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MARSS: Multimodales System zur Abwehr von Desinformation für SchülerInnen

Das Projekt „MARSS“ verfolgt das Ziel, den Schulalltag durch eine digitale Lösung zu bereichern, die Desinformation und sozioemotionale Manipulation zuverlässig und erklärbar erkennt, Jugendlichen Sicherheit vermittelt und ihre Fähigkeit zur kritischen Reflexion stärkt. Zunächst wird ein KI-basiertes Tool entwickelt, das multimodale Medieninhalte analysiert und den Nutzerinnen und Nutzern verständliche Rückmeldungen liefert. Anschließend wird dieses System in eine schulische Lernplattform integriert, die Lehrkräften praxisnahe Materialien und Anwendungsbeispiele bereitstellt. Begleitend entsteht ein Netzwerk aus Schulen, Forschungseinrichtungen und Zivilgesellschaft, das die Entwicklung durch Co-Design-Methoden und kontinuierliche Evaluation unterstützt.

  • Dauer: 36 Monate
    Dauer 36 Monate
  • Zielgruppe: Lehrer:innen und Schüler:innen
    Zielgruppe Lehrer:innen und Schüler:innen
  • Projektförderung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
    Projektförderung Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

In demokratischen Gesellschaften verbreiten sich durch soziale Medien immer mehr gezielte Falsch­informationen und manipulative Narrative, die öffentliche Meinungen und Entscheidungen beeinflussen können. Besonders Jugendliche sind davon betroffen, da sie sich regelmäßig über soziale Medien informieren und dabei sowohl inhaltlicher als auch emotionaler Desinformation ausgesetzt sind. Ihre Fähigkeit, Informationen kritisch zu prüfen, Manipulationen zu erkennen und verantwortungsbewusst mit Medien umzugehen, muss deshalb gestärkt werden.

Das Konsortium des Projekts MARSS besteht aus drei Partner. Die Konsortialleitung liegt beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Hochschule Bonn Rhein-Sieg und die Pädagogische Hochschule Heidelberg sind Projektpartner.

Die Arbeitsgruppe entwickelt auf Basis vorhandener Forschung einen eigenen Ansatz zur effektiven Bekämpfung von (sozio-emotionalen) Desinformationen in Schule und Unterricht. Dieser Ansatz wird iterativ weiterentwicklung und mit Hinblick auf wichtige Kernvariablen hinsichtlich der Effektivität überprüft und validiert. Dabei soll von Beginn an die Zielgruppe (Lehrer:innen an allgemeinbildenden Schulen und Schüler:innen) in die Entwicklung von Konzepten zur Bekämpfung von Desinformationen einbezogen werden.

Im Rahmen des Projektes wird ein hybrides Bildungsangebot entwickelt, welches an Schulen direkt im Unterricht verwendet werden kann. Alle entwickelten Materialien und Ressourcen werden unter offenen Lizenzen veröffentlicht, um eine möglichst flexible Möglichkeit zur Nachnutzung zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wird eine eigene Lernumgebung entwickelt, die Schulen zur Verfügung gestellt wird.

Das Projekt entwickelt eine neuartige KI-basierte Lösung, die nicht nur die inhaltliche Richtigkeit, sondern auch emotionale Manipulationsstrategien in Medieninhalten erkennt und nachvollziehbar erklärt. Es kombiniert modernste multimodale Analysetechnologien und erkläbarer KI mit pädagogischen Konzepten und ethischer Gestaltung, um Jugendliche im Schulkontext zu einem reflektierten, kritischen und nachhaltigen Umgang mit digitalen Informationen zu befähigen. In enger Zusammenarbeit mit den Konsortialpartnern werden KI-basierte Dienste zur Erkennung von sozioemotionalen Desinformationen in das Bildungsangebot integriert.


Akad. Mitarbeiterin
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B324 / Neubau
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kalz@ph-heidelberg.de
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Akad. Rat
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