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Sprachheilpädagogik

Teaching Teacher in Times of Inclusion (TeTeTi)

Lehrer:innenbildung in Zeiten von Inkklusion

Dauer: 02/2022 – 02/2025

DieBetreuung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf sieht in den verschiedenen europäischen Ländern und innerhalb der einzelnen Länder unterschiedlich aus, sowohl in Bezug auf die verantwortlichen Lehrer*innen (Förderschullehrer*innen mit fachspezifischen Kompetenzen, Förderschul*lehrerinnen mit förderschwerpunktübergreifenden Kompetenzen, Sonderpädagog*iinnen, Regelschullehrer*innen mit Spezialisierung über Aus- und Weiterbildungen, Schulische Heilpädagog*innen), als auch in Bezug auf das Schulsystem (Inklusion, spezialisierte Förderschulen, spezialisierte Kompetenzzentren, Kombination unterschiedlicher Modelle). Die unterschiedliche Ausrichtung führt zur Frage der bestmöglichen Beschulung der Kinder und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf und somit auch der bestmöglichen Aus- und Weiterbildung der verantwortlichen Fachkräfte.

Ziele

Das Ziel der kooperativen Partnerschaft besteht darin, einen Austausch auf internationaler Ebene herzustellen, um v.a. die Aus- und Weiterbildung der Lehrer*innen, die Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf unterrichten, in den verschiedenen Ländern zu beleuchten, zu vergleichen und um somit Rückschlüsse auf die Anforderungen an die Lehrkräftebildung ableiten zu können, insbesondere bezogen auf den in vielen europäischen Ländern gesetzlich verankerten Inklusionsauftrag. Zudem soll die Aus- und Weiterbildung in Zusammenhang mit dem jeweiligen Schulsystem kritisch hinterfragt werden. Hierzu gehören sowohl inhaltliche Aspekte wie Bildungspläne, Curricula u.ä. als auch organisatorisch-strukturelle Aspekte wie Zeitpunkt der Ausbildung, Ausbildungsdauer, förderschwerpunktspezifische versus inklusionsorientierte Anlage der theoretischen und berufspraktischen Phasen etc. sowie die Vernetzung theoretischer Phasen mit Praxisanteilen, die in unterschiedlichen Settings eingelöst werden. Der Austausch soll zuerst auf der Ebene der Ausbilder*innen, dann auf der Ebene der aktuellen und zukünftigen Lehrkräfte erfolgen. Grundlegend soll dadurch auch ein Netzwerk zum Erhalt sonderpädagogischer Expertise in inklusiven Settings etabliert werden, das zu möglichen gemeinsamen übergreifenden Tagungen oder Ausbildungsbausteinen führen kann.

Geplante Aktivitäten

Der Austausch findet anhand verschiedener kooperativer Treffen statt: Grundlegend finden digitale und persönliche transnationale Treffen im Rahmen des Projektmanagements zur Planung des Projektes und der transnationalen Lern- und Austauschforen statt. Videokonferenzen dienen der Bestandsaufnahme, mit dem Ziel das Berufsbild in den einzelnen teilnehmenden europäischen Ländern bzw. Regionen zu beschreiben, das jeweilige System der Aus- und Weiterbildung zu analysieren, die Praxisanteile zu bestimmen, die Fachspezifik der Ausbildung in den einzelnen Fachrichtungen (Sprache, Hören, Sehen, Geistige Entwicklung etc.) zu ermitteln, die Ausbildungsinhalte zu erfassen. Zusätzlich sollen vier persönliche Treffen zum Projektmanagement stattfinden, bei denen jeweils 1-2 Personen jeder Institution als Kerngruppe beteiligt sind. Als inhaltliche Vertiefung der kooperativen Partnerschaft sind vier zwei- bis dreitägige Lern- und Austauschforen geplant, die rotierend je einmal an jedem Teilnehmer*innenstandort ausgetragen werden und sich unterschiedlichen Themenschwerpunkten widmen (z.B. spezifische Besonderheiten der Ausbildung einzelner Fachrichtungen im Hinblick auf Inklusion). Dabei geht es auch um den Aufbau eines kooperativen Netzwerkes zur Kooperation für die Vermittlung von fachrichtungsspezifischen bzw. inklusiven Ausbildungsinhalten und um die Vernetzung von Fachpersonen mit ähnlichen Schwerpunkten in der EU.

Geplante Ergebnisse

Der Austausch auf internationaler Ebene zwischen den Ausbilder*innen und der zusätzliche Einbezug der aktuellen und zukünftigen Lehrkräfte, führt dazu, dass Unterschiede in der Aus- und Weiterbildung zwischen den teilnehmenden Organisationen kritisch beleuchtet und reflektiert werden können. Die unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen sollen in Übersicht (Synopse) der unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsmodalitäten für Lehrkräfte in den beteiligten Staaten eingehen, die anschließend in digitaler Form veröffentlicht werden. Dabei sind schriftliche Zusammenfassungen sowie digitale Präsentationen anhand von barrierefreien Erklärvideos geplant. Die Videos sollen auf Deutsch, Englisch und Französisch und zusätzlich im Zuge der Inklusion jeweils in leichter Sprache und mit Gebärdensprache bzw. Untertiteln verfügbar sein, um Lehramts- und Weiterbildungsinteressierten sowie Ausbilder*innen und politisch Verantwortlichen eine Orientierung zu geben. Vorschläge bezüglich einer Anpassung der Aus- und Weiterbildungsschwerpunkte und -inhalte und der Gewichtung der Vermittlung theoretischer Grundlagen und Praxisanteile könnten in einem weiteren Schritt daraus abgeleitet werden. Mit einer vergleichenden Übersicht über die Aus-, Fort- und Weiterbildungssysteme können zukünftig transnationale Fortbildungen gezielt zu konzipieren und im Rahmen des kooperativen Netzwerkes weiterentwickelt werden.

Teilnehmende Organisationen

  • Pädagogische Hochschule Heidelberg (D)
  • Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Heidelberg (D)
  • Autonome Hochschule Ostbelgien (B)
  • Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems (Ö)
  • Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HFH Zürich (CH)
  • Centre de Logopédie (LUX)