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Ausgabe 8 - Oktober 2018

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Deutsch und Mathe nur noch im Mittelfeld

Konsequenzen aus dem IQB-Bildungstrend 2016

Als im vergangenen Herbst der IQB-Bildungstrend 2016 veröffentlicht wurde, fiel das Ergebnis für Baden-Württemberg ernüchternd aus: Gehörten die Viertklässler im Ländervergleich 2011 noch zur Spitzengruppe, befanden sich die Leistungen in Deutsch und Mathematik 2016 nur noch im Mittelfeld. Experten aus den Pädagogischen Hochschulen und den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung haben nun bei einer Arbeitstagung Maßnahmen erarbeitet, die zu einer Umkehr dieses Trends beitragen können.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zeigte sich erfreut über die Impulse: "Die Pädagogischen Hochschulen im Land sind Spezialisten, wenn es um die Ausbildung von Grundschullehrern geht. Ihre Expertise in der Forschung können wir noch stärker nutzen und zugleich den Praxisbezug des Studiums weiter verbessern."

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Beim Antrittsbesuch bei Ministerin Bauer stellten die neuen Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen, Professor Hans-Werner Huneke (Vorsitzender, Heidelberg) und Professor Klaus Peter Rippe (stellvertretender Vorsitzender, Karlsruhe), zwei Projekte vor, an denen die Hochschulen in den kommenden Monaten verstärkt arbeiten möchten:

  • Allein für den Zeitraum 2015 - 2018 konnten die Pädagogischen Hochschulen Drittmittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von rund 81 Millionen Euro, unter anderem beim Bund und der Deutschen Forschungsgemeinschaft einwerben. Sie wollen ihre Forschungsaktivitäten weiter ausbauen und ihre Expertise insbesondere im Grundschulbereich deutlicher sichtbar machen. Von einem erleichterten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen können sowohl die Lehre an den Hochschulen und als auch die Schulpraxis profitieren.
    Gleichzeitig können durch gemeinsame Anstrengungen in der Forschung auch die Ursachen für das Abschneiden der Viertklässler besser beleuchtet werden. Zudem wollen die Pädagogischen Hochschulen die Gelingensbedingungen stärker in den Blick nehmen: Wie gelingt der Umgang mit der zunehmenden Vielfalt der Schülerschaft? Wie gelingt die Entkopplung von sozialer Herkunft und erreichten Leistungen beispielsweise beim Lesen? Ein "Forschungsnetzwerk der Pädagogischen Hochschulen" (Arbeitstitel), das sich speziell solchen Fragen widmet, soll dabei helfen.
  • Auch beim Professionsbezug im Studium wollen die Pädagogischen Hochschulen ihre Stärken ausbauen. Jede angehende Grundschullehrkraft unterrichtet während des "Integrierten Semesterpraktikums" bereits im Bachelorstudium mindestens drei Monate an einer Schule und nimmt begleitend an Ausbildungsveranstaltungen an einer Pädagogischen Hochschule teil. Die Pädagogischen Hochschulen planen, auch die Mentorinnen und Mentoren an den Ausbildungsschulen noch gezielter zu qualifizieren. Dadurch soll eine noch bessere Verbindung von Theorie und schulischer Praxis erreicht werden.

Deutlich wurde bei der Arbeitstagung allerdings auch, dass die Lehrerbildungsreformen der Jahre 2011 und 2015 erst jetzt in den Schulen ankommen und Effekte erzeugen können. Hier werden Erfahrungen beispielsweise dazu gesammelt, welche Wirkung die Verstärkung der Fachlichkeit oder die verpflichtenden Studieninhalte zum Umgang mit der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft entfalten.

Eine Presseerklärung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Transfer und Innovation

Senat beschließt die Gründung eines Transferzentrums

Der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat im Juli 2018 die Einrichtung eines Transferzentrums beschlossen. Die Hochschule will hierüber die Transferaktivitäten ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler strukturieren sowie entsprechende Unterstützungsmaßnahmen etablieren. Ziel ist es, verstärkt in den Dialog mit der Gesellschaft zu treten, um zukünftig noch gezielter zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen zu können. Das Zentrum soll zudem die Transferstrategie der PH Heidelberg zentral umsetzen und als Schnittstelle zwischen der Hochschule und (potenziellen) Partnern in der Region fungieren.

Geleitet wird das Transferzentrum von einem Vorstand, dem der Rektor, der Prorektor für Forschung, Medien und IT und eine Geschäftsführung angehören. Unterstützt wird das Zentrum durch das Projekt "TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH.

"Die bildungswissenschaftlichen Forschungsprojekte unserer Hochschule sind oftmals anwendungsorientiert und beschäftigen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen", erklärt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. "Die daraus entstehenden Konzepte bieten dabei nicht nur einen Mehrwert für den schulischen Bereich, sondern auch für zahlreiche andere Bildungskontexte in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Diese unterschiedlichen Gruppen wollen wir zusammenbringen, um gemeinsam zum Beispiel über Gesundheit am Arbeitsplatz zu diskutieren. Mit dem neuen Transferzentrum schaffen wir den hierfür notwendigen strukturellen Rahmen."

Mit Unterstützung des neuen Zentrums sollen demnach gemeinsam mit regionalen Kooperationspartnern einzelne Transferprojekte nicht nur im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung, sondern beispielsweise auch in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Interkulturelle Bildung oder MINT-Bildung durchgeführt werden. "Das Transferzentrum soll diese Aktivitäten bündeln, um zum einen Redundanzen zu vermeiden und um darüber hinaus neue Kooperationen zwischen Forschenden und externen Partnern zu ermöglichen", so Professor Dr. Christian Spannagel, Prorektor für Forschung, Medien und IT. "Wir verstehen uns überdies als lernende Organisation mit einer Haltung von Offenheit und Veränderungsbereitschaft. Die entsprechenden Transferprojekte sollen demnach evaluiert und stetig verbessert werden. Das kommt wiederum zukünftigen Projekten zu Gute."

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Das Transferzentrum soll die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem dabei unterstützen, ihre forschungsbasierten Bildungsinnovationen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu nutzen bzw. nutzbar zu machen. Denkbar sind hier zum Beispiel die Gründung eigener Vereine oder Start-ups zur Vermarktung bildungswissenschaftlicher Innovationen oder die Verwertung der Forschungsergebnisse in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen. "Hierzu wird es kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in unserer Hochschule geben. Wir planen zudem die Einrichtung eines Design-Thinking-Raums, der von Akteuren aus der Hochschule und der Region genutzt werden kann. Er soll den gemeinsamen Austausch anregen, kreative Denkanstöße befördern, um schließlich innovative Ideen entwickeln zu können", verdeutlicht Spannagel.

Ein weiterer Schwerpunkt des Transferzentrums wird der Arbeitsbereich Offene Hochschule sein: "Wir wollen den Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar die wissenschaftliche Arbeit unserer Hochschule näherbringen und mit ihnen in den Dialog treten. Die Region erhält damit Einblicke in gesellschaftsrelevante und anwendungsorientierte Forschungsvorhaben und unsere Hochschule neue Impulse bzw. Perspektiven für ihre wissenschaftliche Arbeit", so der Prorektor. Das Transferzentrum wird hierzu entsprechende Beratungsangebote etablieren und eigene Veranstaltungen wie zum Beispiel Science Slams organisieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transferzentrum.

velo

Neue Technologien sinnvoll einsetzen

Digitalisierung in Lehre, Forschung und Verwaltung gestalten

"Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft in erheblichem Maße", dessen ist sich Professor Dr. Christian Spannagel, Prorektor für Forschung, Medien und IT der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, sicher. Dies hat insbesondere Auswirkungen auf den Bildungsbereich: Angehende Bildungsexpertinnen und -experten müssen die Möglichkeiten und Grenzen von Digitalisierung einschätzen und produktiv für eigene Bildungsszenarien nutzen können. Laut aktuellen Studien werden neue Technologien von deutschen Lehrkräften zwar grundsätzlich begrüßt, für ihren pädagogisch sinnvollen Einsatz fehlt es ihnen jedoch insbesondere an Kompetenzen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dies will die Pädagogische Hochschule Heidelberg ändern und hat es sich daher zum Ziel gesetzt, (angehende) Fachkräfte im Bildungsbereich dazu zu befähigen, das pädagogische und didaktische Potenzial des digitalen Wandels sinnvoll und reflektiert zu nutzen.

"Lehrkräften kommt die besondere Aufgabe zu, junge Menschen beim Erwerb von wichtigen Kompetenzen für den Umgang mit digitalen Technologien zu begleiten. Und es ist unsere Aufgabe, sie kompetent im Umgang mit sowie in der Beurteilung von digitalen Bildungsmedien zu machen", sagt Spannagel. Hierzu erarbeitet die Hochschule zurzeit eine übergeordnete Strategie für eine Hochschullehre in einer von Digitalisierung geprägten Welt. Als eine von sechs deutschen Hochschulen wurde sie dabei vom Hochschulforum Digitalisierung beraten: "Diese Peer-2-Peer Beratung hat uns wichtige Impulse für die Formulierung von Maßnahmen im Bereich der Implementierung digitaler Technologien insbesondere in der Lehre sowie der Fort- und Weiterbildung gegeben", meint Spannagel.

In einem weiteren Schritt hat der Senat der Hochschule im Juli 2018 die Arbeitsgruppe "Bildung und Digitalisierung" eingerichtet, die zum einen den hochschulweiten Prozess der Strategieerstellung gestaltet und zum anderen über die Weiterentwicklung der Infrastruktur im IT- und Medienbereich beraten soll. Die Arbeitsgruppe ist interdisziplinär aufgestellt, damit das Vorhaben sowohl in Forschung, Lehre und Weiterbildung als auch in der Verwaltung nachhaltig wirken kann. "Gemeinsam wollen wir zunächst ein Bild dessen entwerfen, was Bildung im Zeitalter der Digitalisierung bedeutet. Dabei soll es nicht um eine 'Digitalisierung als Selbstzweck' gehen, sondern vielmehr um Digitalisierung, die auf dem Hintergrund bildungswissenschaftlicher Expertise reflektiert wird", so der Prorektor. Dabei soll unter anderem auch die bildungswissenschaftliche Forschung an der Hochschule im Hinblick auf Digitalisierung weiterentwickelt werden. "Nicht nur die Beforschung von Digitalisierung im Bildungsbereich ist dabei ein wichtiger Aspekt an unserer Hochschule, sondern auch die Unterstützung von Forschungsvorhaben mit Hilfe digitaler Werkzeuge", sagt Spannagel.

Die erste Version der Digitalisierungsstrategie soll bis Ende 2018 vorliegen. Ganz im Sinne des Wandels wird die Strategie laut Spannagel in den kommenden Jahren stetig weiterentwickelt und angepasst werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/digitalisierung.

velo

Beratungstage nicht nur für Erstsemester

Im Oktober gestaltet die Pädagogische Hochschule Heidelberg ihre Beratungstage.

Die Beratungstage zum Start in das Wintersemester 2018/2019 finden vom 8. bis 12. Oktober in verschiedenen Räumen des Alt- und Neubaus statt. Die Tage werden gemeinsam von Studierenden, Lehrenden, Fachschaften und der Verwaltung organisiert.

Studienanfängerinnen und -anfänger der Bachelor-Studiengänge erhalten Informationen zum Studienbeginn, zur Struktur der Studiengänge und zu den obligatorischen Studienbereichen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Fachberatungen aufzusuchen und zentrale Einrichtungen - wie das Medienzentrum, die Bibliothek oder das Akademische Auslandsamt - kennenzulernen.

Für Bachelor-Studierende der lehramtsbezogenen Studiengänge im höheren Semester informieren die Fächer über die Studieninhalte der Vertiefungs- und Abschlussmodule sowie über das Staatsexamen. In der Bibliothek haben die  Studierenden die Möglichkeit, das Literaturverwaltungsprogramm „Citavi“ auszuprobieren.

Diejenigen, die ihr Master-Studium neu an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beginnen, erhalten alle relevanten Informationen zum erfolgreichen Start in das Master-Studium. Weiter sind Fachberatungen sowie Schulungen der Bibliothek im Angebot.

Studiengangübergreifend stellt sich das Zentrale Prüfungsamt für alle Studierenden vor und erteilt wichtige Informationen zu den Prüfungen; Studierende der lehramtsbezogenen Master-Studiengänge können sich zusätzlich über die Modalitäten zur Anmeldung der Master-Arbeit informieren.
Alle detaillierten Programme finden Sie unter: www.ph-heidelberg.de/beta.

Bei Fragen rund um das Studium an der PH Heidelberg helfen Ihnen gerne unsere Info- und Beratungsstellen weiter.

Der Vorlesungsbetrieb beginnt für alle Studierenden am Montag, 15. Oktober 2018; Vorlesungsende ist am 1. Februar 2019. Weitere Termine und Fristen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studium.

Katja Melzer / velo

Kompakttage zum Master of Education

Informationen zum neuen Studiengang 'Master of Education' Sekundarstufe I/Gymnasium am 9. und 10. Oktober

Zum Wintersemester 2018/19 beginnt der gemeinsam mit der Universität Heidelberg verantwortete Master of Education mit den beiden Profillinien Lehramt Sekundarstufe I und Lehramt Gymnasium. Die Heidelberg School of Education (HSE) möchte deshalb im Rahmen zweier Kompakttage die neuen Studienanfänger/innen begrüßen, sie über den Studiengang informieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich in verschiedenen fachübergreifenden Workshops auf das Studium des Master of Education beider Profillinien einzustimmen. Am Abend des 9. Oktober findet eine Podiumsdiskussion zur „Zukunft der Lehrerbildung“ statt. Als Teil der Beratungstage der Pädagogischen Hochschule wird am 10. Oktober über die inhaltlichen Aspekte der Profillinie Lehramt Sekundarstufe I sowie die Masterarbeit informiert.

Das ausführliche Programm finden Sie unter diesem Link; Ansprechpartner bei Fragen ist Stefan Wender.

Wann: 09. und 10. Oktober 2018, Beginn um 10 Uhr

Wo: Altbau Pädagogische Hochschule, Neue Universität, Altstadt (siehe das Programm für detaillierte Raumangaben)

red

Neues Studierendenparlament gewählt

Wahlbeteiligung etwas höher als im Vorjahr

Ende Juni 2018 waren die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erneut aufgefordert, ihrer Vertreterinnen und Vertreter im Studierendenparlament, im Senat sowie in den Fakultätsräten zu wählen. Die endgültigen Wahlergebnisse liegen nun vor.

An der Wahl des Studierendenparlaments beteiligten sich 18,76 Prozent der rund 4.000 wahlberechtigten Studierenden; die Wahlbeteiligung liegt damit etwa 3 Prozent höher als im Vorjahr. Ab Oktober 2018 können somit 15 Studierendenparlamentsmitglieder ihr Mandat wahrnehmen. Hinzu kommen sechs studentische Senatsmitglieder, die mit einer Wahlbeteiligung von rund 17,5 Prozent gewählt wurden. Auch die Sitze in den Fakultätsräten konnten vollständig besetzt werden.

In zwei Urabstimmungen haben die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zudem eine Kooperation mit Nextbike angenommen sowie das landesweite Semesterticket abgelehnt.

Weitere Informationen über die Wahl des Studierendenparlements finden Sie unter www.stupa.ph-heidelberg.net. Informationen über die studentischen Vertreter im Senat bzw. den Fakultätsräten finden Sie im Anhang.

Dateien:
Senat und Fakultätsräte: Bekanntmachung des endgütligen Wahlergebnisses (aktualisiert am 3. August 2018)(PDF, 138 Ki)

velo

Kinder stark machen

Wissenschaftler evaluieren neue Förderprogramme für SchülerInnen

Um baden-württembergische Schülerinnen und Schüler im Lesen und Rechnen zu stärken, startet das Kultusministerium ab dem aktuellen Schuljahr an insgesamt 64 Schulen mit rund 3.400 Schülerinnen und Schülern das Förderprogramm "Lesen macht stark" und "Mathe macht stark". Verantwortlich für die wissenschaftliche Evaluation der Förderprogramme ist unter anderem Professor Dr. Tobias Dörfler von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Gemeinsam mit Kollegen aus Tübingen und Zürich wird Dörfler die Schülerinnen und Schüler im Längsschnitt testen, um fundierte Aussagen zur Leistungssteigerung und damit zur Wirksamkeit des Programms treffen zu können.

"Die Basiskompetenzen im Lesen und Rechnen müssen sitzen, denn sie sind der Schlüssel zu Bildungserfolg und Teilhabe", sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann. Lesen und Rechnen effektiv und nachhaltig zu vermitteln, sei angesichts der Befunde der jüngsten Schulleistungsstudien die zentrale Herausforderung. "Die beiden Förderprogramme richten den Fokus auf das Kerngeschäft von Schule: den qualitätsvollen Unterricht. Diagnose und Förderung müssen passgenau aufeinander abgestimmt sein. Dies wird unterstützt durch die Schüler- und Lehrmaterialien des Programms", so Eisenmann. Die Materialien können laut des Kultusministeriums sowohl unmittelbar während des Unterrichts als auch ergänzend zum Unterricht eingesetzt werden. Von den Strategien und Materialien profitierten auch die Lehrkräfte, weil sie bei einer gezielten und effektiven Unterrichtsgestaltung unterstützt werden.

Die beteiligten Haupt-/Werkreal-, Gemeinschafts- und Realschulen beginnen im Schuljahr 2018/2019 in der fünften Klassenstufe, weitere Ausbauschritte bis einschließlich Klasse sieben folgen bis zum Schuljahr 2021/2022. Das so auf drei Schuljahre angelegte Förderprogramm wird dabei durchgehend wissenschaftlich evaluiert. Hierfür verantwortlich sind Professor Dr. Benjamin Nagengast (Universität Tübingen), Professor Dr. Tobias Dörfler (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Dr. Andreas Schulz (Pädagogische Hochschule Zürich). Das wissenschaftliche Konsortium wird zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 sowie jeweils am Ende der kommenden drei Schuljahre die Schülerinnen und Schüler testen, um fundierte Aussagen zur Leistungssteigerung und damit zur Wirksamkeit des Programms treffen zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.baden-wuerttemberg.de.

velo

PH-Forschungsgelder beantragen!

Bereitgestellt werden Mittel zur Durchführung von Forschungsvorhaben

Die bildungswissenschaftliche Forschung ist eine Kernaufgabe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit aktuellen Fragen zu Bildung, zu Lern- und Lehrprozessen und zur Professionalisierung von Lehrpersonen. Dabei ergänzen sich sowohl die unterschiedlichen Perspektiven der allgemeinen Bildungswissenschaften, der Fachdidaktiken und der Sonderpädagogik als auch verschiedene forschungsmethodische Zugänge. Die Forschungsvorhaben lassen sich ferner im Spektrum zwischen grundlegender Forschung und der Entwicklung von Bildungsinnovationen verorten.

Zur Durchführung dieser Forschungsvorhaben stellt die Hochschule auch 2019 wieder Sach- und Hilfskraftmittel für die interne Forschungsförderung bereit; pro Vorhaben kann ein Antrag auf maximal 10.000 Euro über die gesamte Projektlaufzeit gestellt werden. Die Anträge müssen bis zum 1. November 2018 über die Fakultätsvorstände bei dem Prorektorat für Forschung, Medien und IT eingereicht werden. Eine Förderung kann ab dem 1. April 2019 erfolgen. Die Verfahrensregeln für Anträge auf Forschungsförderung sind zu beachten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/forschung.

velo

Mehr Nachwuchs fördern!

Die Graduate School steht nun weiteren Statusgruppen offen

Die Graduate School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg schafft seit ihrer Gründung vor vier Jahren an der Heidelberger Hochschule ideale Bedingungen für hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen bzw. -wissenschaftler und bereitet sie optimal auf eine Karriere in der Wissenschaft vor. Konnten bislang ausschließlich Doktorandinnen und Doktoranden Mitglied in dem überfachlichen Qualifizierungsprogramm werden, können nun auch Habilitierende, JuniorprofessorInnen und PostDocs von den Angeboten profitieren.

"Mit der Erweiterung der Mitgliedschaft unterstützen wir nun die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in der ganzen Breite", erklärt Dr. Nicole Flindt, Leiterin der Graduate School. So setzt das Angebot der Einrichtung bereits bei promotionsinteressierten Studierenden an, die sich beraten lassen können, ob eine wissenschaftliche Laufbahn für sie überhaupt in Frage kommt. Fällt die Entscheidung für die Promotion, ergänzt die Einrichtung die exzellente Betreuung durch die Doktormütter bzw. -väter durch Zusatzangebote, die sowohl ideell, finanziell als auch praktischer Natur sein können.
Diese Angebote stehen ab sofort auch Habilitandinnen und Habilitanden, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sowie PostDocs, die sich aktiv in der Phase der wissenschaftlichen Weiterqualifikation befinden, offen. "Wer Mitglied in der Graduate School wird, profitiert von zahlreichen Förder- und Unterstützungsangeboten wie beispielsweise speziellen Ausschreibungen zur Förderung einer aktiven Teilnahme an Tagungen oder einem Coaching-Programm", sagt Flindt. Darüber hinaus wird es laut der Leiterin der Graduate School auch spezielle PostDoc-Ausschreibungen geben, in deren Rahmen weitere Mittel beantragt werden können.

Für die Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos. Von den PostDocs wird jedoch erwartet, dass sie ihre Expertise in die Weiterentwicklung der Graduate School einbringen. Dies kann laut Flindt zum Beispiel in Form eines Workshops geschehen oder durch die Bereitschaft, sich als Mentorin bzw. Mentor für Promovierende zur Verfügung zu stellen: "Die PostDocs erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre eigene Beratungskompetenz zu erweitern und die eigene Lehre zu reflektieren. Beides dient letztlich ihrer eigenen akademischen Reputation, bringen einschlägige Qualifikationen in der Hochschullehre und in der modernen Lehrplanung doch wichtige Bewerbungsvorteil in Berufungsverfahren mit sich."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gs.

velo

Workshops der Graduate School

Angebote zu Statistik, Forschungsmethoden, Videographie und schulisches Lernen

Die Graduate School der PH Heidelberg bietet im kommenden Wintersemester wieder eine Vielzahl an empfehlenswerten Workshops an, wie die unten stehende Übersicht zeigt.  Die Anmeldung erfolgt in der Regel über das Anmeldeformular auf der Graduate School Homepage (https://www.ph-heidelberg.de/gs/aktuelle-workshops.html) und ist an einen bestimmten Anmeldezeitraum gebunden.

Bitte beachten Sie, dass sich diese Angebote in erster Linie an Mitglieder der Graduate School richten. Nicht-Mitglieder und Masterstudierende der PH Heidelberg haben die Möglichkeit, bei noch vorhandenen freien Plätzen teilzunehmen.

Hier geht es zu den Angeboten!

1. Einführung in die deskriptive und Inferenzstatistik
Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer 900IfE.
Wer: Machunsky, Maya, Institut für Erziehungswissenschaft
Wo: H009 Hörsaalgebäude im Neuenheimer Feld
Wann: WiSe 18/19, wöchentlich, Montag, von 14:00 bis 16:00 Uhr

2. DoktorandInnenseminar mit Schwerpunkt Forschungsmethoden

Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer 902IfE.
Wer: Machunsky, Maya, Institut für Erziehungswissenschaft
Wo: Altbau, Keplerstraße 87, 224 (2. OG)
Wann: WiSe 18/19, donnerstags, 14 täglich ab 18. Oktober 2018, von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

3. Datenanalyse mit SPSS und G*Power
Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer 901IfE.
Wer: Machunsky, Maya, Institut für Erziehungswissenschaft
Wo: Altbau, Keplerstraße 87, -108 PC (PC Raum)
Wann: WiSe 18/19, wöchentlich, Montag, von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

4. Videographie-Workshop
Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung läuft direkt über den Dozenten
Wer: Baur, Armin, Institut für Biologie
Wo: bitte kontaktiert Herrn Baur direkt über baur@remove-this.ph-heidelberg.de
Wann: WiSe 18/19, Donnerstag den 04. Oktober 2018

5. Einblicke in das Lernen an der Schule der Zukunft
Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer GS02.
Wer: Zylka, Johannes
Wo: voraussichtlich Zeppelinstraße 3, Raum 006
Wann: WiSe 18/19, Mittwoch den 24. Oktober 2018, von 09:00 Uhr bis 17:15 Uhr

6. Heldenreise. Awakening the Hero within
Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer GS04.
Wer: Ittner, Frieder
Wo: voraussichtlich Altbau, Keplerstraße 87, Raum 112, das grüne Zimmer (1.OG)
Wann: WiSe 18/19, Freitag den 23. November 2018, von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr und Samstag den 24. November 2018, von 09:30 Uhr bis 17:45 Uhr

7. Design Thinking

Informationen zur Veranstaltung findet Ihr auch in LSF unter der Veranstaltungsnummer GS03.
Wer: Sparwald, Hannu, Heidelberg Startup Partners
Wo: voraussichtlich Altbau, Keplerstraße 87, Raum 112, das grüne Zimmer (1.OG)
Wann: WiSe 18/19, Dienstag den 04. Dezember 2018 von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Für Rückfragen stehen wir Euch unter graduateschool@remove-this.ph-heidelberg.de jederzeit gerne zur
Verfügung.

Graduate School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Protokolle aus den Senatssitzungen

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Tag der Meere

Studentische Präsentationen des Instituts für Naturwissenschaften, Geographie und Technik am 27. Juli

Naturschutzgebiet auf Fajal/ Atlantik (Foto: Jäkel)

Bei dem Wetter hätte man sich nichts lieber gewünscht, als selbst wieder am Meer zu sein. Um den Zustand der Meere unseres Planeten und unseren persönlichen Beitrag zu seiner Pflege ging es bei studentischen Präsentationen zum Semesterabschluss aus verschiedenen Fächern des Instituts für Naturwissenschaften, Geographie und Technik im Foyer des Sanierungsgebäudes und auf dem Außengelände.

Die Lernstationen der Physik gaben nicht nur Einblick in effektive Konstruktionen zur Nutzung von Wasserkraft, sondern waren auch ein gutes Angebot zur persönlichen Abkühlung. Einen Teil des verwendeten Wassers wurde genutzt, um Pflanzen auf dem Gelände vor dem Vertrocknungstod zu bewahren. Da es bei Bildung für nachhaltige Entwicklung, dem Rahmenthema dieser Veranstaltung, auch um soziale Dimensionen und gesellschaftliche Teilhabe geht, thematisierten die Präsentationen sprachsensiblen naturwissenschaftlichen Fachunterricht. Sie überzeugten durch praxisnahe Lernangebote und durchdachte Präsentationen. Insgesamt wurde an den vielen Lernstationen Medienkompetenz unter Beweis gestellt: eine Absolventin des Medientutorenkurses gestaltete mit dem Whiteboard interaktive Module zum Küstenschutz an der Nordsee, andere Studierende boten Hintergrundinformationen über die Biodiversität des Weltkulturerbes Wattenmeer mit QR-Codes oder Fotos der Studienfahrten mit Tablets. Didaktisch wichtig ist jedoch die Kombination verschiedener Medien, von Theorie mit konkreten Handlungsangeboten: Thematisiert wurden das Vermeiden von Mikroplastik, vernünftige Siegel beim Einkauf, das Verhalten vor Ort mit Respekt vor ausgewiesenen Schutzzonen, um das Brutgeschäft der Vögel nicht zu stören. Digitale Bilder, trockene Worte oder Hochglanzdrucke fördern weniger die Kompetenzen zum vernünftigen Gestalten von Mensch-Umweltbeziehungen als eigenes Erleben und Reflektieren.

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Begleitforschungen in diesem Semester haben gezeigt, dass Studienfahrten hocheffektive Lernformen für die Entwicklung der verschiedenen Faktoren von PCK sind (PCK = Pedagogical Content Knowledge) und dass BNE einen eigenen Faktor repräsentiert, der spezielle Befähigungen und Übungen in der Lehrerbildung erfordert.
Kompetente Unterstützung des Tags der Meere erhielten die Beteiligten durch Dr. Annette Scheffer vom MSC London, durch die Vereinigung der Freunde der PH Heidelberg e.V. (sie unterstützt Studierende finanziell bei Studienfahrten) sowie über reges Interesse der Hochschulleitung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studienfahrten berichteten am Tag der Meere von ökologischen Untersuchungen am Mittelmeer (Zypern), Tierbeobachtungen in der Ostsee, ökologischen Erkundungen an der Nordsee und auf dem Watt sowie im Atlantik. Über weitere Studienfahrten, wie die biologische Erkundung im September 2018 auf den Azoren wird in einem der nächsten Newsletter berichtet. Das Weltmeer verdient unseren Aufmerksamkeit und unseren Schutz.

Lissy Jäkel

Entdecken, was uns verbindet

Ökogarten aktiv dabei beim Tag des offenen Denkmals Heidelberg

Fruchtender Krapp - zum Färben werden aber die dreijährigen Wurzeln genutzt (Foto: Jäkel)

Das Schwerpunktthema des Tages des offenen Denkmals am 9. September in Heidelberg, in diesem Jahr zum 25. Mal begangen, lautete „Entdecken, was uns verbindet“.
Der Klausenpfad verbindet Handschuhsheim und seine spannende Geschichte mit dem Ökogarten der Hochschule. Nachdem Herr Gund, ehemaliger Rektor der Schule IGH Heidelberg, eine gehaltvolle historische Führung durch die Tiefburg Handschuhsheim angeboten hatte, wurde der Ökogarten für Besucherinnen und Besucher zu einem spannenden Ort regionaler Geschichte und Kultur. Die Besucher informierten sich u.a. über den Mönchspfeffer, die „Jungfer im Grünen“ oder den Krapp. Bekanntlich begründete u.a. die Krappproduktion die Industrialisierung der Region zwischen Handschuhsheim und Ladenburg. Heute kennt kaum noch ein Bürger oder eine Bürgerin diese wertvolle Färbepflanze. Die Erhaltung von Kulturtechniken der Naturnutzung gehört mit zu den Schwerpunkten der Arbeit im Ökogarten - und damit passt er sehr gut ins Profil des Denkmals. Im Semester werden für Studierende Seminare zu Färbepflanzen angeboten. Krapp färbt rot, heißt daher auch Färberröte und ist u.a. mit Waldmeister und Kaffee verwandt.

Denkmale können Kultur- oder Naturdenkmale sein. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine wesentliche Bedingung der Sicherung zukünftiger Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Der Ökogarten als UNESCO-Projekt der Erhaltung der Biodiversität leistet hier wesentliche Beiträge zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitäts-Strategie.

Zu den Kulturtechniken der Naturnutzung gehören auch die Streuobstwiesen. Champagner Renette, Gewürzluiken oder Danziger Kant sind Apfelsorten unserer Streuobstwiese, die man aus dem Supermarkt nicht kennt und die in Geschmack und Gehalt sekundärer Pflanzenstoffe punkten. Am Tag des offenen Denkmals wurde Apfelsaft gepresst und verkostet, ebenso wie Minztee. Diese Minze wiederum verbindet mitteleuropäische mit arabischer Kultur. Und hier kommen noch einmal die Klausen ins Gespräch. Diese sind ja nicht nur historische Orte; die Früchte der Lippenblütler werden ebenfalls „Klausen“ genannt, das lernen Biologiestudierende im ersten Semester. Zu den Lippenblütlern gehören neben der Minze so bekannte Pflanzen wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Melisse oder eben Minze und Mönchspfeffer.
Das Motto „Entdecken, was uns verbindet“ zeigte sich auch darin, dass die heutigen Schülerinnen und Schüler der IGH den Ökogarten regelmäßig als Lernort nutzen und dabei auch viel über regionale Geschichte erfahren. So kreuzte die alte Römerstraße nach Lopodunum (heute Ladenburg) vor etwa 2000 Jahren das Gelände des Ökogartens.
Die Besucher am Tag des offenen Denkmals kamen nicht nur aus dem Campus Heidelberg, sondern auch aus Mannheim und der Region. Im kommenden Semester steht das Gelände wie gewohnt für interessierte Studierende, Hochschullehrerinnen oder Schulklassen bereit.

Lissy Jäkel

Starker Bahn·fahrer in Heidelberg

Dominik Pfeifer ist Student in Heidelberg.
Er macht viele verschiedene Sachen:
• Kraft·training.
• Straßen·bahn fahren
• Instagram.
Einfach Heidelberg hat mit Dominik gesprochen.

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Einfach-Heidelberg.de

Bildung gewinnt!

Hochschule gibt Band in Gedenken an Rektorin Wellensiek heraus

Vor rund drei Jahren verstarb die damalige Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Professorin Dr. Anneliese Wellensiek; am heutigen 3. August 2018 wäre sie 60 Jahre alt geworden. Unter dem programmatischen Titel "Bildung gewinnt!" hat die Hochschule nun eine Gedenkschrift an Annelie Wellensiek herausgegeben: Die im Mattes-Verlag Heidelberg gestaltete Publikation vereint gleichermaßen Weggefährten aus Wissenschaft, Hochschule und anderen Bildungseinrichtungen sowie dem sozialen Umfeld. Texte und Erinnerungen aus diesen Lebensbereichen würdigen das Wirken der Verstorbenen, wobei stets Wellensieks verbindliche, respektvolle Art aufscheint, lösungsorientiert und tatkräftig zu handeln und auf Augenhöhe zu kommunizieren.

"Die Gedenkschrift hat eine dialogische Struktur: Ideen Annelie Wellensieks zu bildungswissenschaftlichen, chemiedidaktischen und hochschulpolitischen Themen, im Buch anhand von ihren Texten und Reden publiziert, werden jeweils von Weggefährten aufgegriffen, reflektiert, weitergeführt", erklärt Dr. Birgitta Hohenester-Pongratz, die das Buch gemeinsam mit Florian Kollmann herausgegeben hat. Durch dieses spannungsvolle Wechselspiel wird deutlich, dass Wellensieks Ansätze bis heute fortwirken. So trug die Chemiedidaktikerin beispielsweise maßgeblich dazu bei, dass Inklusion und Wertschätzung von Diversität in allen Bildungsbereichen nicht nur in den Curricula der Hochschule, sondern auch in der Lehrerbildung in Baden-Württemberg verankert wurde. Auch die institutionalisierte Kooperation mit der Universität Heidelberg und die Gründung der Heidelberg School of Education gehen entscheidend auf sie zurück.

Die Publikation "Bildung gewinnt! Annelie Wellensiek zum Gedenken" ist im Mattes-Verlag Heidelberg erschienen. Vorgestellt wurde das Werk am 27. Juli 2018; an der Veranstaltung nahmen neben Dr. Jobst Wellensiek auch Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, das gesamte Rektorat der Hochschule sowie zahlreiche Weggefährten Wellensieks teil.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mattes.de.

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Zur Person
Anneliese Wellensiek wurde am 3. August 1958 in Wiesloch bei Heidelberg geboren und nahm 1977 ihr Studium für das Lehramt an Realschulen mit der Fächerkombination Biologie und Chemie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg auf. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitete sie unter anderem bei den Behringwerken, einem Tochterunternehmen der Hoechst AG in Frankfurt. 1993 promovierte sie an der Universität Heidelberg bei Professor Dr. Micha Brumlik. Anschließend arbeitete Wellensiek mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. 2004 habilitierte sie sich an der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg und war danach dort als Privatdozentin tätig, bis 2006 ihre Ernennung zur Universitätsprofessorin erfolgte. Seit Oktober 2009 war Anneliese Wellensiek Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Sie verstarb am 7. Juni 2015 in Heidelberg.

velo

Expertise in Hörgeschädigtenpädagogik

Dr. Bogner ist neues Mitglied im Vorstand der KIND Hörstiftung

Dr. Barbara Bogner (Institut für Sonderpädagogik) wurde in den wissenschaftlichen Vorstand der KIND-Hörstiftung berufen. Die Behindertenbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bringt dort ihre besondere Expertise im Bereich Hörgeschädigtenpädagogik ein. Gemeinsam sollen gemeinnützige Projekte sowie Wissenschaft und Forschung rund um gutes Hören gefördert sowie das multidisziplinäre Stiftungs-Kolloquium, das stets wichtige Anstöße zu neuen Entwicklungen im Gesundheitswesen gibt, ausgerichtet werden.

Die gemeinnützige Stiftung wurde 1976 von Käthe und Theodor Geers gegründet, die das erste Hörakustik-Fachgeschäft in Deutschland eröffneten; 2017 wurde die bisherige Geers-Stiftung an die Familie Kind übertragen, die die Stiftung seitdem unter dem Namen KIND Hörstiftung fortführt. Unverändert ist das Stiftungsziel, nämlich Vorhaben zum Wohle von Menschen und insbesondere von Kindern mit Hörbehinderung zu fördern. Die Verbindungen zu dem Institut für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sind eng: Professor Dr. Gottfried Diller, bis zu seinem Ruhestand Professor für Schulpädagogik der Fachrichtungen Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik an der Hochschule, ist seit über 25 Jahren Mitglied in der Stiftung und war von 2012 bis 2017 Vorsitzender des wissenschaftlichen Vorstandes, dessen Ehrenmitglied er nun ist.

„Es freut mich, dass ich die Arbeit von Professor Diller fortführen kann“, so Bogner. Die Sonderpädagogin reizt dabei insbesondere die interdisziplinäre Zusammensetzung des Vorstandes: „Dieser besteht aus Vertretern der Audiologie, der Medizin und eben der Pädagogik und vertritt damit die relevanten Disziplinen, um zum Wohle der Hörbehinderten tätig zu sein.“ Besonders die Pädagogik gilt es dabei laut Professor Dr. Sebastian Hoth, Leiter des Funktionsbereiches Audiologie an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg und Vorsitzender des Vorstandes der KIND Hörstiftung, zu fördern: „Wir müssen das, was Kinder, die ein Cochlea-Implantat erhalten haben, an begleitender Reha brauchen, ernster nehmen und die Präsenz der Pädagogen erhöhen. Da wird uns Dr. Bogner sicherlich sehr nützlich zur Seite stehen.“ Hierzu sagt Bogner: „Gute Technik ist das eine, ihr Einsatz im Alltag und Hören lernen damit das Andere. Hier bringe ich meine Expertise gerne ein. Wir wollen zudem Studien initiieren und hierfür auch entsprechende Forschungsgelder zur Verfügung stellen.“ Die Sonderpädagogin wird ferner die Vergabe des mit 15.000 Euro dotierten Stiftungspreises unterstützen, indem sie den interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fördert und exzellente Forschende zu einer Bewerbung sowohl auf Forschungsgelder als auch den Stiftungspreis ermutigt.

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Zur Person
Barbara Bogner ist Sonderpädagogin und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München das Magister- und Lehramtsstudium absolviert. Nach dem Referendariat arbeitete sie zehn Jahre als Sonderschullehrerin am Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte in Nürnberg. Seit 2002 ist sie Akademische Oberrätin im Fach Hörgeschädigtenpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und promovierte dort zum Thema „Hörqualität in der Schule“. Seit 2007 ist Bogner außerdem Senatsbeauftrage für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.

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Know-how im Bereich "Psychologie bei Gehörlosen und Schwerhörigen"

Dr. Avemarie wurde als Juniorprofessorin nach Heidelberg berufen

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg beruft Dr. Laura Kathrin Avemarie zum 1. September 2018 zur Juniorprofessorin mit Tenure Track für Psychologie bei Gehörlosen und Schwerhörigen. Am Institut für Sonderpädagogik wird Avemarie insbesondere in den Bereichen psychologische Diagnostik, psychosoziale Entwicklung und familienorientierte Beratung bei schwerhörigen und gehörlosen Kindern und Jugendlichen lehren und forschen. Im Förderschwerpunkt Hören wird sie zudem Studierende bei der Erstellung von sonderpädagogischen Gutachten und im Rahmen der schulpraktischen Studien begleiten.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist die einzige Hochschule im deutschsprachigen Raum die Psychologie bei Gehörlosen und Schwerhörigen als eigenständige Professur anbietet. Mit der Berufung von Dr. Avemarie stärkt die Hochschule jedoch nicht nur ihr sonderpädagogisches Profil, sie erhofft sich zusätzlich wichtige Impulse für den Transferbereich. Die Forschungsvorhaben der 30-Jährigen verbinden nämlich die grundlegende Forschung mit der Entwicklung von Bildungsinnovationen: So stellte Avemarie in ihrer Dissertation beispielsweise eine empirische Untersuchung zu Fragen dar, die nicht nur für Kinder mit Sprach- sondern auch mit Hörbehinderung und deren Eltern von hoher praktischer Relevanz sind.

"Inklusions- und sonderpädagogische Kompetenzen fest in allen Studiengängen zu verankern und exzellente sonderpädagogische Forschung zu betreiben, das sind die Ziele der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, die ich gerne unterstützen möchte. Ich freue mich daher darauf, zurück nach Heidelberg zu kommen und hier am Institut für Sonderpädagogik zu forschen und zu lehren", so Avemarie.

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Zur Person
Laura Avemarie studierte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt an Sonderschulen mit den Schwerpunkten Sprache und Hören sowie den Erweiterungsstudiengang sonderpädagogische Frühförderung mit dem Schwerpunkt Hören. Ihre Abschlussarbeit über die Persönlichkeitsentwicklung von hörenden Kindern gehörloser Eltern wurde 2013 mit dem Michael-Raubal-Preis ausgezeichnet. Nach ihrem Studium erforschte Avemarie im Rahmen ihrer Dissertation im Fach Psychologie die sozial-emotionale Entwicklung sprachbehinderter Kinder und war zudem als Sonderpädagogin in Teilzeit an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung tätig. Zwischen 2014 und 2016 war sie Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg sowie von 2015 bis 2016 stellv. Sprecherin der Promovierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Nach ihrer Promotion absolvierte Avemarie den Vorbereitungsdienst zur 2. Staatsprüfung. Dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf eine Juniorprofessur mit Tenure Track folgte Avemarie zum 1. September 2018.

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Zuwanderung mitgestalten!

Professorin Dr. Engin in NRW-Teilhabe- und Integrationsbeirat berufen

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat Professorin Dr. Havva Engin (Institut für Erziehungswissenschaft) in seinen Teilhabe- und Integrationsbeirat berufen. Unter der Leitung von Integrationsminister Joachim Stamp und der Staatssekretärin für Integration Serap Güler soll das Expertengremium die "Integrationsstrategie 2030" des Landes Nordrhein-Westfalen erarbeiten. Ziel ist eine Neujustierung der Einwanderungs- und Integrationspolitik des Landes. Ausgewählt wurde Engin, die bereits die Regierung des Landes Baden-Württemberg in allen wesentlichen Fragen der Integrationspolitik unterstützt und berät, auf Grund ihrer ausgewiesenen persönlichen wie fachlichen Expertise in den Bereichen Migration und Bildungspolitik.

"Aufgabe des Beirates ist es, die Landesregierung über die Chancen und Herausforderungen von Einwanderung und Integration zu beraten, neue Impulse zu setzen und um die besten Ideen zu streiten. Ich wünsche mir, dass wir in diesem Beirat wirklich diskutieren und Probleme von Zuwanderung und Integration ohne Scheuklappen ansprechen", sagt Integrationsminister Stamp.

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen laut Professorin Engin, die in der Türkei geboren und in Deutschland aufgewachsen ist, dass die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungserfahrung in entscheidendem Maße von deren Bildungsintegration abhängt. "Als Vertreter der Wissenschaft gehört es zu unseren Aufgaben, die Landesregierung auf Grundlage solcher Ergebnisse bei der politischen Entscheidungsfindung zu unterstützen, um Menschen mit Einwanderungsgeschichte bestmöglich zu integrieren", so Engin. Sie wird daher auch ihre Expertise in Fragen des kulturellen Gedächtnisses in Einwanderungsgesellschaften sowie der Ausbildung von Erinnerungskulturen in den Teilhabe- und Integrationsbeirat einbringen.

Von ihrer Beiratstätigkeit verspricht sich die Erziehungswissenschaftlerin auch Impulse für ihre eigene Arbeit sowohl im Bereich der Forschung als auch in der Lehre: "Im Beirat werden durch die jeweiligen Mitglieder unterschiedlichste Bereiche vertreten, die ihre Sichtweise auf Migrations- und Integrationsdiskurse einbringen. Viele dieser Themen bergen ein großes Forschungspotenzial und geben uns zudem wertvolle Impulse für die Hochschullehre. Dies gilt insbesondere für die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte, die bei der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine besondere Rolle spielen."

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Zur Person
Havva Engin war nach ihrem Studium an der Technischen Universität Berlin zunächst als Lehrbeauftragte an der Freien Universität und am Pädagogischen Zentrum Berlin tätig. Zwischen 2000 und 2005 arbeitete Engin am Institut für Erziehungswissenschaft (TU Berlin): Aus dieser Tätigkeit ging ihre Promotion über die bildungspolitischen Reaktionen auf Migration in das Land Berlin hervor. Von 2005 bis 2009 hat Engin an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe als Juniorprofessorin für den Bereich "Sprachförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund" geforscht und gearbeitet. 2009 nahm sie den Ruf der Fachhochschule Bielefeld auf eine Professur für Elementarpädagogik an, 2010 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg. Hier lehrt und forscht Engin seitdem im Bereich Interkulturelle Pädagogik und leitet zudem das Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik.

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Professor Dr. Siegwart Rupp verstorben

Quelle: https://www.badische-zeitung.de/st-blasien/auch-in-hohem-alter-noch-offen-fuer-neues--36053379.html (Foto: kbl)

Professor Dr. Siegwart Rupp ist am Samstag, dem 25. August 2018, im Alter von 87 Jahren verstorben.
Professor Rupp war von 1982 bis zu seiner Pensionierung zum Ende des Sommersemesters 1995 als Professor im Fach Kunst tätig.
Er hat die Ausrichtung des Faches Kunst entscheidend mitgeprägt. Ihm war es stets ein Anliegen, seine Erkenntnisse für die Verbesserung des Kunstunterrichts einzusetzen. Professor Dr. Rupps Engagement für die Studierenden war groß. Er förderte deren kunstpädagogische Entwicklung.
Die Beerdigung fand am Dienstag, dem 4. September 2018 in Sulzgries statt.

Die Hochschule wird Professor Rupp ein ehrendes Andenken bewahren.

ILBS Heidelberg

Themenseminare und Workshops
Anmeldungen unter:
http://www.ilbs.de/weiterbildung

Kontaktstudiengang LoB (Grund- und Aufbaukurs)
Systemisch-lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern LoB

(Karl L. Holtz & Marliese Köster)
Das Kontaktstudium "Lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern (LoB)" ist eine berufsbegleitende Weiterbildung und bietet u.a. die Möglichkeit zur Zertifizierung als "systemische Beraterin SG / systemischer Berater SG" nach den Qualifizierungskriterien der Systemischen Gesellschaft (SG).
Beginn Grundkurs 19.-20. Oktober 2018
Beginn Aufbaukurs 26.-27. Oktober 2018

Meine professionelle Identität und ich
Biografische Reflexion des beruflichen Werde- und Wertegangs (Ute Zocher)

16.-17. November 2018
Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die Reflexion der eigenen beruflichen Biografie. Dazu werden theoretische Aspekte der Biografiearbeit vorgestellt und mit praktischen Übungen verknüpft. Auf dieser Grundlage können wichtige Etappen der beruflichen Laufbahn reflektiert, mehr Klarheit über die aktuelle berufliche Situation sowie zukünftige Orientierungen, Handlungsschritte und Ziele gewonnen werden. Der Blick auf persönliche Werte und Deutungsmuster zeigt im Hinblick auf professionelle Herausforderungen wichtige Ressourcen und Entwicklungspotenziale auf.
Der Workshop wendet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Bildungs- und Gesundheitsberufen – die berufliche Vielfalt wirkt bereichernd für die Zielsetzung der Veranstaltung. Entsprechend der Anliegen der Teilnehmenden wird die biografische Arbeit mit systemischen Ansätzen der Beratung und Supervision verbunden.
Zeiten: Fr., 15.00 – 19.00 Uhr und Sa., 9.00 – 17.00 Uhr

Problem-Lösungs-Balance (Gunther Schmidt)
07.-08. Dezember 2018
Der hypnosystemische Ansatz, dessen Begründer Gunther Schmidt ist, fokussiert auf Kompetenzen, Ressourcen und Lösungen. In diesem Seminar stellt er sein Konzept der Problem-Lösungs-Balance vor.
Zeiten: Fr., 14.00 – 20.00 Uhr und Sa., 9.00 – 17.00 Uhr

ILBS Heidelberg

Fortbildung: "Schülerexperimente mit dem Minilabor"

Lehrkräfte lernen die Möglichkeit das Minilabor kennen. Um Anmeldung wird gebeten.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, das Minilabor kennenzulernen. Dabei werden einige Beispiele eigenständig experimentell durchgeführt. Dies beinhaltet Versuche zur Destillation, Extraktion und Reinigung, außerdem werden Gase hergestellt. Das Minilabor besticht durch seine Einfachheit, Sicherheit und geringem Aufwand für den Lehreralltag.

Die Fortbildung findet am Mittwoch, 10. Oktober unter der Leitung von Dr. Jens Mailänder (Abteilung Chemie) statt; die Organisation obliegt der Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Veranstaltungsort ist der Raum B.207 am Standort Im Neuenheimer Feld 561. Bitte beachten Sie, dass selbstständig ein Laborkittel und eine Schutzbrille mitgebracht werden müssen.

Weitere Informationen auch zur Anmeldung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/professional-school.

Workshop: "Bibliolog"

Eine Einführung in die Methode des Bibliologs. Um Anmeldung wird gebeten.

"Bibliolog" ist ein Weg, gemeinsam mit Gemeinden, Gruppen, Jugendlichen oder Schulklassen eine biblische Geschichte zu entdecken. Die Teilnehmenden versetzen sich dabei in die biblischen Gestalten hinein. In diesen Rollen füllen sie die "Zwischenräume" bzw. das "weiße Feuer" der Texte mit ihren Erfahrungen und ihrer Phantasie, indem sie auf Fragen antworten, die in der Bibel offen bleiben. Sie gewinnen dadurch einen lebendigen Zugang zu dem "schwarzen Feuer" der Buchstaben des Textes und entdecken die Bedeutung der Bibel für ihr Leben heute."

Der Workshop findet am Freitag, 12. Oktober unter der Leitung von PD Dr. Uta Schmidt (Abteilung Evangelische Theologie/Religionspädagogik) statt; die Organisation obliegt der Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Veranstaltungsort ist der Raum TW.104 am Standort Im Neuenheimer Feld 517.

Weitere Informationen auch zur Anmeldung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/professional-school.

Akad. Mitarbeiterin/Mitarbeiter im Qualitätsmanagement gesucht!

An der Hochschule ist zum 1. November 2018 die Stelle eines/einer
Akad. Mitarbeiterin/Mitarbeiters für die Stabsstelle Qualitätsmanagement mit dem Schwerpunkt Qualitätssicherung (50%, bis TV-L EG 13)
unbefristet zu besetzen. Eine befristete Erweiterung des Stellenumfangs um weitere 25% (zunächst bis Ende Dezember 2018) ist vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Akad. Mitarbeiter/Mitarbeiterin für das Fach Musik gesucht!

An der Hochschule sind an der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften im Fach Musik am Institut für Kunst, Musik und Medien zum 01.04.2019 unbefristet die folgenden Stellen zu besetzen:

Akademischen Mitarbeiterin / Akademischen Mitarbeiters für den Bereich „Gitarre / E-Gitarre (50%, TV-L12/13)“
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber der künstlerisch ausgerichteten Stelle soll die Lehre im instrumentalen Hauptfach Gitarre und E-Gitarre sowie im Fach Schulpraktisches Gitarrenspiel vertreten.
Die Dienstaufgaben bestehen in der Durchführung von Lehrveranstaltungen (auch Bandcoaching / Tontechnik / Digitale Medien), der Mitwirkung an Prüfungen und Selbstverwaltungsaufgaben im Fach.

Akademischen Mitarbeiterin / Akademischen Mitarbeiters für den Bereich „Bigband / Instrumentalunterricht (50%, TV-L12/13)“
Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber der künstlerisch ausgerichteten Stelle soll die Lehre in einem instrumentalen Hauptfach vertreten und die Leitung der Bigband übernehmen.
Die Dienstaufgaben bestehen in der Durchführung von Lehrveranstaltungen (auch Bandcoaching / Tontechnik / Digitale Medien), der Mitwirkung an Prüfungen und Selbstverwaltungsaufgaben im Fach.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Verwaltungsstelle im Fach Mathematik

Am Institut für Mathematik und Informatik (Fach Mathematik) der Hochschule ist zum 1. Februar 2019 die Stelle eines/einer
Beschäftigten in der Verwaltung (50%, TV-L EG 5)

unbefristet zu besetzen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Stelle im Praktikumsamt

An der Hochschule ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/s
Beschäftigten im Praktikumsamt (50%, EG 5 TV-L)

zu besetzen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Assistent/in beim Jungen Theater Heidelberg gesucht!

Das Junge Theater Heidelberg sucht für den Club Jugend III (ab 16 Jahren) noch eine/n engagierte/n Assistenten/in.
Über den Verlauf der Spielzeit werden regelmäßige Proben stattfinden, die gemeinsam mit der Leitung geplant und durchgeführt werden und im Juli 2019 zur Aufführung kommen.
Das Projekt wird mit inklusivem Ansatz, mit Menschen mit und ohne Behinderung durchgeführt. Vorerfahrungen im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung wären schön, sind aber keine Voraussetzung.
Die Proben für den Spielclub werden wöchentlich (außer an Feiertagen, Ferien) am Donnerstag, in der Zeit von 18.00 – 20.30 stattfinden.
Bei Interesse bitte eine Mail mit kurzer Beschreibung zur Person, Vorerfahrungen im Bereich Theater / Arbeit mit Menschen mit Behinderung an markus.strobl@remove-this.heidelberg.de

Markus Strobl
Theaterpädagoge Junges Theater

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Goldener Zugvogel

Studierende können das Engagement der Lehrenden würdigen

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg vergibt im Jahr 2018 erneut den "Goldenen Zugvogel": Mit dem Preis wird eine Dozentin oder ein Dozent geehrt, die bzw. der sich um die Betreuung von Studierenden im Auslandsstudium oder im Auslandspraktikum verdient gemacht hat. Der Preis ist nicht dotiert, soll aber als deutliches Zeichen der Wertschätzung derjenigen Lehrenden verstanden werden, die international mobile Studierende vorbildlich fördern und unterstützen. Der "Goldene Zugvogel" stellt zudem die Bedeutung von Auslandsaufenthalten innerhalb des Studiums heraus und soll Studierende zudem ermutigen, selbst ins Ausland zu gehen.

Die Nominierung erfolgt auf Vorschlag von Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg; jede Studentin und jeder Student kann dabei nur eine Lehrende bzw. einen Lehrenden nominieren. Vorschläge können ab sofort und bis zum 30. September 2018 an Henrike Schön, Leiterin des Akademischen Auslandsamts/Interkulturelles Forum, gerichtet werden.

Weitere Informationen sowie ausführliche Hinweise zur Einreichung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/zugvogel.

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Campus Heidelberg

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum August-Newsletter:

"Goldener Zugvogel"

Jahrestagung am 4. & 5.10.: Arbeitskreis Fernerkundung der Deutschen Gesellschaft für Geographie

Als Keynote-Speaker konnte u.a. Dr. Geßner (DLR) gewonnen werden. Um Anmeldung wird gebeten.

Seit einigen Jahren ist der Begriff "Nachhaltigkeit" zum Schlagwort in vielen wissenschaftlichen Disziplinen geworden. Im Jahr 2015 hat die UN, im Rahmen der Agenda 2030, dazu insgesamt 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung definiert. Die räumliche Bewertung vieler dieser "Sustainable Development Goals", wie z.B. "Life on Land", "End Hunger" oder "Climate Action", weisen enge Bezüge zu aktuellen Fragen der angewandten Fernerkundung auf.

Die fortwährende Weiterentwicklung der Erdbeobachtung, u.a. durch Big Data, Datenfusion oder Zeitreihenauswertung sowie die Bereitstellung zum Teil kostenfreier und räumlich hochaufgelöster Daten, ermöglichen neue Anwendungen und Services für einen breiten Anwenderkreis. Von der Erfassung der Ist-Zustände über Veränderungsanalysen bis hin zu Monitoring oder Szenarienmodellierung deckt die angewandte Fernerkundung dabei umfassende räumliche und zeitliche Maßstäbe ab, die wichtige Entscheidungsgrundlagen für zukünftige, nachhaltige Entwicklungen sein können.

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung des AK Fernerkundung, die von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgerichtet wird, sollen die Möglichkeiten und Perspektiven, aber auch Grenzen des Einsatzes von Fernerkundung für Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung diskutieret werden.

Weitere Informationen finden Sie unter arbeitskreis-fernerkundung.de.

Tag der Mathematik

Die Veranstaltung mit SchülerInnen findet am 10. Oktober statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Universität Heidelberg laden Lehrkräfte mit ihren Unter- und Mittelstufenschülerinnen und -schülern ein, am Mittwoch, 10. Oktober 2018 die Faszination der Mathematik in Vorträgen, Spielen und Wettbewerben zu erleben. Ihre Ansprechpartner an der PH Heidelberg ist Professor Dr. Markus Vogel (Institut für Mathematik und Informatik).

Weitere Informationen finden Sie rechtzeitig hier und unter www.mathinf.uni-heidelberg.de/tagdermathematik.

Netzwerkveranstaltung: "Chancen und Herausforderungen bei der Beschäftigung und Ausbildung von Geflüchteten"

Eine Veranstaltung für kleine und mittelständische Unternehmen der Region.

Die Stadt Heidelberg und das Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region laden am Mittwoch, 10. Oktober 2018 kleine und mittelständische Unternehmen der Region zur Netzwerkveranstaltung "Chancen und Herausforderungen bei der Beschäftigung und Ausbildung von Geflüchteten" ein. Die Veranstaltung findet um 18.00 Uhr im Rathaus statt (Neuer Sitzungssaal, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg). Angesprochen sind alle, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr Unternehmen suchen, noch einen offenen Ausbildungsplatz haben und sich vorstellen können, einen neuzugewanderten Menschen zu beschäftigen.

Im offiziellen Teil des Programms werden die Teilnehmenden in kurzen Vorträgen über Best Practices der betrieblichen Integration von Geflüchteten und über Unterstützungsmöglichkeiten durch die Agentur für Arbeit informiert. Dabei werden die Chancen und Herausforderungen sowohl aus Sicht der Unternehmen als auch der Geflüchteten angesprochen. Durch die Veranstaltung führt Mareike Bahn, Geschäftsführerin des Reallabor Asyl Heidelberg.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Kammern, der Bundesagentur für Arbeit sowie verschiedenen (Bildungs-)Initiativen an Thementischen auszutauschen und Unterstützungsmaßnahmen für Unternehmen im Bereich der Integration von Geflüchteten kennenzulernen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.reallabor-asyl.de.

Jubiläumsfeier: 40 Jahre Freunde der PH Heidelberg

Die Feier findet am 12. Oktober statt.

Der Freundeskreis unterstützt die kulturellen und sozialen Belange der Hochschule und ihrer Studierenden, fördert die wissenschaftlichen Aufgaben der Hochschule und setzt sich für die Intensivierung der Verbindung zwischen Hochschule und Öffentlichkeit ein. Die Freunde veranstalten außerdem Vorträge, Lesungen, Konzerte, Exkursionen und tragen somit zum geselligen Leben der Hochschule bei. Am Freitag, 12. Oktober 2018 feiert der Freundeskreis seinen 40. Geburtstag. Weitere Informationen zu der Feier folgen rechtzeitig.

Weitere Informationen zum Freundeskreis finden Sie bereits jetzt unter www.ph-heidelberg.de/freundeskreis.

Konzert: Dichterliebe und Liederkreis Op. 39

Das Konzert findet am Dienstag, 16. Oktober 2018 statt.

Der Zyklus von Robert Schumann "Liederkreis Op. 39" wird am Dienstag, 16. Oktober 2018 in der Aula der Pädagogischen Hochschule Heidelberg aufgeführt (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg). Auf der Bühne stehen Hans-Josef Overmann (Bariton) und Florian Stricker (Klavier). Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr; der Eintritt ist frei.

Hochschulinterne Informationsveranstaltung

Am 17. Oktober findet eine hochschulinterne Informationsveranstaltung des Rektorats statt.

Zum Semesterbeginn lädt der Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Professor Dr. Hans-Werner Huneke, die Lehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule zu einer internen Informationsveranstaltung ein. Diese findet am Mittwoch, 17. Oktober 2018 statt. Weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/rektorat.

Infoveranstaltung zu den Master of Education

Ein Angebot für alle Studierenden der lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengänge.

Am Mittwoch, 17. Oktober 2018 informieren das Studienbüro und die Zentrale Studienberatung über die Master of Education Lehramt Grundschule, Lehramt Sekundarstufe I/II sowie Lehramt Sonderpädagogik. Alle interessierten Studierenden sind herzlich zu der Veranstaltung, die ab 16.00 in der Aula stattfindet, eingeladen (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg). Neben einer Kurzvorstellung der Studiengänge erhalten Sie alle Informationen zur Studienplatzvergabe sowie zur Bewerbung.

Hinweis: Ab 17.30 Uhr wird zudem der Master of Education Aufbau Lehramt Sonderpädagogik vorgestellt.

Informationen über die Master of Education finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/master.

Infoveranstaltung zu Akademischen Prüfungen und Staatsexamina

Ein Angebot des Akademischen Prüfungsamtes

Am Mittwoch, 17. Oktober 2018 informiert das Akademische Prüfungsamt über Akademische Prüfungen und Staatsexamina. Alle interessierten Studierenden sind herzlich zu der Veranstaltung, die voraussichtlich ab 18.00 im Hörsaal H.001 stattfindet, eingeladen.

Öffentliche Veranstaltungsreihe - „Bildung bitte! – Digitalisierung in Schule und Hochschule“

Veranstaltet von Professional School

Termine
18.10./ 08.11./ 22.11./ 13.12.2018
10.01./ 24.01.2019 - jeweils 16-18 Uhr

Programm

Haben Sie sich auch schon gefragt, was unter einem „Flipped Classroom“ zu verstehen ist? Möchten Sie wissen, wie ein Tablet Ihren Unterricht bereichert? Und fragen Sie sich, wie Bildungseinrichtungen einem Digitalisierungsauftrag gerecht werden können?
An der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg startet im Wintersemester 2018/2019 eine öffentliche Veranstaltungsreihe für all diejenigen, die selbst lehren oder sich dafür interessieren, wie an Schule und Hochschule gelehrt wird. Den Auftakt bilden im Herbst 2018 sechs Veranstaltungen zum Themenkomplex „Digitalisierung in Schule und Hochschule“. Lehrende der PH Heidelberg stellen vor, wie (Hoch-)Schullehre in einer digitalen Welt aussehen kann, welche Instrumente sich für sie persönlich und in ihren fachdidaktischen Kontexten bewährt haben und welche besonderen Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten in der Lehre damit verbunden sind. Die Veranstaltungen zeichnen sich durch Praxisnähe und direkte Umsetzbarkeit aus. Die Teilnehmer*innen erwarten keine klassischen Lehrvorträge, sondern sie erfahren Lehre und Lernen unter Einsatz digitaler Möglichkeiten „am eigenen Leib“.

Zielgruppe
Angesprochen sind in erster Linie Lehrende aus der Hochschule sowie aus Schulen der Region, die neue Impulse für ihre Lehre suchen und in Austausch mit anderen Lehrenden treten wollen. Eingeladen sind aber auch alle, die sich ganz allgemein über neue Lehr-/Lernkonzepte an Schulen und Hochschulen informieren möchten.

Ziel der Veranstaltung
Der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Schulen sind ein zentrales Anliegen der PH Heidelberg. Die Reihe „Bildung bitte!“ möchte nicht nur neue Lehr-Lernkonzepte vorstellen, sondern den Austausch, das Von-und-mit-einander-lernen anstoßen und so den Transfer der an der PH Heidelberg erprobten Didaktik-Konzepte in andere Bildungseinrichtungen anregen. Die Veranstaltungen sind so angelegt, dass sie sich in den jeweils anderen Kontext (Hochschule, Schule) übertragen lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Professional School

Antrittsvorlesungen: Deutsch und Mediendidaktik

Professorin Dr. Mesch und Professor Dr. Kalz halten ihre Antrittsvorlesungen. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften der Pädagogischen Hochschule Heidelberg lädt ein zu den Antrittsvorlesungen von Professorin Dr. Birgit Mesch (Deutsche Sprache und ihre Didaktik) und Professor Dr. Marco Kalz (Mediendidaktik). Mesch wird zum Thema "Großvater, Vater und Enkel - die Drei-Generationenfrage textnah" und Kalz zu der Frage "Digitalisierung der Lehre - Leere der Digitalisierung?" sprechen.

Die Antrittsvorlesungen inkl. lockerem Umtrunk finden am Montag, 22. Oktober 2018 von 18.00 bis 20.00 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Hörsaalgebäude, Raum H.002 (Im Neuenheimer Feld 561, 69120 Heidelberg). Um Anmeldung bis zum 10. Oktober 2018 wird gebeten an lehmann2@remove-this.ph-heidelberg.de.

HSE-Kamingespräche: Studierende stellen Fragen zum Schulalltag – Lehrkräfte geben Antwort

Ein Angebot für Studierende im Sekundarbereich. Um Anmeldung wird gebeten.

Sie sind Studierende/r mit dem Berufsziel Lehrer/in der Sekundarstufe I und II, haben aber noch keine konkrete Vorstellung davon, wohin Sie Ihr Studium führen wird? Sie haben bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt und würden sich hierüber gerne austauschen? Wenn Sie herausfinden möchten, wie das Lehrerleben aus der Sicht erfahrener Berufspraktiker aussieht und warum es sich lohnt, diesen herausfordernden Beruf anzustreben, lädt die Heidelberg School of Education Sie herzlich zu ihrem Kamingesprächen ein.

Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und II berichten in kleiner Runde über ihren Berufsalltag und damit verbundene Fragen: Welche Anforderungen bringt der Beruf mit sich und wie geht man damit um? Wie gelingt der Einstieg in das Referendariat? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es an der Schule und darüber hinaus? Warum ist der Lehrerberuf reizvoll? Gerne können Sie selbst noch weitere Fragen einbringen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich Anregungen, Entscheidungshilfen und praktische Tipps für den eigenen Berufsweg zu holen. Im Anschluss an die Gesprächsrunde haben Sie die Möglichkeit, sich persönlich mit den Lehrerinnen und Lehrern auszutauschen.

Folgender Oktober-Termin ist geplant:

Mittwoch, 24. Oktober 2018


Die Veranstaltung findet jeweils von 16.30 bis 18.00 Uhr an der Heidelberg School of Education statt (Voßstraße 2, Gebäude 4330, 69115 Heidelberg).

Bitte melden Sie sich aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl per E-Mail bei Susanne Kemmer (kemmer@remove-this.heiedu.uni-heidelberg.de) und geben Sie dabei Name, Semesterzahl, Abschlussziel und Ihren Wunschtermin an.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/hse-kamingespraeche.

EduAction Bildungsgipfel: "Zukunftskompetenzen gemeinsam entwickeln"

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg bringt sich in die Veranstaltung ein.

Welche kreativen, sozialen, lebens- und umsetzungspraktischen Kompetenzen brauchen wir, um im Zeitalter der Vernetzung und Kollaboration agil, selbstwirksam und erfolgreich zu sein? Und wie lernen wir die dafür notwendigen Zukunftskompetenzen konkret? Antworten auf diese beiden Schlüsselfragen geben die Impulsgeber und alle Teilnehmenden beim EduAction-Bildungsgipfel 2018 unter dem Motto: "WeQ - more than IQ: Zukunftskompetenzen gemeinsam entwickeln".

Der Bildungsgipfel wird am 25. und 26. Oktober 2018 bereits zum zweiten Mal im Rosengarten in Mannheim veranstaltet. Lehrende und Lernende, Bildungsforscher und Vordenker, Innovatoren und Praktiker sowie Akteure aus Wirtschaft, Verbänden, Stiftungen und Kommunen sind eingeladen, sich in innovativen Formaten wie BarCamps, Design Thinking, Best Practices, Workshops und vielem mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Gipfel wird ausgerichtet von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist über das Projekt TRANSFER TOGETHER Kooperationspartner und auch inhaltlich mit zwei Workshops zum Thema Wissenstransfer und Zukunftskompetenzen vertreten.

Die Website zum Event und den Link zum Ticketkauf, der bereits jetzt gestartet ist, finden Sie unter www.edu-action.de. Informationen zu TRANSFER TOGETHER finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transfertogether.

Heidelberger Präventionsgespräche: "Prozesse salafistischer Radikalisierung bei Jugendlichen"

Ein Vortrag des Kompetenznetzwerks gegen Extremismus in Baden-Württemberg

Die Heidelberger Präventionsgespräche finden im Rahmen des Heidelberger Projekts "Quwwa - Stärke statt Sprachlosigkeit" und in Kooperation unter anderem mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zwischen Juni und November 2018 statt. Demokratiefeindliche Einstellungen, wie der gewaltorientierte Islamismus, der insbesondere durch die Entwicklung einer jungen, deutschsprachigen salafistischen Szene und damit einhergehender sicherheitspolitischer Aspekte stark an Bedeutung gewonnen hat, stellen insbesondere für das pädagogische Fachpersonal, die Jugendarbeit und die Jugendpolitik eine große Herausforderung dar. Somit fällt der Blick unweigerlich auf die Schule, wo sich nicht nur für Lehrkräfte und Sozialarbeiter die Frage nach den Ursachen und Handlungsmöglichkeiten stellt, sondern die Frage allgemein lautet "Was kennzeichnet das Phänomen und wie kann Schule als Ganzes mit demokratiefeindlichen und gewaltorientierten Tendenzen umgehen?"

Im Zuge der "Heidelberger Präventionsgespräche" werden fünf Referentinnen und Referenten eingeladen, die sowohl über die Ursachen für die Hinwendung junger Menschen zum islamistischen Extremismus sprechen, als auch Perspektiven für die pädagogisch-präventive Arbeit aufzeigen und dabei die Herausforderungen im pädagogischen Arbeitsfeld diskutieren.

Folgender Vortrag ist geplant:

Freitag, 26. Oktober
"Prozesse salafistischer Radikalisierung bei Jugendlichen"
Kompetenznetzwerk gegen Extremismus in Baden-Württemberg


Die Veranstaltung ist kostenfrei. Veranstaltungsbeginn ist jeweils 19.00 Uhr; Veranstaltungsort ist der Raum 209 im Altbau der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg). Ihre Ansprechpartnerin an der Hochschule ist Professorin Dr. Havva Engin (Institut für Erziehungswissenschaften).

Informationstag Forschung

Ein Angebot für Forschende und Nachwuchswissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Das Prorektorat für Forschung, Medien und IT bietet gemeinsam mit dem Forschungsreferat zum 3. Mal einen "Informationstag Forschung" an. Dieser richtet sich an alle Forschenden und Promovierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Veranstaltung findet am Montag, 29. Oktober 2018 von 10.00 bis 12.00 Uhr im Altbau statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich; weitere Informationen zum Programm folgen rechtzeitig.

GEW: „Schulen für ‚Bildung in der digitalen Welt‘ schlecht aufgestellt“

Bildungsgewerkschaft stellt repräsentative Mitgliederbefragung vor: „dringender Modernisierungs- und Sanierungsbedarf – nationale Bildungsstrategie und Bildungsgipfel angeregt“

Quelle: www.gew.de

Berlin – Die Schulen in Deutschland sind für ihren Auftrag, die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der digitalen Welt vorzubereiten, schlecht aufgestellt. Die Lehrkräfte sehen einen  dringenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf. „82 Prozent der Befragten mahnen die Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen als sehr wichtig bzw. wichtig an. 89 Prozent verlangen, dass die Bereitstellung zusätzlicher Gelder dafür höchste bzw. hohe Priorität haben müsse. Das ist für die bisherigen Bemühungen der Politik, Schulen an die digitale Entwicklung anzukoppeln, ein Armutszeugnis“, betonte Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die Ergebnisse der Studie „Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen“, die sie heute während einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Für die Mitglieder der Bildungsgewerkschaft ist die Untersuchung repräsentativ.
„Politik muss endlich handeln und sich auf substanzielle Verbesserungen an den Schulen verständigen: Wir regen eine nationale Bildungsstrategie an, damit nicht weiterhin von unterschiedlichen Akteuren an vielen verschiedenen Baustellen herumgewerkelt wird. Dafür braucht es einen Schulterschluss von Bund, Ländern und Kommunen. Fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt und 3,5 Milliarden Euro für die Schulsanierung - wie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vorgesehen - reichen bei weitem nicht aus. Das belegen die Ergebnisse unserer Untersuchung ebenso wie die neuesten Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die allein an den Schulen einen Sanierungsstau von 47,7 Milliarden Euro errechnet hat“, sagte Tepe. „Wir schlagen einen Bildungsgipfel vor, der sich auch intensiv mit dem Thema Fachkräftemangel beschäftigen muss. Die GEW bietet ihre Mitarbeit und Unterstützung für die Entwicklung und Umsetzung von Lösungsstrategien an.“

Als drängendste Anforderungen benannten die Lehrkräfte Grundlagen wie die technische Wartung und Betreuung der digitalen Ausstattung (94 Prozent), die Bereitstellung von Hardware für die Lehrkräfte (90 Prozent) und die Lernenden (84 Prozent) sowie eine umfassende Fortbildung (85 Prozent). Auch der Infrastruktur, der Verfügbarkeit (87 Prozent) und Leistungsfähigkeit (89 Prozent) eines W-LAN-Netzes, messen die Lehrkräfte hohe Bedeutung bei. „Die Lehrerinnen und Lehrer setzen darauf, dass der Staat bei der Digitalisierung den Hut aufbehält und nicht den großen Medienkonzernen Tür und Tor öffnet (85 Prozent). Der Datenschutz ist für die Befragten nicht verhandelbar: 89 Prozent betonen, dass dieser sehr wichtig bzw. wichtig sei“, sagte die GEW-Vorsitzende. „Und die Lehrkräfte unterstreichen den Primat der Pädagogik gegenüber der Technik: 83 Prozent wollen, dass sich die digitale Ausstattung nach dem pädagogischen Konzept der Schule ausrichtet.“

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„Große Unzufriedenheit herrscht auch mit dem Zustand der Gebäude, den räumlichen Möglichkeiten, insbesondere für Ganztagsangebote, der Hygiene und der Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln“, sagte Tepe. 59 Prozent hielten „größere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen“ an ihrer Schule für dringend notwendig. Dazu gehörten, unterschiedliche Funktionsräume (86 Prozent für Differenzierung, Fachräume, Elterngespräche; 85 Prozent für Pausen- und Rückzugsräume für Beschäftigte sowie Schüler), persönliche Arbeitsplätze für Lehrende (70 Prozent), offene Lernräume (70 Prozent) und grundsätzlich größere Räume (66 Prozent) zu schaffen. 70 Prozent forderten, dass die hygienischen Bedingungen an den Schulen verbessert werden müssten. „Diese Zahlen werfen ein bezeichnendes Licht darauf, dass Deutschland viel zu wenig dafür tut, die nachwachsende Generation unter angemessenen Rahmenbedingungen auszubilden. Wir sind weit davon entfernt, dass ‚der Raum als dritter Pädagoge‘ seinen Beitrag zu gelingenden Lernprozessen leisten kann“, hob Tepe hervor.
Info: Im Sommer sind 15.000 GEW-Mitglieder zur „Gebäudequalität von Bildungseinrichtungen“ befragt worden. Die Rücklaufquote lag bei knapp 20 Prozent. Die Ergebnisse der Studie sind für die Mitglieder der Bildungsgewerkschaft repräsentativ. Die Untersuchung liefert beispielsweise auch Daten für Kitas und Hochschulen. Die Agentur „Mauss Research“ hat die Untersuchung erstellt.
Wenn im Text nicht anders angegeben ziehen die genannten Prozentzahlen die Antworten der Befragten der Kategorien „sehr wichtig“ und „wichtig“ zusammen. Die Daten sind den Übersichtstabellen für die Tätigkeitsbereiche entnommen.
Die Studie finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew.de/Studie-Gebaeude

Quelle: Ulf Rödde, GEW-Hauptvorstand, Pressesprecher

Weg mit den Lehrstühlen!

Von Jule Specht

Stellen Sie sich vor: Sie arbeiten Vollzeit, bekommen aber nur eine halbe Stelle bezahlt. Nicht weil es Ihnen an Qualifikation mangelt – im Gegenteil, Sie gehören zu den am besten ausgebildeten Menschen im Land, haben studiert oder sind sogar promoviert. Sie tun das unter anderem deshalb, weil Ihr Vertrag nur noch wenige Monate läuft und die Anschlussfinanzierung ungesichert ist. Aus diesem Grund zögern Sie auch die Gründung einer Familie hinaus. Schließlich pendeln Sie wöchentlich einmal quer durch die Republik, um Partnerin oder Partner zu sehen. Seit Jahren schon. Mal in die eine, mal in eine andere Stadt. Alles in allem ist das weder eine gute Basis für Familiengründung und Work-Life-Balance noch für Muße zu guten Ideen und ambitionierten Projekten.

Was in vielen Arbeitsbereichen undenkbar scheint, ist in der Wissenschaft Alltag. Ein Beispiel: Eine Doktorandin arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin durchschnittlich um die 40 Stunden pro Woche, oftmals auf halben Stellen, und erhält dafür laut des Bundesberichts Wissenschaftlicher Nachwuchs ein Nettoeinkommen von durchschnittlich 1.261 Euro. Also etwa 7,50 Euro pro Arbeitsstunde. Auch nach der Promotion wird es oft nicht besser: immer wieder Befristungen, Jobwechsel, Pendeln, Umziehen. Außerdem sind viele Stellen inhaltlich einem Lehrstuhl untergeordnet, also keineswegs frei in Forschung und Lehre.

Planbarkeit fürs Leben, Freiheit für die Forschung

Auf diese schwierigen Bedingungen lassen sich viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein – in der Hoffnung, irgendwann eine unbefristete Stelle zu bekommen. Das Problem: Diese Jobs gibt es kaum noch. Zum einen, weil die Wissenschaft immer stärker durch Drittmittel gefördert wird: Die so finanzierten Projekte und Stellen sind so gut wie immer befristet. Zum anderen werden auch die Grundmittel, die den Universitäten langfristig zur Verfügung stehen, immer häufiger für befristete Stellen eingesetzt, zurzeit 75 Prozent davon. Die Folge: Einer gleichbleibend geringen Anzahl an Professuren steht eine steigende Anzahl an befristet beschäftigten Wissenschaftlern gegenüber. Etwa vier von fünf hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen gehen letztendlich leer aus – nachdem sie über viele Jahre hinweg hohe Leistung gezeigt haben und ihr Leben einem prekären Job untergeordnet haben.

So kann es nicht weitergehen. Wir müssen jungen Wissenschaftlerinnen früher Sicherheit und Planbarkeit geben und gleichzeitig mehr Freiheit für ihre Forschung und Lehre. Der Schlüssel dazu ist, wissenschaftliche Arbeit anders zu organisieren. Im bisherigen Lehrstuhlsystem kann lediglich ein Bruchteil, nämlich etwa 13 Prozent der Wissenschaftler, als Professorin oder Professor frei forschen und lehren und auf oftmals unbefristeten Stellen arbeiten. Sie sind die „Sonnenkönige“ des Systems und genießen viele Privilegien. Der Rest gehört zum wissenschaftlichen Mittelbau, arbeitet also meist in Unsicherheit und Abhängigkeit von den Lehrstuhlinhaberinnen und -inhabern. Um das zu ändern, sollten wir uns von den Lehrstühlen verabschieden – zugunsten einer Departmentstruktur.

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Quelle: jule-specht.de/2018/08/30/weg-mit-den-lehrstuehlen/

KMK-Vorsitzender: Lehrer nicht nach Schulart ausbilden

Die Länder haben große Probleme, genügend Lehrer für alle Schularten zu finden. Nun macht der Chef der KMK einen radikalen Vorschlag zur Lösung.

Im Kampf gegen den Lehrermangel schlägt der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, vor, Lehrer nicht mehr strikt getrennt nach Schularten auszubilden. "Wenn wir erreichen wollen, dass wir den Unterricht an den Schulen absichern wollen, müssen wir die Durchlässigkeit zwischen den Schulen erhöhen", sagte der Linke-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Seiner Ansicht nach dürfe die Lehrerausbildung nicht mehr etwa nach Gymnasium, Grund- und Realschule erfolgen, sondern nach Altersstufen der zu unterrichtenden Kinder. Dadurch könnten Lehrer an verschiedenen Schularten zum Einsatz kommen.

Über die Lehrerausbildung müsse eine Grundsatzdebatte geführt werden. "Am Ende kommt auch die Frage, ob die unterschiedliche Besoldung von Grundschul-, Regelschul- und Gymnasiallehrern aufgehoben wird", sagte Holter, der sich gegen Gehaltsunterschiede bei Lehrern aussprach.

Viele Bundesländer sehen sich mit einem teils dramatischen Lehrermangel konfrontiert. Experten rechnen sogar mit einer Verschärfung der Situation - vor allem in den neuen Bundesländern.

dpa

Quelle: https://www.forschung-und-lehre.de/politik/kmk-vorsitzender-lehrer-nicht-nach-schulart-ausbilden-905/

Medizinhochschule ließ Frauen absichtlich durchfallen

Die private "Tokyo Medical University" hat jahrelang systematisch junge Frauen diskriminiert. Das hat die Hochschule jetzt selbst bestätigt.

Die "Tokyo Medical University" hat bestätigt, was Medien vor einigen Tagen berichtet hatten: Die Hochschule hat jahrelang die Ergebnisse der Zulassungstests von Bewerberinnen gefälscht, um die Quote weiblicher Studenten niedrig zu halten. Am Dienstag hat sich die Hochschule dafür entschuldigt. Sie hätte niemals damit anfangen dürfen und es werde nicht mehr vorkommen, so die eigene Aussage. Aus ziehe sie in Erwägung, Bewerberinnen nachträglich zuzulassen.

Die Hochschule habe 2011 laut Berichterstattung mit den Manipulationen begonnen, nachdem 2010 die Zahl zugelassener Studentinnen deutlich gestiegen war. Die Testergebnisse weiblicher Kandidatinnen wurden demnach systematisch mittels eines Koeffizienten heruntergerechnet. So habe die Hochschule jedes Jahr dafür gesorgt, dass weniger als ein Drittel der Studenten weiblich sind. Das hatten Deutschlandradio, BBC und weitere Medien unter Berufung auf die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" einstimmig berichtet. Grund für die Diskriminierung war demnach die Befürchtung, dass Frauen nach dem Studium nicht lange im Krankenhaus arbeiten, sondern Kinder bekommen und großziehen.

Der Fall hat eine breite Debatte ausgelöst. Viele fordern, dass die Politik mehr tun müsse, um Frauen in der Arbeitswelt zu fördern. Japanerinnen sind im internationalen Vergleich den Berichten zufolge hoch gebildet. Die im Land üblichen langen Arbeitszeiten führten jedoch dazu, dass viele aus dem Job ausscheiden, wenn sie eine Familie gründeten. In der Folge seien Frauen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Japan unterrepräsentiert.

Quelle: https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/medizinhochschule-liess-frauen-absichtlich-durchfallen-886/

Impressum

Herausgeber:
Prof. Dr. Hans-Werner Huneke
Rektor

Redaktion:
Dr. Birgitta Hohenester-Pongratz (hop) (V.i.S.d.P.), Christoph Penshorn (cp), Achim Hofmann

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An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt:

  • Lea Bender, Graduate School
  • Prof. Dr. Lissy Jäkel
  • Verena Loos (velo)
  • Katja Melzer
  • Petra Schaller