Sportwissenschaft
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Theorie trifft Praxis: Kooperation mit der Kepler-Realschule Heidelberg

Wie lässt sich guter Sportunterricht nicht nur theoretisch beschreiben, sondern auch konkret planen, durchführen und weiterentwickeln?

 

Mit dieser Frage beschäftigten sich Studierende in der Veranstaltung „Schulsportentwicklung: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“.

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Wahlfach Sport der 9. Klasse der Kepler-Realschule Heidelberg besuchten die Schülerinnen und Schüler an insgesamt fünf Terminen die Pädagogische Hochschule Heidelberg. Zuvor hatten sich die Studierenden intensiv mit Merkmalen und Kriterien guten Sportunterrichts auseinandergesetzt. Auf dieser Grundlage entwickelten sie eigene Unterrichtsvorhaben, die sie anschließend mit den Schülerinnen und Schülern praktisch umsetzten.

Inhaltlich erwartete die Schülerinnen und Schüler ein vielfältiges und abwechslungsreiches Sportangebot – von Waveboardfahren über HYROX und Le Parkour bis hin zu weiteren Bewegungs- und Sportangeboten. Dabei erhielten sie die Möglichkeit, Sportarten und Bewegungsformen kennenzulernen und auszuprobieren, die im regulären Schulsport bislang kaum oder gar nicht Teil ihres Unterrichts waren. Die Kooperation eröffnete ihnen damit neue Bewegungserfahrungen und Einblicke in die Vielfalt sportlicher Aktivitäten.

Auch für die Studierenden bot die Kooperation einen besonderen Mehrwert: Sie konnten ihre zuvor erarbeiteten Vorstellungen von gutem Sportunterricht unter realen Bedingungen erproben und dabei wertvolle Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Unterricht sammeln.

Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung war die anschließende gemeinsame Reflexion. Die Erfahrungen und Beobachtungen aus den Unterrichtsstunden wurden aufgegriffen, mit den zuvor erarbeiteten Kriterien guten Sportunterrichts in Beziehung gesetzt und gemeinsam diskutiert. Auf diese Weise konnten die Studierenden ihre Planung und ihr unterrichtliches Handeln kritisch hinterfragen und weiterentwickeln.

So entstand eine gewinnbringende Verbindung von fachdidaktischer Theorie, praktischer Unterrichtserfahrung und systematischer Reflexion – mit neuen Erfahrungen und Impulsen sowohl für die Studierenden als auch für die Schülerinnen und Schüler.

Die erfolgreiche Kooperation wird im kommenden Wintersemester fortgeführt. Damit erhalten erneut Studierende die Möglichkeit, theoretisch erarbeitete Konzepte unmittelbar in der schulischen Praxis zu erproben und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus ist eine weitere Kooperation im Rahmen der Veranstaltung „Erwerb und Reflexion sportlichen Handelns – Schwimmen“ geplant. Auch hier soll die Verbindung von Hochschullehre und schulischer Praxis im Mittelpunkt stehen: Studierende werden Unterricht mit Schülerinnen und Schülern planen, durchführen und gemeinsam reflektieren. Damit wird die praxisnahe Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Schule künftig auf einen weiteren Bereich der sportwissenschaftlichen Ausbildung ausgeweitet.

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