Institut für GesellschaftswissenschaftenSportwissenschaft / Sportpädagogik

PH-Tanzwerkstatt

Für Mitglieder der Tanzwerkstatt. Kontaktaufnahme bei Vorerfahrungen im Tanz via E-Mail: hafner1(at)ph-heidelberg.de.

Wintersemester 2018/19

dienstags 14-16 Uhr

Name: Entscheide selbst!
Musik: The XX: Heart Skipped a Beat

Kommentar:
Bildung zur kulturellen Teilhabe ist in Auseinandersetzung mit den (Tanz-)Künsten als Voraussetzung für ein geglücktes Leben in seinen personalen und strukturell-gesellschaftlichen Dimensionen bestimmt (Bamford, 2006; Palme, 2006; Fuchs, 2008; Ermert, 2009; Erdelez, 2016; Neuber et al., 2017). Damit das Tanzen glücklich machen kann, muss es gelingen,
„Individuen zu einem selbststimmten Leben, zur Entdeckung und Entfaltung ihrer expressiven Bedürfnisse sowie zur aktiven Teilhabe an Kultur zu befähigen. In einer Welt, deren soziale, politische und ökonomische Prozesse von einer Fülle ästhetischer Medien geprägt werden, wird kulturelle/musisch-ästhetische Bildung zu einer wichtigen Voraussetzung für autonome und kritische Teilhabe an Gesellschaft und Politik“ (Autorengruppe Bildungsberichterstattung, 2012, S. 157).

Selbst entscheiden zu können ist das wohl wichtigste und konsensfähigste Produkt genereller Bildung sowie ausdrücklich kultureller Bildung. Weil das Bestreben von Bildungsprozessen mehrdeutig ist, wendet sich der tanzchoreografische Auftrag dieser Semesterarbeit in der Tanzwerkstatt gegen eine auf die Gesamtverfassung von Allen gerichtete Bedeutung. Individueller Erwerb, persönliche Entwicklung und eigene Fähigkeiten stehen im Mittelpunkt der Ausgestaltung.
Sich in Tanzprozessen selbstständig entscheiden zu können gelingt dabei nicht frei von tänzerischen Beziehungserfahrungen und Befähigungen. Die Tanzenden sollen lernen, ihre tanzkulturell moralische, instrumentelle oder emotionale Welt mittels Vorentscheidungen zu arrangieren, selbstkritisch zu hinterfragen und sich gegebenenfalls mit den Wahrnehmungsangeboten nicht einverstanden zu erklären.
Mit Unterstützung der Cunningham-Methode, bei der einer jeder Bewegung, jede andere folgen kann und jede Bewegung erlaubt ist, können dazu Zufallsprozesse angeboten werden.

Interessenten an diesem Projekt melden sich, bei Mittteilung Ihrer Tanzkenntnisse unter hafner1@ph-heidelberg.de, an und bringen bitte ein altes Kopfkissen, ohne Bezug, zur jeweiligen Veranstaltung mit (Students firts=StEP-Bezug=Selbstkostenbeitrag bei Kreativprojekten?).

Folgende Veranstaltungstypen können durch die Tanzwerkstatt abgedeckt werden.
Lehramt 2011:
Modul 3: Neigungsbereich: Lernaufgabe: Choreografieren einer Tanzgruppengestaltung und Lehren im Inhaltsfeld Tanzen-Gestalten-Darstellen

Oder

Projektseminar: Lernaufgabe: Organisieren einer Tanzaufführung und präsentieren einer Tanzgruppengestaltung

BA 2015:
Handlungsfeld II (Indoor): Lernaufgabe: Choreografieren einer Tanzgruppengestaltung und Lehren im Inhaltsfeld Tanzen-Gestalten-Darstellen

Oder

Handlungsfeld III (Projekt): Lernaufgabe: Organisieren einer Tanzaufführung und präsentieren einer Tanzgruppengestaltung

Bitte beachten Sie die für den jeweiligen Veranstaltungstypus unterschiedlichen Lernaufgaben und Bewertungsmatrizen.

Bewertungsmatrix für das Handlungsfeld II - Indoor-Activities

Lernaufgabe: Choreografieren einer Tanzgruppengestaltung und Lehren im Inhaltsfeld Tanzen-Gestalten-Darstellen


Prozessbezogene Aufgaben

Name

Punkte/Note

Choreografieren – Gestaltungsbefähigung

·        Bewegungssequenzen in verschiedenen zeitgenössischen Tanzstilen kombinieren

·        Objekte und thematische Aufforderungen (Geräte, Themen, Partner) für Gestaltungszwecke deuten

·        Geeignete Musik auswählen, strukturieren, analysieren und mit Bewegungslösungen verbinden

·        Feedbackstrategien der Lehrkraft, der Lernpartner, aus Literaturrecherche oder Videorecherche zur tanztechnischen und stilistischen Weiterentwicklung nutzen

·        Kreative Bewegungslösungen suchen, finden und tanz- und themenspezifisch umsetzen

·        Tanzkombinationen strukturell und stilistisch richtig verbinden und aneinander anpassen

·        Bewegungsweite, Bewegungsrhythmus und Bewegungsdynamik aneinander anpassen

·        Raum, Zeit, Dynamik, Form und Thema passend zu Bewegungsfolgen ausgestalten

·        Tanzthemen in der Gruppe einfallsreich deuten, nach-, um- und neu gestalten

·        Tänze rhythmisch-musikalisch anpassen

·        Bewegungsausdruck thematisch anpassen

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1 = 6,0

2 = 5,0

3 = 4,5

4 = 4,0

5 = 3,5

6 = 3,0

7 = 2,5

8   = 2,0

9 = 1,5

10 = 1,0

Lehren: Didaktische Befähigung

·        Andere befähigen, einzeln und mit Partner/n nachzugestalten, umzugestalten, neu zu gestalten

·        Das individuelle, sowie das Tanzen mit Partner/n und in der Gruppe veranlassen

·        Weiterarbeit effektiv anhand von Gestaltungskriterien beraten und unterstützen

·        Tanzaufgaben und Tanzprobleme recherchieren, organisieren und in tanzspezifische Bewegungsprozesse überführen und anleiten

·        Von Anderen gefundene Tanzsequenzen folgerichtig weiterentwickeln

·        Tanzthemen und Tanzarrangements in der Gruppe einfallsreich deuten, anleiten und beratend bei anderen weiterentwickeln

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Bewertungsmatrix für BA-Studierende im Handlungsfeld III- Projekt

Lernaufgabe: Organisieren einer Tanzaufführung und präsentieren einer Tanzgruppengestaltung



 Aufgaben

Name

Punkte/Note

Präsentieren individuell und in der Gruppe: produktbezogen

 ·        Ausdruck, Präsenz & Ausstrahlung angepasst an Partner zeigen

·        Tanztechniken und Tanzfolgen rhythmisch-musikalisch angepasst demonstrieren

·        Zu Partnern, Raum, Zeit und Dynamik optimal abgestimmt tanzen

·        Charakter des Tanzthemas stimmig zeigen

·        Tanztechniken strukturell richtig ausführen, verbinden und an Partner anpassen

·        Bewegungsweite, Bewegungsrhythmus und Bewegungsdynamik zeigen und an Partner anpassen

·        Gleichzeitig angelegte Tanzfolgen synchron an Partner anpassen und unterschiedlich angelegte Tanzfolgen, Soli, Duette, …von Partnern unabhängig darbieten

·        Bewegungsfolgen an Charakter und Struktur der ausgewählten Musik binden

·        In der Präsentation die gestaltete Wirklichkeit tanzkünstlerisch sichtbar darstellen

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1 = 6,0

2 = 5,0

3 = 4,5

4 = 4,0

5 = 3,5

6 = 3,0

7 = 2,5

8  = 2,0

9 = 1,5

10 = 1,0

Organisieren einer Tanzaufführung: prozess- und produktbezogen

 ·        Passende Aufführungsanlässe akquirieren

·        Aufführungszeiten und Aufführungsorte koordinieren

·        Tanz rezeptiv erleben: Zeitgenössischen künstlerischen Tanz anschauen, Tanzthemen verstehen, reflektieren und interpretieren

·        Programm erstellen: Tanzwerkanalyse und Tanzwerkinterpretation

·        Instrumentelles technisches Handwerk bewältigen: DJ/D-Jane, Auf- und Umbau, Bühne und Requisiten, Zuschauer, Videoaufnahme, …

·        Kostüme anpassen und Maske/n anfertigen

·        Haupt- und Generalproben planen, leiten, durchführen und analysieren

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Sommersemester 2018

dienstags: 14-16

Thema: Liegen ist das neue Sitzen
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur, KV 525,  Allegro.
Besser bekannt unter: Eine kleine Nachtmusik.

Wintersemester 17/18

Di 14 - 16 Uhr

Die Tanzwerkstatt wird im kommenden Semester mit dem Appendix „forschungsbasiert“ versehen und ist für diejenigen gedacht, die ein theoriebasiertes und/oder körperbetontes Forschungsinteresse an Gestaltungsprozessen haben. Nach einem gemeinsamen Tanzstart können die Einen auf der Empore theoretisch, die  Anderen in der Halle 3 handelnd forschen, gestalten und improvisieren.
Gute Tanzkenntnisse werden vorausgesetzt. Dies ergibt sich aus der Notwendigkeit, dass, was einem offenen Werkstattgedanken folgen kann, gut auf Erfahrung und Interessen abgestimmt und mit stringenter Planung und auch Arbeitsthemen versehen sein soll.

In der tanzdidaktischen Praxis kann die Veranstaltung als Projektseminar oder Neigungsbereich (Modul 3) anerkannt werden,
in der Tanzforschung kann eine Zulassungsarbeit für Teilnehmende, die schon einmal an der Tanzwerkstatt teilgenommen haben, angegangen werden.

Thema im Neigungs- oder Projektseminar:
Soliquette – Triduli
Musik: Archive: End of our days

Tanzforschung:
Kulturelle Bildung - Bildung zur kulturellen Teilhabe an Bewegungskunst durch Tanzunterricht an Schulen

Sommersemester 2017

Die Tanzwerkstatt wird im kommenden Semester mit dem Appendix "forschungsbasiert" versehen und ist für diejenigen gedacht, die ein theoriebasiertes und/oder körperbetontes Forschungsinteresse an Gestaltungsprozessen  haben. Nach einem gemeinsamen Tanzstart können die Einen auf der Empore theoretisch, die  Anderen in der Halle 3 handelnd forschen,  gestalten und improvisieren.
Gute Tanzkenntnisse werden vorausgesetzt; die verbindliche Anmeldung kann bis 31.03.17 per E-Mail an hafner1@ph-heidelberg erfolgen. Dies ergibt sich aus der Notwendigkeit, dass, was einem offenen Werkstattgedanken folgen kann, gut auf Interessen abgestimmt und mit stringenter Planung und auch Arbeitsthemen versehen sein soll.

Wintersemester 2016/17

Thema: Eile mit Weile

Musik: Eile: Karl Jenkins: Palladio Allegretto &

Weile: The XX: Night Time

Sommersemester 2016

Thema: Vordergrund (Solist/Duett) –-Hintergrund (Ensemble)

Musik: Agnes Obel: Wallflower

Wintersemester 2015/16

Thema: Keins - Eins - Zwei - Drei – Alles
Musik: J. S. Bach: Brandenburgische Konzerte Nr. 3, 3. Satz

Sommersemester 2015

Thema: Notation: Jedem Ton seine tanz-körperliche Entsprechung

Musik: Melody Gardot: Gone

Technik: Contemporary Dance

Choreografische Leitung: Dr. Sabine Hafner

Sommersemester 2014: Thema: Non-Pathos

Wintersemester 2013/14: Thema: Einsam, Zweisam, Dreisam

Sommersemester 2013: Thema: An der Bar

Wintersemester 2012/13: Thema: Ambivalenz der Liebe: wünschenswerte Folgen und unglückliche Nebenwirkungen

 

Sommersemester 2012: Thema: Heterogenität

Choerografische Leitung:

Dr. Sabine Hafner & Stephanie Lichtenthaler

 

Impressionen aus der Tanzwerkstatt