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Mehr Bewegung in die Klassenzimmer

Professor Jens Bucksch bei Pressekonferenz der Dietmar Hopp Stiftung: Neuer Förderschwerpunkt will gemeinsam mit der PHHD Schulen bewegungsfreundlicher gestalten.

Prof. Dr. Jens Bucksch und Uta Mielisch (links), Referentin der Dietmar Hopp Stiftung.

Bewegung sollte ein integraler Bestandteil unseres Schulunterrichts werden, sagt Prof. Dr. Jens Bucksch von der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unter anderem in der Rhein-Neckar-Zeitung und im Mannheimer Morgen. Der Wissenschaftler war von der Dietmar Hopp Stiftung eingeladen worden, bei einer Pressekonferenz über bewegungsorientierte Gesundheitsförderung und das neues Forschungsprojekt „Bildung bewegt“ der PHHD zu sprechen.

Denn unsere Kinder und Jugendliche bewegen sich im Alltag immer weniger. Gerade mal elf Prozent der Mädchen und 20 Prozent der Jungs seien die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 60 Minuten pro Tag in Bewegung, sagte Bucksch. Von der Zeit, die Kinder täglich im Sitzen verbringen, entfielen wiederum 60 Prozent auf die Schule.

Mit ihrem neuen Förderschwerpunkt „Bildung durch Bewegung“ will die Dietmar Hopp Stiftung mehr Dynamik in die Klassenzimmer bringen und stellt in den nächsten Jahren insgesamt 30 Millionen Euro für Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar bereit. Isabel Hopp aus der Stifterfamilie, Stiftungsleiterin Heike Bauer und -Referentin Uta Mielisch stellten das Vorhaben im Beisein der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper vor. Professorin Dr. Karin Vach, Rektorin der PHHD, und weitere Gäste nahmen ebenfalls an der Veranstaltung im Ludwig-Frank-Gymnasium Mannheim teil.

Der Stiftung geht es dabei nicht nur um die Gestaltung bewegungsfördernder Schulhöfe, sondern auch um einen weiterentwickelten Unterricht. Im Rahmen des Schwerpunkts erhält die PHHD Gelder für ihr Forschungsprojekt „Bildung bewegt – Mit Bewegung gute Schule gestalten“. Jens Bucksch, Dr. Robert Rupp und Team wollen hierbei Lehrkräfte für eine bewegungsaktivierende Schul- und Unterrichtsgestaltung fit machen.

Die Wissenschaftler:innen forschen bereits seit einigen Jahren zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung und haben ein Modell für „Bewegte Lehre“ an Hochschulen entwickelt. Nun geht es darum, Lehrkräfte der Metropolregion Rhein-Neckar systematisch mit Kompetenzen für bewegungsaktivierenden Unterricht auszustatten. Weitere Informationen folgen zum Projektstart im April 2026.

Letztlich gehe es um ein ganz neues Verständnis von Lehren und Lernen, mit dem man Bewegung als Mehrwert im Bildungsprozesses begreife, sagte Bucksch. Denn längst habe die Forschung gezeigt, dass bewegungsaktivierender Unterricht die kognitive und mentale Lernleistung verbessere. Schüler:innen hätten in entsprechenden Studien konzentrierter und wacher gelernt und seien weniger abgelenkt. „Wir wollen daran arbeiten, dass Lehrkräfte künftig ein anderes Mindset entwickeln.“

Den Artikel „Hopp-Stiftung fördert aktive Schulen in der Rhein-Neckar-Region“ (RNZ+) finden Sie auf . Den Artikel „Wie die Dietmar Hopp Stiftung mehr Bewegung in die Schulen bringen möchte“ (MM+) auf .

Text: Antje Karbe
Foto: Redaktion