Gleichstellungsteam der PHHD im Amt bestätigt: Die Hochschule baut auf erfolgreiche Maßnahmen und setzt weiter auf Parität, Vielfalt und Nachwuchsförderung.
Dr. Frauke Janz wurde für eine weitere Legislaturperiode als Gleichstellungsbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gewählt. Auch ihre Stellvertreterinnen, die Professorinnen Dr. Stefanie Köb, Dr. Hannah Sauerborn und Dr. Angela Häußler, bleiben im Amt. Die jeweiligen Amtszeiten beginnen im Juli 2026 und enden am 30. Juni 2028. Ebenfalls unverändert zum Team gehören Dr. Wolfgang Schultz und Elisabeth Schönhals. Mit der Wiederwahl setzt die PHHD ihren kontinuierlichen Einsatz für Chancengleichheit, Vielfalt und eine diskriminierungskritische Hochschulkultur fort.
Professorin Dr. Karin Vach, Rektorin der PHHD, würdigte die Arbeit des Teams: „Ich danke Dr. Frauke Janz und ihren Kolleg:innen herzlich für ihren kontinuierlichen Einsatz mit dem sie Gleichstellung an unserer Hochschule nachhaltig voranbringen. Insbesondere die erfolgreiche Einwerbung des Professorinnenprogramms 2030 ist ein großer Erfolg und zeigt, dass unser Gleichstellungskonzept auch über die Hochschule hinaus überzeugt. Die damit verbundenen Mittel eröffnen uns die Möglichkeit, Wissenschaftlerinnen in allen Karrierephasen gezielt zu unterstützen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und langfristig Strukturen in der Wissenschaft zu verändern.“
Zwischenbilanz einer starken Amtszeit
Gerade an einer Pädagogischen Hochschule ist Gleichstellung laut Rektorin Vach von besonderer Bedeutung: „Wir bilden zukünftige Lehrkräfte aus und gestalten damit gesellschaftliche Entwicklungen mit. Vielfalt, Gleichstellung und die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten sind deshalb zentrale Grundlagen unserer Arbeit.“ Wie maßgeblich das Team um Frauke Janz dabei ist, zeigt ein Blick in die vergangenen Jahre, in denen zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und weiterentwickelt wurden. So liegt der Frauenanteil bei den Professuren der PHHD inzwischen deutlich über dem Bundesniveau: Ende 2025 waren 51 Prozent der unbefristeten Professuren an der Hochschule mit Frauen besetzt; bundesweit lag der Frauenanteil hingegen bei 30 Prozent.
Mit dem 2023 eingeführten Mentoring-Programm für Wissenschaftlerinnen wurde zudem ein gezieltes Förderangebot etabliert, das jährlich bis zu drei Mentoring-Beziehungen ermöglicht. Weitere Schwerpunkte der bisherigen Arbeit waren der Ausbau von Fortbildungs- und Beratungsangeboten für Studierende, die hochschulweite Vernetzung der Ansprechpersonen sowie die Entwicklung einer Satzung und eines Leitfadens zum Umgang mit sexualisierter Gewalt. Derzeit wird außerdem ein Schutzkonzept für Minderjährige im Kontext von Praxisseminaren, Exkursionen und Praktika finalisiert.
PHÖNIX als zentraler Baustein der Zukunftsstrategie
Für die kommende Amtszeit steht die weitere strategische Verankerung von Gleichstellung und Diversität im Fokus. Ziel bleibt eine mindestens paritätische Besetzung der Professuren: Im Rahmen der Struktur- und Entwicklungsplanung strebt die Hochschule insgesamt einen Frauenanteil von 54 Prozent an und setzt dabei insbesondere auf die gezielte Förderung von Wissenschaftlerinnen in allen Bereichen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind.
Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Programm „PHÖNIX - Förderung von Frauen in der Wissenschaft“, das durch die eingeworbenen Mittel des Professorinnenprogramms 2030 umgesetzt werden kann. Durch finanzielle, strukturelle und begleitende Maßnahmen unterstützt das Programm die nachhaltige Karriereentwicklung von Frauen in der Wissenschaft und trägt dazu bei, ihre Sichtbarkeit in wissenschaftlichen Positionen systematisch zu erhöhen.
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Text: Verena Loos
Bilder: Birgitta Hohenester