Willkommen in der Theaterpädagogik! Auf diesen Seiten findet ihr alle Informationen rund um das besondere Erweiterungsfach Theaterpädagogik an der PH Heidelberg. Außerdem gibt es hier auch immer wieder Ankündigungen zu aktuellen Theaterproduktionen der Abteilung und der Theatergruppen sowie zu anderen Projekten und Kooperationen mit Vereinen, Theatern sowie kulturellen und pädagogischen Einrichtungen in der Region und darüber hinaus.
Fünf Jahre lang hat die Mutter von Jeanne und Simon geschwiegen: Sie zog sich völlig aus der Welt zurück, verkaufte ihre Möbel und brach jeden Kontakt ab – selbst zu ihren eigenen Kindern. Nach ihrem Tod hinterlässt sie den beiden einen rätselhaften letzten Wunsch: „Findet euren Vater. Findet euren Bruder.“
Für die Geschwister bricht alles zusammen. Ihr Vater gilt seit ihrer Kindheit als tot, von einem Bruder war nie die Rede. Auf der Suche nach der Wahrheit reisen sie in das kriegsgebeutelte Heimatland ihrer Mutter – eine fremde Welt voller Widersprüche, verdrängter Erinnerungen und schmerzhafter Vergangenheit.
Hier lernen sie ihre Mutter noch einmal neu kennen, entdecken ihre eigenen Wurzeln und stoßen auf den Ursprung eines Traumas, das Generationen verbindet und ihr eigenes Leben auf den Kopf stellt.
Eine packende Geschichte über Identität, Familie und die Suche nach dem Sinn in einer Welt gefangen im ewigen Zirkel von Gewalt und Gegengewalt.
Altersempfehlung: ab 16 Jahre
...Begegnung: Theater bedeutet, sich selbst, anderen, Themen und Inhalten und vor allem dem Publikum in jedem Moment neu und ganzheitlich zu begegnen. Wir lassen uns von uns selbst und anderen überraschen, herausfordern, erschrecken, befremden und berühren. So können wir uns gemeinsam weiterentwickeln.
...Gemeinschaft: Im Theater teilen viele Menschen am selben Ort, im selben Moment ein Erlebnis. Im Schauen und Spielen entdecken wir, dass wir mit unseren Erlebnissen, unseren Gefühlen und unserer Sicht auf die Welt nicht alleine sind. So wird Theater zum Empathie-Kitt der Gesellschaft. Theater ist systemrelevant.
...transzendent: Theater macht es möglich Grenzen zu überwinden. Indem ich eine Rolle spiele, habe ich die Möglichkeit, jemand ganz anderes zu werden, Perspektiven und Standpunkte auszuprobieren, die nicht die eigenen sind. Im Zusammenspiel erschaffen wir etwas, das mehr ist als die Summe seiner Einzelbeiträge und wachsen damit über uns hinaus.
...Kreativität: Theater bietet einen Raum, in dem wir rumprobieren, rumalbern, rumspielen, rumstümpern können, losgelöst von innerer und äußerer Kritik. So kann kreative Leidenschaft wachsen und wirksam werden. Dabei entstehen neue Räume, Figuren und Gefühlswelten.
...subversiv: Im Theater erschaffen wir eine Welt jenseits von gesellschaftlichen Normen und Konformität. Dort wird alles möglich. Dort können wir unsere eigenen Regeln machen. Theater heißt: Alles könnte anders sein.
...nutzlos: In unserer Spielfreude und Leidenschaft erkennen wir die Möglichkeit zweckfrei und ergebnisoffen zu arbeiten. Wir sind mehr als unsere verwertbaren Fähigkeiten. Theater ist wunderbar nutzlos. Theater ist keine Kompetenz.