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Forschung

Das Institut versteht Forschung als reflexiven, kritisch-konstruktiven Beitrag zur Weiterentwicklung pädagogischer Theorie und Praxis in einer komplexen, sich wandelnden Gesellschaft. Die Forschung am Institut für Erziehungswissenschaft der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zeichnet sich durch eine breite theoretische Fundierung, methodische Vielfalt und hohe gesellschaftliche Relevanz aus. Sie ist eng mit den zentralen Herausforderungen gegenwärtiger Gesellschaften verknüpft und orientiert sich u.a. an Fragen der Gerechtigkeit, Teilhabe, Demokratie, Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie an der Professionalisierung von Pädagog:innen und Transformationsprozessen in Bildungssystemen.


Viele Forschungsprojekte des Instituts sind interdisziplinär angelegt – vielfach zeichnen sie sich durch eine enge Verbindung von Theorie und Praxis aus und entstehen dann in Kooperation mit Bildungseinrichtungen, Ministerien, Kommunen oder internationalen Partnerinstitutionen. Sie werden als Drittmittelprojekte oder als Projekte mit Eigenfinanzierung realisiert. Promotionsvorhaben und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind integraler Bestandteil der Institutsarbeit.

Die Forschungsaktivitäten des Instituts sind vielfältig und ergänzen sich wechselseitig:

  • Bildung und soziale Ungleichheit: Analysen zu den Bedingungen, Wirkungen und Bearbeitungsformen sozialer Ungleichheit im Bildungssystem stehen im Zentrum zahlreicher empirischer Untersuchungen.

     

  • Inklusion, Diversität und Heterogenität: Das Institut erforscht die Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse unter besonderer Berücksichtigung migrationsgesellschaftlicher, kultureller, sprachlicher und sozioökonomischer Diversität.

     

  • Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte: In mehreren Projekten werden Bedingungen, Dynamiken und Modelle professionellen pädagogischen Handelns untersucht – insbesondere im Kontext von Lehrerbildung, frühkindlicher Bildung und schulpädagogischer Praxis.

     

  • Digitalisierung und Bildung: Die Auswirkungen digitaler Medien auf Lern- und Bildungsprozesse, auf institutionelle Strukturen sowie auf die Rolle pädagogischer Fachkräfte bilden ein wachsendes Forschungsfeld am Institut.

     

  • Bildungs- und Erziehungsphilosophie: In Vergegenwärtigung der historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingtheit von Bildung und Erziehung werden aktuelle Aus- und Verhandlungen im Rahmen globaler Transformationsprozesse theoretisch reflektiert.

     

  • Historische Bildungsforschung: Durch die Analyse historischer Entwicklungen im Bildungswesen werden aktuelle Diskurse erziehungswissenschaftlich kontextualisiert und kritisch reflektiert.

     

  • Hochschulforschung und Wissenschaftspraxis: Die Forschung zur Institution Hochschule zielt auf die Analyse von Studienverläufen, Lehr-Lernprozessen sowie auf Fragen akademischer Bildung und Governance.

Körper - Bildung - Begegnung in Zeiten komplexen gesellschaftlichen Wandels

Internationale und nationale Forschungsperspektiven - eine Nachlese

Schulunterricht besteht aus Multitasking. Kinder mit unterschiedlichsten Begabungen und kulturellen Hintergründen mitnehmen, neue Lernformen anbieten, demokratische Werte vermitteln und auch digitale Schul- und Unterrichtsentwicklung voranbringen - Lehrer:innen sind stetig gefordert, sich neuen Entwicklungen anzupassen. Wie die Forschung dazu beitragen kann, die Professionalisierung von Lehrkräften für die Schulpraxis zu erforschen und weiterzuentwickeln, war im März 2025 Thema des 6. IGSP-Kongresses “Professionalisierung durch schulische Praxis?” an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg.