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Interview zu Migration und Bildung

Die Frankfurter Rundschau hat mit PHHD-Professorin Havva Engin über den Bildungsbericht 2026 und zur Situation von Kindern mit Einwanderungsgeschichte gesprochen.

"Menschen, die migrieren, sind mutig, widerstandsfähig und bringen wertvolle Kompetenzen mit. Entsprechend müssen wir sie darin stärken und ihnen Hürden beim Spracherwerb besser abnehmen", sagt Prof. Engin.

Professorin Dr. Havva Engin, Leiterin des Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik an der PHHD, hat mit  der Frankfurter Rundschau über aktuelle Herausforderungen im deutschen Bildungssystem gesprochen. Anlass des Beitrags ist die Veröffentlichung des Nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2026“, der erneut auf strukturelle Problemlagen wie Bildungsungleichheiten, steigende Kompetenzanforderungen sowie wachsende Herausforderungen im Zusammenhang mit Zuwanderung und sprachlicher Teilhabe hinweist. Der Bericht unterstreicht insbesondere, dass ein erheblicher Anteil der Schüler:innen die Mindeststandards in zentralen Kompetenzbereichen nicht erreicht und der Bildungserfolg in Deutschland nach wie vor stark von sozialer Herkunft beeinflusst wird.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Professorin Engin steht insbesondere die Frage, wie Schulen mit der Situation umgehen, dass Kinder mit Einwanderungsgeschichte im Alltag häufig als Übersetzer:innen für ihre Eltern eingesetzt werden. Engin ordnet dieses Phänomen pädagogisch ein und warnt vor den langfristigen Belastungen für die betroffenen Kinder. Sie betont zudem die Notwendigkeit struktureller Unterstützung im Bildungssystem: “Wir müssen aufhören, Zuwanderung immer aus einer Negativperspektive zu betrachten. Menschen, die migrieren, sind mutig, widerstandsfähig und bringen wertvolle Kompetenzen mit. Entsprechend müssen wir sie darin stärken und ihnen Hürden beim Spracherwerb besser abnehmen."

Der vollständige Beitrag ist auf erschienen.

Text: Verena Loos
Foto: Birgitta Hohenester