SHF Ausbildung, Erwerbsarbeit & Leben

In den Veranstaltungen des Handlungsfeldes Ausbildung, Erwerbsarbeit und Leben werden vor dem Hintergrund von Ansprüchen der selbstbestimmten Teilhabe Fragen von Inklusion und Exklusion über den Lebensverlauf hinweg diskutiert. 

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zum Studium des Handlungsfeldes, Hinweise zu Abschlussarbeiten sowie Links zu weiterführenden Informationen.

Das sonderpädagogische Handlungsfeld "Ausbildung, Erwerbsarbeit & Leben" im Master Sonderpädagogik befasst sich mit der beruflichen und sozialen Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Lebensverlauf. Es beinhaltet folgende Seminare:

  • Ausbildung und Ersteingliederung
  • Erwerbsarbeit und berufliche Rehabilitation erwachsener Menschen mit Behinderung
  • Lebensgestaltung unter dem Blickwinkel von Selbstbestimmung und Teilhabe im Lebensverlauf (Im Sommersemester 2026 als Ringveranstaltung “Ambivalenzen der Teilhabe”)

In zentralen gesellschaftlichen Bereichen wie dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder der sozialen und kulturellen Teilhabe sind Menschen mit Behinderung nach wie vor benachteiligt. Für die sonderpädagogische Ausbildung sind Themen sozialer und beruflicher Teilhabe deshalb von zentraler Bedeutung. 

Obwohl es in Hinblick auf die (außerschulische) Teilhabe von Menschen mit Behinderungen inzwischen vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten gibt, ist das Wissen darum sowohl bei Betroffenen als auch bei professionellen Helfer:innen oftmals begrenzt. Vor diesem Hintergrund werden im Handlungsfeld die Grundlagen der beruflichen Ersteingliederung und Rehabilitation sowie der sozialen Teilhabe und die sich daraus ergebenden konkreten Unterstützungsmöglichkeiten vermittelt.

Modulverantwortliche ist ab WiSe 2025/2026 Frau Prof. Wanka.

Ringveranstaltung „Ambivalenzen der Teilhabe – Selbstbestimmte Lebensgestaltung als (Über-)Forderung“

Wie kann vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen eine selbstbestimmte Lebensgestaltung (von Menschen mit Behinderungen) gewährleistet werden? Welche Rolle kommt hierbei der Pädagogik zu? Diesen Fragen geht die Ringveranstaltung des Handlungsfeldes im Sommersemester 2026 nach. 

Mit dem Konzept der Selbstbestimmung verbindet sich in der Sonder- und Inklusionspädagogik ein Paradigmenwechsel von der professionellen Fürsorge hin zu einer selbstbestimmten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Schon früh wurde darauf hingewiesen, dass Selbstbestimmung in Zeiten des flexiblen Kapitalismus auch eine An- oder Überforderung von Subjekten darstellen und mit dem Abbau sozialstaatlicher Sicherheiten verbunden sein kann. Mittlerweile scheint die gesellschaftliche Entwicklung diese Gegenwartsanalyse überholt zu haben. Sozialdarwinistische und autoritäre Diskursverschiebungen kritisieren sozialstaatliche Errungenschaften wie Assistenzleistungen als Überforderung des Sozialstaats oder gehen sogar so weit, erneut das Lebensrecht von Menschen mit Behinderung in Frage zu stellen. Von anderer Seite gerät ein Selbstbestimmungsbegriff unter Druck, der Freiheit auf Konsum reduziert und damit zu einer Überforderung der planetaren Grundlagen menschlichen Lebens beiträgt. Vor diesem Hintergrund fragt die Ringveranstaltung „Ambivalenzen der Teilhabe – Selbstbestimmte Lebensgestaltung als (Über-)Forderung“ danach, wie eine selbstbestimmte Lebensgestaltung (nicht nur) von Menschen mit Behinderungen gewährleistet werden kann und welche Rolle hierbei der Pädagogik zukommt.

Alle Hochschulmitglieder sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.

Programmübersicht der Ringvorlesung "Ambivalenzen der Teilhabe"

Wir freuen uns sehr über Interesse an einer Betreuung von Abschlussarbeiten oder Promotionsvorhaben. Kommen Sie gerne mit Anfragen auf uns zu.

Mögliche Themen für Abschlussarbeiten bei Herrn Geldner-Belli:

Abschlussarbeiten sind im gesamten Themenbereich des Handlungsfeldes möglich. 
Der methodische Fokus liegt hierbei auf theoretischen und empirisch-qualitativen Arbeiten.

Mögliche Themen für Abschlussarbeiten und Promotionsvorhaben bei Herrn Eichert:

Abschlussarbeiten oder Promotionsvorhaben bei Herrn Eichert sind vor allem im Bereich berufliche Rehabilitation und Teilhabe möglich.
 

Themenbereiche können beispielsweise sein:

  • Master Inklusion: Inhalte und Gestaltung eines Studiengangs
  • Berufliche Rehabilitation und Teilhabe psychisch erkrankter Menschen
  • Massnahmeformate in der beruflichen Rehabilitation
  • E-Learning in der beruflichen Rehabilitation
  • Förder- und Maßbahmeplanung in der beruflichen Rehabilitation
  • Betreuungsformate in der beruflichen Rehabilitation
  • Berufsbezogene Ressourcen
  • Betriebliches Arbeitstraining
  • Ressourcenentwicklung und Eingliederungserfolg in der beruflichen Rehabilitation
  • Teamarbeit und Supervision in der Rehabilitation
  • Integrative Therapie

Darüber hinaus sind natürlich auch andere Themenbereiche denkbar. Kontaktieren Sie mich gerne wegen konkreten Themen- und Projektvorschlägen, am besten schon mit einem Exposé .

Professor, Im Ruhestand
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Professurvertretung
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