Im Mittelpunkt des vergangenen Moduls stand unter anderem die Frage: Welche Barrieren können Lernen erschweren – und was braucht es, damit Lernen für alle Menschen möglich wird?
Mit dem Ende der Vorlesungszeit endet auch für die Teilnehmenden der Qualifizierung zur Bildungsfachkraft ein weiteres Semester. Im Mittelpunkt des vergangenen Moduls stand unter anderem die Frage: Welche Barrieren können Lernen erschweren – und was braucht es, damit Lernen für alle Menschen möglich wird?
Die Qualifizierungsteilnehmenden haben sich intensiv mit eigenen Lernerfahrungen auseinandergesetzt, persönliche Lernbarrieren reflektiert und darüber nachgedacht, welche Bedingungen gutes Lernen ermöglichen. Gleichzeitig richteten sie den Blick auf Bildungsprozesse insgesamt: Wie können Lernangebote so gestaltet werden, dass möglichst viele Menschen teilhaben können?
Um diese Fragen zu vertiefen, arbeiteten die Teilnehmenden unter anderem mit dem Film „Berg Fidel – eine Schule für alle“. Gemeinsam analysierten sie die in den Unterrichtssituationen sichtbar werdenden Lern- und Systembarrieren und entwickelten Ideen, wie diese abgebaut werden können.
Eine wichtige Rolle spielte dabei das Konzept des Universal Design for Learning (UDL). Die Qualifizierungsteilnehmenden setzten sich intensiv damit auseinander, wie Bildungsangebote von Beginn an so gestaltet werden können, dass möglichst wenige Barrieren entstehen – beispielsweise durch vielfältige Materialien, unterschiedliche Zugänge zum Lernen und passende Methoden.
In der Modulprüfung am Ende des Semesters konnten die Qualifizierungsteilnehmenden ihr Wissen praktisch anwenden: Sie brachten ihre Perspektiven erstmals vertieft in eine Lehrveranstaltung ein, kamen mit Studierenden ins Gespräch, arbeiteten gemeinsam an Lösungen zum Abbau von Barrieren und reflektierten ihre eigenen Lernprozesse.
Qualifizierungsteilnehmer Mehmet Can Frieden berichtet: „Es war für mich aufregend. Der Raum war voller Studierenden und ich war quasi der Dozent. Ich fand auch gut, dass ich mit den Studierenden in Gruppen gearbeitet habe.“ Kollegin Maya Silva ergänzt: „Ich fand die Modulprüfung gut, weil ich ein Teil von einem Seminar war, mit meinen Kollegen und meiner Kollegin aus der Qualifizierung. Und ich konnte mit den Studierenden sehr gut ins Gespräch kommen.“
Mit dem erfolgreichen Abschluss des 2. Moduls ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Bildungsfachkraft erreicht!