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Für Bildung und Teilhabe

Dr. Stefanie Köb wurde im GENT-Schwerpunkt auf die Professur für Pädagogik und Didaktik berufen. Die Wrangell-Fellow stärkt bereits seit einigen Jahren das sonderpädagogische Profil der Hochschule.

 

Dr. Stefanie Köb wurde im April 2026 von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zur W3-Professorin für Pädagogik und Didaktik im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (GENT) ernannt. Die Hochschule verfügt über ein bundesweit anerkanntes sonderpädagogisches Profil, zu dessen wissenschaftlicher Reputation Köb seit vielen Jahren beiträgt. Mit ihrer ausgewiesenen Expertise in Forschung, Lehre und akademischer Vernetzung stärkt Köb, die 2020 als Fellow in das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm aufgenommen wurde, diesen Schwerpunkt weiter und leistet einen wichtigen Beitrag zur qualitätsvollen, zukunftsorientierten Lehrkräftebildung.

Das Forschungsprofil von Köb ist insbesondere durch Arbeiten zur Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit kognitiver Beeinträchtigung geprägt. Weitere Schwerpunkte bilden der Schriftspracherwerb, pädagogische Ansätze im Autismus-Spektrum sowie Fragen der Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften. Inhaltlich leisten ihre Arbeiten profunde Beiträge zur Bildungstheorie und Didaktik im Kontext geistiger Behinderung sowie zur sozialen Partizipations- und Einstellungsforschung in diesem Feld. Forschungsmethodisch kombiniert sie theoretisch-reflexive Arbeiten mit qualitativen und quantitativen empirischen Zugängen.
Köb verfügt über eine beeindruckende Publikationsbilanz zur Pädagogik und Didaktik im sonderpädagogischen Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Ihre Beiträge erscheinen in renommierten Verlagen und Fachzeitschriften und weisen eine internationale Sichtbarkeit auf. Darüber hinaus konnte sie in ihrer bisherigen wissenschaftlichen Laufbahn erfolgreich kompetitive Drittmittel einwerben. Ihre Mitgliedschaften in verschiedenen regionalen und überregionalen Organisationen unterstreichen zugleich ihre aktive Vernetzung innerhalb der wissenschaftlichen Community.

Neben ihrer Forschungsexpertise hat Köb umfangreiche Erfahrungen in der Hochschullehre. Ihre Veranstaltungen verbinden dabei konsequent Theorie mit Praxis und überzeugen durch aktuelle empirische Befunde. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf die theoriegeleitete Reflexion pädagogischer Praxis und auf die eigenaktive Auseinandersetzung der Studierenden mit professionsbezogenen Fragestellungen. Die Qualität ihrer Lehre spiegelt sich auch in exzellenten Evaluationsergebnissen wider; Studierende beschreiben Köb dabei als besonders engagiert und fachlich überzeugend.

Ergänzend zu ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bringt Köb besondere Expertise im Bereich Kinderschutz ein. Sie ist zertifizierte Fortbildnerin für “Gesprächsführung bei Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch” sowie für “Prävention von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung”. Darüber hinaus ist sie seit mehreren Jahren stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

“Mich beschäftigt die Frage, wie Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit kognitiver Beeinträchtigung gestärkt werden können. Forschung und Lehre verstehe ich dabei als eng verbunden – mit dem Ziel, sonderpädagogische Praxis wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln",  sagt Köb. "Das Institut für Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule und insbesondere das Team der Fachrichtung Geistige Entwicklung bieten hierfür ein ausgesprochen anregendes wissenschaftliches Umfeld und hervorragende Möglichkeiten für gemeinsame Forschung, Lehre und fachliche Weiterentwicklung."

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Zur Person
Stefanie Köb studierte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt an Sonderschulen mit den Fachrichtungen Geistige Entwicklung und Pädagogik der Lernförderung. Im Anschluss war sie ebenda als akademische Mitarbeiterin bzw. als Akademische (Ober-)Rätin tätig. 2015 wurde Köb mit einer Arbeit zur Einstellung von Lehrkräften zur Inklusion von der PHHD promoviert. Zwischen 2011 und heute war sie Lehrbeauftragte an der Katholischen Hochschule Freiburg, an der SRH Hochschule Heidelberg sowie am Universitätsklinikum Heidelberg. 2020 wurde Köb als Fellow in das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg aufgenommen. 2023 bis 2025 vertrat Köb an der PHHD die Professur Pädagogik und Didaktik im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung; auf eben diese Professur wurde Köb 2026 berufen. Zudem ist sie Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Heidelberg.

Text: Verena Loos
Foto: Birgitta Hohenester

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