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Presse & Kommunikation

Ausgabe 8 - Oktober 2020

[red] So langsam rollt das Wintersemester 2020/2021 an, bevor es am 2. November offiziell startet. Doch der Oktober hat bereits einiges zu bieten! Erstmal geht’s in die Natur: Beim „Rendezvous im Garten" am 10. und 11. Oktober öffnet der Ökogarten im Rahmen einer europaweiten Veranstaltung seine Pforten. Wir freuen uns dann auf den Startschuss für das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung, das am 16. Oktober mit einer wissenschaftlichen Tagung eröffnet wird. Die Beratungstage vom 19. bis 23. Oktober liefern anschließend wichtige Informationen für Erstsemester und andere Interessierte. Wenn es schließlich im November mit dem Wintersemester richtig los geht, wird der Montag Präsenztag für die Erst- und Zweitsemester – zum Kennenlernen der Hochschule!

Startschuss: Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung

Am 16. Oktober wird das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung mit einer wissenschaftlichen Tagung eröffnet

[red] Am 16. Oktober eröffnet die PH Heidelberg das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung mit einer Tagung zum Thema Inklusion. Am Vormittag spricht Theresia Bauer MdL, Wissenschaftsministerin Baden-Württembergs, ein Grußwort, und Anna-Lena Claeys-Kulik hält die Keynote zu „Strategien zu Gerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion an Hochschulen“. Am Nachmittag stellen einschlägige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Forschungsbeiträge zu Professionalisierung für inklusive Schulen, Entwicklung inklusiver Hochschulen und Inklusion in der Arbeitswelt vor. Die Tagung schließt mit einer Podiumsdiskussion zum Thema inklusive Hochschule trifft inklusive Arbeitswelt [abgesagt].

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Da für die Präsenzveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie lediglich eine reduzierte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, hat das Team ein hybrides Programm entwickelt. Dieses ermöglicht sowohl eine Teilnahme vor Ort als auch eine digitale Teilnahme. Die wenigen Präsenzplätze sind bereits vergeben, aber eine Anmeldung für die digitale Teilnahme an der Tagung ist noch bis zum 14. Oktober 2020 möglich. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib.

Montag: Präsenztag für Studienanfänger

Pädagogische Hochschule startet am 2. November ins Semester – gute Erfahrungen mit digitaler Lehre

[red] Am 2. November, zwei Wochen später als üblich, beginnt an den meisten Universitäten in Baden-Württemberg das Wintersemester. Montag wird an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Präsenztag, das bedeutet, dass in jedem Studiengang mindestens eine Veranstaltung vor Ort in der Hochschule stattfinden wird. Das gilt vor allem für die Studien-anfängerinnen und -anfänger sowie für die Zweitsemester, die während des Beginns der Corona-Pandemie ihr Studium aufgenommen haben. Sie sollen so die PH, ihre Kommilitonen und Dozenten kennenlernen.

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Neben diesem einen Präsenztag wird es jedoch nur Online-Formate geben. Die älteren Semester müssen sich auf ein weiteres nahezu ausschließlich digitales Halbjahr einstellen.

Aber die Hochschule habe im Sommersemester überraschend gute Erfahrungen mit der fast kompletten Digitalisierung der Lehre gemacht, sagte Rektor Prof. Dr. Hans-Werner Huneke in einem Gespräch mit der Rhein-Neckar-Zeitung. Entsprechend einer Befragung im Haus haben die Studierenden 98 Prozent der Semesterwochenstunden absolviert, die sie sich vorgenommen hatten. Das sei beeindruckend, betonte Prorektorin Prof. Dr. Vera Heyl im gleichen Interview, denn die Dozenten hätten ihre Veranstaltungen binnen weniger Wochen ins Internet verlagern müssen – eine aufwändige Angelegenheit.

Das gesamte Interview findet sich in der Rhein-Neckar-Zeitung, 24.09.2020: https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-studieren-unter-corona-bedingungen-nur-montags-ist-in-der-ph-ist-praesenztag-_arid,554031.html 

TRANSFER TOGETHER: Hochschulperle des Monats

Projekt mit Auszeichnung des Stifterverbands geehrt

[velo] Transfer, Innovation und eine neue Kultur der Offenheit gewinnen an Hochschulen zunehmend an strategischer Bedeutung. Ziel des Projektes "TRANSFER TOGETHER ", ein gemeinsames Vorhaben der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ist es, bildungswissenschaftliche Innovationen in außerschulische Lernorte der Region zu tragen und zusammen mit Partnern neue Konzepte für aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen zu entwickeln. Der Stifterverband hat das Projekt nun mit der Hochschulperle des Monats ausgezeichnet.

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"Transfer ist keine Einbahnstraße. Neue Ideen und Perspektiven gewinnen wir nur im stetigen Austausch", so die Jury des Stifterverbandes zur Entscheidung, die Hochschulperle Offene Wissenschaft im August 2020 nach Heidelberg zu vergeben. "Mit dem Projekt 'TRANSFER TOGETHER'' ist es der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gelungen, eine nachhaltige Transferkultur zu etablieren, die dank eines umfassenden methodischen Ansatzes unterschiedliche Zielgruppen erreicht."

Für die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist es die zweite Auszeichnung mit der Hochschulperle: Im April 2014 wurde bereits der "Goldene Zugvogel" entsprechend gewürdigt. Mit dem Preis wird eine Dozentin oder ein Dozent der Hochschule geehrt, die oder der sich um die Betreuung von Studierenden im Auslandsstudium oder -praktikum verdient gemacht hat.

Weitere Informationen über die aktuelle Auszeichnung finden Sie unter www.stifterverband.org. Informationen über das Projekt TRANSFER TOGETHER finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transfertogether.

Hintergrund
Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Jeden Monat stellt der Stifterverband eine Hochschulperle vor. Im Jahr 2020 steht die Auszeichnung unter dem Oberthema "Offene Wissenschaft". Es geht dabei um neue Herangehensweisen in Forschung und Lehre, die jenseits etablierter Formen und Formate Wissenschaft mit Gesellschaft und Wirtschaft zusammenbringen. Ziel der auszuzeichnenden Initiativen und Projekte soll es sein, Innovationen zu fördern und den gesellschaftlichen Nutzen von Wissenschaft zu stärken.

Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen!

Neue Härtefallkommission des Studierendenparlaments der Hochschule hilft bei Notlagen

[red] Das Studierendenparlament der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat eine Härtefallkommission eingerichtet: Bei dieser können Studierende der Hochschule, die kurzfristig in eine unvorhergesehene Notlage geraten sind, ab sofort einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen. Diese soll helfen, unvermeidbare Kosten zu tragen, wenn die Fortführung des Studiums gefährdet ist und keine andere der Situation angemessene kurzfristige Hilfe möglich ist.

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Entsprechende Fälle können etwa ein kurzfristiger Verlust des Arbeitsplatzes oder Kosten sein, die Probleme bei Mietzahlungen oder Versorgung zur Folge haben. Beantragt werden kann eine maximal dreimonatige finanzielle Unterstützung, die sich an dem individuellen Bedarf orientiert. Die Studierenden werden gebeten, sich über weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren, da das Kontingent des Studierendenparlaments begrenzt ist; eine Übersicht über mögliche Anlaufstellen bietet die StuPa-Homepage.

Weitere Informationen sowie die Anträge in deutscher und englischer Sprache finden Sie unter stupa.ph-heidelberg.net.

Beratungstage im Wintersemester 2020/2021

Informationen vom 19. bis 23. Oktober für Studienanfängerinnen und -anfänger und andere Interessierte. Text: Katja Melzer

Die Beratungstage (BeTa) werden im Wintersemester 2020/21 vom 19. bis 23. Oktober 2020 überwiegend online durchgeführt. Studienanfängerinnen und -anfänger der Bachelor- und Master-Studiengänge finden auf den Seiten der Online-BeTa alle relevanten Informationen zum Studienbeginn, zur Struktur der Studiengänge sowie zu den obligatorischen Studieninhalten. Auch Fachberatungen sowie zentrale Einrichtungen stellen sich online vor. Die Internetseite zu den Online-Beratungstagen wird am 19. Oktober 2020 freigeschaltet: www.ph-heidelberg.de/beta.

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Das Angebot weist neben klassischen Präsentationen auch Videos sowie verschiedene digitale Angebote auf. Außerdem gibt es eine digitale Karte des studentischen BeTa-Teams, auf der neben den Standorten der Pädagogischen Hochschule auch zahlreiche Aktivitäten außerhalb der Einrichtung gekennzeichnet sind.

Es ist ebenso geplant, die Studienanfängerinnen und -anfänger der Bachelor-Studiengänge in Kleingruppen persönlich vor Ort durch das studentische BeTa zu begrüßen und sie über den Campus zu führen, damit sich die Erstsemester persönlich kennenlernen und erste Kontakte knüpfen können.

Online-Studienberatung bewerten!

Umfrage zum interaktiven Beratungsportal OnlineBeratungLehramt@HSE. Text: Katja Melzer

Seit knapp zwei Jahren gibt es mit OnlineBeratungLehramt@HSE (OBL) ein interaktives Portal der Studienberatungen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sowie der Universität Heidelberg. Das Portal kann auf zwei verschiedenen Wegen genutzt werden. Studierende können nach bereits gestellten Fragen suchen. Die Suche funktioniert mithilfe von Schlagworten oder Eingrenzung über Auswahl der Studiengänge. Es können aber auch eigene Fragen gestellt werden. Die Fragen werden zunächst von geschulten studentischen Peer-Beraterinnen und -Beratern beantwortet. Bei komplexen Anliegen leiten diese die Fragen an die zuständigen Fach-Abteilungen weiter.

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Es sind in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Fragen eingegangen, die im Portal nachzulesen sind. Wir sind ständig bestrebt, das Portal weiterzuentwickeln. In einem ersten Schritt wurde das Design des OBL erneuert. Insbesondere für das Thema Nutzerfreundlichkeit sind wir auf die Hilfe der Studierenden und Studieninteressierten angewiesen. Aus diesem Grund haben wir einen kurzen Fragebogen entwickelt, der sich an alle Studierenden richtet. Die Teilnahme ist unabhängig davon möglich, ob Sie OnlineBeratungLehramt@HSE bereits genutzt haben oder nicht.

Die Beantwortung der Umfrage dauert ca. 10 Minuten. Die Umfrage finden Sie unter: https://phheidelberg.limequery.com/388215?lang=de.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Link zur OnlineBeratungLehramt@HSE: www.ph-heidelberg.de/obl  

Unterstützung fürs Forschungsreferat

Wirtschaftspsychologin Tanja Greulich verstärkt das Team von Dr. Nicole Flindt

[red] Tanja Greulich unterstützt seit dem 1. September als akademische Mitarbeiterin das Forschungsreferat der Hochschule, als Nachfolgerin von Dr. Amrei Maddox. Tanja Greulich hat nach ihrem Bachelorstudium der Wirtschaftspsychologie und dem Masterabschluss „International Human Ressource Management“ mehrere Jahre im Bereich Forschung & Entwicklung und in der Lehre gearbeitet. Diese Kenntnisse kann sie nun in ihrer neuen Position ins Portfolio des Forschungsreferats einbringen - sie freut sich auf die kommenden Aufgaben!

Mit Erasmus+ jetzt ins Ausland!

Start der Bewerbungsphase am 1. Oktober für Erasmus+-Studienaufenthalte 2021/2022. Text: Sabine Franke

Am 1. Oktober startet die neue Bewerbungsrunde für einen Studienaufenthalt an einer unserer europäischen Partnerhochschulen im Erasmus+-Programm. Interessierte Studierende können sich auf der Homepage das Akademischen Auslandsamtes das Bewerbungsformular herunterladen. Ausgefüllte Bewerbungen werden per E-Mail direkt an Sabine Franke geschickt. Die Platzvergabe erfolgt nach Eingang der Bewerbungen. Alle Informationen und verfügbaren Plätze finden Sie unter: https://www.ph-heidelberg.de/auslandsamt/download-center.html 

#ErasmusDays 2020

Gute Erfahrungen mit Erasmus+-Aufenthalten teilen – Hochschule beteiligt sich mit Aktionen vom 15. bis 17. Oktober. Text: Sabine Franke

Mit der Aktion #ErasmusDays vom 15. bis 17. Oktober 2020 sollen gute Erfahrungen mit dem Programm Erasmus+ von Hochschulvertretenden, Lehrkräften und Geförderten aus ganz Europa verbreitet und dadurch möglichst viele Menschen erreicht werden. Die Kampagne wird in diesem Jahr – trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie – fortgesetzt, mit Themen wie Online-Learning, Umweltschutz, Gesundheit, Solidarität und Inklusion. Virtuelle Formate stehen im Vordergrund. Das Akademische Auslandsamt beteiligt sich wieder mit verschiedenen Aktionen. Weitere Informationen sowie eine interaktive Karte mit allen geplanten Aktivitäten weltweit finden Sie unter: https://www.erasmusdays.eu/.

Blick über den Tellerrand

Informationsveranstaltung zu Studium und Praktikum im Ausland am 26. Oktober. Text: Sabine Franke

Am 26. Oktober 2020 um 12 Uhr lädt das Akademische Auslandsamt zur Infoveranstaltung „Auslandsstudium und Auslandspraktikum“ ein. Diese findet im digitalen Format über Zoom statt. In der Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick über Ihre Möglichkeiten, während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ins Ausland zu gehen und welche Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendien es gibt. Bitte melden Sie sich bei Sabine Franke (E-Mail) an. Sie erhalten dann per E-Mail die Zugangsdaten.

Offene Mediensprechstunde und Schulungen

Medienzentrum bietet Know-how für Online-Lehre und andere Themen an

[red] Das Medienzentrum bietet noch bis 30. Oktober freitags zwischen 11:00 und 12:00 Uhr eine offene Mediensprechstunde an. Hier können Hochschulmitglieder Fragen rund um die Onlinelehre stellen und sich beraten lassen. Außerdem gibt es Schulungen zu unterschiedlichen Themen, wie die Produktion von eigenen Lehrvideos und interaktiven Videos, die Unterstützung der Onlinelehre mit Padlet sowie die Arbeit mit I3Learnhub. Weitere Informationen sind unten aufgeführt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Schulungen:

  • Eigene Lehrvideos produzieren mit Powerpoint, Camtasia und Co.: 8.10.2020, 9:00-10:00 Uhr
  • Produktion interaktiver Videos mit H5P: 8.10.2020, 10:00-11:00 Uhr
  • Onlinelehre unterstützen mit Padlet: 9.10.2020, 9:00-10:00 Uhr
  • Einführung in die Arbeit mit I3Learnhub: 9.10.2020, 10:00-11:00 Uhr

Die Schulungen finden alle auf Big Blue Button im Forum für Lehrende (https://studip.ph-heidelberg.de/dispatch.php/course/details?sem_id=2fb3505ff2e18f23f926dc07556c1844) statt. Dort finden Sie auch weitere Informationen.

Gesucht: Ihre Ideen für den Gleichstellungsplan!

Beiträge von Hochschulmitgliedern für die Entwicklungsplanung der Hochschule. Text: Wolfgang Schultz

Im Vorfeld der Arbeit am Struktur- und Entwicklungsplan im kommenden Jahr möchte das Gleichstellungsteam Raum für Anstöße aus der Hochschulgemeinschaft geben. Dabei kann es sich z. B. um Maßnahmen an anderen Hochschulen handeln, deren Umsetzung Sie sich an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wünschen, oder um eigene Ideen, etwa zur Vereinbarkeit von Care-Aufgaben und Beruf/Studium. Ihr Beitrag hilft, einen Gleichstellungsplan zu entwickeln, der möglichst vielen Hochschulangehörigen gerecht wird. Ihre Ideen teilen Sie uns persönlich mit – oder mailen sie an folgende E-Mail. Das Gleichstellungsteam freut sich auf Ihren Input, auch noch zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr.

Resolution gegen sexuelle Belästigung

Aktive Maßnahmen gegen Diskriminierung von Land und Hochschulen - Vertrauensanwältin/-anwalt wird bestellt

[LRK-PH] Das Land und die Hochschulen des Landes Baden-Württemberg haben ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Gewalt gesetzt: Gemeinsam unterzeichneten Vertreterinnen und Vertreter aller Hochschularten und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer eine Resolution. Für die Pädagogischen Hochschulen setzte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen, Professor Dr. Klaus Peter Rippe, seine Unterschrift unter das Dokument.

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"Hochschulen verkörpern die Idee herrschaftsfreier Diskurse und damit die zentralen Werte wechselseitigen Respekts sowie einer Wertschätzung jedes Einzelnen. Gerade deshalb haben sie eine besondere Pflicht, sich gegen jede Form sexueller Diskriminierung, sexueller Belästigung und Gewalt zu positionieren. Diesem Anspruch werden sie nun in Wort und Tat gerecht", sagte Rippe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Er unterzeichnete die "Resolution der Hochschulen in Baden-Württemberg gegen sexualisierte Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Gewalt" in seiner Funktion als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen.

Im Resolutionstext heißt es unter anderem: "Die Hochschulen sehen sich in der Verantwortung dafür, dass die persönliche Integrität und Würde ihrer Mitglieder, Angehörigen und Gäste respektiert werden. Daher positionieren sich alle Hochschulen in Baden-Württemberg klar gegen diskriminierende und belästigende Verhaltensweisen und setzen sich aktiv für die Prävention und den Schutz Betroffener auf dem Campus ein." Die Hochschulen fordern alle dazu auf, "sich in Gegenwart und Zukunft aktiv für ein respektvolles Miteinander einzusetzen, innerhalb der Hochschulen und in der Gesellschaft."

Als weitere Maßnahme zum Schutz Betroffener finanziert und bestellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eine Vertrauensanwältin bzw. einen Vertrauensanwalt für Fragen im Zusammenhang mit sexualisierter Diskriminierung, sexueller Belästigung und Gewalt für die Einrichtungen im Geschäftsbereich des Ministeriums.

Weitere Informationen zur der Resoulution finden Sie unter mwk.baden-wuerttemberg.de.
Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit sexueller Belästigung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/sexuelle-belaestigung.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg.

Auszüge aus dem Senatsprotokoll

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Forum Mitarbeitende & Jubiläen

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red

Natur im Garten

Ökogarten unterstützt österreichische Initiative - Besuch einer Delegation und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch an der Hochschule. Text: Sabrina Frieß

Im Garten kann jeder Mensch einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten: Ein biologisch vielfältiger Garten mit heimischen Pflanzen bietet Nahrung, Nist- und Brutplätze für heimische Tiere. Dafür setzt sich die österreichische Initiative „Natur im Garten“ ein, die die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen über die Landesgrenzen hinaus vorantreibt. In Baden-Württemberg wird die Bewegung von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, unterstützt. Auch der Ökogarten ist eingebunden und konnte im Juli die Staatsministerin sowie eine österreichische Delegation vor Ort begrüßen.

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Kernkriterien der Bewegung sind, dass Gärten und Grünräume ohne Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden. Es wird großer Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen gelegt. Die Initiative errichtet Schaugärten, die nach diesem Beispiel bewirtschaften werden, verteilt Plaketten für öffentliche Einrichtungen aber auch Privatgärten und vermittelt fachliches Gartenwissen in Form von „Garten-Hacks“ online oder in Veranstaltungen.

Letztes Jahr im August konnte sich Ulrike Kiehne als Vertreterin des Teams Ökogarten mit Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Jeanette Schweikert, Geschäftsführerin der Gartenakademie Baden-Württemberg, im niederösterreichischen Tulln von der Arbeit der Initiative vor Ort begeistern lassen. Am 17. Juli 2020 freute sich der Ökogarten der Hochschule über den Gegenbesuch der Staatssekretärin mit einer österreichischen Delegation, bestehend aus der Geschäftsführung von Natur im Garten Christa Lackner, Matthias Wobornik, dem Landesrat Martin Eichtinger sowie Jeanette Schweikert und weiteren Beteiligten. Prof. Dr. Lissy Jäkel, Dr. Ulrike Kiehne und Sabrina Frieß vom Team Outdoor Education begrüßten zusammen mit Rektor Prof. Dr. Hans-Werner Huneke die Besucherinnen und Besucher. Nach einer ausführlichen Gartenbegehung und Zeit zum Austausch konnten neue Kontakte geknüpft werden. Durch den Anstoß der Kooperation unterstützt der Ökogarten die Gartenakademie und das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz bei der Etablierung der Bewegung „Natur im Garten“ in Baden-Württemberg.

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Ökogarten

Premiere des freiwilligen ökologischen Jahrs erforderte viel Einsatz von allen Beteiligten – zweite FÖJ’lerin seit September im Einsatz. Text: Lissy Jäkel

Das erste Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) im Ökogarten der Hochschule wurde trotz des Corona-Semesters erfolgreich beendet und der Staffelstab nahtlos an die zweite Stelleninhaberin übergeben. Seit September 2019 arbeitete eine Schulabsolventin im Ökogarten, um sich mit naturschutz-fachlichen Aspekten und Umweltbildung zu befassen und sich im Kontakt mit vielen Studierenden auch in die Erfordernisse eines Hochschul-studiums einzufühlen. Das FÖJ war dank einer Trägereinrichtung in Rottenburg und des starken gemeinsamen Engagements von Hochschulleitung, Personalabteilung und Team Ökogarten möglich.

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Es ist dem Team Ökogarten ein großes Anliegen, an ökologischem Tun interessierte junge Menschen einzubinden und engagiertes nachhaltiges Handeln als Persönlichkeitsbildung zu fördern. Das erfordert viel Engagement von unterschiedlichen Beteiligten: Es galt etwa, unter zahlreichen Bewerbungen geeignete Kandidatinnen auszuwählen und in gut organisierten Vor-Ort-Treffen die gegenseitigen Erwartungen auszuloten. So auch bei der neuen FÖJ-Stelleninhaberin, die sich bereits zum Semesterende mit dem neuen Aufgabenprofil vertraut gemacht hat. Ein FÖJ lässt sich allerdings leichter bewältigen, wenn mehrere FÖJ’ler am gleichen Einsatzort zusammenarbeiten, wie die Erfahrungen des Teams Ökogarten durch Studienfahrten an andere ausgezeichnete Lernorte für nachhaltige Entwicklung zeigen. Das Team engagiert sich deshalb dafür, Vernetzungen der Stelleninhaberin im Ökogarten mit anderen Aktiven in der Region anzubahnen. Außerdem wird versucht, zusätzlich einer jungen Schulabsolventin mit Förderbedarf ein Freiwilliges Soziales Jahr zu ermöglichen.

daktylos 2020 zum Schwerpunktthema Inklusion

25. Jahrgang des bildungswissenschaftlichen Magazins mit unterschiedlichen Beiträgen zu einem wichtigen Profilmerkmal der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

[hop] Wie sehr Inklusion, Schwerpunktthema des daktylos 2020, in der Hochschule als Profilmerkmal verankert ist, zeigt das breite Spektrum des gerade erschienenen bildungswissenschaftlichen Magazins. So portraitiert das Heft zum 25-jährigen Jubiläum etwa Studierende mit Einschränkungen und stellt das neu gegründete Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung vor. Wie viel wissenschaftliches Know-how in Sachen „Bildung für alle“ die Hochschule aufzuweisen hat, davon zeugen auch die Forschungs-projekte, die Ansätze in Lehre und Studium sowie die Maßnahmen zum Wissenstransfer. Das Heft liegt in den Gebäuden der Hochschule aus, kann bei der Pressestelle angefordert oder online gelesen werden.

Qualitätsbericht Studium, Lehre und Weiterbildung 2019

Online-Version der Stabsstelle Qualitätsmanagement online veröffentlicht

[red] An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist der Qualitätsbericht Studium, Lehre und Weiterbildung 2019 erschienen. Der rund 40-seitige Bericht gibt für den Zeitraum Oktober 2018 bis März 2020 einen Einblick in die Tätigkeiten der Stabsstelle Qualitätsmanagement (SQM). Er soll ferner eine Grundlage für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg bieten. Der Bericht steht in diesem Jahr ausschließlich online zur Verfügung.

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Der Qualitätsbericht versteht sich als Instrument der Weitergabe relevanter Informationen zum Qualitätsmanagement und zu qualitätsrelevanten Prozessen an der Hochschule sowie zur Herstellung von Transparenz über die Aktivitäten der SQM. Er fokussiert auf zwei Bereiche: So fasst der Bericht zum einen die Tätigkeiten der SQM im Berichtszeitraum zusammen und präsentiert darüber hinaus wesentliche Erkenntnisse zu den Studiengängen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Diese ergeben sich aus der Auswertung interner Befragungen sowie von Kennzahlen.

Der Qualitätsbericht 2019 steht ab sofort - nach Login - unter www.ph-heidelberg.de/qm zur Verfügung.

Anita Amiri und Rebecca Höhr für Promotionen ausgezeichnet

Preis des Gleichstellungsbüros für herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Doktorandinnen

[velo] Das Gleichstellungsbüro der Pädagogischen Hochschule Heidelberg schreibt seit 2014 einen Preis aus, um herausragende laufende oder abgeschlossene Promotionsvorhaben von Doktorandinnen zu würdigen. In diesem Jahr geht der mit je 2.500 Euro dotierte Preis gleich an zwei Promovendinnen: Anita Amiri erhält die Auszeichnung für ihre laufende Promotion zum Thema "Bildung und demokratischer Staat" und Rebecca Höhr wird für ihre abgeschlossene Disseration ausgezeichnet, die eine erfolgversprechende Basis für die Konzeption des Mathematikunterrichts mit arabischsprachigen Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund bietet.

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Anita Amiri (Foto) erarbeitet in ihrer Dissertation "Bildung und demokratischer Staat. G.W.F. Hegels Bildungsbegriff als Element einer modernen Konzeption politischer Bildung" eine zeitgemäße Konzeption politischer Bildung. Dabei kontrastiert sie historische theoretische Ansätze mit der Diskussion des 20. Jahrhunderts und diskutiert, welche Erfordernisse politische Bildung im Hinblick auf eine funktionierende demokratische Bürgergesellschaft erfüllen muss. Auf die Bedeutung (politischer) Bildung kann Amiri auch aufgrund ihrer eigenen Biographie verweisen: Die junge Frau mit afghanischem Migrationshintergrund hat in ihrem Leben selbst erfahren, welche Relevanz Bildung für ein integriertes und selbstbestimmtes Leben in einer Gesellschaft hat.

Rebecca Höhrs im Wintersemester 2019/2020 abgeschlossene Dissertation "Blinde Flecken in der Mathematik. Eine explorative Studie zur Betrachtung mathematischer Kompetenzen im interkulturellen Vergleich" untersucht die mathematischen Kompetenzen berufsschulpflichtiger, arabischsprachiger Geflüchteter im Vergleich zu denen deutschsprachiger Berufsschülerinnen und -schülern bzw. Schülerinnen und Schülern allgemeinbildender Schulen. Die Ergebnisse der aufwändigen, summa cum laude bewerteten Studie erfassen die mathematischen Kompetenzen der verschiedenen Gruppen differenziert und bieten eine erfolgversprechende Basis für die Konzeption des Mathematikunterrichts mit arabischsprachigen Schülerinnen und Schülern mit Fluchthintergrund. Die wissenschaftliche Arbeit schafft damit wichtige Voraussetzungen zur Förderung der Integration dieser Zielgruppe in den deutschen Arbeitsmarkt. Höhr ist Mutter einer anderthalbjährigen Tochter, was sie für das Gleichstellungsbüro zusätzlich besonders förderungswürdig im Hinblick auf eine Weiterverfolgung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn erscheinen lässt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gleichstellung-und-diversitaet.

Zu den Personen

Anita Amiri absolvierte 2008 bis 2011 eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau in Hamburg. Von 2011 bis 2018 studierte sie Lehramt für Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit Hauptfach Ethik, von 2016 bis 2017 als Stipendiatin der Klaus-Höchstetter-Stiftung. Seit 2019 ist sie Doktorandin am Institut für Theologie und Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Rebecca Höhr studierte von 2011 bis 2015 Lehramt für Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. 2013 bis 2015 absolvierte sie den Erweiterungsstudiengang "Beratung und Supervision in sonderpädagogischen Handlungsfeldern" mit Stipendium des FundaMINT-Förderprogramms der Telekom Stiftung. Von 2016 bis 2019 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Forschungsprojekt "Reallabor Asyl" an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg; nach der Elternzeit befindet sie sich derzeit im Referendariat. Ihre Dissertation im sonderpädagogischen Bereich schloss sie mit summa cum laude ab.

Zur Auszeichnung
Der Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen wird vom Gleichstellungsbüro der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgeschrieben. Er ist mit 2.500 Euro dotiert und würdigt ein herausragendes laufendes oder im aktuellen Akademischen Jahr abgeschlossenes Promotionsprojekt von Doktorandinnen der Hochschule. Mit dem Preis sollen hervorragende Wissenschaftlerinnen in Bezug auf eine wissenschaftliche Karriere ermutigt und unterstützt werden.

Michael-Raubal-Preis 2020 für herausragende Abschlussarbeiten

Sarah Mohr, Esther Jaskorski und Nina Wieczorek erhielten den mit jeweils 500 Euro dotierten Preis

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat erneut drei ihrer Absolventinnen mit dem Michael-Raubal-Preis ausgezeichnet: Sarah Mohr, Esther Jaskorski und Nina Wieczorek erhielten den mit jeweils 500 Euro dotierten Preis für ihre herausragenden Leistungen bei ihren wissenschaftlichen Abschlussarbeiten. Die Vergabe des Preises musste vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr ohne Feierlichkeiten im Rahmen der Akademischen Abschlussfeier, mit der die Hochschule ihre Studierenden traditionell verabschiedet, erfolgen.

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Die Nominierung für den Michael-Raubal-Preis erfolgt auf Vorschlag des mit der Begutachtung befassten Lehrenden; es werden ferner nur Arbeiten zugelassen, die in besonderer Weise wissenschaftlichen Anforderungen genügen und den Standard vergleichbarer Prüfungsarbeiten deutlich überschreiten. Von 1995 bis 2014 wurde der Preis von dem rheinländischen Unternehmer und Senator h.c. Michael Raubal gestiftet; nach seinem Tod im Januar 2015 erfolgt die Auszeichnung in Gedenken an Herrn Raubal.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gratuliert ihren Absolventinnen Mohr, Jaskorski und Wieczorek recht herzlich zu ihren exzellenten Leistungen und wünscht ihnen für ihren weiteren privaten wie beruflichen Weg alles Gute und viel weiterhin Erfolg.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/presse.

Jessica-Bianca Wessolly erneut deutsche Leichtathletik-Meisterin

Gold über 200 Meter bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig

[velo] Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) hat ihren Titelgewinn von 2018 bei den diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften wiederholt und in Braunschweig Gold über 200 Meter geholt. Die Studentin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bestätigte mit dieser Leistung zudem ihre Goldmedaille, die sie bereits im Februar bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gewonnen hatte. Zwar verpasste sie bei ihrem aktuellen Sieg ihre persönliche Bestleistung knapp, sie konnte Laura Müller (Rehlingen) und Lisa Marie Kwayie (Neukölln) aber dennoch auf die weiteren Podestplätze verweisen.

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"Eine Medaille war auf jeden Fall mein Ziel. Dass ich mich in einem so engen Finale durchgesetzt habe, ist natürlich klasse und umso schöner", jubelte die 23-Jährige. Die Pädagogische Hochschule Heideberg freut sich mit ihrer Studentin und wünscht ihr zudem für ihren weiteren Weg als Spitzensportlerin sowie als Studentin alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Professorinnen Terfloth & Heyl übernehmen Leitung des AW-ZIB

Inklusionszentrum mit kognitiv beeinträchtigten Bildungsfachkräften startet im November

[velo] Professorin Dr. Karin Terfloth (Sonder-/Inklusionspädagogik) und Professorin Dr. Vera Heyl (Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern) übernehmen mit sofortiger Wirkung die Leitung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung (AW-ZIB). An dem Zentrum, das sich zurzeit im Aufbau befindet, werden ab November 2020 Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und vorab eine dreijährige Qualifizierung zu Bildungsfachkräften erfolgreich durchlaufen haben, angestellt. Im Bildungsbereich ist das AW-ZIB in seiner direkten Verortung als wissenschaftliche Einrichtung und Inklusionsabteilung an einer Hochschule ein absolutes Novum.

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Ein Pioniervorhaben ist es auch im Hinblick auf die umfassende Erforschung der Bildungsarbeit und der Beschäftigung von Bildungsfachkräften. Das Zentrum wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. Mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung knüpft die Pädagogische Hochschule Heidelberg nahtlos an das Projekt "Inklusive Bildung Baden-Württemberg" an: In dessen Rahmen werden seit 2018 Männer und Frauen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten, dazu qualifiziert, sich in die hochschulischen Bildungsangebote einzubringen und den Studierenden die Lebenswelt und Bedarfe von Menschen mit Behinderung direkt und persönlich zu näher zu bringen. Eine der ersten Hochschulen, an denen die angehenden Bildungsfachkräfte seit dem Sommersemester 2018 Lehrveranstaltungen ausbringen, ist die PH Heidelberg.

Von Beginn an dabei sind auch die beiden Professorinnen Terfloth und Heyl: "Wir waren von dem Projekt begeistert, knüpft es doch nahtlos an unsere Zielperspektive an, erfolgreiche Bildungsverläufe für alle zu ermöglichen. Dass Menschen mit Behinderungserfahrung den Studierenden selbst aufzeigen, was Inklusion und Exklusion bedeuten kann, war für uns ein folgerichtiger Schritt. Dass wir den Bildungsfachkräften nun eine unbefristete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an unserer Hochschule ermöglichen können, freut uns beide sehr."

Zurzeit arbeiten Terfloth und Heyl insbesondere an dem Aufbau des Zentrums: "Einige Meilensteine, wie etwa die Verabschiedung der Satzung sowie die meisten Personalentscheidungen, konnten wir bereits erreichen. Andere, wie zum Beispiel die Umbaumaßnahmen der Räume, sind noch im vollen Gange", erklärt Heyl. Dazu kommt die Planung der wissenschaftlichen Tagung zur Eröffnung des Zentrums unter Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Oktober: "Da wir durch die Corona-Pandemie vor Ort nur eine reduzierte Anzahl an Plätzen haben, planen wir zurzeit sowohl Präsenz-Angebote als auch Live-Streams und Video-Konferenzen. Wir sind zuversichtlich, dass wir allen Interessierten ein abwechslungsreiches Programm werden bieten können", sagt Terfloth.

Nach der Eröffnung werden sich Heyl und Terfloth verstärkt der Erforschung der Wirkungen und der Qualität der Bildungsarbeit sowie der Weiterentwicklung der Qualifizierung von Bildungsfachkräften widmen. Da mit dem AW-ZIB zudem das Ziel verbunden ist, landesweit das Bewusstsein für das Thema Inklusion zu fördern, soll ferner die Netzwerkarbeit weiter ausgebaut werden. Bei diesen Aufgaben werden die beiden Leiterinnen ab Herbst 2020 von einem interdisziplinären Team unterstützt: In der Forschung durch eine Juniorprofessur und zwei abgeordnete Lehrkräfte sowie einen Geschäftsführer und in der Lehre durch die Bildungsfachkräfte, eine Koordinatorin für die Bildungsarbeit sowie eine pädagogische Leitung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib.

Dr. Christian Heuer nimmt den Ruf an die Universität Graz an

Geschichtsdidaktiker hat an der Hochschule im Forschungs- und Nachwuchskolleg "Effektive Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung“ wichtige Akzente gesetzt

[red] Dr. Christian Heuer hat den Ruf auf den Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik an der Karl-Franzens-Universität Graz angenommen und wird diesen Lehrstuhl zum 1. Oktober 2020 übernehmen. Vor seinem Ruf an die zweitgrößte Universität Österreichs war Dr. Christian Heuer zum 1. August 2016 an das Forschungs- und Nachwuchskolleg "Effektive Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung" abgeordnet worden. In dieser Zeitspanne konnte er zahlreiche Akzente in der Geschichtsdidaktik setzen. Der Ruf an die altehrwürdige Universität der Steiermark ist deshalb auch eine Anerkennung für diese vielfältige und qualitätsvolle Arbeit.

Online-Schulung: "Antiziganismus erkennen und begegnen"

Ein mehrtägiges Angebot der Landeszentrale für politische Bildung und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Eine Anmeldung ist notwendig.

In der digitalen Weiterbildungsmaßnahme für pädagogische Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit setzen sich die Teilnehmenden mit Rassismus und institutioneller Diskriminierung im Allgemeinen, Antiziganismus im Besonderen sowie der eigenen Berufsrolle auseinander. Organisiert und durchgeführt wird das Angebot von der Landeszentrale für politische Bildung und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

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Ziel ist es, im eigenen beruflichen und privaten Alltag Diskriminierungen von Sinti*ze und Rom*nja erkennen und ihnen kompetent und sicher begegnen zu können. Im Mittelpunkt steht zum einen die Vertiefung einer selbstreflexiven und diskriminierungssensiblen pädagogischen Haltung, zum anderen werden die Teilnehmenden ermutigt, Ideen und Konzepte zu entwickeln, um Antiziganismusprävention in die eigene pädagogische Arbeit thematisch zu integrieren.

Hierfür wechseln sich digitale Präsenzphasen und Selbstlernphasen ab. Die Reihe startet am Samstag, 10. Oktober 2020. Eine Teilnahme an allen Seminaren und Workshops sowie die eigenständige Vorbereitung auf die Blockveranstaltungen werden vorausgesetzt. Alle Personen erhalten nach ihrer erfolgreichen Teilnahme ein Zertifikat.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine Anmeldung per E-Mail an Regina Bossert, Leiterin der LpB-Außenstelle Heidelberg, ist notwendig (regina.bossert@lpb.bwl.de). Ihre Ansprechpartnerin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist Dinah Wiestler (TRANSFER TOGETHER).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer "Weiterbildung: Antiziganismus erkennen und begegnen [PDF; ca. 0,3 MB]"

Akademischer Mitarbeiter gesucht! (100%, bis TV-L EG 13)

Unbefristete Stelle zum 1. April 2021 im Fach Deutsch mit Schwerpunkt auf „Kinder- und Jugendliteratur und ihre Didaktik“

Aufgaben: Lehre im Bereich „Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik“ für alle Bachelor- und Masterstudiengänge, einschließlich Profillinie „Deutsch als Zweitsprache“. Die Lehrverpflichtung richtet sich nach der LVVO, derzeit sind 14 SWS vorgesehen. · Geschäftsführung des Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur sowie Mitwirkung und Mitarbeit am konzeptionellen Ausbau und Organisation des Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur · Beratung und Begleitung Studierender in der schulpraktischen Ausbildung (...)

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Weitere Aufgaben
· Mitarbeit in der Selbstverwaltung und Bereitschaft zur Übernahme von Aufgaben wie z.B. Modulverantwortung und Durchführung von Modulprüfungen
· Mitwirkung an der Internationalisierung der Hochschule

Einstellungsvoraussetzungen
· erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium Germanistik bzw. Lehramtsstudium Deutsch (1. Staatsexamen oder Master)
· Lehr- und Arbeitsprofil mit Schwerpunkt im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Didaktik sowie Leseförderung
· Lehrerfahrungen an einer Hochschule

Erwünscht
· Promotion im Bereich der germanistischen Literaturwissenschaft und/oder -didaktik
· schulpraktische Erfahrungen oder Erfahrungen in schulbezogenen Arbeitskontexten
· Bereitschaft zur Beteiligung an einem Lehrangebot im Bereich „Literaturdidaktik und Inklusion“
· Sprachkenntnisse in Englisch (B2) sowie Bereitschaft zur Mitwirkung an einem englischsprachigen Lehrangebot
· Eigenständigkeit, Kommunikations- und Kooperationskompetenzen
· Kenntnisse im Bereich digitaler Lehre

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese übersenden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen bis zum 22. Oktober 2020 unter Angabe des Kennworts „AM Deutsch“ in ausschließlich elektronischer Form in einem einzigen PDF-Dokument an Frau Sabine Hertel (E-Mail).

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum August-Newsletter:

 

Eingangsbereich der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Arbeitskreis Pädagogik der Lernförderung am 1./2.10.

Fachgespräch in der Hochschule mit Expertinnen und Experten

Am 1. und 2. Oktober 2020 findet an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das seit 2012 regelmäßig stattfindende, Fachgespräch des Arbeitskreises Pädagogik der Lernförderung statt. Das Treffen sollte ursprünglich im März sein, wurde aber Corona-bedingt verlegt. Weitere Informationen folgen rechtzeitig. Ihre Ansprechpartnerin an der Hochschule ist Professor Dr. Birgit Werner.

"Rendezvous im Garten" am 10./11.10.

Europaweite Veranstaltung – Beteiligung des Ökogartens der Hochschule

Leben und Wohlfühlen im Garten - das trifft nicht nur auf Menschen zu. Natur- und Umweltschutz sind nicht nur wichtig in Naturschutzgebieten, sondern auch in von Menschen genutzten Räumen. Garten und Wohnumfeld können zu wertvollen Biotopen werden, wenn einfache Grundsätze ökologischen Arbeitens wie Grundwasserschutz, Förderung der Biodiversität, Vermeidung von Torf oder chemisch-synthetischer Zusätze berücksichtigt werden. Zudem erhöht sich so auch die menschliche Lebensqualität.

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Beim "Rendezvous im Garten" können am Sonntag, 7. Juni 2020 bei zahlreichen Veranstaltungen spannende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt des Gartens gewonnen werden. Auch der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beteiligt sich an der internationalen Aktion. Veranstaltungsbeginn ist 14.00 Uhr im Klausenpfad (D-69120 Heidelberg).

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/oekogarten.

"Rassismuskritik in Gesellschaft und Schule" am 13.10.

Antidiskriminierungsgespräche: Ein Online-Live-Impulsvortrag mit Professor Dr. Karim Fereidooni, Ruhr-Universität Bochum

Schulen und andere Bildungsreinrichtungen sind Orte, an denen diverse Lebensentwürfe aufeinandertreffen. Im Rahmen der Onlinereihe "Antidiskriminierungsgespräche: Herausforderungen und Perspektiven für die Bildungsarbeit" soll ein diskriminierungskritischer Blick auf Schule und Bildung geworfen und Fragen wie diese diskutiert werden: Welche Verantwortung tragen Bildungseinrichtungen im Umgang mit Ausgrenzung und institutionellen Rassismus? Inwiefern können Schulen Orte des Empowerments für Schüler*innen mit Diskriminierungserfahrungen sein? Wie können Lehrkräfte und Multiplikator*innen der Bildungsarbeit einen Beitrag für ein gleichberechtigtes Miteinander im Schulalltag leisten?

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Die Onlinereihe wird vom Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, Mosaik Deutschland e. V. und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg organisiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und Zugangsdaten für die Onlineplattform finden Sie in Kürze unter www.mosaik-deutschland.de.

Folgende Oktober-Termine sind geplant:

  • Dienstag, 13. Oktober 2020
    18.00 bis 19.30 Uhr
    Live-Impulsvortrag: Rassismuskritik in Gesellschaft und Schule
    Zu Gast: Prof. Dr. Karim Fereidooni (Ruhr-Universität Bochum)
    Grußwort: Danijel Cubelic (Amt für Chancengleichheit, Stadt Heidelberg)
    Moderation: Dr. Veronika Schmid und Dinah Wiestler (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
  • ab Dienstag 20. Oktober 2020
    online verfügbar
    Podcast: Geschlecht und sexuelle Orientierung als Thema von Schule - Teil I
    Im Gespräch: Dr. Klemens Ketelhut (Heidelberg School of Education) mit Peter Bienwald (LAG Jungenarbeit Dresden) und Katharina Debus (Dissens)
  • ab Dienstag 27. Oktober 2020
    online verfügbar
    Podcast: Geschlecht und sexuelle Orientierung als Thema von Schule - Teil II
    Im Gespräch: Dr. Klemens Ketelhut (Heidelberg School of Education) mit Peter Bienwald (LAG Jungenarbeit Dresden) und Katharina Debus (Dissens)

Ihre Ansprechpartnerin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist Dinah Wiestler (TRANSFER TOGETHER).

Hochschulinterne Informationsveranstaltung am 14.10.

Neuigkeiten aus dem Rektorat zum Semesterbeginn

Zum Semesterbeginn lädt der Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Professor Dr. Hans-Werner Huneke, die Lehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule zu einer obligatorischen internen Informationsveranstaltung ein. Diese findet am Mittwoch, 14. Oktober 2020 Corona-bedingt online statt. Weitere Informationen finden Sie - nach Login - in der Mittwochsmitteilung vom 8. Juli 2020 unter www.ph-heidelberg.de/mimi.

Digital Autumn School on 21st to 23rd, 28th to 30th of October

HSE: A proposal on the subject "teaching in a globalised, diverse, digital world"

School teachers play a key role not only for larger educational processes, but also for individual educational success within our complex and globalised digital world. In the Digital Autumn School, offered by the Heidelberg School of Education, the student participants seek to explore the challenges, benefits and relevancy of the scholarly concept of transculturality for future teachers in countries all over the world in order to fulfil this role.

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Within the context of teacher education, applying a transcultural perspective may help reconsider the categories of race/ethnicity, gender, class or age; it questions such constructs as ‘the other’ or ‘normal’; it acknowledges interconnectedness and suggests a relational approach to linguistic, social, economic, and political aspects of our everyday and (future) professional lives. Thus, the participants aim to find out whether and in what respect transculturality may allow for a widening of perspectives and a self-reflexive shift.

The essential question to be discussed and debated by the participants of this year’s Autumn School is: What does transculturality mean to me as a future teacher?

Drawing on the expertise of school teachers and international scholars from a wide range of fields such as Educational Studies, Anthropology, Political Science and Language Studies, the participants of this Autumn School will discuss the concept of transculturality and consider its relevance for their profession as future school teachers.

The event is open to student participants enrolled in teacher training programmes and will take place online from October 21st to 23rd and from October 28th to 30th. An application by e-mail indicating your motivation for participation as well as details about your current study programme is necessary until September 20th 2020.

You can find further information under www.hse-heidelberg.de/autumn-school-transculturality.

Anzahl der Lehramtsprüfungen um 42 Prozent gestiegen

Pädagogische Hochschulen liegen bei Zahlen vor Universitäten – 400 neue Studienanfängerplätze und PR-Kampagne zeigen Wirkung. Text: Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg

Im Gegensatz zu Referendariat und Lehrerseminar sind die Studierenden- und Absolventenzahlen in den letzten Jahren nicht zurückgegangen. Auch ist kein Trend zu mehr Studienabbrüchen festzustellen. Die Anzahl der absolvierten Prüfungen ist sogar deutlich gestiegen: Die Prüfungszahlen für WiSe 2018/19 und SoSe 2019 zeigen einen Anstieg von 42 Prozent bei Lehramtsprüfungen, von 5.183 im Jahr 2018 auf 7.378 im Jahr 2019. Hier wirken sich vermutlich die verlängerten Regelstudienzeiten sowie die Umstellung von Staatsexamen auf Bachelor/Master aus, der Trend ist aber deutlich. Der Aufwuchs gegenüber dem Vorjahr ist an den Pädagogischen Hochschulen stärker (44%) als an den Universitäten (38%).

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„Es war ein richtiger Schritt, dass wir 400 zusätzliche Studienanfängerplätze für den Studiengang Lehramt Grundschule im Studienjahr 2018/2019 eingerichtet haben. Auch mit unserer im November 2018 breit angelegten und mit dem PR Report Award ausgezeichneten Kampagne #lieberlehramt arbeiten wir daran, dass die Zahl der Lehramtsstudierenden und Absolventen langfristig weiter steigen wird“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 3. September in Stuttgart.

Der Schwerpunkt der Werbekampagne liegt auf den sogenannten „Mangelfächern“ (MINT-Bereich, Sport, Kunst, Musik, Religion, E-Technik) und dem Höheren Lehramt an Beruflichen Schulen. „Die Resonanz in den Sozialen Medien und auf Studien- und Informationsmessen ist sehr erfreulich. Wir setzen die Kampagne daher in den Jahren 2020 und 2021 fort“, so die Ministerin.

Zudem ermögliche das Wissenschaftsministerium seit dem Wintersemester 2017/2018 in einem zusätzlichen Zulassungsverfahren im Studiengang Lehramt Grundschule und im Studiengang Lehramt Sekundarstufe I Zulassungen unter Berücksichtigung der individuellen Passung in Fächern, bei denen eine höhere Auslastung wünschenswert ist. In der Regel sind diese deckungsgleich mit den sogenannten „Mangelfächern“ an Schulen.

„Nicht jeder Absolvent wird Lehrer, nicht jede Absolventin Lehrerin. Es kann viele Gründe geben, warum nach dem Studium kein Übergang in das Referendariat erfolgt. Mit Blick auf das Lehramtsstudium wollen wir mehr über den Studienverlauf in den Bachelor- und Masterstudiengängen Lehramt Grundschule und Lehramt Sekundarstufe I erfahren. Dabei sollen insbesondere Studienabbruch und Schwund im Studium sowie auch der Übergang vom Bachelor in den Master of Education in den Blick genommen werden. Deshalb haben wir eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben“, so Bauer weiter. Erste Ergebnisse der über drei Jahre laufenden Studie sollen im Sommer 2021 vorliegen.

Wie viele Lehramts-Absolventinnen und -Absolventen danach ins Referendariat und Lehrerseminar gehen, ist dem Wissenschaftsministerium nicht bekannt, da es für diese zweite Phase der Lehrerausbildung nicht zuständig ist.

Weitere Informationen
Kampagne #lieberlehramt: https://www.lieber-lehramt.de/ 
Auszeichnung PR-Oscar: https://bit.ly/3lHx2UR 

Quelle: Pressemitteilung MWK Baden-Württemberg, 3.9.2020

Neue Lernorte in Corona-Zeiten nutzen

Außerschulische Lernangebote machen den Unterricht attraktiver – auch in der Krise. Ein Gastbeitrag von Michael Pries in News4Teachers.

Auch nach der Sommerpause bestimmt die Corona-Pandemie weiter das Miteinander an Deutschlands Schulen. Dabei geht mehr, als auf den ersten Blick scheint, denn zahlreiche außerschulische Lernorte haben sich auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt und stehen bereit, um die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, den Unterricht auch in Corona-Zeiten anschaulich und vielfältig zu gestalten. Ein Gastbeitrag.

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„Auch uns hat das Corona-Virus kalt erwischt. Gerade noch waren wir bis zu den Sommerferien voll ausgebucht. Plötzlich wurden mit der ersten schleswig-holsteinischen Corona-Verfügung von einem auf den anderen Tag alle Schulklassenbesuche abgesagt“, sagt Cornelia Klaffke vom Jugend-Naturschutz-Hof Ringstedtenhof. „Wir hoffen nun, das Schlimmste überstanden zu haben. Kurz vor den Sommerferien haben wir die erste Schulklasse unter den Bedingungen unseres neuen Hygienekonzeptes begrüßen können und es hat alles gut geklappt. Die ersten Schulklassen haben sich nun für das neue Schuljahr angemeldet und wir schauen, in der Hoffnung, dass es keine 2. Coronawelle geben wird, zuversichtlich in die Zukunft.“

Noch vor den Sommerferien wurden Tagesfahrten wieder erlaubt
Mit Beginn der Corona-Krise im März wurde in allen Bundesländern per Erlass geregelt, dass Schulausflüge, Klassenreisen und Exkursionen vorerst untersagt sind. Noch vor den Sommerferien gab es dann in einigen von ihnen erste Lockerungen: Tagesfahrten waren bei Beachtung der entsprechenden Hygiene-Vorschriften wieder erlaubt. „Sämtliche gebuchten Gruppenanmeldungen für die Zeit bis zu den Sommerferien wurden storniert, wir mussten unser Haus zunächst schließen“, sagt Stefanie Bracht-Schubert von der Biosphäre in Potsdam. „Wir wünschen uns nun sehr, dass die Schulklassen im neuen Schuljahr zurückkehren und haben dafür zahlreiche Vorkehrungen getroffen. So bieten wir den Gruppen zum Beispiel unsere Regenwaldschule als Rückzugsort an und planen die Gruppenanmeldung so, dass sich nur eine Schulklasse neben den Individualbesuchern im Tropenhaus aufhält. Auf diese Weise bleibt im Tropengarten genug Freiraum und die Abstandsregeln können gewahrt werden. Außerdem bekommen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Hilfe einer App oder Arbeitsblättern die Ausstellung in Kleingruppen zu erkunden“.

Knapp 600 km südlich von Potsdam, wo im März 2019 der Erweiterungsbau der experimenta Heilbronn eröffnet wurde, war im März 2020 in den Forscherwelten von Deutschlands größtem Science Center Stille eingekehrt. In den acht hochwertig ausgestatteten Laboren für Schulklassen und Kindergartengruppen kehrten vor den Sommerferien erst allmählich kleine und große Forscher wieder zurück. Nach Absage vieler großer Ferienfreizeiten in Heilbronn hat die experimenta ihr Sommerferienprogramm deutlich ausgebaut – mit Erfolg: „Unser ganztägiges Betreuungsangebot mit festen Wochengruppen war innerhalb weniger Tage ausgebucht“ sagt Thomas Wendt, Bereichsleiter Pädagogik. „Wir hoffen nun auf einen positiven Effekt bei den Schulbesuchen“.

Lerngegenstände werden – häufig in authentischem Kontext – erlebt
Die Erweiterung des Lernraums aus dem Klassenzimmer raus, von der Theorie zur Begegnung mit dem Original, ist längst zum Bestandteil abwechslungsreichen Unterrichts geworden und auch aktuelle Forschungsergebnisse weisen auf zahlreiche positive Auswirkungen hin. Die Vorteile liegen auf der Hand: „An außerschulischen Lernorten werden die Lerngegenstände – häufig in authentischem Kontext – erlebt und nicht nur indirekt über Lernmedien vermittelt. Das erhöht die Lernmotivation, besonders auch bei leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern. Selbstbestimmtes Arbeiten in Gruppen führt außerdem dazu, dass sie sich in ihrem Tun als sinnvoll erleben“ sagt Jacob von Au, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Lehrer am Englischen Institut Heidelberg. „Konkrete, originale Lernbegegnungen stellen oft den ersten Schritt zu schwierigen Abstraktions- und Transferprozessen dar und helfen so, auch komplexe Sachverhalte leichter zu verstehen.“

Viele außerschulische Lernorte sind bereits von den Kultusministerien der Länder anerkannt, weil sie den staatlichen Bildungsauftrag in besonderer Form unterstützen. Mit Bildungspartner NRW hat das Ministerium für Schule und Bildung in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe 2005 eine besondere Initiative gestartet, um die Zusammenarbeit von Schulen mit kommunalen Bildungs- und Kultureinrichtungen zu fördern. Dort ist man überzeugt, dass gerade jetzt die Potenziale, die außerschulische Lernorte etwa in Feldern wie kultureller, historisch-politischer, naturwissenschaftlich-technischer Bildung oder Leseförderung zu bieten haben, besonders wichtig sind und sogar Beiträge zur Bewältigung der Situation leisten können. Auf der Homepage weist Bildungspartner NRW ausdrücklich auf die unterstützenden und entlastenden Aspekte hin, dort heißt es: „An den außerschulischen Lernorten sind Räumlichkeiten, Konzepte und pädagogisches Personal vorhanden, das Lehrkräften gern zur Seite steht. Außerschulische Lernorte verfügen über Hygienekonzepte und sind für die Durchführung von Projekten vor Ort unter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen gewappnet. Viele bieten auch neu entwickelte digitale oder mobile Angebote an.“

Hygienekonzepte angepasst – und Angebote ins Freie verlegt
Die Lernorte haben schnell reagiert und nicht nur ihre Hygienekonzepte angepasst. Die Naturschule Aggerbogen der Stadt Lohmar hat beispielsweise ihre Angebote so umstrukturiert, dass sie komplett im Freien stattfinden können. „Darüber hinaus haben wir das Programm Naturschule unterwegs aufgelegt, mit dem wir an die Schulen gehen, so können die sonst erforderlichen Busfahrten entfallen“, freut sich die Leiterin Sigrun Jungwirth. Ein ähnliches Konzept bietet das Erlebnismuseum Lernort Natur der Kreisjägerschaft Aachen mit seiner rollenden Waldschule. Aber auch in den anderen Bundesländern haben die Lernorte ihre Konzepte und Angebote überarbeitet und an den Erforderlichkeiten ausgerichtet: „Wenn Schulklassen mit einem Rallyebogen durch die Ausstellungsräume des Deutschen Auswandererhauses laufen, können sie ohne weiteres die Mindestabstände einhalten. Darüber hinaus haben wir neue Konzepte für Führungen mit speziellen Headsets entwickelt, die wir zu Beginn des neuen Schuljahres 2020/21 anbieten. So können sich die Schüler frei in den Ausstellungsräumen bewegen“, sagt Astrid Bormann vom Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven.

In Zeiten der Kontaktbeschränkungen bieten viele Einrichtungen abwechslungsreiche Online-Workshops, Livestreams, interaktive Social Media-Aktionen und interessante virtuelle Informationen aus der Welt der Wissenschaft an. Unterhaltung mit Mehrwert versprechen anschauliche Experimente, die jeder zu Hause mit einfachen Mitteln durchführen kann: Da lässt sich mit einem Luftballon ein Wasserstrahl verbiegen oder auf dem experimenta-YouTube-Kanal beobachten, wie sich zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Dichte verhalten, wenn sie gemischt werden. Dennoch setzen die außerschulischen Lernorte auf die Rückkehr der Schüler*innen im neuen Schuljahr. Denn: Digitaler Unterricht ist, wie die Krise gezeigt hat, eine gute, wichtige und inzwischen in mancher Hinsicht auch notwendige Ergänzung schulischen Lernens. Er kann die Begegnung mit dem Original und das soziale Lernen in der Gruppe aber nicht ersetzen. Nur eine vielfältige Bildungslandschaft mit einem bunten Strauß an Lernorten und Lernmethoden nimmt Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von ihrer Vorbildung, ihrer Biographie und ihren Lernerfahrungen mit.

Das Verbot von Klassenfahrten, das in manchen Bundesländern noch mindestens bis zum kommenden Schulhalbjahr gilt, sorgt auf beiden Seiten für Unsicherheit. Während bei den Lernorten von einem Moment auf den anderen alle Buchungen storniert wurden und die Geschäftsgrundlage wegfiel, wussten die Lehrer*innen nicht, wie mit den geleisteten Anzahlungen oder Stornokosten umzugehen war und sahen sich Eltern gegenüber, die ihre Beiträge zurückforderten. Die Situation ist weiter unübersichtlich. Während in einigen Bundesländern die Schulen schon wieder Klassenreisen buchen, sind in anderen sogar Tagesexkursionen bis zu den Herbstferien verboten. „Hier müssen schnellstmöglich neue Regelungen getroffen werden. Die Lehrerinnen und Lehrer brauchen Klarheit, ob sie auch in unsicheren Zeiten Exkursionen buchen und gegebenenfalls kostenfrei von ihren Buchungen zurücktreten können, während die außerschulischen Partner bei der Kompensierung der Einkommens- und Verdienstausfälle nicht allein gelassen werden dürfen. Die Existenz zahlreicher außerschulischer Bildungsangebote ist bedroht und damit wichtige Unterstützung bei der Vermittlung von Zukunftsthemen wie Klimaschutz und Demokratieverständnis. Die Bildungslandschaft würde damit einen beachtlichen Teil seiner Vielfalt einbüßen“, sagt Theodor Niehaus, Präsident des Didacta Verbandes. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass die Beteiligten Planungssicherheit erhalten. Die Kultusministerien könnten beispielsweise eine Versicherung für Schulen und Lernorte schaffen, die bei coronabedingten Ausfällen einspringt.“

Das soziale Miteinander im Klassenverband wieder neu einüben
Mit weiteren Forschungen und wachsenden Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Virus wird sich zeigen, welche Verhaltensregeln nur kurzzeitig wichtig waren und welche eventuell dauerhaft erhalten bleiben. Alltagsnotwendige Kompetenzen, wie zum Beispiel die Fähigkeit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, erwerben Schülerinnen und Schüler oft in der ungewohnten Situation am außerschulischen Lernort. „Nicht nur alltagstaugliche Hygiene-Regeln, sondern auch das soziale Miteinander im Klassenverband kann zum Beispiel im Umgang mit Tieren wieder neu eingeübt werden“ sagt Annette Müller-Clemm von der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof. „Ich möchte den Verantwortlichen in den Ministerien und Schulämtern und den Lehrerinnen und Lehrern Mut machen, einen unserer zahlreichen Lernorte zu besuchen. Sowohl die Hygiene- als auch die Bildungskonzepte sind nach den Sommerferien auf dem neuesten Stand.“

Durch die Pandemie und ihre Auswirkungen wurden außerdem weitere wichtige Themen in den letzten Monaten aus den Augen verloren. „Während Anfang des Jahres die Fridays for Future-Demonstrationen noch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen, hat Corona die öffentliche Wahrnehmung verändert und es ist um den Klimawandel ruhig geworden“, sagt Henrike Welpinghus vom Klimahaus in Bremerhaven. „Optimistisch schauen wir jetzt aber nach vorne und planen beispielsweise für den Herbst ein internationales Symposium zum Thema How to? From ClimateKnowledge to ClimateAction, denn die Klimaschutz-Bewegung lässt sich von Corona nicht aufhalten.“

Der Autor
Dr. Michael Pries ist Sprecher vom Ausschuss Außerschulisches Lernen im Didacta Verband, der die Interessen von Organisationen und Unternehmen der Bildungswirtschaft vertritt und sich für den Einsatz hochwertiger Lehr- und Lernmittel sowie eine bedarfsgerechte Ausstattung von Lernorten engagiert.

Quelle: News4Teachers, 15. September 2020

25 Jahre HBSC-Jugendgesundheitsstudie Deutschland

Jüngste Ergebnisse im „Journal of Health Monitoring“ veröffentlicht

Seit 25 Jahren gibt es die HBSC-Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit in Deutschland. Ihre Ergebnisse haben seither viele Schlagzeilen in den Medien generiert. Die neueste könnte nun lauten: Nur zehn Prozent der Mädchen und knapp 17 Prozent der Jungen zwischen elf und 15 Jahren bewegen sich täglich etwa 60 Minuten, wie es die Weltgesundheits-organisation (WHO) empfiehlt. Denn das ist eines der Ergebnisse, die der Befragungszeitraum 2017/18 hervorgebracht hat. Das „Journal of Health Monitoring“ des Robert Koch-Instituts widmet seine aktuelle Ausgabe nun schwerpunktmäßig den Ergebnissen des jüngsten Erhebungszyklus der HBSC-Deutschland-Studie (www.rki.de/johm-hbsc).

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HBSC steht für „Health Behavior in School-aged Children“ und ist eine internationale Studie unter der Schirmherrschaft der WHO. „Mittlerweile liegen sieben Wellen dieser weltweit einzigartigen Studie vor, an der sich 50 Länder beteiligen. Die HBSC-Studie stellt damit den zentralen Referenzpunkt in der international vergleichenden Kinder- und Jugendgesundheitsforschung dar und ist eine der weltweit größten Studie dieser Art“, sagt Prof. Dr. Matthias Richter vom Institut für Medizinische Soziologie der Medizinischen Fakultät der Universität Halle, bei dem die Studienleitung für Deutschland liegt.

Die Daten für Deutschland sind an sechs Standorten generiert worden. An der jüngsten der alle vier Jahre stattfindenden Befragungsrunden, dem Survey 2017/18, konnten Daten von 4.347 Mädchen und Jungen im Alter von elf, 13 und 15 Jahren an 146 Schulen in Deutschland ausgewertet werden. Untersuchte Themen sind subjektive Gesundheit und Wohlbefinden, Bewegungs- und Ernährungsverhalten, Körperzufriedenheit und Geschlechterrollenorientierung, (Cyber-)Mobbing sowie Substanzkonsum. Die freiwillige Befragung ergab dabei folgende Ergebnisse:

Subjektive Gesundheit und Wohlbefinden: Die meisten Kinder und Jugendlichen schätzen ihre Gesundheit positiv ein und sind zufrieden mit ihrem Leben. Jedes dritte Mädchen und jeder fünfte Junge leidet jedoch unter multiplen psychosomatischen Beschwerden wie Einschlafproblemen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Bauchschmerzen. Beeinträchtigungen im subjektiven Wohlbefinden liegen vor allem bei Mädchen, älteren Jugendlichen, jenen mit niedrigerem familiären Wohlstand sowie bei hoher schulischer Belastung vor. Eine hohe familiäre Unterstützung ist hingegen mit einem besseren subjektiven Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen assoziiert.

Bewegungs- und Ernährungsverhalten: Die oben angegebenen niedrigen Zahlen im Bewe-gungsverhalten stellen im zeitlichen Vergleich den niedrigsten Wert der vergangenen zwölf Jahre dar. Im Bereich des Ernährungsverhaltens berichten etwa die Hälfte der Mädchen und 59 Prozent der Jungen von einem täglichen Frühstück. Die Angaben zum täglichen Obst-, Gemüse- und Softdrinkkonsum deuten weitergehend auf einen Bedarf zur Förderung einer ausgewogeneren Ernährung bei Jugendlichen hin. Bei allen Indikatoren des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens zeigen sich Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen. Zudem sind teilweise deutliche Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem familiären Wohlstand zu beobachten.

Körperzufriedenheit und Geschlechterrollenorientierung: Die Ergebnisse zeigen durch-schnittlich eine hohe Zufriedenheit mit dem eigenen Körper, die bei Mädchen jedoch geringer ausfällt als bei Jungen. Die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen stellt eine wichtige Entwicklungsaufgabe für die Identitätsentwicklung dar. Insgesamt wurden unter den Jugendlichen traditionelle Rollenvorstellungen überwiegend abgelehnt, wobei Jungen diesen eher zustimmten als Mädchen. Bei beiden Geschlechtern ging eine traditionelle Rollenorientierung mit geringerer Körperzufriedenheit einher. Das Hinterfragen traditioneller Rollenvorstellungen im Jugendalter kann der Prävention von Körperbildproblemen dienen.

(Cyber-)Mobbing: Trotz eines leichten Rückgangs in den vergangenen zwei Jahrzehnten machen nach wie vor viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland Erfahrungen mit Mobbing. Vier Prozent geben an, Mobbing auszuüben und über acht Prozent berichten, dass sie gemobbt werden. Ausgeübt wird es deutlich häufiger von Jungen, Opfer von Mobbing sind hin-gegen beide Geschlechter gleichermaßen. Am häufigsten sind Erfahrungen mit verbalem Mobbing, zum Beispiel Beschimpfung, Beleidigung, und relationalem Mobbing wie soziale Ausgrenzung oder Gerüchte verbreiten. Hingegen ist Online-Mobbing weniger stark verbreitet als es Berichte zum Cybermobbing vermuten lassen. Angesichts der negativen gesundheitlichen und entwicklungsbezogenen Auswirkungen von Mobbingerfahrungen sollte der Einsatz von Anti-Mobbing-Strategien und -Programmen an Schulen weiter ausgebaut werden.

Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum: Tabak und Alkohol wird unter elf- und 13-Jährigen noch vergleichsweise selten konsumiert, im Alter von 15 Jahren haben jedoch fast ein Drittel der Mädchen und Jungen Zigaretten zumindest probiert. Jedoch rauchen nur noch drei Prozent der Jugendlichen täglich. Dagegen haben mit 15 Jahren über 70 Prozent Erfahrungen mit Alkohol gesammelt und etwa 40 Prozent der 15-Jährigen waren bereits mindestens einmal in ihrem Leben bis zum Rausch betrunken. Bei Cannabis zeigt sich, dass jedes sechste Mädchen und jeder fünfte Junge mit 15 Jahren Erfahrungen mit Cannabis gemacht hat. Im Tabakkonsum finden sich Unterschiede nach besuchter Schulform, im Alkoholkonsum nach familiärem Wohlstand. Zudem unterscheidet sich der Alkohol- und Cannabiskonsum nach Migrationshintergrund der Heranwachsenden. Obwohl Alkohol und Cannabis nicht an Heranwachsende unter 16 Jahren verkauft werden darf und Cannabis illegal ist, konsumieren Heranwachsende nach wie vor diese Substanzen. In Hinblick auf die gravierenden Folgen des regelmäßigen Substanzkonsums bleibt die Prävention nach wie vor ein wichtiges Gesundheitsziel.

Hintergrund: Deutschland beteiligt sich seit 1993/94 an der seit 1982 existierenden HBSC-Studie. Sie bildet mit der „KiGGS“-Studie des Robert Koch-Instituts die umfassendste nationale Datengrundlage zur Kinder- und Jugendgesundheit im Alter zwischen elf und 15 Jahren. HBSC bietet aufgrund des Designs zudem die Möglichkeit internationaler Vergleiche. Für die Erhebung 2017/18 war der HBSC-Studienverbund Deutschland mit folgenden Standorten beteiligt: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Medizinische Fakultät, Leitung und Koordination Prof. Dr. Matthias Richter), Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (Prof. Dr. Ludwig Bilz), Pädagogische Hochschule Heidelberg (Prof. Dr. Jens Bucksch), Universität Bielefeld (Prof. Dr. Petra Kolip), Universität Tübingen (Prof. Dr. Gorden Sudeck), und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer).

Alles aus Liebe

Mit unlauteren Mitteln zum Universitätsabschluss

Eine Mutter aus Kalifornien ist zu einer Haftstrafe von fünf Wochen verurteilt worden, weil sie ihrem Sohn mit unlauteren Mitteln zu einem Universitätsabschluss verhelfen wollte. Nachdem ihr Sohn an der Georgetown-Universität eine Verwarnung wegen nicht zufriedenstellender Leistungen erhalten hatte, zahlte die Frau einer dritten Person 9.000 Dollar, damit diese Online-Kurse an der Elite-Universität für ihren Sohn ablegt. Als einer der Kurse nur mit der Note „befriedigend“ bewertet wurde, forderte die Frau einen Preisnachlass. Vor Gericht erklärte sie, sie bedaure ihr Handeln und bat um Milde, weil sie aus Liebe zu ihrem Sohn gehandelt habe.

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Die amerikanische Bezirksrichterin Allison Burroughs sagte, die Frau habe ihren Sohn gelehrt, „dass es okay ist zu betrügen, dass es okay ist, Abkürzungen zu nehmen“. Der Sohn müsse lernen, dass man sich anstrengen und für Dinge arbeiten müsse. „Leider lernt er das hier auf die harte Art“, so die Richterin. Das Urteil ist Teil eines Hochschulskandals, in dem mehr als 50 Personen angeklagt wurden, Schmiergelder gezahlt zu haben, um ihre Kinder Prüfungen bestehen zu lassen oder ihnen mithilfe vorgetäuschter Leistungen Zugang zu bestimmten Hochschulen zu verschaffen.

Quellen: DHV-Newsletter August 2020; https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/mutter-betruegt-bei-unipruefung-fuer-ihren-sohn-haftstrafe-16862737.html