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Presse & Kommunikation

Auszeichnungen der PH Heidelberg

Juli 2020: Studentin Verena Konrad bei Stipendienprogramm FundaMINT erfolgreich

Verena Konrad, die an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Physik und Mathematik für die Sekundarstufe I studiert, ist mit dem begehrten FundaMINT-Stipendium ausgezeichnet worden. Sie gehört damit zu den nur 35 Studierenden in Deutschland, die ab Oktober 2020 sowohl ideell als auch finanziell durch die Telekom Stiftung gefördert werden. Mit dem Programm ist das Ziel verbunden, sozial engagierte Lehramtsstudierende mit (sehr) guten Studienleistungen auf ihrem Weg zum Lehrberuf bestmöglich zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/presse.

Juli 2020: Innovatives Lehr-Lern-Labor erhält LeLa-Preis in der Kategorie MINT-Bildung

Der außerschulische Lernort makeScience! wurde vom Bundesverband der Schülerlabore mit dem LeLa-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Konzept zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von MINT-Lehrkräften als nachahmenswert. Entwickelt wurde das innovative Lehr-Lern-Labor-Konzept von der Doktorandin Sabrina Syskowski (Pädagogische Hochschule Karlsruhe), seit 2019 wird es von ihr auch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erfolgreich umgesetzt. Der 2. Platz in der Kategorie "MINT-Bildung von Lehrkräften" ist mit 3.000 Euro dotiert und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gestiftet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/presse.

Juli 2020: Dr. Köb ist Fellow im Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm

Dr. Stefanie Köb (Institut für Sonderpädagogik) ist neue assoziierte Fellow im Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Förderprogram verfolgt das Ziel, exzellente Wissenschaftlerinnen zur Habilitation zu ermutigen. Köb konnte sich in dem kompetitiven Verfahren durchsetzen und gehört damit zu den 23 Prozent der Bewerberinnen, deren Antrag bewilligt wurde. Als assoziierte Fellow wird sie Zugang zu den Seminaren sowie dem Netzwerk des Programms erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/presse.

Februar 2020: Hochschulrat Professor Dr. Trumpp erhält Deutschen Krebspreis

Der Deutsche Krebspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin. Professor Dr. Andreas Trumpp, Abteilungsleiter Stammzellen und Krebs am Deutschen Krebsforschungszentrum und Hochschulrat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, hat den Preis dieses Jahr in der Sparte "Experimentelle Forschung" erhalten. Damit wird seine Arbeit gewürdigt, die wesentlich zum Verständnis der Krebsentstehung und der Ausbreitung von Krebs im Körper beigeträgt. Die Verleihung fand am 19. Februar 2020 auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin statt.

Krebsstammzellen bei verschiedenen Krebsarten identifizieren, ihre Schwachstellen aufspüren und mit diesen Erkenntnissen die Ausbreitung und Therapieresistenz von Tumoren eindämmen - das sind die Ziele, die Andreas Trumpp mit seiner Forschung verfolgt. Mit seiner grundlegenden Arbeit untermauert er laut den Preisstiftern das Konzept der Tumorstammzellen und hat dadurch wesentlich zum Verständnis der Krebsentstehung und der Ausbreitung von Krebs im Körper beigetragen.

Trumpp konnte demnach unter anderem zeigen, dass sich Blutstammzellen oft in einem schlafähnlichen Zustand befinden und dabei multiresistent sind; aktiviert werden sie erst durch den Verlust von reiferen Blutzellen oder Entzündungsprozesse. Diese Regulationsprozesse der normalen Blutbildung übertrug Trumpp auf Leukämiestammzellen und fand heraus, dass das MYC-Onkogen darüber entscheidet, ob die Leukämiestammzellen gerade aktiv sind oder sich in einer Ruhephase befinden. Diese Erkenntnis ist für die klinische Praxis deshalb wichtig, weil aktivierte Krebsstammzellen sich durch eine Chemotherapie bekämpfen lassen, während ruhende Stammzellen darauf nicht ansprechen.

Februar 2020: Meike Engelhardt ist erste Stipendiatin der Stiftung Leben pur

Meike Engelhardt (Institut für Sonderpädagogik) ist die erste Nachwuchswissenschaftlerin, die ein Stipendium der Stiftung Leben pur erhalten hat: Ihr Promotionsvorhaben im Rahmen des EU-Forschungsprojektes INSENSION, das das Leben von Menschen mit schwerer Behinderung verbessern will, wird für ein Jahr mit monatlich 650 Euro gefördert. Mit der Vergabe des Jahresstipendiums soll zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie das Leben von Menschen mit komplexer Behinderung verbessert werden kann, angeregt werden. Finanziert wird das Stipendium von der Stiftung Wohnhilfe.

Das innovative Forschungsprojekt INSENSION will mittels moderner Technik die Selbstständigkeit von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung verbessern, die nicht über Lautsprache oder mithilfe von Symbolen kommunizieren. Eben dieser Zielgruppe widmet sich das Promotionsprojekt Engelhardts; es fokussiert dabei ein ganz spezifisches Szenario: die Interaktion zwischen zwei (vergleichsweise) unvertrauten Personen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Frage, ob bzw. inwieweit Technologien die Betreuung von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung durch unvertraute Personen verbessern kann: "Für unvertraute Betreuende wie zum Beispiel eine Vertretungslehrkraft stellt das Wahrnehmen und Deuten der hoch individuellen Verhaltenssignale von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung eine große Herausforderung dar. Insbesondere dann, wenn keine Möglichkeit besteht, auf Hinweise naher Bezugspersonen zurückzugreifen", erklärt Engelhardt. "Umgekehrt ist es beispielsweise für Eltern, die diese Verhaltenssignale durch langjährige Erfahrung kennen, eine Herausforderung, ihr Kind mit schwerer und mehrfacher Behinderung von einer vergleichsweise unvertrauten Person betreut zu wissen."

Die junge Sonderpädagogin erarbeitet daher im Rahmen einer Grounded Theory Studie inwieweit Technologien einen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Betreuung durch unvertraute Personen leisten können. Hierfür befragt Engelhardt Angehörige und pädagogische Fachkräfte bezüglich ihrer Erfahrungen sowie zu Strategien und Wünschen für die Bewältigung ebensolcher Situationen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse will sie ein Konzept für eine assistive Technologie zur Unterstützung der Betreuenden entwickeln. Langfristiges Ziel ist es, dadurch die Betreuungsqualität für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung zu steigern.

Januar 2020: Norbert Giovannini für seinen Beitrag um jüdische Geschichte geehrt

Am 27. Januar 2020 wurde im Berliner Abgeordnetenhaus der "Obermayer Award 2020" an Norbert Giovannini verliehen. Der Alumni und Lehrender im Ruhestand der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erhält die Auszeichnung insbesondere für sein herausragendes Engagement zur Bewahrung jüdischer Geschichte in Heidelberg.

"Mit ihrem unermüdlichen Einsatz zeigen die diesjährigen Preisträger uns, was wir aus der Vergangenheit lernen können und welche Gefahr von Vorurteilen und Rassismus in der heutigen Zeit ausgeht", sagte Joel Obermayer, Geschäftsführer von "Widen the Circle", einer Abteilung der Obermayer-Stiftung, die sich um Programme zur Förderung von Toleranz, Versöhnung und interkultureller Verständigung kümmert und auch die Obermayer Awards verwaltet.

Giovannini, der in den 1970er Jahren an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg studierte und von 2011 bis zu seinem Ruhestand ebenda am Institut für deutsche Sprache und Literatur lehrte, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "German Jewish History Awards". Die Obermayer-Stiftung würdigt damit sein unermüdliches Engagement bei der Erforschung, Rekonstruktion und öffentlichen Vermittlung der jüdischen Vergangenheit Heidelbergs: Im Laufe seiner 30-jährigen Tätigkeit hat Giovannini nicht nur in vier Büchern und zahlreichen Artikeln die Geschichte des jüdischen Lebens in der Stadt dokumentiert, sondern auch Besuche von ehemaligen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren Nachfahren mit gestaltet. Dazu kommen die Organisation entsprechender Ausstellungen im Heidelberger Rathaus und die Mitwirkung an der Erstellung von Gedenktafeln am Standort der alten Synagoge.

Januar 2020: Studierende für herausragende Hausarbeiten im Sachunterricht gewürdigt

Das Institut für Sachunterricht der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat 2020 bereits zum zwölften Mal besonders herausragende wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden ausgezeichnet. Prämiert wurden Arbeiten, die thematisch in einer Fachdidaktik sachbezogenen Lernens in der Grundschule oder der auf diesen Lernbereich bezogenen Grundschuldidaktik angesiedelt sind. Das Preisgeld von je 200 Euro wird von Herwig Weidmann, langjähriger Geschäftsführer des Instituts für Sachunterricht, gestiftet. Weidmann war - neben dem amtierenden Direktor des Instituts Professor Dr. Friedrich Gervé - bei der Verleihung anwesend. Die Grußworte sprachen Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke und Professor Dr. Jens Bucksch, Dekan der Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften.

Die prämierten Arbeiten spiegeln den integrativen Charakter des Sachunterrichts wider und zeigen zugleich die vielfältigen Themen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Niklas Brüntink hat sich in seiner Wissenschaftlichen Arbeit beispielsweise mit dem historischen Denken in der Grundschule auseinandergesetzt und die Präkonzepte von Grundschülerinnen und -schülern untersucht. Die Wissenschaftliche Arbeit von Sebastian Hohnloser ist ebenfalls in der Grundschule angesiedelt, beschäftigt sich jedoch mit den Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler zu ausgewählten politischen Konzepten. Die Chancen und Grenzen einer nachhaltigen Ernährungsbildung in der Grundschule hat wiederum Elisabeth Fuchs analysiert. Die Chancen des Sachunterrichts für die Sprachförderung hat Emma Liew in ihrer Bachelorarbeit mit dem Titel „Sache und Sprache“ erforscht. Aus dem Bereich der Sonderpädagogik wurde die Wissenschaftliche Arbeit von Laura Knödler ausgezeichnet, die ein inklusives Kompetenzraster zum Thema „Natur und Leben“ entwickelt hat. Die Frage „Alte Geschichte und neue Medien – wie geht das?“ stellte Julia Steininger in ihrer Wissenschaftlichen Arbeit und beschäftigte sich mit dem historischen und mobilen Lernen am Beispiel eines Bounds zur römischen Geschichte Ladenburgs. Mit der Professionalisierung von Lehrkräften im Kontext Transkulturalität widmete sich schließlich Kim Laura Farries in ihrer Masterarbeit.