Qualifizierung

Viele Menschen interessieren sich für die Bildungs·angebote der Bildungs·fach·kräfte.

Damit es genug Ange·bote gibt,
werden am AW-ZIB neue Bildungs·fach·kräfte qualifiziert.

Am AW-ZIB lernen Menschen mit Behinderung, 
Bildungs·fach·kraft zu sein.

Das heißt, sie werden zu Bildungs·fach·kräften qualifiziert.

Qualifizierung bedeutet:
Eine bestimmte Fähigkeit für die eigene Arbeit lernen.

Die vier Qualifizierungsteilnehmer:innen sitzen vor einem Computer-Bildschirm. Lilly Lorenz zeigt auf den Bildschirm.

Die Qualifizierung dauert drei Jahre.
Die Teilnehmenden sind 5 Tage in der Woche im AW-ZIB.

Wenn sie vorher in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet haben,
bleiben sie dort weiter angestellt.

So bekommen sie weiter ihren Werkstatt·lohn.

Sie können zurück in die Werk·statt gehen,
wenn die Qualifizierung nicht das Richtige für sie ist.
 

In der Qualifizierung lernen die Teilnehmenden viele Dinge, zum Beispiel:

  • Wie man gut spricht und präsentiert.
     
  • Wie man Bildungs·angebote plant.
     
  • Wie man anderen Menschen erklärt, was man erlebt hat.
     
  • Was Inklusion bedeutet und wie man sie unterstützt.
     
  • Wie man gut im Team zusammenarbeitet.
Das Bild zeigt Qualifizierungsteilnehmerin Louisa Kabbe, die in ein Mikrofon spricht. Links von ihr sitzt Bildungsfachkraft Thilo Krahnke, rechts sitzt Qualifizierungsteilnehmerin Susann Bensch.

Qualifizierungs·teilnehmende können auch bei Forschungs·projekten mit·machen.
Am AW-ZIB forschen wir partizipativ.
Das bedeutet: Verschiedene Menschen forschen gemeinsam. Auch Menschen mit Behinderung forschen mit.

Weitere Informationen finden Sie im Bereich


Gruppenbild der Qualifizierungsteilnehmenden, Leitung des AW-ZIB und Kooperationspartner:innen auf dem Flur des Altbaus der PH Heidelberg

Im November 2025 hat am AW-ZIB eine neue Qualifizierung begonnen.

Vier Menschen machen bei der neuen Qualifizierung mit. 

Sie heißen Mehmet Can Friedel, Lilly Lorenz, Cedric Rüter und Maya Silva.

Das AW-ZIB arbeitet dabei mit anderen Einrichtungen zusammen.

Dazu gehören:

  • die Werkstatt für Menschen mit Behinderung Weinheim,
  • die Gemeinde·diakonie Mannheim,
  • die Heidelberger Werkstätten der Lebens·hilfe.

Drei Teilnehmende haben vorher in einer dieser Werkstätten gearbeitet.

Jetzt lernen und arbeiten sie an der Hoch·schule.

Die Dietmar Hopp Stiftung gibt Geld für die Qualifizierung.

Meine Motivation ist, den Studierenden beizubringen, was es heißt, ein Mensch mit Behinderung zu sein.

Dass es eben keine „Krankheit“ ist.

Ich freue mich, auch mehr Geld zu verdienen,

weil ich in der Werkstatt nur ein bisschen Taschen·geld bekomme.

Außerdem freue ich mich auf neue Aufgaben.

Beispielsweise auf die Workshops und Seminare,

bei denen ich hospitiere und die ich später halten werde.

Ich freue mich, die neue Umgebung noch mehr kennen·zu·lernen,

neue Menschen an der Hoch·schule kennenzulernen

und mit dem Team und den Assistenzen zusammen·zu·arbeiten.

Mehmet Can Friedel, angehende Bildungs·fach·kraft

Ich bin total gespannt auf die neue Aufgabe

und freue mich darauf, viel Neues zu lernen und mich weiter·zu·entwickeln.

Ich habe mich schon ein bisschen mehr an die Arbeit mit den Assistenzen gewöhnt.

Sie können Dinge für uns aufschreiben.

Bisher bin ich glücklich mit meiner Arbeit am AW-ZIB.

Cedric Rüter, angehende Bildungs·fach·kraft

Ich möchte den Studierenden beibringen,

wie man mit Menschen mit Behinderung umgeht,

weil viele Menschen damit noch Schwierigkeiten haben.

Ich habe schon sehr viele Leute getroffen,

die mich geduzt haben, weil ich im Roll·stuhl sitze oder weil ich so jung aussehe.

Das geht so nicht, das möchte ich verändern.

Maya Silva, angehende Bildungs·fach·kraft

Ich möchte Bildungs·fach·kraft werden, weil ich gerne mehr über Inklusion lernen will

und das auch weitergeben möchte.

Das Thema Inklusion begleitet mich schon mein Leben lang

und wird es auch mein Leben lang tun, weil ich das Down-Syndrom habe.

Zuerst fand ich das blöd,

aber mittlerweile finde ich das ganz toll,

weil ich weiß, dass ich was Besonderes bin.

Vor allem freue ich mich darauf, im Team zu arbeiten,

denn Zusammen·arbeit ist mir besonders wichtig.

Lilly Lorenz, angehende Bildungs·fach·kraft

Das Bild zeigt die Qualifizierungsteilnehmerinnen Louisa Kabbe und Susann Bensch im Gespräch. Sie sitzen an einem Tisch

Von Oktober 2022 bis September 2025
haben Susann Bensch und Louisa Kabbe 
am AW-ZIB eine Qualifizierung gemacht.
Sie wurden zu Bildungs·fach·kräften qualifiziert.

Beide waren früher auf einer Förder·schule für geistige Entwicklung.

Sie haben auch Erfahrungen mit inklusivem Lernen und Arbeiten gemacht.

So bringt das AW-ZIB nun noch mehr Wissen über inklusives Lernen in der Schule und außerhalb der Schule mit.

Seit Oktober 2025 arbeiten Susann Bensch und Louisa Kabbe fest im Team der Bildungs·fach·kräfte.

Ich möchte als Bildungs·fach·kraft arbeiten, weil ich Bildungs·angebote ausbringen möchte.

Die Arbeit als Bildungs·fach·kraft bedeutet für mich eine wichtige und wertvolle Arbeit.

Ich möchte mich mit Studierenden über meine Erfahrungen als Menschen mit Behinderung austauschen.

Ich möchte, dass Menschen mit Behinderung zuerst als Menschen gesehen werden.

Susann Bensch, Bildungsfachkraft

Die Arbeit als Bildungs·fach·kraft bedeutet für mich, sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen, weil Sie zur Gesellschaft dazu gehören.

Wir sollen Menschen mit Behinderung integrieren und überall in die Gesellschaft mitnehmen.

Sie sollen nicht in Schubladen gesteckt werden.

Sie sollen nicht so gesehen werden, als würden sie von einem anderen Planeten kommen.

Louisa Kabbe, Bildungsfachkraft

Die Qualifizierung legt den Blick sowohl auf jede einzelne Person als auch auf verbindende Momente.

Durch vielfältige Methoden aus der Sonder- und Inklusions·pädagogik, psycho·sozialen Begleitung und Beratung werden auch schwierige Erfahrungen bearbeitet und in einen größeren Zusammenhang gestellt.

So entstehen Räume für Empowerment, gegenseitiges Verstehen und ein kritisches Bewusstsein für gesellschaftliche Inklusions- und Exklusions·prozesse.

Noemi Heister, Teilhabemanagement
Akad. Mitarbeiterin
Tel.: +49 6221 477-6184
heister@ph-heidelberg.de
-107b / Altbau
Akad. Mitarbeiterin
Tel.: +49 6221 477-6179
maier4@ph-heidelberg.de
-107a / Altbau