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Unter dem Motto „Gesundheit gestalten – Gemeinsam gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen“ kamen vom 30. September bis 2. Oktober 2026 in Göttingen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Der gemeinsame Kongress der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und des Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk) widmete sich aktuellen Fragen rund um Prävention, Gesundheitsförderung und Public Health.
Auch die Pädagogische Hochschule Heidelberg, Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung, war mit drei wissenschaftlichen Beiträgen vertreten. Anna Lehmann, Amina Fünfstück und Maike Schröder präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitsförderung und kommunalen Bewegungsförderung.
Anna Lehmann beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Klimaschutzinterventionen auf die körperliche Aktivität. Grundlage ihres Beitrags war eine systematische Literaturübersicht, die den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Klimaschutzmaßnahmen und körperlicher Aktivität zusammenfasst. Dabei wird deutlich, dass Maßnahmen für mehr Klimaschutz auch Potenziale für die Gesundheitsförderung und die Bewegungsförderung bieten können.
Mit der systematischen Erfassung bewegungsförderlicher Umwelten befasste sich Amina Fünfstück. Sie stellte das digitale Audit-Tool KomBus2.0 vor, mit dem sich kommunale Rahmenbedingungen für Bewegung strukturiert erfassen lassen. Im Mittelpunkt standen sowohl die wissenschaftliche Güte des Instruments als auch seine Praxistauglichkeit für den Einsatz in Kommunen.
Das Projekt wird durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gefördert.
Maike Schröder stellte Ergebnisse zur Frage vor, welchen Impuls eine digitale Auditierung mit KomBus2.0 für die kommunale Bewegungsförderung geben kann. Dabei wurde insbesondere die Perspektive der Community Readiness einbezogen. Im Fokus stand somit die Frage, wie gut Kommunen auf Veränderungen und Maßnahmen zur Bewegungsförderung vorbereitet sind und inwiefern digitale Instrumente entsprechende Prozesse unterstützen können.
Auch dieses Projekt wird durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gefördert.
Die drei Beiträge verdeutlichen die Bandbreite der Forschung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: von den Zusammenhängen zwischen Klimaschutz und körperlicher Aktivität über die digitale Erfassung bewegungsförderlicher Umweltbedingungen bis hin zur Frage, wie Kommunen bei der Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebenswelten unterstützt werden können.
Der Kongress bot darüber hinaus zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch mit Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus unterschiedlichen Disziplinen. Die Gespräche, Rückmeldungen und Diskussionen lieferten wertvolle Impulse für die weitere Forschung und für die praktische Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen.