die im Juli erscheinende Gedenkschrift an Professorin Dr. Anneliese Wellensiek, die vor drei Jahren verstorbene damalige Rektorin der Hochschule. Die im Mattes-Verlag Heidelberg gestaltete Publikation vereint gleichermaßen Weggefährten aus Wissenschaft, Hochschule und anderen Bildungseinrichtungen und dem sozialen Umfeld.

Die Autorinnen und Autoren, darunter Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Mitglieder der Hochschulleitung sowie ehemalige Kolleginnen und Kollegen, thematisieren und erweitern bildungswissenschaftliche Ideen Wellensieks in Forschung, Didaktik und Hochschulpolitik. Ausgewählte Artikel und Reden der ehemaligen Rektorin werden dazu in Dialog gesetzt. Sehr begabt als „netzwerkende Persönlichkeit“, hatte Annelie Wellensiek zudem viele Bezugspunkte in Heidelberg und der Metropolregion, in Organisationen und der Familie. Beiträge und Erinnerungen aus diesen Lebensbereichen würdigen das Wirken der Verstorbenen.

Am Freitag, 27. Juli 2018 wird das Buch der Öffentlichkeit vorgestellt. Um Anmeldung unter www.ph-heidelberg.de/gedenkschrift wird gebeten.

Ungleiche Chancen auf Hochschulbildung

Bildungstrichter: Die Aufnahme eines Hochschulstudiums hängt stark von der Bildung der Eltern ab

Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien beginnen statistisch gesehen 79 ein Hochschulstudium. Bei Nicht-Akademiker Familien schaffen gerade einmal 27 von 100 Kindern den Sprung an eine Hochschule. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zur Hochschulbeteiligung in Deutschland.

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Die Bildungschancen sind in Deutschland nach wie vor sehr ungleich verteilt und hängen immer noch stark vom Bildungshintergrund des jeweiligen Elternhauses ab. Nur 12 Prozent der Kinder, deren Eltern über keinen beruflichen Abschluss verfügen, gehen nach dem Schulabschluss an eine Hochschule. Sobald allerdings mindestens ein Elternteil über einen Berufsabschluss verfügt, steigt der Anteil der Kinder, die studieren gehen, bereits auf 24 Prozent. Hat mindestens ein Elternteil zusätzlich das Abitur als höchsten Schulabschluss erworben, beträgt die Hochschulbeteiligung schon 48 Prozent eines Jahrgangs.
Die Ursachen für diese Chancenungleichheit sind vielfältig. Beim Durchlaufen des deutschen Bildungssystems müssen an mehreren Stellen Entscheidungen zum weiteren Bildungsverlauf eines Kindes getroffen werden, so zum Beispiel beim Übergang von der Grundschule zur Realschule oder dem Gymnasium. „Familien mit geringerem Bildungshintergrund tendieren häufig dazu, die Kosten für höhere Bildung zu überschätzen und Bildungserträge zu unterschätzen, ungeachtet des vielleicht hohen Bildungspotentials ihres Kindes“, erläutert Nancy Kracke, eine Autorin der Untersuchung, eine Ursache für die Chancenungleichheit. Anders verhält es sich bei bildungsnäheren Elternhäusern, die mehr Ressourcen zur gezielten Förderung ihrer Kinder einsetzen können und bei denen ein höherer Bildungsabschluss als Teil der Sicherung des eigenen sozialen Status der Familie angesehen wird. So findet beim Durchlaufen des Bildungssystems bei jeder Entscheidung eine erneute Selektion statt, die von der Bildungsnähe des Elternhauses beeinflusst wird.
Diese Chancenungleichheit führt dazu, dass Kinder aus Akademikerhaushalten im Vergleich zu ihrem Anteil an der altersgleichen Gesamtbevölkerung an den Hochschulen überrepräsentiert sind. Gemessen wird diese Relation im sogenannten Bildungsbeteiligungsindex. Unter den Studienanfängerinnen und -anfängern sind sie doppelt so häufig vertreten, wie ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Elternhäusern ohne Hochschulausbildung. Ein Blick auf den Index der Bildungsbeteiligung aus dem Jahr 2005 zeigt, dass sich daran in den letzten elf Jahren nur wenig verändert hat.
Betrachtet wurden außerdem die Chancen für den Hochschulzugang von Studienberechtigten mit Migrationshintergrund. Personen mit Migrationshintergrund, die außerdem aus einem nicht-akademisch geprägten Elternhaus stammen, sind an deutschen Hochschulen genauso unterrepräsentiert, wie Personen ohne Migrationshintergrund, die aus einem ebenfalls nicht-akademischen Elternhaus stammen. Besonders auffällig ist allerdings, dass Personen mit Migrationshintergrund aus einer Akademikerfamilie an den Hochschulen noch viel stärker überrepräsentiert sind, als ihre Mitstudierenden ohne Migrationshintergrund. Dies zeigt, welch hohe Bedeutung die Aufnahme eines Studiums für diesen Bevölkerungskreis hat.
Das DZHW, bzw. seine Vorgängerorganisation HIS, berechnet seit 1985 in regelmäßigen Abständen die sogenannten Bildungsbeteiligungsquoten (BBQ) auch „Bildungstrichter“ genannt, welcher Rückschlüsse auf die Entwicklung der Chancengleichheit beim Hochschulzugang in Deutschland ermöglicht. Außerdem werden die Quoten um den Bildungsbeteiligungsindex (BBI) ergänzt. Dieser gibt Aufschluss darüber, welche Bevölkerungsgruppen im Verhältnis zu ihrem Anteil an der altersgleichen Gesamtbevölkerung beim Hochschulzugang über- bzw. unterrepräsentiert sind. Die Daten für die BBQ und den BBI stammen aus der Bevölkerungs- und Hochschulstatistik sowie dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. Außerdem sind Daten der 21. Sozialerhebung aus dem Jahr 2016 verwendet worden, die das DZHW gemeinsam mit dem Deutschen Studentenwerk erstellt hat.

Quelle: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), 9.5.2018

Bildquelle: www.dzhw.eu/services/material/images/DZHW_Logo.png

Katrin jagt die Geisterteilchen

In Karlsruhe startet die Neutrino-Waage

Quelle: https://neutrino.ikp.kit.edu/personal/drexlin/data/_uploaded/image/KATRIN%20Slider/Slider3_KATRINarrives.jpg

Was wiegen die leichtesten Elementarteilchen? Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Projektangaben zufolge genauste Waage der Welt ihre Messungen begonnen. Nach 15 Jahren Bauzeit starteten die Forscher die Neutrino-Waage "Katrin" ("Karlsruhe Tritium Neutrino Experiment"). Die Masse der Neutrinos gilt als wichtige Grundlagenforschung in der Teilchenphysik. Von Erkenntnissen über die Masse der Neutrinos versprechen sich Physiker Rückschlüsse über die Entstehungsgeschichte des Alls. Rund 200 Forscher von 20 Institutionen in sieben Ländern sind beteiligt.
Die auch als Geisterteilchen bezeichneten Neutrinos sind überall: Mehrere Milliarden Neutrinos durchströmen in jeder Sekunde den Finger eines Menschen. Nach etwa fünf Jahren Messbetrieb erwarten die Forscher die genauen Messergebnisse.

Quelle: ZDF online vom 11.6.2018, dpa

Impressum

Herausgeber:
Prof. Dr. Hans-Werner Huneke
Rektor

Redaktion:
Dr. Birgitta Hohenester-Pongratz (hop) (V.i.S.d.P.), Christoph Penshorn (cp), Achim Hofmann

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An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt:

  • Sarah Dörfler
  • Sabine Franke
  • Prof. Dr. Lissy Jäkel
  • Christoph Litzinger
  • Verena Loos (velo)
  • Katja Melzer
  • Prof. Dr. Karin Vogt
  • Monika Werle