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KI in der Forschung

Die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt in der Forschung zunehmend an Bedeutung und verändert sowohl methodische Zugänge als auch erkenntnistheoretische Perspektiven. Insbesondere in datenintensiven Kontexten eröffnet KI neue Möglichkeiten der Analyse, Verarbeitung und Interpretation komplexer Informationen. Dabei reicht das Spektrum von automatisierten Auswertungsverfahren über die Unterstützung bei Literaturrecherchen bis hin zur Generierung und Strukturierung von Forschungsdaten.

Ein zentraler Anwendungsbereich liegt in der Verarbeitung von Audio- und Videodaten. So können beispielsweise Transkriptionen von Unterrichtsaufzeichnungen mithilfe lokaler KI-Systeme effizient erstellt werden, wobei zugleich Anforderungen an Datenschutz (DSGVO) und regulatorische Rahmenbedingungen der KI-Verordnung berücksichtigt werden. Dies ermöglicht nicht nur eine erhebliche Zeitersparnis, sondern auch eine systematischere und potenziell reliablere Aufbereitung qualitativer Daten.

KI ist nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als integrativer Bestandteil moderner Forschungspraxis zu verstehen. Ihr Mehrwert entfaltet sich insbesondere dort, wo sie reflektiert, kontextsensibel und methodisch fundiert eingesetzt wird.

In Kooperation zwischen dem Prorektorat für Forschung, Forschungsreferat, Graduate School und der HSE wird an diesem besonderen Thema geforscht. 

Der Bedarf an Austauschformaten, in denen Forschende ihre Fragen und Erfahrungen im Umgang mit KI einbringen können, wächst. Solche dialogischen Formate ermöglichen es, ein differenziertes Bild davon zu gewinnen, was Wissenschaftler:innen in Bezug auf KI bewegt, und tragen dazu bei, erste Antworten auf methodische, technische und ethische Herausforderungen zu entwickeln.

Einen Auszug aus dem Workshop “KI-Nutzung in der Forschung”, geleitet von Dr. Thomas Renkert (HSE) und Dr. Nicole Flindt (Forschungsreferat/Graduate School) aus der KI-Arbeitsgruppe CAEDHET, finden Sie hier:

                      

Das Rektorat hat am 3. Februar 2026 eine Leitlinie zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in Studium und Lehre verabschiedet, die unter Beteiligung der Senatskommission für Studium, Lehre und Weiterbildung sowie des Senats auf der Grundlage der Leitlinie der Universität Heidelberg erarbeitet wurde. Sie dokumentiert die institutionelle Haltung der Hochschule gegenüber dem Einsatz von KI und soll als Orientierungshilfe für Lehrende und Studierende dienen.

Die Leitlinie stellt klar, dass der Einsatz von KI-Tools in der Lehre und im Studium grundsätzlich erlaubt ist, sofern er transparent, ethisch verantwortbar und didaktisch sinnvoll erfolgt. Insbesondere wird betont, dass KI nicht als Ersatz für eigenständige wissenschaftliche Arbeit, kritische Reflexion oder fachliche Kompetenzentwicklung dienen darf. Vielmehr soll KI als unterstützendes Werkzeug im Dienst der didaktischen Gestaltung und der Förderung von Medien- und KI-Reflexionskompetenzen eingesetzt werden.

  • Leitlinie - Umgang mit KI in Studium und Lehre (260 KB, PDF)