Im Projekt „Bildung bewegt!“ wird die Ausgangslage aufgegriffen, dass sich sowohl im schulischen als auch im hochschulischen Kontext zu wenig bewegt wird und lange Sitzzeiten den Alltag prägen. Bewegung wird bisher oft nur als Ergänzung bzw. in Form von Sportunterricht oder Hochschulsport gesehen. In diesem Projekt wird die Bewegung als integrativer alltäglicher Bestandteil von Lehr- und Lernprozessen verstanden.
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Dauer 04/2026 - 03/2029
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Zielgruppe Lehramtsstudierende & Lehrkräfte der MRN
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Projektförderung Dietmar Hopp Stiftung
Ziel des Projekts ist es, bewegtes Lernen als didaktisches Prinzip in allen Phasen der Lehrkräftebildung zu verankern.
Damit soll mittel- und langfristig sowohl die Unterrichtsqualität verbessert als auch die Gesundheit von Lernenden und Lehrenden in der Hochschule und in Schulen gefördert werden. Der primäre Zugang über Lehramtsstudierende mit einem hohen Multiplikator:innenpotenzial stellt eine Kerninnovation des Projekts dar. Darüber hinaus nähert sich das Projekt dem Bewegungsthema über den Bildungsauftrag von Hochschulen und Schulen und begreift Bewegung als unterstützendes Merkmal für eine qualitätsvolle Lehre bzw. qualitätsvollen Unterricht. Die gesundheitsförderliche Wirkung stellt sich beiläufig ein und wird nicht als zusätzlich zu integrierendes Add-On für Lehrkräfte und Schule verstanden.
Konkret sollen bewegende Methoden, bewegungsfreundliche Räume, Bewegungspausen, ein bewegtes Lernsetting und bewegende Weiterbildungen über die Hochschule in den Schulalltag Eingang finden. Die inhaltlichen Bausteine orientieren sich am Heidelberger Modell der Bewegten Hochschullehre.
- Dietmar Hopp Stiftung
- Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar
- Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Mannheim
- Möckel J, Wallmann-Sperlich B, Rupp R, Bucksch J. Bewegungsaktivierung und Sitzzeitreduzierung im Hochschulalltag. Public Health Forum. 2024;32:131–5. doi:10.1515/pubhef-2024-0027.
- Rupp R, Wallmann-Sperlich B, Schlimmer L, Bucksch J. Bewegte Hochschullehre curricular verankern. Eine prä-experimentelle Evaluationsstudie. Journal für allgemeine Didaktik : JfAD 2024. doi:10.25656/01:31785.
- Rupp R, Bucksch J. Gesunde Hochschullehre – ein Paradigmenwechsel. Public Health Forum. 2024;32:101–4. doi:10.1515/pubhef-2024-0023.
- Rupp R, Dold C, Bucksch J. Bewegte Hochschullehre: Einführung in das Heidelberger Modell der bewegten Lehre. 1st ed. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden; Imprint Springer; 2020. doi:10.1007/978-3-658-30572-7.
Zu Beginn stehen Koordination, Planung, Vernetzung und Rekrutierung im Mittelpunkt. Parallel dazu wird die Lehre an der PH Heidelberg über entsprechende Seminarangebote (ÜSB) ausgebaut und das Projekt wissenschaftlich begleitet, indem ein Evaluationskonzept entwickelt wird.
In der zweiten Phase wird ein „Showroom" für bewegtes Lernen eingerichtet. Ergänzend entsteht eine Methodensammlung, etwa in Form eines Buches mit begleitendem Kartenset.
Die dritte Phase umfasst die Entwicklung von Fortbildungskonzepten sowie deren Pilotierung an Schulen. Über einen Train-the-Trainer-Ansatz werden Multiplikator:innen ausgebildet, die die Inhalte weitertragen. Begleitend erfolgt eine Evidenzsynthese zu den Effekten von bewegtem Unterricht sowie eine Effektivitätsprüfung im Warte-Kontrollgruppen-Design mit Vorher-Nachher-Messungen an sechs Schulen.