Die diesjährige IFO – Jahrestagung der Inklusionsforschung stand unter dem Titel: „Forschung – Haltung – Aktivismus? Inklusionsforschung zwischen Bildungsutopie und Systemkonformität“.
Seit fast vier Jahrzehnten bringt die IFO – Jahrestagung der Inklusionsforschung Forschende aus dem Feld der Inklusion zusammen. Vom 18.–20. Februar 2026 stand die 39. Tagung unter dem Titel:
„Forschung – Haltung – Aktivismus? Inklusionsforschung zwischen Bildungsutopie und Systemkonformität“.
Im Zentrum standen grundlegende Fragen:
Wie politisch ist Inklusionsforschung?
Welche Haltung prägt unser wissenschaftliches Arbeiten?
Und wie bewegen wir uns zwischen wissenschaftlichem Anspruch und aktivistischem Engagement?
Aus dem AW-ZIB waren Prof. Dr. Karin Terfloth, Kathrin Ludwig und Helmuth Pflantzer mit dabei.
Kathrin Ludwig stellte bei der Postersession ihr laufendes Forschungsprojekt vor, in dem die Interaktionen zwischen Bildungsfachkräften und Studierenden in erfahrungsbasierten Bildungsangeboten untersucht werden. Im Fokus steht die Frage, wie diese Gespräche verlaufen.
Mit einem Kurzimpuls beteiligten sich Helmuth Pflantzer und Kathrin Ludwig am Symposium+ „Inklusive Hochschule“ und diskutierten mit Interessierten die Themen Selbstreflexion und Zuschreibungen. Dabei ging es auch um die Fragen:
Wie erleben Bildungsfachkräfte den Austausch mit Studierenden?
Welche Herausforderungen entstehen möglicherweise für alle Beteiligten: Bildungsfachkräfte, Hochschulehrende und Studierende?
Prof. Dr. Karin Terfloth war gemeinsam mit Kolleg:innen aus der Schweiz als Moderatorin an der Ausrichtung des Symposium+ „Inklusive Hochschule“ beteiligt. In drei Beitragsslots wurden Fragen diskutiert, wie zum Beispiel: Wie können Hochschulen Räume schaffen, in denen echte Begegnungen – Inklusion beginnt mit Begegnungen – möglich werden? Auch das Thema Entscheidungen stand im Mittelpunkt: Partizipation ist zugleich Ziel und Mittel. Doch wer entscheidet – und wer entscheidet, wer entscheiden darf? Zum Abschluss wurde auch diskutiert, wie die Arbeit von Bildungsfachkräften und Inklusionsbotschaftern in eigener Sache an Deutschen und Schweizer Hochschulen politisch gesichert werden kann.