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Abschied und Aufbruch

Die PHHD blickt dankbar auf viele Jahre Heidelberger Frühling Streichquartettfest zurück. Auch wenn der Spielort wechselt: Die enge Verbindung mit dem Festival- und Konzertveranstalter bleibt bestehen

Das Javus Quartetts spielt am Samstag im Rahmen der Langen Nacht des Streichquartetts.

Mit dem diesjährigen Streichquartettfest hat sich der Heidelberger Frühling von einer vertrauten Spielstätte verabschiedet: Zum letzten Mal erklangen die Konzerte des Festivals in der Festhalle der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Künftig wird das Streichquartettfest im renovierten Konzerthaus Stadthalle Heidelberg zu Gast sein. Für die Hochschule ist dieser Moment Anlass, eine lange gemeinsame Geschichte zu würdigen und zugleich den Blick nach vorn zu richten.

Das Heidelberger Frühling Streichquartettfest war seit über 15 Jahren in dem ehrwürdigen Altbau der Hochschule in Heidelberg-Neuenheim zu Hause. Die dortige Festhalle mit ihrem hölzernen Tonnendach, der besonderen Akustik und der konzentrierten Atmosphäre bieten laut des Festivals ideale Bedingungen für Proben und Konzerte. Künstler:innen schätzen zudem den Geist des konzentrierten Miteinanders und das Publikum die Nähe zur Musik. Der Ort wurde so zu einem festen Bestandteil der Identität des Heidelberger Frühlings.

“Die Alte Pädagogische Hochschule war für das Streichquartettfest über viele Jahre weit mehr als ein Spielort – sie war ein Resonanzraum für musikalische Begegnungen”, sagte Festivalintendant Thorsten Schmidt . ”Hier konnten sich Ensembles entwickeln, hier ist ein intensiver Austausch entstanden, der das Festival nachhaltig geprägt hat.” Auch Professorin Dr. Karin Vach, Rektorin der PHHD, blickt mit großer Wertschätzung auf die Zusammenarbeit zurück: ”Die Pädagogische Hochschule ist ein Ort des Austauschs, des gemeinsamen Lernens und der Begegnung. Das Heidelberger Frühling Streichquartettfest hat diese Haltung über viele Jahre durch musikalische Exzellenz, die Menschen verbindet und Dialoge eröffnet, hör- und erlebbar gemacht.”

Inhaltlich steht das Streichquartettfest für Entdeckungen und Dialoge: Junge Nachwuchsensembles treffen auf erfahrene Formationen, Spezialist:innen auf Alleskönner. Nicht selten wurden Streichquartette hier erstmals von Fachpresse und kundigem Publikum wahrgenommen und auf ihrem weiteren Weg begleitet. Auch 2026 spiegelte das Programm diese Vielfalt wider: Zu Gast waren das junge britische Fibonacci Quartet, das Javus Quartett aus Wien, das Kleio Quartet aus dem BBC-New-Generation-Programm, das Quartet Integra aus Japan sowie das Schumann Quartett. Vertiefende Einblicke in ausgewählte Werke bot Oliver Wille, Mitglied des Kuss Quartetts und Professor für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Gemeinsam mit den Ensembles vermittelte er die Musik anschaulich und lebendig.

Der Abschied des Heidelberger Frühling von der Festhalle der PHHD bedeutet übrigens keinen Abschied voneinander. Mit dem Umzug in das sanierte Konzerthaus Stadthalle eröffnen sich neue räumliche sowie künstlerische Möglichkeiten und zugleich neue Formen der Zusammenarbeit. ”Vergangenes zu würdigen und Neues zu initiieren, gehört zum Selbstverständnis unserer Hochschule. Wir freuen uns daher darauf, die gewachsene Partnerschaft mit dem Heidelberger Frühling auf andere Weise fortzuführen”, betonte Vach.

Text: Verena Loos
Bild: studio visuell

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