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Ein neues Forschungsvorhaben gemeinsam mit dem Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung sowie Partnern in Tübingen und Greifswald verfolgt das Ziel, die Wirkungsmessung von Fortbildungen zur frühen naturwissenschaftlichen Bildung grundlegend neu auszurichten. Bislang wurden vor allem einzelne Formate punktuell untersucht. Künftig soll hingegen ein umfassenderes Verständnis der MINT-Professionalisierung von Fachkräften entwickelt werden. Damit verbindet das Projekt den Anspruch, einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Bewertung und Gestaltung von Fortbildungsangeboten anzustoßen.

  • Projektförderung: Klaus Tschira Stiftung
    Projektförderung Klaus Tschira Stiftung
  • Dauer: 36 Monate
    Dauer 36 Monate

Zur Qualität einzelner Professionalisierungsangebote liegen bereits empirische Befunde vor. So weiß man unter anderem, dass Fortbildungen sehr individuell erlebt werden. Gleichzeitig hängt ihr Wirkung von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Engagement der Teilnehmenden oder der Kombination von Lernformaten und Unterstützungsangeboten. Wie sich professionelles Handeln und die Kompetenzen der Teilnehmenden entwickeln, wird häufig erst über einen längeren Zeitraum hinweg sichtbar.

„Einzelne Studien können diese komplexen Wirkzusammenhänge nicht erfassen und erlauben keine Aussagen, wie das Gelernte langfristig wirkt“, sagt Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz von der Universität Greifswald. „Unser Ziel ist eine innovative Form der Wirkungsmessung und eine Qualitätsverbesserung im Fortbildungsbereich.“

Das höhere Ziel bleibt dabei die Chancengerechtigkeit für Kinder: Trotz zahlreicher Initiativen gebe es immer noch deutliche Ungleichheiten beim Zugang zu MINT-Bildungswegen, so Rehm. Dies könne vom sozialen Hintergrund abhängen oder auch vom Geschlecht - bereits ab der Grundschule lasse sich bei Jungen ein größeres Interesse an MINT-Themen nachweisen als bei Mädchen. Umso wichtiger sei es, Fachkräfte für die frühkindliche MINT-Bildung zu professionalisieren. Fortbildungsangebote müssten sich den individuellen Lernprozessen der Teilnehmenden anpassen. „Nur so stärken wir die Qualität naturwissenschaftlicher Bildung und ermöglichen langfristig allen Kindern einen gleichwertigen Zugang zu Bildungsgelegenheiten.“
 

AB
Akad. Mitarbeiterin
boehm3@ph-heidelberg.de
Neubau
Tel.: +49 6221 477-373
rehm@ph-heidelberg.de
B.218 / Neubau
JS
Akad. Mitarbeiterin
speidel@ph-heidelberg.de
  • Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH 
    (Dr. Kim Erdmann, Dr. Miriam Brandtner, Dr. Anna Hartenstein)
  • Forschungsstelle Präsentationskompetenz – Jugend präsentiert an der Universität Tübingen 
    (Dr. Carmen Lipphardt)
  • Lehrstuhl für Allgemeine Grundschulpädagogik der Universität Greifswald (Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz).

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