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Presse & Kommunikation

Auszeichnungen der PH Heidelberg

April 2021: Studentin Katrin Womelsdorf mit HaBiFo-Preis gewürdigt

Der Verband "Haushalt in Bildung und Forschung e.V." (HaBiFo) hat erneut eine Studentin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit seinem Preis für exzellente Abschlussarbeiten im Lehramt ausgezeichnet: Katrin Womelsdorf erhielt den HaBiFo-Preis 2021 für ihre Bachelorarbeit "Fleisch als Nahrungsmittel – der blinde Fleck der Ernährungsbildung?". 2019 war bereits Lisa Wolff mit dem Preis gewürdigt worden.

Katrin Womelsdorf verfolgt in ihrer Bachelorarbeit die Frage, welche Bedeutung die Entfremdung der Verbraucher:innen von Nutztieren und den Prozessen der Fleischproduktion für die schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung hat. Dies hat sie mit einem interdisziplinären und mehrperspektivischen Ansatz fundiert umgesetzt und reflektierte Schlussfolgerungen für die Fachdidaktik entwickelt. Womelsdorf hat mit der Arbeit den Bachelor-Studiengang Bildung im Sekundarbereich (Bezug Lehramt Sekundarstufe I) abgeschlossen und studiert derzeit im Master of Education Profillinie Lehramt Sekundarstufe I.

Januar 2021: Dr. Nicola Kluß und ihr Tutorinnen-Team erhalten Sonderlehrpreis

Dr. Nicola Kluß (Alltagskultur und Gesundheit) wurde mit dem Sonderlehrpreis 2020 der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt die Hochschule vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie herausragende und beispielhafte Leistungen in der digitalen Lehre. Kluß und ihr studentisches Team erhalten den mit 3.000 Euro dotierten Preis für ihr hybrides Seminar "Lernort Küche", bei dem sich die Studierenden nun primär über digitale Formate mit der praktischen Nahrungszubereitung auseinandersetzen. Neben Kluß wurde auch Professor Mario Urlaß (Kunst) mit einem Sonderlehrpreis ausgezeichnet.

"Die Zubereitung von Nahrung verbindet man in der Regel mit einer sinnlichen Wahrnehmung. Es fällt schwer, sich dies in einem digitalen Raum vorzustellen. Dr. Nicola Kluß und ihrem Team ist jedoch genau das gelungen: Sie holen die Lehrküche der Hochschule in die heimische Küche der Studierenden und begleiten sie dabei über verschiedene digitale Formate", sagt Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung. "Kluß und ihr Team haben ein hervorragendes hybrides Lehrkonzept entwickelt, in dem Feedback eine wesentliche Rolle spielt: Somit können die Studierenden des praxisorientierten Fachs Alltagskultur und Gesundheit auch während der Corona-Pandemie sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen erwerben. Ich freue mich daher sehr, ihnen einen der beiden Sonderlehrpreise 2020 zu verleihen."

Das Team um Kluß war von den Professorinnen Dr. Angela Häußler und Dr. Katja Schneider (Institut für Gesellschaftswissenschaften) für den Preis vorgeschlagen worden: "Das Seminar 'Lernort Küche' stellt einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt in der Ausbildung der angehenden Lehrer:innen im Fach Alltagskultur und Gesundheit dar. Es war daher ein wesentliches Ziel der Corona-Konzeption auch unter distanzierten Bedingungen die Verzahnung der fachpraktischen, fachdidaktischen und theoretischen Kompetenzen zu ermöglichen. Grundsätzlich ist die praktische Arbeit im Lernort Küche den auf E-Learning gestützten Elementen sicher vorzuziehen. Aber unter den gegebenen Bedingungen halten wir das von Dr. Kluß gemeinsam mit dem Tutor:innen-Team mit viel Engagement und fachdidaktischer Expertise entwickelte hybride Konzept für eine preiswürdige Anpassung."

In dem nun prämierten Seminar haben die Tutorinnen unter Leitung von Kluß zunächst Video-Tutorials zu zentralen sicherheits- und hygienerelevanten praktischen Inhalten erstellt und den Studierenden zur Verfügung gestellt. Am Ende des Sommersemesters wurden die so erworbenen Techniken und Routinen in Praxiseinheiten überprüft und vertieft. Während des Semesters fanden synchrone Sitzungen statt, die durch asynchrone Aufgaben und synchrone Sprechstunden ergänzt wurden. Für die Prüfungen filmten sich die Studierenden selbst bei der Zubereitung von vorgegebenen Rezepten und reflektierten diese im Anschluss mit Kluß.

Januar 2021: Digitales Projekt von Professor Urlaß mit Sonderlehrpreis ausgezeichnet

Professor Mario Urlaß (Kunst) wurde mit dem Sonderlehrpreis 2020 der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie würdigt die Hochschule mit der Auszeichnung herausragende und beispielhafte Leistungen in der digitalen Lehre. Urlaß erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis für sein Praxisprojekt "Es grünt so grün... Künstlerisches Experimentieren und Forschen", bei dem verschiedene Online-Plattformen eingesetzt und die Studierenden laut dem Senat der Hochschule vorbildlich einbezogen wurden. Neben Urlaß hat auch Dr. Nicola Kluß (Alltagskultur und Gesundheit) einen der beiden Sonderlehrpreise erhalten.

"Das Lehrkonzept von Professor Mario Urlaß zeichnet sich durch den stimmigen Einsatz verschiedener Online-Plattformen wie Instagram, Stud.IP und Zoom aus. Hierdurch erwerben die angehenden Kunst-Lehrer:innen wichtige Medienkompetenzen. Es gelingt Urlaß durch einen großen persönlichen Einsatz zudem, die Studierenden auch online zu eigenen künstlichen Projekten zu motivieren. Er fördert somit sowohl ihre Selbst- als auch ihre Methodenkompetenz", so Professorin Dr. Vera Heyl. Es sei der Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung daher eine große Freude, Professor Urlaß einen der beiden Sonderlehrpreise 2020 zu verleihen.

Wie kann es gelingen, in ausschließlicher Online-Lehre bei Studierenden künstlerische Denk- und Handlungsformen sowie eigene Positionierungen in künstlerischen Werken zu initiieren? Dieser Aufgabe stellte sich Mario Urlaß, Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, im Corona-Semester 2020.
In synchronen Online-Sitzungen sollten sich die Studierenden zunächst fachwissenschaftlich forschend mit dem Thema "Mensch-Natur-Verhältnis" auseinandersetzen. Urlaß stellte den Studierenden zudem jede Woche eine Impulsaufgabe, die auch außerhalb der Hochschule umgesetzt werden konnten. Dabei zeigte der Professor großen persönlichen Einsatz: Etwa indem er sich zur Inspiration jede Woche vor der Kamera selbst neu künstlerisch inszenierte oder indem er den Studierenden per Post Materialien schickte, die sie für eigene Projekte nutzen konnten. Diese wurden in der Lernplattform Stud.IP hochgeladen und gemeinsam reflektiert.
Neben den synchronen Sitzungen arbeiteten die Studierenden zudem per Video in Kleingruppen zusammen. Dabei wurden sie durch Urlaß individuell beraten und betreut. Als Alternative zu der traditionellen Vernissage im Kunstfoyer setzte Urlaß gemeinsam mit den Studierenden auf Instagram den Account @itgreensgreen auf. Hier präsentieren die Studierenden seitdem ihre Arbeiten und vernetzen sich darüber hinaus mit anderen.

Die Studierenden unterstützen die Auszeichnung: Urlaß habe trotz der Corona-bedingten Herausforderungen "seine Seminarstunden in didaktischer Hinsicht vielfältig organisiert und verwirklicht, sodass keine Monotonie aufkam und ein hoher Lernzuwachs entstand". Die Studierenden betonen zudem den Wert, den Kunst gerade in Pandemiezeiten hat: "Durch das Seminarthema und die intrinsisch geweckte Motivation konnten dem Shutdown-Alltag entflohen und kreatives Potenzial freigesetzt werden. Der Auftrag, mit geschärften Blick durch die Welt zu gehen, brachte Abwechslung und Freude in den Tag."