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Kunst für den C-Bau

„Man erntet, was man sät“: Die bewegliche Skulptur SEED erinnert an eine Samenkapsel und stellt eine Verbindung zur Natur her. Gebäude und Kunstwerk werden im Herbst offiziell eingeweiht.

Die Skulptur „SEED“ der Künstlerin Jeewi Lee wurde am C-Bau aufgestellt.

Der neue C-Bau der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat nun ein eigenes Kunstwerk: Anfang August wurde die Skulptur „SEED“ im Neuenheimer Feld aufgestellt, im Beisein der Künstlerin Jeewi Lee und des Amts Vermögen und Bau. Die offizielle Einweihung des Gebäudes ist für den Herbst geplant.

Für ihre Skulptur ließ sich die deutsch-koreanische Künstlerin von der Samenkapsel der afrikanischen Ringelblume (Tagetes erecta) inspirieren, die mit Stärke, Vitalität und dem inneren Licht des Menschen in Verbindung gebracht wird. Die runde Form und leuchtenden Farben sind charakteristisch für die Pflanze, deren Bestandteile auch als Gewürze, Farbstoffe und Heilmittel verwendet werden.

Das Kunstwerk besteht aus einem schweren zentralen Kern und einer äußeren Schote, die in einem präzise berechneten Gleichgewicht stehen: Es reagiert sanft auf den Wind und bleibt dennoch stabil. „Die subtile Bewegung wird zu einer suchenden Geste – einem fortwährenden Prozess der Gleichgewichtsfindung und einem Mittel zur Orientierung“, so die Künstlerin.

Nach dem Motto „Man erntet, was man sät“ soll die Skulptur alle, die im C-Bau studieren und arbeiten, an die Natur erinnern und zum Nachdenken anregen, über den Zusammenhang zwischen Lehre, Lernen, Forschung und Nachhaltigkeit. Sie verweise auf Prozesse der persönlichen und institutionellen Entwicklung und stelle zudem eine Verbindung zum ÖKogarten der PHHD und dem nahegelegenen Botanischen Garten der Universität Heidelberg her.

Das Kupfer wird mit der Zeit seine Farbe verändern. Die Entstehung einer natürlichen Patina gehöre zum Konzept, so die Künstlerin. „Die Skulptur verkörpert den Lauf der Zeit und macht Veränderungsprozesse sichtbar.“

Das Projekt ist Teil des Förderprogramms „Kunst am Bau“ des Landes Baden-Württemberg und wurde in Zusammenarbeit mit dem Studio Romano Tiedje, einem jungen Architekturbüro aus St. Gallen, entwickelt und umgesetzt. Die Skulptur wurde von der Kunstgießerei St. Gallen hergestellt.

Text: Redaktion
Foto: Birgitta Hohenester

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