| EN
Vernetzt für mehr Wirkung

Wie gelingt Klimaschutz an Hochschulen? Im landesweiten Austausch entstehen - unter aktiver Beteiligung der PHHD - praxisnahe Lösungen für eine nachhaltige Hochschullandschaft.

Klimaschutz mit Konzept: Johannes Rüd und seine Kolleg:innen entwickeln konkrete Maßnahmen für eine klimaneutrale PHHD.
25 Klimaschutzmanager:innen, 1 Ziel: die landesweite Treibhausgasneutralität bis 2030.

Mit dem Ziel einer netto-treibhausgasneutralen Landesverwaltung bis 2030 hat sich Baden-Württemberg einen ambitionierten Rahmen gesetzt. Auch die Hochschulen des Landes tragen hierzu bei und stellen sich dieser Aufgabe mit Nachdruck. Eine zentrale Rolle spielt dabei der regelmäßige Austausch der : In einem landesweiten Netzwerk arbeiten sie eng zusammen, um Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und gemeinsam wirksame und praxiserprobte Lösungen zu entwickeln.

Die Hochschulen befinden sich dabei an unterschiedlichen Punkten im Erstellungsprozess ihrer Klimaschutzkonzepte. Diese Vielfalt erweist sich als großer Vorteil: "Der Erfahrungsaustausch zeigt einmal mehr eindrucksvoll, wie engagiert die Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager der Hochschulen bei der Erstellung der Energie- und Klimaschutzkonzeptionen zu Werke gehen, konkrete klimawirksame Maßnahmen erarbeiten, vorschlagen und voneinander lernen", sagt Heinz Hoyer, Ministerialrat im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. "Denn nicht jeder muss das Rad neu erfinden und deshalb freut es mich besonders, dass es sich auszahlt, dass wir mit dem ‘Klimaplän’ eine konkrete Praxisanleitung mitgegeben haben, welche Inhalte eine Energie- und Klimaschutzkonzeption haben soll und welche Praxisfragen zu stellen sind. Erarbeitet wurden darüber hinaus weitere Praxishilfen, wie z.B. ‘Best of 20 Klimaschutzmaßnahmen’ und ‘20 Quick Wins’. Die Umsetzung der Maßnahmen wird sich nicht nur für das Klima durch sinkende Emissionen auszahlen, sondern auch ganz konkret für das Land mit sinkenden Energiekosten."

Neben digitalen Austauschformaten spielt auch der persönliche Dialog eine wichtige Rolle. Zuletzt kamen rund 25 Klimaschutzmanager:innen sowie Vertreter:innen des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg an der Hochschule für Technik Stuttgart zu einem Präsenztreffen zusammen. Im Mittelpunkt standen lösungsorientierte Ansätze zur Treibhausgasbilanzierung, die Frage, welche Maßnahmen besonders wirksam sind und zuerst umgesetzt werden sollten, sowie praktikable Wege im Umgang mit organisatorischen, strukturellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Treffen zeigte deutlich: Durch Zusammenarbeit entstehen tragfähige Lösungen, die einzelne Hochschulen allein kaum entwickeln könnten.

Heidelberg: Klimaschutzkonzepte als konkreter Handlungsrahmen

Ebenfalls anwesend war Johannes Rüd, der als Klimaschutzmanager an der PHHD tätig ist. Die Hochschule entwickelt derzeit - unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Siegmund, geschäftsführender Direktor des BNE-Zentrums - ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept: Ziel ist es, einen klaren, realistischen und umsetzbaren Pfad zur Netto-Treibhausgasneutralität bis 2030 festzulegen und dauerhaft im Hochschulbetrieb zu verankern. Im Zentrum stehen dabei konkrete Handlungsmöglichkeiten. 

Rüd analysiert - gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit - hierfür die aktuellen Treibhausgasemissionen der Hochschule, identifiziert Einsparpotenziale und entwickelt passgenaue Maßnahmen in zentralen Handlungsfeldern wie Energie, Mobilität, Beschaffung und Gebäudemanagement. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um zusätzliche Vorteile: energieeffizientere Gebäude, langfristig stabile Betriebskosten, attraktive Arbeits‑ und Studienbedingungen sowie eine höhere Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels. Eine enge Abstimmung mit internen und externen Akteur:innen – etwa dem Land, der Stadt oder dem Landkreis – stellt sicher, dass die Maßnahmen realistisch umsetzbar sind und Synergien genutzt werden. Das Klimaschutzkonzept dient so als Leitfaden für zukünftige Entscheidungen und Investitionen.

Weitere Informationen zum Klimaschutz an der PHHD finden Sie unter .

Text: Redaktion
Bilder: Hohenester / PHHD bzw. privat

P
Tel.: +49 6221 477-671
presse@ph-heidelberg.de
Altbau