Der Erwerb sprachlicher Kompetenzen stellt in den ersten Lebensjahren einen wesentlichen Faktor für die gesamte kindliche Entwicklung dar. Sie sind eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen, den schulischen Erfolg sowie gesellschaftliche Teilhabe.
Basierend darauf hat das Land Baden-Württemberg das Sprachförderkonzept „SprachFit“ – Auf den Anfang kommt es an ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine landesweite Bildungsinitiative, die darauf abzielt, sprachliche Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und Kinder dann gezielt mithilfe von geschulten Fachkräften zu unterstützen. Seit 2024 erhalten Vorschulkinder bei Bedarf in ausgewählten Kindertageseinrichtungen und Schulen zusätzliche Sprachförderung, welche perspektivisch flächendeckend und verpflichtend ausgebaut werden soll. Weitere Programmbereiche von „SprachFit" sind unter anderem die Einführung von Juniorklassen (ab 2026), der Ausbau alltagsintegrierter Sprachbildung in Kitas oder der verstärkte Einsatz von multiprofessionellen Teams an Schulen. Das erklärte Ziel der Initiative „SprachFit“ ist es, durch die Förderung sprachlicher Fähigkeiten in der frühen Kindheit einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu leisten.
Die wissenschaftliche Evaluation von „SprachFit“ wird in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen der Pädagogischen Hochschule Weingarten (Prof. Dr. Simone Lehrl) und dem DIPF in Frankfurt (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Prof. Dr. Yvonne Anders) durchgeführt. Das Evaluationsprojekt erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW). Die Projektleitung liegt an der PH Heidelberg (Prof. Dr. Steffi Sachse, Prof. Dr. Jan-Henning Ehm).
Pädagogische Hochschule Weingarten (Prof. Dr. Simone Lehrl)
DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (Prof. Dr. Yvonne Anders)
IBBW – Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg