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IT-Sicherheit

Alle Nutzer:innen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben für die Sicherheit in der IT ein hohes Maß an Verantwortung und Verpflichtung. IT-Sicherheit geht jeden etwas an und hat nicht nur etwas mit Technik zu tun, sondern in erheblichen Maßen mit dem Umgang der IT-Ressourcen. Die folgenden Grundregeln können dabei helfen, die eigenen Geräte, Systeme und Accounts sicher zu betreiben.

Werden Sie hellhörig, wenn Sie mit einem (augenscheinlich) plausiblen Grund um die Herausgabe per E-Mail oder Telefonat von vertraulichen Informationen wie z.B. Ihrem Passwort gebeten werden. Die Beschäftigten der Pädagogischen Hochschule werden Sie nie um die Herausgabe von sensiblen Informationen (wie etwa Passwörtern) bitten. Prüfen Sie bei einem Telefonat im Zweifelsfall die Identität des:der Anrufers:Anruferin, indem Sie diese:n unter der Durchwahl aus dem offiziellen Personenverzeichnis zurückrufen.

Einfache und kurze Passwörter sind leicht zu merken, aber nicht sicher. Nutzen Sie für Ihre PH-Accounts ein Passwort mit ausreichender Komplexität, orientiert an den Passwortrichtlinien der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Mit einem Passwort-Manager wie KeePassXC können Sie außerdem Passwörter erstellen und verwalten. KeePassXC können Sie über unser ACMP Kiosk einfach installieren.
 

Passwortregeln: 

  • Das Passwort (Kennwort) muss mindestens 12, besser 16 Zeichen lang sein.
  • Es darf keine Leer- und keine länderspezifischen Sonderzeichen (keine Umlaute, kein ß, etc.) enthalten, da sonst manche Dienste nicht genutzt werden können.

Zeichenvorrat für Passwörter: 

  • Großbuchstaben: ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ
  • Kleinbuchstaben: abcdefghijklmnopqrstuvwxyz
  • Ziffern: 0123456789
  • Sonderzeichen:_.*$

Ein gutes Passwort: 

  • taucht in keinem Lexikon oder Wörterbuch auf
  • enthält auch Ziffern (mind. 1 Ziffer ist Pflicht)
  • enthält auch Sonderzeichen aus obiger Liste. (Andere Sonderzeichen nicht verwenden!)
  • enthält Klein
  • und Großbuchstaben
  • ist länger als 10 Zeichen
  • wird immer nur bei einer Institution genutzt.

Betrugsversuche erkennen & eigenverantwortlich handeln

Typische Betrugsarten:

  • Phishing: Gefälschte E‑Mails/SMS (z. B. angeblich von Banken, PayPal, DHL)

  • Online‑Shopping‑Scams: Ware bezahlt, aber nie erhalten

  • Investment‑Scams: „Schnell reich werden“ (Krypto, Trading, Coachings)

  • Romance‑Scams: Liebesbetrug über Dating‑Plattformen

  • Tech‑Support‑Scam: Angebliche Microsoft‑Anrufe oder anderer Unternehmen

  • Fake‑Gewinnspiele: „Sie haben gewonnen – zahlen Sie zuerst Gebühren“

  • Gibt sich als PH Mitarbeiterin oder Vorgesetzte aus

 

Warnzeichen:

  • Zeitdruck („sofort handeln!“) 

  • Aufforderung zu Überweisungen, Geschenkkarten oder Krypto 

  • Grammatikfehler oder unpersönliche Anrede 

  • Ungewöhnliche Links oder Absender 

  • Zu gut, um wahr zu sein

     

Handlungsempfehlung:

  • Keine Links oder Anhänge aus unbekannten Nachrichten öffnen 

  • Niemals Passwörter oder TANs weitergeben 

  • Absenderadresse genau prüfen 

  • Bei Unsicherheit: selbst die offizielle Website aufrufen

  • RZ per Ticket  informieren 

  • Im Zweifel nicht reagieren

  • Vollständiges Löschen (auch im Papierkorb) verdächtiger Mails

Eine große Anzahl von Schadsoftware (Software wie Viren, Würmer oder Trojaner) verbreitet sich per E-Mail. Öffnen Sie nicht leichtfertig E-Mail-Anhänge von Absendern, die Sie nicht kennen bzw. von denen Sie keinen Anhang erwarten. Jeder Anhang, den Sie öffnen, egal wie vertrauenswürdig er erscheint, kann die Sicherheit Ihres Computers gefährden.

Betriebssysteme und Anwendungen weisen immer wieder Schwachstellen auf, die die Sicherheit Ihres Computers gefährden. Installieren Sie regelmäßig Sicherheits-Updates, Patches und Service Packs der Hersteller, um Schwachstellen zu beseitigen. Auf verwalteten Rechnern des RZ ist dies gegeben.

Wenn Sie mit Administratorrechten auf einem nicht vom RZ verwalteten Computer arbeiten, haben auch Schadprogramme uneingeschränkten Zugriff auf Ihr System und können erst so ihre volle Wirkung entfalten. Betreiben Sie Ihren Computer im Produktivbetrieb nur mit einem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten. Administratorrechte sind nur notwendig, um z.B. Änderungen an der Konfiguration vorzunehmen.

Vertrauliche Daten können gegen unberechtigten Zugriff durch Dritte gesichert werden, indem man diese verschlüsselt. Aktuelle Betriebssysteme (Windows, Linux, Mac OS X) bieten Ihnen dazu bereits integrierte Mechanismen an. Unter Windows Professional (verwaltete Rechner im RZ) ist dies beispielsweise das Tool Bit Locker. Alternativ dazu, können auch kostenlose und quelloffene Tools genutzt werden. Im Bedarfsfall wenden Sie sich an unseren IT-Service über das Ticketsystem.

Hinweis: Vergessen Sie nicht, Passwörter für verschlüsselte Daten über alternative Tools sicher zu hinterlegen, z.B KeepassXC. Gehen diese verloren, sind die Daten für Sie unbenutzbar.

Eine regelmäßige Sicherung (Backup) Ihrer wichtigen Daten schützt diese vor Verlust und ist im Notfall Ihre letzte Rettung. Daten auf Netzwerkfreigaben (Laufwerke), werden auf verwaltete Rechner im RZ täglich gesichert. Lokal auf Rechnern gespeicherte Daten, müssen durch alternative Backup Tools gesichert werden. Im Bedarfsfall wenden Sie sich an unseren IT-Service über das Ticketsystem. 

Hinweis: Daten auf BWSync&Share werden nicht gesichert.

Um sich wirksam vor Datenverlust oder Identitätsdiebstahl zu schützen, sollten Sie folgende Maßnahmen beachten:

  • Lassen Sie Ihre Geräte niemals unbeaufsichtigt oder unverschlossen im Büro, auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Telearbeit.

  • Verwahren Sie keine IT-Geräte öffentlich einsehbar (z.B. im Auto).

  • Verschlüsseln Sie Ihre Rechner, damit Unbefugte im Falle eines Diebstahls keinen Zugriff auf Ihre Daten erhalten. Dies ist bei verwalteten Geräten durch das RZ gegeben.

  • Speichern Sie möglichst wenige sensible Informationen lokal auf dem Gerät. Nutzen Sie für wichtige Daten sichere Netzwerk-Speicher.

  • Regelmäßige Backups sind unerlässlich, um Ihre Daten im Ernstfall wiederherstellen zu können. Daten auf Netzwerkspeicher des RZ werden regelmäßig gesichert. 

    Hinweis: Daten auf BWSync&Share werden nicht gesichert.

  • Nutzen Sie keine automatischen Methoden ohne Nutzerinteraktion zum Anmelden an Ihrem Rechner.

Ein aktueller Virenscanner gehört zum Basisschutz eines jeden Computers. Achten Sie darauf, dass dieser aktiviert ist und auf dem neuesten Stand gehalten wird. Auf Rechnern die durch das RZ verwaltet werden, ist dies gegeben.

Ein aktuelles System mit Virenscanner und Firewall und sonstigen technischen Maßnahmen bietet nur einen technischen Schutz. 

Bleiben Sie aufmerksam, kritisch und informiert, wenn es um die Sicherheit Ihres Computers geht. Gedankenlosigkeit oder Vertrauensseligkeit hebeln jeden technischen Schutz aus. Egal ob jemand Schadsoftware auf Ihrem Computer installieren will oder es auf Ihr Geld abgesehen hat, Betrüger werden mit allen Tricks versuchen ihre Ziele zu erreichen.

Um Ihre eingeschalteten Arbeitsgeräte während Ihrer Abwesenheit vor unbefugter Nutzung und Manipulation zu schützen, sollten Sie unbedingt eine Bildschirmsperre einsetzen. Die Sperre sollte so konfiguriert sein, dass die Sperre sich ausschließlich durch Eingabe Ihrer Anmeldedaten entfernen lässt. Beim Verlassen Ihres Gerätes sollten Sie die Sperre stets selbst aktivieren. Daneben sollte der Bildschirm automatisch gesperrt werden, wenn das Gerät aus dem Standby aufwacht.

Mit der Tastenkombination Strg + Alt + Entf oder Windowstaste + L können sie die Bildschirmsperre aktivieren.