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Millionenförderung für besseren Informatikunterricht an Schulen

Carl-Zeiss-Stiftung fördert bundesweites Promotionskolleg für Informatikdidaktik - CZS Stiftungsprofessorin Claudia Hildebrandt gehört zur wissenschaftlichen Leitung

Die Partner:innen der Hochschulstandorte, an denen das CZS KID unter Förderung der Carl Zeiss Stiftung aufgebaut wird.
Prof. Dr. Claudia Hildebrandt, CZS Stiftungsprofessorin für Informatik und ihre Didaktik an der PHHD
Feierliche Eröffnung des Promotionskollegs in Berlin
Panel-Diskussion zum Auftakt mit dem thüringischen Bildungsminister Christian Tischner (Mitte)

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist an einem deutschlandweit einzigartigen Promotionskolleg für Informatikdidaktik beteiligt: Prof. Dr. Claudia Hildebrandt, CZS Stiftungsprofessorin für Informatik und ihre Didaktik, ist erste Sprecherin und Teil der wissenschaftlichen Leitung des „CZS KID - Kolleg für Informatikdidaktik“, das unter Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung an sechs Hochschulstandorten in fünf Bundesländern entsteht. Ziel ist es, Forschung, Qualifizierung und überregionale Vernetzung des Faches nachhaltig zu unterstützen – und somit den Lehrkräftemangel an Schulen langfristig zu beheben und den Informatikunterricht bundesweit zu stärken. Der offizielle Startschuss erfolgte am Montag, 21.09.2026, in Berlin.

Das CZS KID wird von der Carl-Zeiss-Stiftung mit zwölf Millionen Euro gefördert. Es ist die bislang größte private Initiative für die Informatikdidaktik in Deutschland. In dem Promotionskolleg wird die Entwicklung von Informatikkompetenzen im Schulunterricht erforscht. Es wird in Zusammenarbeit mit der PHHD, der Universität Heidelberg, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, der Universität Koblenz, der Universität Paderborn, der Universität Münster und der Gesellschaft für Informatik durchgeführt. Die Geschäftsleitung übernimmt die Gesellschaft für Informatik.

Ziel es Kollegs ist, die Informatikdidaktik-Forschung überregional auszubauen. Gemeinsam wollen die Partner junge Forschende für die Informatikdidaktik begeistern und die Disziplin sowie die dazugehörige Community deutschlandweit stärken.

Dr. Felix Streiter, Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung: „Informatische Bildung war noch nie so wichtig wie heute: Sie spielt eine entscheidende Rolle für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands und ist zugleich der Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen in unserer zunehmend digitalisierten Welt. Es braucht neue Ansätze, um so komplexe und sich stark wandelnde Inhalte zeitgemäß zu vermitteln. Mit dem neuen Kolleg wollen wir dazu beitragen, dass es in Zukunft genügend gut qualifizierte Informatiklehrerinnen und -lehrer gibt.“

Anna Sarah Lieckfeld, Geschäftsführerin des CZS KID: „Viele Bundesländer haben Informatik mittlerweile zum Pflichtfach erhoben. Das ist ein wichtiger Schritt, doch es fehlt bundesweit an Lehrkräften, um das Fach flächendeckend und in angemessenem Umfang zu unterrichten. Um die Informatiklehrkräfte von morgen auszubilden, braucht es zudem ausreichend qualifizierte Wissenschaftler:innen und Dozent:innen. Hier setzen wir mit dem Kolleg an und arbeiten dabei ganz bewusst über Ländergrenzen und Gebiete der Informatikdidaktik hinweg zusammen.“

Prof. Dr. Claudia Hildebrandt trägt als eine von sechs PIs (Principal Investigators) zum strukturierten Qualifizierungsprogramm bei – die erste Promovierende startet bereits Anfang 2027 an der PHHD. Das Promotionskolleg werde die wissenschaftliche Nachwuchsförderung im Bereich der Informatikdidaktik nachhaltig bereichern, so die Wissenschaftlerin: „Unser Qualifizierungsprogramm schafft hervorragende Möglichkeiten zur professionellen Entwicklung und fördert Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Durch nationale und internationale Vernetzungen ergeben sich Diskussionsanlässe und neue Impulse über Standorte hinweg.“

Promovierende des CZS KID erhalten eine Qualifizierung, die fachliche Tiefe und  Breite umfasst. Das Kolleg ermöglicht ihnen viel Austausch über Standorte hinweg sowie den nötigen Freiraum, um eigene Ideen und Forschungsansätze zu entwickeln, zu verfolgen und individuelle Expertise aufzubauen. Um die Ergebnisse ihrer Forschung nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern, liegt ein besonderer Fokus auf Wissenschaftskommunikation und Transfer. 

Text: Pressemitteilung der Gesellschaft für Informatik / Redaktion
Bild: David Ausserhofer

Carl-Zeiss-Stiftung 
Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert Wissenschaft und Lehre in den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Als Partnerin exzellenter Wissenschaft ermöglicht sie Freiräume für Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung. Die Stiftung wurde 1889 von Ernst Abbe in Jena gegründet und ist heute eine der großen privaten wissenschaftsfördernden Stiftungen in Deutschland. Sie ist alleinige Eigentümerin der Carl Zeiss AG und der SCHOTT AG. Ihre Fördertätigkeit wird aus den Dividendenausschüttungen der beiden Stiftungsunternehmen finanziert. 

Gesellschaft für Informatik e.V. 
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum. Seit 1969 vertritt sie die Interessen der Informatiker:innen in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik und setzt sich für eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung ein. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik. Die GI hat sich Ethische Leitlinien gegeben, die ihren Mitgliedern als Orientierung dienen. 
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