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Neue Labore für das Geco-Lab

Klimawandel im Labor verstehen: Das Heidelberger Geco-Lab bietet dank modernster Technik und virtueller Realität völlig neue Wege für Forschung und Umweltbildung. Ein Rückblick auf die Eröffnung.

Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Christina Fiene, Prof. Dr. Karin Vach und Marco Grübbel (v.l.n.r.) bei der Eröffnung des Geco-Labs am 9. Juli.

Erkennen, erkunden, erklären – dieser Dreiklang begleitet alle Projekte des – Research Group for Earth Observation (rgeo) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Mit der Eröffnung der neuen physischen und digitalen Laborräume des , Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung, erhalten Studierende, Forschende und auch Schüler:innen nun neue, innovative Möglichkeiten, um sich insbesondere mit dem Klimawandel und seinen Folgen auseinanderzusetzen.

Zur feierlichen Eröffnung des neuen Experimentierlabors am 9. Juli 2026 kamen nicht nur Vertreter:innen der Wissenschafts-, Umwelt- und Kultusministerien des Landes Baden-Württemberg nach Heidelberg. Wichtige Stakeholder aus dem Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung sowie aus der Didaktik waren anwesend: etwa der , der , der und einigen regionalen Schulen.

Mehr als nur ein Lernort 

Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach lobte bei ihrer Begrüßung das Geco-Lab als eine Stätte der Weiterbildung. Sie betonte außerdem seine Bedeutung für die Resilienz des Wissenschaftssystems: Die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und seinen Folgen ist insbesondere in Zeiten eines aufgeheizten politischen Klimas eine wichtige Aufgabe für die Hochschule.

„Auf unseren Baustellen wollen wir eigentlich nicht experimentieren,“ scherzte Marco Grübbel bei der Eröffnung, aber mitunter improvisieren müsse man schon. Bei der Umsetzung des Experimentierlabos sei das aber eine besondere Ausnahme. Der Leiter des Amtes für Vermögen und Bau Mannheim / Heidelberg rückte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit dem Team des Instituts für Geographie und Geokommunikation in den Mittelpunkt und überreichte Prof. Dr. Alexander Siegmund zum Dank symbolisch einen Bauhelm sowie eine Urkunde zum Bauleiter ehrenhalber.

Bei der anschließenden Führung durch das neue Labor konnten sich die Gäste von der modernen Ausstattung selbst ein Bild machen. Ein Vertreter der Firma Wesemann GmbH, Herr Wesemann, gab den Interessierten hierbei einen Einblick in die Technik und den besonderen Vorlauf bei der Umsetzung des Experimentierlabors, das nach modernsten Maßstäben eingerichtet wurde.

Neben dem neuen Labor in den Räumlichkeiten der Geographie wurde auch ein neues, digitales Labor eröffnet. Mit dem virtuellen Geco-Lab können Lernende mithilfe von Virtual Reality ortsunabhängig auf die Angebote des Labors zugreifen. Einige Experimente würden damit überhaupt erst zugänglich gemacht, für die etwa Schulklassen ansonsten kaum Zeit hätten, wie Dr. Christina Fiene als Koordinatorin des Geco-Labs eindrücklich darlegte.

Das Geco-Lab

Das Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung, kurz Geco-Lab, ist ein integratives Lehr-Lern-Labor. Es verbindet als forschungsorientierte Einrichtung die geographische Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung mit Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Neben Schüler:innen profitieren davon Studierende in ihrer akademischen Ausbildung sowie Lehrkräfte in Fortbildungen. Inhaltlich konzentriert sich das Labor auf die Vermittlung naturwissenschaftlich und physisch-geographischer Basiskompetenzen, wobei aktuelle gesellschafts- und umweltrelevante Themen wie der Klimawandel und die nachhaltige Klimaanpassung im Mittelpunkt stehen.

Das Besondere am Geco-Lab ist die methodisch-didaktische Verknüpfung von Gelände- und Laborarbeit mit Modellen und Experimenten sowie computergestützte Analysen und Modellierungen. Es folgt dem didaktischen Dreiklang aus „Erkennen, Erkunden, Erklären“. Unterstützt durch ein eigenes regionales Klimamessnetz können Umweltprozesse direkt im Feld erfasst und anschließend experimentell im Labor untersucht werden.

Text: Max Wetterauer
Fotos: Malena Kommer