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Zukunft der Lehrkräftebildung

Der Verbund Lehrkräftebildung Baden-Württemberger arbeitete in dezentralen Arbeitsgruppen und einer digitalen Vollversammlung Ansätze für evidenzbasierte und zukunftsorientierte Weiterentwicklung.

Vertreter:innen verschiedener Hochschulen kam in Freiburg zum Austausch über die Zukunft der Mathematiklehrkräftebildung zusammen.
In Heidelberg traf sich die Arbeitsgruppe, die sich hochschulübergreifend mit Querschnittskompetenzen im Lehramtsstudium beschäftigt.

Die Lehrkräftebildung an den Hochschulen im Land gemeinsam weiterzuentwickeln steht im Fokus des 2025 gegründeten „Verbund Lehrkräftebildung Baden-Württemberg“. Um dieses Ziel aktiv voranzutreiben, kamen im Juli rund 70 Akteure der hochschulischen Lehrkräftebildung im Land zu vier dezentralen AG-Sitzungen und einer digitalen Vollversammlung zusammen.

Welche Daten und Kennzahlen benötigen wir an den Hochschulen, um die Lehrkräftebildung evidenzbasiert und datengestützt weiter zu optimieren? Wie können wir zukunftsorientierte Querschnittsthemen wie Nachhaltigkeit oder Demokratiebildung systematisch in die Lehrkräftebildung integrieren und Good Practices gegenseitig zur Verfügung stellen? Was bedeutet lehramtsbezogene Professionsorientierung in den Fachwissenschaften und wie können wir diese konkret in verschiedenen Lernsettings umsetzen? Wie lässt sich die Attraktivität des Studiums der Mathematik als schulischem Kernfach erhöhen, wie kann man Übergänge von der Schule in die Hochschule und zurück inhaltlich und strukturell gut gestalten?

Die Mitglieder der Arbeitsgruppen diskutierten diese und weitere Fragen intensiv und präsentierten die Ergebnisse in einem gemeinsamen digitalen Abschlussplenum. Auch die Pädagogische Hochschule Heidelberg brachte ihre Perspektiven in die Arbeitsgruppen des Verbunds ein und arbeitete gemeinsam mit Vertreter:innen anderer Hochschulen an Fragen zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung.

Fachlicher Austausch am Beispiel Mathematik

Ein Beispiel für die konkrete Arbeit der Arbeitsgruppen zeigte die Sitzung der AG Mathematik, an der Professorin Dr. Marita Friesen, Prorektorin für Forschung und Internationales der PHHD sowie geschäftsführende Direktorin der Heidelberg School of Education, teilnahm.

Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Herausforderungen wie die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf die Lehre im Fach Mathematik und die damit verbundene Weiterentwicklung von Lehr-, Übungs- und Prüfungsformaten. Zudem wurden der Austausch über Good Practices und gemeinsame Leitlinien sowie die Gestaltung von Bildungsübergängen von der Primarstufe bis zur Hochschule aus fachlicher und fachdidaktischer Perspektive thematisiert. Weitere Schwerpunkte bildeten mathematikspezifische Überlegungen zur Attraktivität des Lehramts und zu alternativen Zugängen: So sollen bestehende Konzepte und Materialien gesammelt, evaluiert und gemeinsam weiterentwickelt werden, um den Studieneinstieg und die Qualität der ersten Ausbildungsphase zu stärken.

Ergänzt wurde der Austausch durch einen Beitrag von Professor Dr. Florian Schacht, erster Vorsitzender der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik, zur aktuellen Fortschreibung der KMK-Standards für die Lehrkräftebildung. Diese sollen zukünftigen Lehrkräften einen inhaltlich kohärenten sowie phasenübergreifenden Kompetenzaufbau ermöglichen und damit die Qualität des erworbenen Professionswissens erhöhen.

Nächste Schritte für die starke Lehrkräftebildung

Zum Abschluss des Tages unternahmen der gesamte Verbund einen digitalen Ausblick auf die nächste Vollversammlung des Verbunds, die im Beisein von Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Kultusminister Andreas Jung stattfinden soll. Zur Stärkung der Sichtbarkeit des Verbunds und seiner Aktivitäten wurde zudem eine Website entwickelt, die zukünftig unter verfügbar ist.

Text: Verbund Lehrkräftebildung Baden-Württemberg bzw. Verena Loos / PHHD
Foto: Verbund Lehrkräftebildung Baden-Württemberg

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