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Hochschulzertifikat (Advanced Studies): Religiös begründeter Extremismus; Islamismusprävention in Bildungseinrichtungen

Unser Angebot
Das Weiterbildungsmodul „Religiös begründeter Extremismus; Islamismusprävention in Bildungseinrichungen“ richtet sich an Lehrkräfte sowie an schulnah arbeitende Pädagog:innen. Es befähigt die Teilnehmenden dazu, Formen und Wirkungsweisen religiös begründeten Extremismus in Bildungsinstitutionen zu erkennen und vermittelt ihnen pädagogische Handlungskompetenz u. a. für die Sensibilisierungsarbeit, den Umgang mit konkreten Verdachtsmomenten, die Elternarbeit und die Weiterentwicklung der institutionellen Rahmenbedingungen.
So können die Absolvent:innen verschiedene Formen der Ansprache durch religiös motivierte Extremisten sowie deren Wirkmechanismen und Phasen der Radikalisierung erkennen und passende Interventionsmöglichkeiten auswählen. Sie kennen die wichtigsten Akteure der Prävention und wissen, wie die Prozesse der Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit ablaufen. Das Angebot zielt auf eine Weiterentwicklung der fachlichen, der didaktisch-methodischen sowie der personalen Kompetenzen der Teilnehmenden im Umgang mit religiösem Extremismus.

Das Lern-Lehr-Setting*
Die Weiterbildung ist in drei thematische Blöcke unterteilt, die jeweils zwei Seminartage in Präsenz und eine Selbstlernphase von 6-8 Wochen umfassen. Jeder dieser Blöcke kombiniert forschungsbasierten Input, Fallbeispiele, konkrete Anwendungsaufgaben für den jeweiligen Arbeitskontext sowie den Austausch in der Gruppe. Während der Selbstlernphasen eignen sich die Teilnehmenden mithilfe von Studienbriefen Inhalte an, welche der Vorbereitung sowie der Vertiefung der Seminartage dienen. An den Präsenztagen treffen Sie sich an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für Präsentationen, Übungen und Austausch.

*Hinweis: Änderungen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen im Zuge der Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie behalten wir uns vor.

Programm und Termine

Einführung in Extremismus und Radikalisierung: Erscheinungsformen, Begrifflichkeiten und aktuelle Entwicklungen
Seminarblock mit Prof. Dr. Havva Engin (PH Heidelberg) und Dženeta Isaković (Mosaik Deutschland e.V.)

Im ersten Block werden die Teilnehmenden in die soziologischen, psychologischen und rechtlichen Grundlagen der Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Extremismus eingeführt. Sie lernen verschiedene Formen von religiös motiviertem Extremismus kennen; erhalten Einblicke in den Prozess der Radikalisierung von Jugendlichen und lernen aktuelle Entwicklungen insbesondere in Europa und Deutschland kennen und historisch begründet zu verstehen.

Freitag, 3.12.2021, 16.00 – 20.00 Uhr'
Samstag, 4.12.2021, 10.00 – 17.00 Uhr

Islamistische Radikalisierung und Rekrutierung: Möglichkeiten der (pädagogischen) Intervention
Seminarblock mit Günther Bubenitschek (WEISSER RING e.V.) und Dženeta Isaković (Mosaik Deutschland e.V.)

Im Zentrum dieses Blocks stehen die realen Orte und virtuellen Räume der salafistischen Ansprache und Rekrutierung. Islamismus/Salafismus wird als jugendkulturelles Radikalisierungsphänomen analysiert. An Fallbeispielen werden Möglichkeiten des Umgangs mit Verdachtsfällen und Optionen für eine wirkungsvolle Intervention erörtert.


Freitag, 14.1.2022, 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 15.1.2022, 10.00 – 17.00 Uhr

Salafismusprävention und De-Radikalisierungs- programme in Bildungsinstitutionen
Seminarblock mit Prof. Dr. Havva Engin (PH Heidelberg) und Dženeta Isaković (Mosaik Deutschland e.V.)

In diesem Block erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die institutionellen Strukturen zur Prävention in den verschiedenen Bundesländern sowie über außerschulische und schulische Präventionsprogramme. Darüber hinaus präsentieren sie der Seminargruppe die selbst erarbeiteten Fallanalysen aus ihrer Praxis und stellen diese zur Diskussion.

Freitag, 4.3.2022, 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 5.3.2022, 10.00 – 17.00 Uhr

Abschluss
Voraussetzung für den Erwerb des Hochschulzertifikates mit 6 ECTS ist eine mit „bestanden“ bewertete Prüfungsleistung sowie eine regelmäßige Teilnahme. Die Prüfungsleistung umfasst eine Fallanalyse mit Präsentation und schriftlicher Ausarbeitung (mind. 10 Seiten).

Teilnahmevoraussetzungen
Mindestanzahl sind 15 Teilnehmende. Die Teilnehmenden müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium (im Mindestumfang von 180 LP oder mit mindestens dreijähriger Regelstudienzeit) oder eine abgeschlossene Ausbildung, die dem Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens entspricht, sowie erste Berufserfahrungen im Bildungs- oder Ausbildungsbereich nachweisen.

Teilnahmegebühr
150 Euro. Die Teilnahmegebühr umfasst 6 Seminartage inklusive Catering, drei Studienbriefe, die Begutachtung der schriftlich ausgearbeiteten Fallanalyse sowie die Ausstellung des Zertifikats.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich über unsere Homepage hier verbindlich an.
Eine endgültige Zulassung zum Zertifikatsstudium wird erst nach Prüfung Ihrer Zugangsvoraussetzungen stattfinden. Wir werden Sie per E-Mail um die (digitale) Einsendung entsprechender Nachweise bitten. Alle weiteren Informationen zu Ihrer Zulassung und die Zulassungsbestätigung erhalten Sie von uns per E-Mail. Ein Rechnungsschreiben werden Sie postalisch erhalten.

Wir freuen uns auf Sie!
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