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Einblick in Promotionsarbeiten

Über den Tellerrand geschaut: Beim 3. Nachwuchskolloquium der Fakultät III stellten Nachwuchswissenschaftler:innen fachübergreifend ihre Themen und Methoden vor

Das Nachwuchskolloquium der Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften bot Gelegenheit für einen interdisziplinären Austausch.
 
 

Wissenschaftliche Arbeiten entstehen nicht im stillen Kämmerlein, es braucht auch die Inspiration und den Blick von außen: Mit dem jährlichen Nachwuchskolloquium hatte die Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften kürzlich wieder Promovierende eingeladen, hochschulintern über ihre Arbeit zu sprechen. Bereits zum dritten Mal fand die Veranstaltung statt, mit der die Fakultät der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ihre Bandbreite an Fachbereichen und Forschungsrichtungen sichtbar machen und den Austausch zwischen Nachwuchsforschenden fördern will. Organisiert wurde sie in diesem Jahr vom Fachbereich Mathematik, mit einem Team um Prof. Dr. Guido Pinkernell, JProf. Dr. Priska Sprenger und Prof. Dr. Claudia Hildebrandt.

In insgesamt 12 Vorträgen gaben junge Wissenschaftler:innen Einblick in qualitative und quantitative Forschung, vielfältige Fragestellungen und Methoden: Von Ernährung über sexuelle Bildung bis zu BNE in Schulgärten und von Analysemodellen über digitale Geomedien bis zu hybriden Lehr-Lern-Umgebungen. Die Redezeit war strikt auf jeweils 25 Minuten beschränkt - inklusive eines Zeitslots für Publikumsfragen, der gerne für regen Austausch genutzt wurde.

Von der Recherche bis zur fertigen Arbeit

So auch nach Eva Bühlers Vortrag, die ein vignettenbasiertes Verfahren vorstellte: Die Doktorandin will erfassen, welche MINT-Bildung Fachkräfte mitbringen, die in der Kita für Naturwissenschaften begeistern sollen. Dafür präsentierte sie Kita-Fachkräften eigens gestaltete Comics zu Alltagssituationen und ließ sie beantworten, wie sich dieser Anlass nutzen lässt, um naturwissenschaftliche Phänomene zu erkunden. Aus ihrem Vortrag entspann sich ein interdisziplinäres Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen solcher Modelle, in dem auch Forschende anderer Fächer von ihrer Arbeit mit Vignetten-Modellen erzählten.

Die präsentierten Arbeiten waren schon unterschiedlich weit gediehen: So präsentierte Gunter Ehret bereits das dritte Mal in Folge seine Arbeit zu einer Lernsoftware im Mathematikunterricht und gab somit quasi ein jährliches Update zur Weiterentwicklung seiner Promotion. Susanne Bischoff stand hingegen noch am Anfang und ließ das Publikum an der Literatursuche und ihren Überlegungen zu Strukturierungsprozessen in geometrischen Kontexten teilhaben. Dafür bekam sie neue Tipps und Beifall: „Ich finde es total klasse, dass wir in diesem frühen Stadium Einblick bekommen und an dem Prozess teilhaben“, so eine Zuschauerin.

Auch Dekanin Prof. Dr. Manuela Welzel-Breuer verfolgte die Vorträge interessiert. „Man sieht heute schön, wer noch alles in der Fakultät promoviert und für die Nachwuchswissenschaftler:innen geht es darum, Gleichgesinnte zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen“, sagt sie. „Das Kolloquium ist eine einmalige Gelegenheit für junge Forschende, sich interdisziplinär wissenschaftlich auszutauschen.“

Informationen unter

Text: Antje Karbe
Foto: Birgitta Hohenester

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