Herausforderndes Verhalten von Kindern und Jugendlichen beschreiben viele Pädagog:innen als größte Anstrengung ihrer beruflichen Tätigkeit. Nicht selten werden dadurch Gruppenabläufe stark beeinträchtigt und andere Kinder sowie Pädagog:innen selbst erheblich verunsichert. Die Teilnehmenden lernen in diesem Modul verschiedene Erscheinungsformen von herausforderndem Verhalten zu erkennen und vor dem Hintergrund zentraler Erklärungs-ansätze einzuordnen. Sie entwickeln professionelle Deu-tungen sowie alltagstaugliche, entlastende Handlungs-strategien zum Umgang mit herausforderndem Verhalten auf verschiedenen Ebenen und lernen, Teilhabe und Zu-gehörigkeit in Gruppen und Lerngemeinschaften zu fördern.
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Abschluss Microcredential (MC)
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Umfang 3 ECTS
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Dauer 6 - 8 Wochen
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Voraussetzungen Studium oder berufl. Äquivalent sowie Berufserfahrung
Das Modul ist Teil von Themenfeld 2 “Beziehung und Haltung” des
Lernziele:
Nach Abschluss des Microcredentials können die Teilnehmenden:
- herausfordernde Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen analysieren sowie zugrunde liegende Bedürfnisse, Belastungen und Entwicklungsaufgaben reflektieren,
- unterschiedliche Erklärungsansätze für herausforderndes Verhalten auf konkrete Fallkonstellationen beziehen,
- ein professionelles Handlungsrepertoire zum beziehungsorientierten Umgang mit herausforderndem Verhalten anwenden und weiterentwickeln,
- die eigene Rolle in pädagogischen Interaktionen reflektieren und die Wirkung des eigenen Handelns auf Beziehungs- und Lernprozesse einschätzen,
- Möglichkeiten zur Förderung von Teilhabe, Zugehörigkeit und positiver Entwicklung im pädagogischen Alltag gestalten.
Inhalte:
- Warum fallen Kinder auf?
- Welche Rolle spielen dabei Lebenswelten und Belastungen?
- Nutzen von scheinbar „negativem“ Verhalten
- Was können wir von „störenden“ Kindern lernen?
- Welche Handlungsspielräume können Lehrkräfte im Umgang mit dem einzelnen Kind, ihrer Klasse und den Sorgeberechtigten eröffnen?
- Im Zentrum stehen professionelle Deutungen statt schneller Zuschreibungen sowie alltagstaugliche Ansätze zur Entlastung im Unterricht.
Format
- Online
- Teilnahmeplätze: 15
Das Modul wird mit einem jährlichen Turnus angeboten.
Bestandteile
Alle Module des Kontaktstudiums “Kommunikation und Beziehungsgestaltung in der pädagogischen Arbeit” folgen einem einheitlichen didaktischen Aufbau:
- Ein Einführungsseminar vermittelt die inhaltlichen Grundlagen.
- Zwei Workshops vertiefen die Inhalte.
- Bis zu vier Check-ins dienen zur Reflexion und praxisnahen Betreuung.
- Eine asynchrone Selbstlern- und Transferphase sichert die Anwendung in der eigenen beruflichen Praxis.
- Den Abschluss bildet ein praxisbezogener Kompetenznachweis.
Termine
Einführungsseminar:
Workshop I:
Workshop II:
Check-ins: Termine werden von Teilnehmenden und Dozent:in zu Beginn des Moduls gemeinsam festgelegt.
Tools:
- E-Learning Plattform: Moodle
- Meeting-Software: Zoom
Voraussetzungen für den Zertifikatserwerb
Jedes Modul schließt mit einem anwendungsbezogenen Kompetenznachweis (= Prüfungsleistung) ab. Haben Sie diesen bestanden und an mindestens 80 % der Online-Präsenzzeiten (16 von 20 Stunden) teilgenommen, erhalten Sie ein Hochschulzertifikat mit 3 ECTS-Leistungspunkten. Andernfalls stellen wir Ihnen eine Teilnahmebescheinigung aus.
Kompetenznachweis
Der Kompetenznachweis für Modul 5 besteht aus einer schriftlichen Fallanalyse.
Anrechnung
Über die auf den Zertifikaten ausgewiesenen ECTS-Punkte können Ihre Module (MCs) auf umfangreichere Kontaktstudien und berufsbegleitende Studiengänge angerechnet werden.
(!) An der Pädagogoschen Hochschule Heidelberg rechnen wir den erfolgreichen Abschluss des Moduls sowohl für das
€ 350,-
Die Teilnahmegebühr umfasst
- die synchronen Veranstaltungsteile,
- einen begleitenden Moodle-Kurs inklusive Materialien,
- die Betreuung und Bewertung des Kompetenznachweises
- sowie die Ausstellung der Zertifikatsurkunde.
Haben Sie vier Module erfolgreich absolviert, können Sie über die Professional School formlos und ohne zusätzliche Gebühren die Ausstellung der Urkunde für das
(!) Klären Sie unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber, ob dieser die Kosten übernimmt. Dies geht ganz einfach über das Ausfüllen der Gebührenübernahmeerklärung im Anmeldeprozess.
Flyer “Beziehungsaufbau und -pflege bei herausforderndem Verhalten”